1886, Frankreich

1886, Frankreich

Jahr/Ort Handlung Folge/Track
1886,

London-

Paris

 

Ein Jahr nach Adams Verlust

 

 

 

 

 

 

 

   1886, 3.März,

Frankreich (Paris?)

 

Die Welt gleitet ab von Adam, er lebt im Leid versunken (wie ein „Seelenloser“) und nimmt seit den Ereignissen von Nedrig Wind nicht mehr an seiner Umgebung teil.  Er folgt Nathaniel durch sein Leben in London und nimmt wie in Trance („ohne Hoffnung und Zukunft in einem Meer von Nichts“) an Einweihungen und Geheimbundtreffen teil, an die er sich rückblickend nicht erinnern kann. Es ist ein Ritual im Hintergrund zu hören.

Nathaniel und Adam reisen mit dem Zug nach Frankreich. Eine Dame erregt am Bahnsteig die Aufmerksamkeit – es ist Arabella March, die „zu Gast bei Freunden“ sei und seltsames Interesse an Adam und Nathaniel zeigt.

Jules Verne holt die beiden Reisenden vom Bahnhof ab.  Verne ist nervös und bleich. Er berichtet von einem Einbruch in seinem Haus, obwohl nichts gestohlen wurde, er fühlt sich verfolgt.

Saint Michel (ein Zweimaster) war das Boot Vernes, das er verkaufen musste – benannt nach seinem Sohn, der sich sehr verschuldet hat.

Adam nimmt wahr, wie sich ein verhüllter Mann nähert – es ist Vernes Sohn Michel. Dieser faselt vom „schwarzen Orden“ und verübt ein Attentat auf seinen Vater. Adam kann den Angriff verhindern, es fallen Schüsse. Statt Verne bekommt Adam  einen Schuss ab – diese schmerzliche Erfahrung bringt ihn aus seiner Lethargie kurzzeitig „in ein Leben voller Schmerzen“ zurück.  Nach diesem erweckenden Schuss fällt er allerdings durch seine Verletzung in ein tiefes Koma.

 

2-1
1886, 3.März,

Frankreich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zeitungen berichten: Jules Verne wurde auf offener Straße angeschossen.

Nathaniel sucht den verletzten Jules auf, dessen Fuß jetzt verkrüppelt ist.  Verne lügt, um seinen Sohn zu schützen und das Attentat auf seinen Neffen zu schieben, der in ein Sanatorium kommt.

Adam liegt noch im Koma.

Jules gesteht, dass er „den Fund“ zu einer Geschichte verarbeitet hat – Nathaniel wird wütend. Der „Artefakt“ weiße den Weg, er „lege alles offen“ (?). Es kommt zum Streitgespräch.

Jules hat Informationen über technische Entwicklungen erhalten, dafür habe er Schweigen müssen, alle Informationen aber als Ideen in „fiktive“ Geschichten verarbeiten dürfen. Jetzt habe Jules seinen Eid gebrochen, heißt es: Er hat Namen verändert, stattdessen die Wahrheit über den „Fund des Eingangs“ in der „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ geschrieben.

Sein neustes Manuskript beinhalte aber die „ganze Wahrheit“ über „den Fund“. Nathaniel weiß nicht, wie er Jules vor „der  Loge“ schützen soll, wenn sie es erfährt. Vernes bekämpft seine Schmerzen mit Morphium.

Das Manuskript ist jetzt an seinen Verleger Hetzel geschickt, der sich daher nun in großer Gefahr befindet.

 

Nathaniel will das Manuskript zurückholen, Verne soll Adam in seinem Landhaus pflegen und verstecken. Der Attentäter Michel ist verschwunden.

2-3
1886, Frankreich

 

 

 

 

 

 

 

 

Arabella March kommuniziert mit dem „Fürsten“ über ein elektrisches Sprechgerät, die Übertragung ist schlecht.

Der Fürst befiehlt, das „Vieh [müsse] zur Herde zurück“ (gemeint ist Nathaniel? Oder die Menscheit), es sei im „Besitz einer gestohlenen Reliquie“ (Artefakt?).

Ein „Wächter auf der Insel“ (gemeint ist sicher Caswell) wurde verschlungen, auch diese Schuld müsse getilgt werden. Ein weiterer Schlüssel dürfe nicht von Unbefugten gefunden werden und damit kein weiteres Tor geöffnet.

