1887 – Indien, Ladakh und Tibet

1887 – Indien, Ladakh und Tibet

Jahr/Ort Handlung Folge/Track
1886, Aden Mit dem Schiff im Hafen von Aden angekommen, schon mehrere Wochen unterwegs. Ziel: Bombay, Indien. Adam hat mittlerweile seine Lethargie überwunden, jetzt zeigt sich Wut: Er ist ablehnend gegenüber Nathaniel, er leidet immer noch unter dem Verlust seines Vaters und seine Liebe, er durchlebt immer wieder die Zeit an der Maschine des Ordens.

Nathaniel verfolgt die Spur des Artefakts zu einer Geheimgesellschaft, doch Adam kennt immer noch keine Hintergründe.

Adam verlangt mit Nachdruck eine Erklärung: Nathaniel erläutert schließlich, wie er auf Island zusammen mit Jule Verne das Artefakt entdeckte.

3-1a
1884

Vorgeschichte

Reise zum M. der Erde

Nathaniel und Verne entdecken durch die Aufzeichnungen von Arne Magnusson einen Eingang in das Erdinnere auf Island. Mit dem Schiff „Saint Michel“ von Verne reisten sie nach Island, wo sie sich in den Gängen verirrten. Sie fanden dort eine andere Welt, fremde Vegetation, ein fremdes Meer und „den Weißen“.

Um Adam zu schützen, erläutert Nathaniel nicht alles, bevor er nicht „seine Seele geschützt“ hat.

3-1b
1886, Bombay

 

Brief von Nathaniel an Jules Verne: Er schildert das Glück, dass das Artefakt noch nicht in die Hände des dunklen Ordens gefallen sei. Er drückt die Sorge um Adam aus und bedauert, dass er nur das Notwendigste enthüllen dürfe und dass er leider dessen Vertrauen missbrauchen müsse. Nathaniel fürchtet, dass sich Adam abwendet, wenn er alles erfährt. Nathaniel will seinen Gefühle weiter verbergen, da Adams Schicksal mit der Sache verwoben sei. Er spricht einen „Preis“ an, den er seit damals bezahlt. 3-2
1886, Bombay

 

Streit zwischen Nathaniel und Adam: Adam spricht rückblickend und bedauert seine Wut, Trauer und den Hass, den er Nathaniel entgegenbringt, er macht Nathaniel für alles verantwortlich.

Adam bedauert den Kummer, den er Nathaniel bereitet, kann aber nicht anderes, er projeziert seinen Hass auf Nathaniel.

3-3
1886, Bombay Nathaniel und Adam haben Bombay erreicht, doch das Vertrauen Adams in seinen Mentor ist getrübt.

Baram, ein großgewachsener Inder und Freund Nathaniels, empfängt die beiden und bringt sie in das Queen Victoria Hotel. Baram hat den Aufenthaltsort von Helena Blavatsky herausgefunden, die Nathaniel sucht.

Adam möchte wissen, was das Artefakt überhaupt ist, und wieso Nathaniel es bei Blavatsky vermutet.

Nathaniel möchte schnellstens nach Tibet und durch einen „geheimen Durchgang“, der sich nur manchmal öffnet,  möchte er viel Zeit sparen.

Im Hotel wartet ein Brief auf Nathaniel.

3-5
1886,

Bombay

Adam sinkt in tiefen Schlaf im Hotel, wo Adam von seiner Kindheit in Australien träumt. Danach träumt er von seiner großen verlorenen Liebe Mimi Watford und deren Ende. Als er panisch erwacht, spürt er die Anwesenheit und das Atmen eines lauernden Etwas in seinem Zimmer. Es flüstert mit bedrohlicher Stimme, der Druck auf seinem Herzen nimmt zu. Nathaniel vertreibt mit beschwörenden Worten das Ungetüm, woraufhin das Wesen vergeht. Nathaniel beschwört blaue Flammen, um den Augenblick zu reinigen.  Dann ist der Spuk vorbei. Nathaniel überprüft, ob Adam verletzt oder gebissen wurde. Adam geht es gut, er fühlt sich an Derbyshire erinnert.  Nathaniel behauptet, sie erlebten immer nur „Versionen dieses einen Augenblicks“ (den Augenblick des Todes).

