1849-1864 Derbyshire

1849-1864, Derbyshire

Ort, Zeit Handlung CD-Track
18. April 1849, Lesser Hill

 

 

 

 

 

 

 

Helmut Berger/Arthur Salton rekapituliert: Seit 11 Jahren lebt er tief glücklich als Arthur Salton in Lesser Hill, hat selten Träume an vorherige Existenz (an die er sich kaum noch erinnern kann) → Sein eigentliches Leben kommt ihm vor wie ein Traum, Leben mit Lucille realer und wahrhaftiger. Berger hat über 25 Jahre in seiner „eigentlichen“ Zeit gelebt, beschreibt aber, dass „dieses neue Leben immer in ihm geschlummert“ habe.

Am 18. April 1849 endet sein Glück. „Robert“ holt Helmut/Arther/Arger ab, um „das Rad erneut zu drehen“, so wie er es mit „Turner, Weston und Wetford“ besprochen habe. Helmut begleitet Robert zum Turner Anwesen, wo „die Anderen schon warten“, hat eine schreckliche Vorahnung. Alle Gutsbesitzer aus der Umgebung haben sich tribunal-ähnlich eingefunden. Die Ältesten des Dorfes treffen sich seit Jahrhunderten, um „den Weißen zu bändigen“18

6 – 6

 

 

 

 

 

 

 

 

Derbyshire,

1851

 

 

 

 

 

 

Stimmengewirr – Viele Männerstimmen, verzweifelte Schreie: Es wird von heiliger Pflicht gesprochen, die Grafschaft zu schützen, das „Rad“ müsse erneut gedreht werden.

Brennende Geräusche, eine Scheune brennt.

Das Durcheinander endet damit, dass Emily erwacht. Sie hat von Feuer und verbrannten Tieren geträumt, ihr Vater Arthur Berger tröstet sie. Er erzählt beruhigende Geschichten, ihre großen Brüder würden über sie wachen (Richard und William). An Richard zweifelt sie.

Plötzlich kommt ein Diener, der verzweifelt ankündigt: Die Scheune vom alten Greenwood brenne lichterloh.

8-1

 

 

 

 

 

 

 

1851, Greenwood Farm

 

 

 

 

 

Ein Bauer schildert, wie alle Tiere und die Scheune der Greenwoodfarm verbrannt sind. Der alte Greenwood und seine Töchter sind spurlos verschwunden.
Stattdessen finden sie in den Trümmern merkwürdige Metallgegenstände, Fenster, Kabel, Tragflächen … es scheint ein Flugzeug oder „Beschleuniger“ zu sein.

Arthur erkennt die Teile, er erbleicht, als er einen Namen liest, der auf einem der Bruchstücke  zu sehen ist: „Akasha“, der Name des Flugzeugs, mit dem er abgestützt ist. Arthurs letzte Erinnerung an 2008 ist der Flug zum Kailash und der Absturz.

 

8-3

 

 

 

 

 

 

1851,Lesser Hill

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arthur Salton beobachtet seine Kinder beim Spiel: „Ein Blick durch die profanen Dinge der Welt direkt in das vitale Zentrum reinsten Seins, ein allumfassendes Summen jenseits aller weltlicher Mühen und Belange“.

Der Diener Robert Summers bringt die havarierten Metallobjekte nach Lesser Hill und bittet im Namen der Männer darum, dass Arthur zur Herrin Arabella March fährt, damit er „um ihren Schutz“ bittet. Arthur erkennt, dass Arabella March mit seinem Dasein, seinem zweiten Leben verwoben ist. Flashback zum ersten Treffen mit Arabella March und ihren Schlangen. Arthur entscheidet, zu Arabella March zu fahren und das Rätsel anzugehen. Emily kommt zu Arthur und erzählt, Richard nenne sie „Hexe“, weil sie den Brand vorhersagen konnte. Richard sei wieder einmal nicht aufzufinden.

Erneut gesteht sich Arthur ein, dass er Richard nicht lieben kann, umso mehr aber seine tatsächlichen Kinder William und Emily.castlerock

8-7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1851, Derbyshire

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Emily und Richard als Jugendliche. Beide besteigen einen Hügel, von dem aus sie eine wunderschöne Aussicht auf Lesser Hill genießen.

