Spekulationen und Spekulatius

Ein Podcast geht noch! Es war ein wunderbar „sonniges“ Hörspieljahr, das wir für uns mit dieser Podcast-Sonderfolge abschließen. Mit Spekulationen und Spekulatius drehen 3xspekulatius-saltonswir uns im Kreis bis wir die Zusammenhänge erkennen, wir küren die TOP-Momente der Hörspielserie, zanken und lachen um krude Spinnereien und Theorien bis uns schwindlig wird und fragen uns schließlich, welche Themen in der „schwarzen Sonne“ noch offen sind, in welche Richtung es gehen könnte und was wir vom Finale der ersten Staffel erwarten. Am Ende machen wir sogar das, was Günter Merlau 2010 herausgefordert hat 😉

Wir wünschen allen Zuhörern einen erholsamen Jahresausklang und der „Sonne“ ein weiterhin erfolgreiches Comeback 2017!

Download: MP3

Wie üblich gibt es den Podcast auch bei iTunes und über sämtliche Podcatcher-Apps.

11 Kommentare

  1. Guten Abend, die Herren! Und Grüße zurück! winkt

    Ein sehr tolle Folge. Gerne hätte ich dabei Spekulatius gegessen, aus Ermangelung desselben musste ich mich mit Spekulationen begnügen 😉

    Sehr interessant fand ich es, eure Lieblingsszenen aus den bisherigen Folgen zu erfahren. Mir hat ja der Track mit Hiller und dem Vize sehr gut gefallen… Als Hörer weiß man am Anfang nicht so wirklich, wo der Track jetzt hingehen soll. Die ganze Berger/Arthur Geschichte ist an sich ja schon kompliziert genug und sie jetzt noch um die Dimension Hiller zu erweitern… Dazu dann diese langsame Erkenntnis, was da gerade alles miteinander verknüpft wird, das war wirklich sehr schön.

    Mir hat ja die Theorie zu Brankyahs Entstehung von Jens sehr gut gefallen, mit der Aufspaltung in „Teilchen und Antiteilchen“ beim Gang durch die Tunnel nach Ladakh. Das Zeitkontinuum wird gestört, Adam gibt es plötzlich doppelt und durch diese Spannung gibt es eine Spaltung. Zu diesem Zeitpunkt ist Adams Seele (nach Nathaniels Aussage) ja auch noch „labil“ und muss geschützt werden… das passiert ja aber erst am Kailash, deshalb könnte sich ja locker vorher etwas davon abgespalten haben. Ich muss sagen, ich finde überhaupt eine „Erschaffung“ Brankyahs, wie auch immer, und sei es am Kailash als sich Adam gegen seinen dunklen Bruder wendet, immer noch logischer, als ihn irgendwo in den Stammbaum einzuflechten. Für mich hat er etwas Übernatürliches, da er in verschiedenen Zeiten auftaucht und immer dieselbe Stimme hat. Erstmals 1887 (obwohl dies zugegebenermaßen nur in einer Vision ist – Aleister Crowleys Ritual wird ja auch erst sehr viel später statt finden – Brankyah muss zu diesem Zeitpunkt also noch nicht körperlich präsent sein). Die Szene mit dem Obergruppenführer muss irgendwann zwischen 1925 und 1945 stattfinden, da SS-Soldaten zugegen sind und die SS 1925 gegründet wurde. Der dritte Auftritt beim MK-Ultra-Projekt ist dann 1957. Angenommen, Brankyah ist 1887 wirklich nur eine Vision und erst im 20. Jahrhundert geboren, könnte er natürlich auch im Salton-Stammbaum als „normaler Mensch“ auftauchen, je nachdem wann das Treffen mit dem Obergruppenführer ist, dann würde das vom Alter her auch hinhauen. Aber weil das alles so unklar ist, hat er für mich irgendwie etwas Transzendentales, als würden manche Regeln für ihn einfach nicht gelten.
    Sehr spannend fand ich übrigens die Erkenntnis, dass Brankyah zwar „dunkler Bruder“ genannt wird, aber bis jetzt noch nichts Dunkles im Sinne von „böse“ getan hat. Er klingt zwar ein bisschen fies (und nett ist er seinen Mitmenschen gegenüber auch nicht), aber er ist bis jetzt keinesfalls auf der Jack-Ebene der Bösartigkeit aufgetaucht.

    Anfangs dachte ich auch, dass Brankyah der Mönch mit den grünen Handschuhen sein könnte – Brankyah scheint ja eine Verbindung zwischen Tibet und den Nazis zu sein und das Treffen mit dem Obergruppenführer kann durchaus als Kontaktaufnahme mit dem Mönch beziehungsweise Wächter des Schlüssels (erwähnt in Folge 4 im schwarzen Saal der Wewelsburg) sein. Allerdings wird der Mönch mit den grünen Handschuhen 1945 von den Russen tot in Berlin aufgefunden, als Teil eines rituellen Selbstmords. 1957 spaziert aber ein quicklebendiger Brankyah ins Allan Memorial Hospital um Johann zu retten. Entweder die Selbstmordgeschichte stimmt nicht, oder Brankyah hat noch unbekannte Fähigkeiten, oder er ist doch nicht der Mönch.