 

3-6
1886,

Bombay

 

Theosophische Gesellschaft

Nathaniel denkt über die Geschehnisse der letzten Nacht nach. Er ist in Gedanken über Nathaniels Geheimnis – wer ist er?

 

Beide besuchen einen Vortrag von Helena Blavatzky, die über eine erste Ursache doziert. Man bekommt nur Fetzen von Gedankengängen zu hören: „Geist ist die erste Differenzierung von Tat“. Die intellektuellen Ausschweifungen ermüden Adam, doch Nathaniel ist verzückt. Nathaniel wirft (ohne direkten Zusammenhang) ein, der Raum sei „nicht nur ein Gefäß, sondern auch der Inhalt“.

Ein verstohlener Blick eines Mannes im Publikum beunruhigt Adam – er wird beobachtet. Nathaniel zieht plötzlich eine Münze, die er dreht, und Adam beschließt, die Szene zu verlassen, da alles – wie die Münze- sich um ihn zu drehen scheint. Nathaniels Satz wiederholt sich immer wieder, jetzt mit „Zeit“ statt „Raum“. Nathaniel erwähnt eine „Höhle aus Zeit“, alles überlagert sich. Der seltsame Mann dreht sich um – wer ist es? Adam fühlt sich wie gelähmt, er will das Gesicht des Mannes sehen – da wacht er auf. Scheinbar ist er eingeschlafen. Er hat eine seltsame weiße Flüssigkeit ausgeschwitzt.

 

Bei einem folgenden Gespräch mit Helena Blavatzky wundert sie sich zunächst darüber, ob Nathaniel einen Sohn habe. Beide sind alte Freunde. Sie sprechen über die Zeit, die nur eine „Abfolge von Bewusstseinszuständen“ sei.  Helena nennt ihr Vorhaben als „gescheitert“. Nathaniel fragt nach „Briefen“, woraufhin Helena gesteht, dass falsche Briefe in Umlauf gebracht wurden, um ihren Ruf zu schädigen. Daher will sie Indien verlassen.

Es würde kein Tag vergehen, in dem die „Meister nicht zu ihr sprechen“. Nathaniel beneidet sie um diesen Kontakt, doch sie bezeichnet sich selbst als „verflucht“, da sie aufgrund dieser Stimmen ihre eigene Stimme nicht mehr kenne.

Nathaniel beschuldigt sie, das Artefakt – den „Speer, den Pfeil“ – von Jules Vernes Verleger gestohlen zu haben. Sei verneint, doch als sie vom schwarze Orden hört und Nathaniel sich „Naan“ nennt, schickt sie ihn und „seinen Sohn“ fort. Helena wirft Nathaniel vor, er sei neidisch, weil „sie etwas hätten, was ihm verwehrt sei“. Er müsse „ewig getrieben durch die Welt reisen“. Er behauptet, selbst „der Pfeil“ könne sie nicht „vor ihrem Unglück retten“. Sie gesteht indirekt einen Zusammenhang ein.

 

3-8
1886,

Bombay

 

Als Adam zu Nathaniel zurückkehrt, wirkt er gebeugt und gealtert. Am nächsten Morgen werden sie von einem Parsen zum Totenhügel gebracht, die Felsen namens „Türme des Schweigens“ ragen drohend vor ihnen auf.  Sie steigen in die Höhlen der Gräber durch eine seltsame Öffnung hinab.  Nach einem langen Abstieg treffen sie auf einen schillernden, wie flüssigen „Vorhang“. Nathaniel erwartet Widerstand.

Plötzlich greift ein Fangarm nach dem Parsen und zerschmettert ihn. Nathaniel und Adam verstecken sich hinter Felsen, doch Adam wird auch ergriffen und auf die schimmernde Öffnung zu geschleift. Er kann sich mit einem scharfen Stein befreien. Nathaniel will sich beeilen und „ihre schändlichen Wege“ benutzen, um dem Unheil zu entgehen und noch schnell den Kailash zu erreichen. Adam versteht nicht, was geschieht.

Erneut werden beide angegriffen, doch Nathaniel stellt sich dem Gegner entgegen, dabei verändert Nathaniel sich: Sein Gesicht wird zu einer grotesken Fratze, seine Mundhöhle dehnt sich immer weiter aus, schreckliche Laute ertönen – Adam muss seinen Blick abwenden und verliert das Bewusstsein.