Richard gibt vor, in weiter Ferne seinen Vater zu sehen, wie er einen Apfel isst. Emily glaubt nicht, dass er so weit so genau sehen kann – Richard scheint sie nur erschrecken zu wollen.

Sie blicken auf die Mermaid Falls, dampfende Hügel und das unheimliche Nedrig Wind.

Emily findet Nedrig Wind einen finsteren Ort, Richard hingegen spricht sich für den seltsamen Ort und Arabella March aus.

Emily wundert sich, niemand aus der Familie habe Arabella March kennen gelernt, da berichtigt sie Richard: Sein Vater habe Arabelle bereits kennen gelernt.

Als Emily ihren Bruder William vermisst und zurück will, ändert sich die Stimmung: Richard wirft Emily vor, schlecht mit William über ihn zu sprechen und ihn nicht als Bruder zu sehen.
Richard wird handgreiflich: Er hält sie fest, er „will nur etwas von dem, was William hat“, sieht sich selbst als „Störenfried und Makel“, will nur geliebt werden.

Als er von Emily einen Kuss will, bricht es aus Emily hervor: Sie findet ihn tatsächlich abstoßend, fremd und widerlich, sie sagt ihm ins Gesicht, dass sie ihn hasse und niemals lieben werde.

Richard ruft ihr verzweifelt weinend und traurig hinterher.

Als Emily fort ist, tritt Arabella March hinzu und macht Richard klar, dass Emily eine boshafte Fratze hinter ihrer freundlichen Maske trage.

Sie kündigt an, Richard von seinem Schmerz zu erlösen und die „Pein“ auszulöschen. Sie nimmt ihn mit auf einen „neuen Weg“, der zu „ewigem Leben“ führe.

9-01a

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1851, Nedrig Wind

 

 

 

 

 

 

 

Der junge Richard ist bei Arabella March in Nedrig Wind. Sie erzählt ihm die Geschichte von gefallenen Engel, der von Gott verstoßen in den Abgrund geschleudert wurde. Sie erzählt aus der Gegenperspektive: „Der böse alte Mann“ (Gott) war voller Neid auf die Schönheit und Jugend des Sterns (Luzifer). Der schönste der Engel, der verstoßene Sohn, beschäftigt Richard besonders.

Arabella redet Richard ein, dass sie ihm vertraue, sein Vater Arthur aber nicht, er hasse ihn. Richard bestätigt und nennt seinen Vater den „bösesten Mensch“, den er kennt.

Arabella bietet ein Geheimnis an: Sie könne Richard offenbaren, was aus dem „schönsten der Engel“ (Luzifer) geworden sei. Er will es wissen, sie nimmt ihn mit, um es ihm zu zeigen.

7-8

 

 

 

 

 

 

 

 

1851, Nedrig Wind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arthur Salton erreicht Nedrig Wind. Entsetzen und dunkle Vorahnung befällt ihn. Der Kutscher will nicht direkt vor dem Gemäuer warten, er fährt ein Stück voraus und lässt Arthur zurück.Lady Arabella March empfängt Arthur. Im Hintergrund in Arabellas Gemach hört man ein Radio (oder einen Fernseher), wo offensichtlich ein Bericht aus den 1930ern zu hören ist. Das Gerät wird abgestellt, als Arthur eintritt.Arabella zeigt sich charmant (mit blauen Augen, roten Locken und schönem Kleid) und heißt Arthur willkommen. Arthur fühlt sich sofort zu ihr hingezogen („unmenschliche Schönheit“), obwohl das erste Treffen schon 12 Jahre zurückliegt.Arthur bemerkt durch eine halb offene Tür eine dampfende Badewanne. Ein merkwürdiger Geruch füllt den Raum.