Arabella March antwortet demütig, sie habe die Verantwortlichen (Adam und Nathaniel) bereits ausfindig gemacht. Der Fürst verspricht, ein Erfolg werde ihren „Weg zurück ins Licht“ sehr befördern.

 

2-4
1886, Frankreich Nathaniel verabschiedet sich vom schlafenden kranken Adam. Er nennt ihn seinen „Sohn“ und betont, er „liebe ihn wie einen Sohn“. 2-6
1886, März,

Zug nach Monaco

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Fremder trifft Nathaniel im Zug nach Monaco, wo Nathaniel Vernes Manuskript zurückholen will. Es ist Jack.

Jack spricht auffällig in einer modernen Sprache und macht sich über die Gepflogenheiten der Zeit lustig.

Jack kennt Nathaniel. Schnell kommt er „zur Sache“: John Clee Symnes habe eine Öffnung in eine „innere Welt“ am Nordpol gefunden, was von den USA 1838 mit viel Geld unterstützt wurde.

Offenbar war Symnes auf einer Suche, die von Jack und seinesgleichen vereitelt werden musste: Symnes musste bedauerlicherweise vor seiner Entdeckung „dahinscheiden“.

Nathaniel behauptet, davon nichts zu wissen.

Jack glaubt ihn nicht und erinnert Nathaniel daran, dass dieser Symnes sein Vater war.

Es wird klar, dass beide sich kennen, als Jack erwähnt, dass Nathaniel „ihnen immer so viele Schwierigkeiten mach[e]“.  Nathaniel will das Gespräch beenden, Jack lässt ihn nicht und wird bedrohlicher: Er nenn ihn „Naan“ und spielt darauf an, nicht menschlich oder vergänglich zu sein.

Auf übersinnliche Weise zwingt Jack einen Zugangestellten auf die Knie und bringt ihn durch Geisteskontrolle dazu, ihm die Schuhe lecken. Danach tötet er den Angestellten.

Nathaniel widerspricht, dass Jack und die Seinigen nicht siegen werden, aber Jack behauptet, die  Zukunft schon zu kennen, die zu seinen Gunsten verläuft.

Von der Welt spricht er von „der Welt hier oben“, der Aufenthalt dort schade seiner Gesundheit.

Jack zweifelt daran, dass Nathaniel „es aufhalten“ könne, doch es brenne im Inneren des Menschen selbst als alles Schaffende und  vernichtende Kraft.

Nathaniel scheint seinesgleichen zu sein, doch dieser hat sich auf die Seiten der Menschen geschlagen.

Als Jack sein gestohlenes „Eigentum“ zurück will, kündigt Nathaniel an, es nie herauszugeben. Doch Jack weiß offenbar schon, wo es ist.

Am Ende zieht Jack ein „Stück Fleisch“, das er einem Körper entnommen hat – es ist ein Finger, den er „ihm“ abgeschnitten hat.

„Naan“ will Jack in die Schranken weisen, doch Jack nimmt ihm die Atmung und lässt ihn nach Luft ringend zurück. Er lässt ihm den Finger da, da er „bittere Erinnerungen“ sammle.

2-7
1886, Frankreich

 

 

 

 

 

Adam erleidet Höllenqualen, er ist an eine Maschine angeschlossen, die seltsame Kräfte auf ihn wirken lassen.  Arabella March unterbricht die Prozedur, bevor das Gerät Adam tötet. Sie braucht Adam als „Pfand“ – wahrscheinlich als Druck auf Nathaniel.

Sie nennt das Gerät „Den Befreier“.  Die „Bürde des Daseins“ fällt von Adam, der „in tiefen Frieden“ sinkt.

Arabella sagt: „Er war nicht dafür gedacht, die Tore geschlossen zu halten“

2-9
1886,

Monte Carlo

 

 

 

Nathaniel erreicht Hetzels Haus. Die Haushälterin berichtet, wie sie den zusammengebrochenen Hetzel gefunden habe, wahnsinnig und sterbend.

Ein „Monsieur de Salis“ habe am Morgen bereits etwas abgeholt.

Offenbar hat sich jemand als Nathaniel ausgegeben, das Manuskript entwendet und Hetzels Zusammenbruch bewirkt.