Die Membran des Tors (?) pulsiert, Nathaniel scheint mit seinen Gliedmaßen verdreht über dem Boden (bei einer Blase?) schwebend in Verbindung mit dem seltsamen Ding zu sein. Das seltsame Ding „ragt“ in Nathaniel hinein wie „eine Säule aus Pech“.

Als Adam aufwacht, ist seine Hüfte nicht mehr gebrochen, alles ist wieder verschwunden. Sie sind am Ausgang der Höhlen zum Kailash, Nathaniel ist am Ende seiner Kräfte und faselt, bevor er ohnmächtig wird.  Adam fragt sich, wie lange er bewusstlos war, und was Wirklichkeit und was Traum war.

Nun trägt er seinen Freund Nathaniel zum Berg Kailash, weil er weiß, dass es „keinen anderen Weg“ gebe als diesen.

 

3-11
1886,

Frankreich

 

Jules Verne schreibt einen Brief an Nathaniel – offenbar der Brief, der von Berger im Hotel gefunden wurde. Verne fragt darin, wie viele Schrecken noch warten würden und wozu die „Dunklen“ im Stande seien.

Er erinnert Nathaniel im Brief daran, dass er damals in Island stark war, während er selbst schwach war. Verne spricht davon, dass Nathaniel „einen Preis bezahlen musste und immer noch“ muss, er selbst jedoch nie bereit war, sich darauf einzulassen. Jules spricht davon, sich zurückzuziehen, da er „für die große Sache“ keine Stütze sein konnte. Er nennt abschließend Nathaniel seinen besten und treusten Freund und bedauert Adam, der so wenig weiß und so viel ertragen muss.

3-13
17.09.1887, Ladakh Adam philosophiert über sein Schicksal und die vorangegangenen Geschehnisse, während er dem Schneefall zuschaut.

Nathaniel und Adam kommen aus der Höhle in Ladakh, merkwürdigerweise haben sie in wenigen Stunden durch die Tunnel mehrere Kilometer zurückgelegt. Sie sind kurz vor Tibet. Nathaniel ist sehr geschwächt von dem vorangegangenen Kampf und faselt im Fieber (er spricht von Wulfhere), er müsse zum Kailash. Nathaniel wirkt wie verbrannt.

Hilfe kommt in der Gestalt von einem Missionar namens August Wilhelm Heide.

Adam behauptet, sie seien Opfer von Straßenräubern geworden.

Sie wandern mit dem Missionar zur Missionsstation Herrnhuter, wo sie sich Hilfe bzw. Reittiere erhoffen, um den Kailash zu erreichen. Ein Mönch namens Pagel nimmt sie in Empfang.

Adam behauptet, das Datum des Tages, das der Missionar nennt (17.09.1887) könne nicht stimmen, da sie da noch auf dem Schiff nach Bombay waren.

Als die Missionare erfahren, dass sie von Ladakh nach Tibet zum Kailash kommen, bieten sie ihre Hilfe an – sie wollen den Weg begleiten. Verkleidet als Pilger hoffen sie, Tibet zu betreten.

Der erschöpfte Adam schwitzt erneut weißes Plasma aus seiner Stirn und wird ohnmächtig.

4-2a
1887, Weg nach Tibet Pagel und Heide wollten schon zuvor nach Tibet, hoffen diesmal auf mehr Glück auf Einlass mit Adam und Nathaniel.

Als Reiseführer kommt zusätzlich Lobsang mit.

Nathaniel ist mit einem Stuhl auf einem Yak festgebunden, er ist immer noch schwer verletzt.

Der Trek setzt sich in Bewegung

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1886, Derbyshire Adam und Mimi Watford im Glück 6a
1887, Tibet, Gletscher Lobsang weckt Adam: Ein „weißer“ Sturm kommt. Sie campieren in der Nähe eines Gletschers, haben offenbar die Grenze zu Tibet überschritten. Eis und Schnee umgeben sie auf einem Gebirgsgrad bei -40 Grad Celsius. Die Schneemassen drohen sie unter sich zu begraben, dennoch wandern sie gegen den Sturm weiter auf ein schützendes Massiv zu, da der Gletscher unter ihnen zu rutschen droht.

Das Eis unter ihnen bekommt Risse, ein Yak schreit auf und wird in die Tiefe gerissen. Adam springt auf den vorderen Yak, auf dem Nathaniel festgeschnallt ist. Sie rutschen auf einen „Mahlstrom“, einen „Abgrund aus Schnee“ zu. Durch seine Vorahnung schafft Adam es, das Yak von den anderen zu trennen und mit den anderen auf sicheren Fels zu gelangen.