Arabella greift Arthurs Hand und zieht ihn ins Bad und näher zu sich, während sie eine Geschichte erzählt:
Eileithyia, die griechische Göttin der Geburt, Tochter von Zeus und Hera. Eine Menschenfrau namens Alkmene empfängt ein Kind von Zeus (das Kind ist Herakles). Die Göttin der Geburt Eileithyia jedoch wurde von Zeus eifersüchtiger Gemahlin Hera dazu verpflichtet, die Niederkunft zu verhindern. Eileithyia kreuzte ihre Arme und Beine, so dass keine Geburt geschehen konnte, Alkmene leidet sieben Tage Höllenqualen, weil sie nicht niederkommen konnte. Die Magds von Alkmene blufft und ruft aus, dass das Kind geboren sei. Eileithyia fällt darauf herein und springt verwundert auf, da geschieht die Geburt endlich, Herakles wird geboren. Arabella endet mit den Worten: „Ein bisschen Glück gehört für Helden immer dazu, nicht wahr, Herr Berger?“

Die Situation umnebelt Arthur, er erschreckt vor dem Namen Berger (der erst in über hundert Jahren zum ersten Mal erscheinen würde) und verliert die Kontrolle. Arabella nennt ihn weiter Helmut und beginnt ihn zu verführen ihn – er bemerkt eine „pochende Erektion“. Plötzlich ist er aus seinen Kleidern und steigt mit ihr in das dampfende Bad.Der Geruch wird immer stärker, doch er schaut nur Arabella an und nicht das Wasser. Sie scheint ihn zu verführen. Plötzlich bemerkt er es: es ist kein Wasser, sondern Blut, in dem sie sitzen.Mit einem Schrei erwacht er in seinem Bett. War es ein Traum? Richard steht im Türrahmen und beobachtet mit gespenstischem Blick seinen erregten Vater, bevor er lautlos geht.Da bemerkt Arthur es: Das Laken ist voller Blut.

7-11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ca. 1862, Derbyshire, Lesser Hill

 

 

 

Zeitsprung zu einem erwachsenen William, der zu seiner Schwester Emily geht. Emily hat sich offenbar an die Szene mit Richard zurückerinnert, sie hat ein schlechtes Gewissen und will wissen, ob „alles einen Preis“ habe, ob alles in Leben auf einer schicksalshaften Waage in „Seele oder Tod“ aufgewogen werde. Sie fragt sich, ob sie noch im Leben ihre „Fehlungen“ ausgleichen könne.

William drängt darauf, ihn zu begleiten: ihr Vater Arthur liegt im Sterben.

9-01b

 

 

 

 

 

Ca. 1862,

Derbyshire, Lesser Hill

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arthur stirbt. Sein Sohn William sitzt am Sterbebett. Arthur möchte William die Wahrheit sagen – er offenbart ihm sei Geheimnis. Er weist ihn darauf hin, dass es Beweise für das Gesagte gebe, die William studieren solle. William packt das Grauen, er will es nicht hören. Arthur erklärt seinem Sohn, dass der Vater von Richard gestorben sei, und dass er ein anderer sei, aber dennoch sein Vater. Kein anderer in der Familie dürfe es erfahren. Arthur bittet William darum, etwas „zu schaffen“. William hört zu, was sein Vater über 30 Jahre verborgen gehalten hat. Ein Erzähler William sagt aus einer späteren Perspektive, dass er es schaffen wollte – doch er schaffte es nicht. Zwei Tage später wird Arthur für immer auf dem Friedhof beigesetzt. In den Augen seiner Mutter sieht William bereits, dass sie ihrem Mann bald folgen würde. Richard ist voll des Trostes für alle, doch keiner will sich seine Worte anhören. Ein Abgrund zwischen Richard und William wird allen klar.  Emily und William sprechen von ihren Kindertagen und ihren liebenden guten Vater. William eröffnet Emily schließlich, dass er fortgehen müsse, um dessen letzten Willen zu erfüllen. Emily will mit, doch William besteht darauf, dass sie bei der Mutter bleibt. Als Emily wissen will, was Arthur am Sterbebett gesagt habe, verschweigt es William bis später.   Der Erzähler William bedauert, dass es keine spätere Chance gegeben habe – dies war auch das letzte Mal, dass er seine Schwester lebend sah 9-7a

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Fan-Blog zur schwarzromantischen Mysteryserie "Die schwarze Sonne" von Günter Merlau

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