2-11
1886,

Monte Carlo

 

 

Nathaniel erreicht das Krankenhaus und trifft am Eingang auf Arabella March, die er noch nicht erkennt. Er hört von der Krankenschwester, es ginge Hetzel besser. Als Nathaniel dessen Zimmer betritt, ist Hetzel tot und blutleer. Er erkennt den Zusammenhang zu Arabella und erinnert sich.

 

2-12
1886, Frankreich

 

 

 

 

 

 

Der Fürst spricht mit Arabella. „Das Vieh“ sei erlegt und könne keinen Schaden mehr anrichten, doch das Dokument sei noch nicht gesichert. „Die Reliquie“ sei zuvor an eine dritte Partei verkauft worden, doch bald wieder in den Besitz des „schwarzen Ordens“ zurückgelangen.

Die „unbedeutende Herde von Kälbern“ wüsste nichts über die Gefährlichkeit ihres Besitzes und sie würden „wie Kinder“ damit spielen. Arabella versichert, die Verantwortlichen würden „nach der Behandlung als Nahrung an die Weißen“ verwendet.

Der Fürst droht Arabella damit, dass bei Versagen ihr „der Pfad auf ewig verschlossen“ bleibe.

2-14
1886, Frankreich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jules Verne berichtet, er habe seine Haushälterin tot aufgefunden und Adam sei spurlos verschwunden. Nathaniel vermutet, dass Adam durch unterirdische Zugänge entführt wurde. Im Keller suchen sie nach einem Eingang.

Nathaniel fragt sich, ob Arabella March noch nicht im Besitz des Manuskripts sei. Verne schildert, dass Hetzel Verbindungen zu einer anderen reichen Vereinigung habe, die sich für okkulte Dinge begeistern.

 

Jules zeigt, wo er seinen Sohn Michel aus Sicherheitsgründen eingeschlossen hat. Dieser weint nur und behauptet, man habe ihm „das Hirn umgedreht“.  Nathaniel beginnt damit, Michel zu befragen, um zu Adam zu finden.

 

2-15
1886, Frankreich Nathaniel und Jules haben das Haus des schwarzen Ordens gefunden und brechen dort ein. 2-17a
1886, Frankreich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nathaniel und Vernes  finden Adam im Haus des schwarzen Ordens  an „Höllenmaschinen“  festgeschnallt. Nathaniel sagt, sie speisten „ihre finstere tote Welt mit dem Odem der Lebenden“. Als sie Adam abschnallen, tritt Arabella March hinzu.

Arabella sagt, dass Nathaniel offenbar ihre Stimme erkannt habe – denn die Stimme werde behalten, wie auch das ganze Wesen und die Leidenschaften, die „von Körper zu Körper“ weitergetragen werden.  Sie wirft den Menschen, die sie als „Nutzvieh“ bezeichnet, vor, immer wieder den Boden unter den Füßen erforschen zu müsse („Warum reicht euch der Himmel nicht?“).

Nathaniel wirft ihr vor, Menschenopfer darzubringen, doch Arabella entgegnet, es sei der einzige Weg, wie die Menschheit weiterleben könne. „Jahrtausende“ zuvor hätten sich bereits die Hochkulturen ihre Existenz bei ihnen durch Opfergaben erkauft.

Nathaniel hingegen erklärt diese bararischen Zeiten für beendet, während Arabella einige Sterbenden grausam verenden lässt.

Nathaniel spricht für „das Leben“, während Arabella als Gegensatz nur als „Abfall“ davon spricht.

Adam erwacht langsam und erkennt die Lage. Jules lässt in diesem Moment eine Apparatur auf die Blutgräfin herabstürzen, die davon begraben und aufgespießt wird. Mit ihren letzten Worten kündigt Arabella ihre Rückkehr an.

Verne und Nathaniel schleppen Adam aus dem Haus.

2-18
1886, Frankreich

 

 

 

 

Adam ist ins Leben zurückgekehrt und genesen.  Nathaniel drängt darauf, Frankreich so schnell wie möglich zu verlassen. Die Beiden verabschieden sich von Jules und reisen schnell ab, über die vergangenen Ereignisse sprechen sie nicht.

Dem Reiseziel flieht Nathaniel zu „wie ein verletztes Tier seinem rettenden Bau“, sie nehmen Kurs auf Tibet.

2-20

Ein Fan-Blog zur schwarzromantischen Mysteryserie "Die schwarze Sonne" von Günter Merlau

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