 

6b
1887, Ladakh Vor dem Schneesturm: Ein englischer Oberst findet zwei Leichen im Fluss. Sie sehen aus, als hätte man ihnen das Blut ausgesaugt. Ein Mann erkennt die Leichen: Es sind die Missionare aus der Station Herrnhuter namens Pagel und Heide – die ja mit Adam zum Kailash aufgebrochen sind. 4-7
  Adam und seine Expedition haben sich in eine Höhle gerettet, die falschen Pagel und Heide verhalten sich auffällig. Nathaniel faselt, Adam müsse „sich ins Buch schreiben“, in das Buch „Akasha“, in das jedes Leben eingetragen sei. Nathaniel spürt etwas dicht unter ihm, einen Weißen, der scheinbar auch unter dem Gletscher war. Irgendetwas müsse ihn anlocken.

Nathaniel sagt, „sie wollten verhindern, dass [Adams] Name im Akasha erscheint“.

Nathaniel möchte, dass mit einem Messer „das schwarze Blut“ ausgelassen wird, da der Weiße „sein eigenes Blut“ spüren könne.

Adams Misstrauen vergeht in diesem Moment „wie einen alten Mantel“, das „Irreale“ wird für ihn immer mehr zur Wirklichkeit.

 

Adam schneidet auf Anweisung Wunden in Nathaniels Fleisch, dort läuft statt Blut eine dickflüssige schwarze Masse heraus, die nach Verwesung stinkt. Es ist, als ob ein böser Geist entweicht.
Pagel und Heide treten hinzu und bedrohen Adam. Sie geben sich zu erkennen, sie sind nicht die echten Missionare. Sie sagen, dass der schwarze Saft in Nathaniel ihn am Leben erhalten habe und wecken ihn – sie wollen, dass er sie zum Buch bringt.

 

Adam greift die beiden falschen Missionare mit einem Stein an, schlägt sie nieder und flieht mit Nathaniel aus der Höhle. Im Schneesturm wanken die beiden davon, verfolgt von Pagel und Heide. Eine tiefe Erschütterung bringt den Gletscher in Bewegung: Adam und Nathaniel rutschen das Massiv hinab, versinken in einer Lawine. Wie ein gigantischer Wal bricht ein weißer Wurm durch den Gletscher, bevor Adam das Bewusstsein verliert.

 

Lobsang und seine Schwester Nangsa finden Adam und Nathaniel erfrierend und bringen sie in ihr Dorf. Nangsa wärmt den zitternden Adam mit ihrem Körper, beide „schlagen Funken“ bis sein Lebenswille wieder geweckt wird. Adam taucht in ihre heilende Glut ein.

 

Der alte Adam erinnert sich zurück und bereut, nicht bei Nangsa geblieben zu sein.

4-12
1887, Tibet, Manasaruwa See, Kloster Chiu Gompa Adam badet mit Lobsang und Nagsa den halbtoten und stammelnden Nathaniel im heiligen Wasser des Manasarovar-Sees. Drei Tage und Nächte halten sie den alten Mann im Wasser in den Armen und wärmen sich am Feuer.

Nathaniel spricht nach zweimonatiger Ohnmacht schließlich wieder und trägt Adam auf, den Berg 13x im Uhrzeigersinn zu umrunden zum Drölma La hinauf, dem Pass der Göttin.  Adam soll dort „es“ finden (das Buch Akasha), dann sagt Nathaniel allerdings „es“ würde ihn finden. Adam müsse seinen Namen in das Buch Akasha eingeschrieben werden.

Ruhe und Stille macht sich in Adam breit, sein Kummer nimmt ab.

Der Kailash (das „geometrische Gebirge“, „der Thron der Götter“, „der Nabel der Welt“, „der Weltenberg“) stelle den Mittelpunkt seiner Tragödie dar, wohin er nun aufbrechen will.

5-3
1887, Tarchen, Weg zum Kailash Nangsa verabschiedet sich von Adam vor dessen Pilgereise zum Kailash. Sie schenkt ihm eine rot angemalte Figur, die er aber nicht versteht.

Lobsang ermutigt Adam zu seiner Aufgabe und wandert mit ihm über Barka nach Tarchen auf den Kailash zu.

Seine Sorgen und Befindlichkeiten schmelzen langsam dahin. In Tarchen kommen sie in eine Zeltstadt. Weil Vollmond bevorsteht, sind besonders viele Pilger da.

Adam und Lobsang gesellen sich zu den anderen Pilgern und lauschen ihren Erzählungen über Hindus und Buddhisten und den verschiedenen Bedeutungen des Kailash.

Pilger der verschiedensten Art (Familien, Nonnen, Mönche, verschiedene Religönsangehörige, Krüppel, Alte, Kinder,…)  und mit verschiedenen Ritualen reisen mit ihren Lasttieren um den Kailash. In umgekehrter Richtung reisen die Anhänger der Bön-Religion.

In der Nacht beobacht Adam die seltsamen Wolken und Lichtstimmung, die den Berg Kailash umgeben – fast glaubt er, die Göttin Shiva auf dem Gipfel des Berges tanzen zu sehen.

5-6
1887, Tibet Die Pilgerreise geht weiter. Auf einem Grat wurden vor langen Zeiten Steine zu kleinen Kailash-Miniaturen aufgebaut. Ein Pilger erläutert, die Reise sei auch zur anderen Seite der Erkenntnis.

Es folgt ein steiler Anstieg, die Luft wird dünn.

Die Steine von Milarepa, drei übereinanderliegende Felsblöcke, bilden einen Durchgang: Die Prüfsteine der Seele. Dort quetschen sich die Pilger hindurch.

Adam zögert: Eine unerklärliche Furcht befällt ihn vor dem Durchgang, er scheint stecken zu bleiben, Beklemmung befällt ihn.

Eine Vision: Plötzlich findet er sich in einer dunklen Halle wieder. Er sieht Aleister Crowley, der eine Beschwörung durchführt. Abstufungen von Dunkelheit brauen sich über ihm zusammen.

Er faselt davon, dass ihm jede Freude verboten wurde, während er einen Frosch an ein Holzkreuz nagelt und das Tier „Jesus“ tauft. Jetzt sieht Adam mehrere Leute darumstehen, ein Kelch geht herum – darin ist Blut einer Katze.  Es ist eine schwarze Messe.

Crowley wiederholt Phrasen aus seiner satanischen Lehre (Do what thou wilt shall be the whole of the law). Aleister will Licht, Leben, Liebe und Freiheit, indem er „Gott“ verbannt und den Platz von Jesus einnimmt. Er kündigt das Zeitalter von Horus an.

 

Plötzlich ändert sich die Szenerie, die Gestalten verdichten sich zu einer einzigen verdichteten Gestalt: Sie spricht kaum verständlich. Auf seinem Kopf thront eine an eine dunkle Sonne erinnernde Schiebe, die alles Licht ins Gegenteil verkehrt, ein gigantischer Falke breitet seine Flügel aus.

Horus?  Leider sind die Worte kaum verständlich.

Zwischen den Krallen hält der Falken einen Knaben mit schwarzer Locke. Am Ende sagt die Erscheinung („Ich bin allein. Da ist kein Gott, da wo ich bin“).

 

Eine weitere, letzte Vision ist für Adam die schrecklichste. Ein Mann mit fleckigem Anzug spricht zu Adam und verhöhnt ihn, er sei auf einer Reise mit unausweichlichem Ziel. Noch dreht er mit dem Rücken zu ihm, langsam dreht er sich zu ihm um. „Was glaubst du, wie viele es schon versucht haben, mein Bruder?“

Abermillionen hätten es schon vor Adam versucht und wären gescheitert. Die Alternative sei, seine Hilfe anzunehmen („Auf mich konntest du dich immer verlassen“). Adam erkennt, dass die Erscheinung ein Teil von ihm ist („Du gehörst zu mir!“).

Der dunkle Bruder bietet an, ihm die Wahrheit zu offenbaren, doch Adam entscheidet sich gegen ihn. Der dunkle Bruder verspottet ihn, doch Adam stellt sich über „seine dunkle Seite“.

Adam erwacht, er durchquert den Prüfstein.

5-9
1887, Kailash Letzter beschwerlicher Aufstieg zur Spitze des Passes. Adam kann nicht über seine Vision sprechen.

Ein mit Gebetsfahnen geschmückter Mast schält sich schließlich aus den Wolken: Dolma la sei dort in den Fels eingegangen, nachdem sie den ersten Pilger bis dorthin gelotst hatte.

21 Wölfe haben den Pilger sicher zum Gipfel des Passes geleitet, die 21 Emanationen von Dolma La.

Die Pilger widmen sich ihren Ritualen. Als neugeborene Wesen betreten nun alle den Pass.

Von dort geht es in ein Tal, wo das Utul Puk, die Höhle der Wunder, auf sie wartet. Diese Höhle ist jedoch nur eine Einbuchtung im Fels, wo ein Bild von Milarepa zu sehen ist.

Nach dem Abstieg fallen alle in einen tiefen Schlag im Lager. Dort träumt Adam von seinem Onkel Richard, der Mimi Watford auf dem Gewissen hat. Er hasst ihn und kann im nicht vergeben, ihm gibt er alle Schuld an seiner Depression und seinem Leid, er wünscht ihm alle Qualen der Hölle.

Plötzlich überkommt Adam eine Gefühl: „Die Gletscher seinen grenzenlosen Hasses brechen auseinander, tauen im Seelenfrühling des Kailash und fließen als schmelzende Wasser aus seinen Augen“.
Nach einer durchweinten Nacht hat Adam seinem Onkel vergeben. Seine Angst verlässt ihn und er verzeiht sich selbst die Unfähigkeit, Mimi zu helfen.

Noch zwölf weitere Kailash Umrundungen folgen.

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1887, Manasaruwa See Adam kommt einen Monat später an den Ausgangspunkt zurück, er hat 13x den Kailash umrundet und seinen Seele 13x dem Prüfstein ausgesetzt.

Er erzählt, dass er mehrfach seinem dunklen Bruder begegnet sei. Dennoch habe er keinen Eintritt ins Innere erhalten und das Buch „Akasha“, das Buch des Lebens“ nicht gefunden. Er glaubt, er habe versagt.

Nathaniel ist glücklich: Adam habe gelernt, was er lernen sollte, er habe ich sin das Buch „Akasha“ eingeschrieben, in dem er vor der Reise zum Kailash noch nicht stand. Er kreise nun auf seiner eigenen Umlaufbahn des Lebens. Die Gefahr „für Adams ganzes Geschlecht“ habe er gebannt.

Nangsa kommt lächelnd hinzu und es zeigt sich, dass sie schwanger ist.

Nathaniel: „Sie können dich nun nicht mehr aus der Existenz des Lebens löschen“.

Ein älterer Adam erzähl davon, dass er ewig bereut, sein Kind nie gesehen zu haben.

5-14
1887, Frankreich Ein Brief von Jules Verne an Nathaniel. Er ist von den Vorgängen in London beunruhigt. Woodman, Westcott und McGregor haben eine neue Gesellschaft gegründet und begonnen, die „alten Rituale“ zu zelebrieren.

Nathaniels Befürchtungen sind eingetreten: Helena Blavatsky ist Kern der neuen Bewegung, sie plant neue Veröffentlichungen, wo sie Geheimnisse preisgeben will.

Er weist erneut darauf hin, dass diese Leute nicht wüssten, was sie tun, da sie nicht (wie er und Nathaniel) die Dinge im Erdinneren gesehen haben.

Er weiß nicht, ob er auf Nathaniels Rückkehr warten soll oder selbst nach London reisen und eingreifen soll.

5-2
1887, Frankreich Jules Verne schreibt an Nathaniel, dass Westcott bereits vor fünf Jahren die „Cipher-Manuskripte“ entdeckt hat und seitdem mit den „henochischen Kräften“ experimentiert.

Diese Männer (des Hermetic Order of the golden Dawn) scheinen das Geheimnis des Artefakts dabei zunehmend zu erkennen und zu entschlüsseln. Er sogt sich, dass sie dabei „den alten Zugängen“ schon zu nah gekommen sind.
Jules Verne beschließt, bald nach London zu reisen und sich der Sache anzunehmen. Er bittet Nathaniel mit Nachdruck  um Antwort, was er tun soll.

5-7
1887, Frankreich Jules Verne schreib an Nathaniel: Er hat von den Leichenfunden der Missionare gehört. Er beschließt, nach London zu reisen und mit Westcott Kontakt aufzunehmen und ihn zur Vernunft zu bringen, obwohl er sich alt und müde fühlt. 5-12