    Die Sache mit der doppelten Schauberger verwirrt mich noch immer und eine wirkliche Erklärung dafür habe ich auch nicht. Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass die Fotos, die Hiller vorgelegt werden, aussehen wie Ufos. Im Track wird auf jeden Fall von „Flugzeugen“ gesprochen. Hiller sagt auch wortwörtlich: „Oh, sie sehen mich wirklich beeindruckt…Steckt die Lufthansa dahinter? Nein, jetzt weiß ich, die Welt wird heimlich von Ryanair beherrscht?“ und „…sie meinen, ich habe den Anblick ihres motorisierten, „irdischen“ Flugobjekts nicht verkraften können…“. Wenn die Schauberger aussehen würde wie ein Ufo, dann würde Hiller ja nicht die Lufthansa ansprechen, oder? Und allein der Begriff „morotisiertes, irdisches Flugobjekt“ scheint für mich eine ironische Anspielung auf „außerirdische Flugobjekte“ zu sein, die Hiller erwartet hat zu sehen. Ergo eine Hervorhebung der Normalität des Objekts, das er präsentiert bekommt. Es ist so gewöhnlich, dass er lustig findet, was für ein Aufhebens darum gemacht wird. Andererseits muss der Name „Schauberger“ ja auch eine Bedeutung haben – und mit dem Namen verbindet man nunmal die Reichsflugscheiben.
    Das ist wahrscheinlich reine Haarspalterei, was hier hier betreibe, und am Ende ist alles doch ganz anders xD

    Ich fand die Idee übrigens super, dass sich ab 1851 sozusagen zwei Zustände überlagern, Schauberger geflogen und Schauberger nicht geflogen. Was ich nämlich immer noch nicht ganz verstehe, selbst wenn die Theorie stimmt, das Arthur Salton mit dem Ding losfliegt und 2010 am Kailash mit sich selbst zusammenstößt, wie kommt er dann wieder zurück nach Derbyshire ins Jahr 1864, um dort friedlich zu sterben und das Flugzeug William zu vermachen? Außerdem scheint die Schauberger 1864 in funktionstüchtigem Zustand zu sein, immerhin sagt Rufus auf der Greenwood Farm: „Ich hab vergessen, wie groß das Ding ist…Ihr Vater hat es aus allen Trümmern irgendwie…zusammengesetzt…hat Monate gedauert…damals…“
    Auf den Fotos sind aber, zumindest nach meiner Auffassung, kaputte Flugzeuge zu sehen, oder täusche ich mich da?
    Irgendwie wird das hier immer komplizierter xD

    Arrival war übrigens ein sehr schöner Film. Nachdem ich mich hier in die Sonne eingearbeitet hatte, hab ich mich in dem Zeitverständnis in Arrival gleich zu Hause gefühlt 🙂

    Ich freue mich wirklich ungemein auf den Podcast zur Folge 12!

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  2. Hallo Keks, vielen Dank für den megalangen Kommentar. Der überlange Podcast (bei dem uns irgendwie der Glühmerlot zu Kopf gestiegen ist) muss ja erstmal verdaut werden… ich hoffe auch, der Schluss hat dich nicht zu sehr verstört. 😉

    Ja, wie du schon schreibst: Die Sache mit Brankyah zwickt und zwackt an mehreren Stellen. Ich gehe mittlerweile auch eher davon aus, dass es eine Adam-Variation ist und kein leiblicher Nachfahre. Brankyah hat insgesamt kaum mehr als eine Minute „Eartime“, Wahnsinn dass wir über so kurze Einschübe uns so lange das Hirn zermatern. Ich denke, es gibt im Sonne-Universum definitiv DOPPLUNGEN, das wird uns eigentlich mit Folge 11 bestätigt, vielleicht ist ja Adam-Brankyah (seltsamer Name übringens) auch sowas wie Hiller-Berger-Arthur(-Mounty).

    Zu meiner Idee, dass sich da zwei Zustände überlagern, weil das „Doppelspalt-Experiment“ im großen Stil passiert, noch ein Nachtrag zur Erklärung:
    Stellen wir uns vor, diese Schauberger-Maschine führt tatsächlich zu eine Dopplung des einen Zustands: Dann hätten wir eine Erklärung für die ZWEI Maschinen, eine gecrashed am Kailash 2010, eine unveränderte im Jahr 1851. Keine Zeitreise, sondern eine DOPPLUNG.
    Eine erscheint in der Zukunft kaputt und enthält einen verwirrten Mann namens Hiller, eine bleibt einfach stehen und ist unbeschädigt mit einem gesunden Mann namens Arthur Berger.
    Arthur stirbt viele Jahre später auf natürliche Weise, seine Maschine steht versteckt im Stall in Derbyshire.
    Parallel abgespalten: Hiller ist die Abspaltung Arthurs , bei ihm ist die paralell erzeugte Flugmaschine, nur als Wrack.
    So könnte ich es mir erklären.

    Und wie die Schauberger jetzt aussieht (UFO oder nicht UFO) ist ja eigentlich egal, entscheidend ist, was sie kann, was für eine physikalische Wirkung das Fluggerät hat.

    Was für eine Theorie gefällt dir denn am besten, was wohl das Resultat des Rituals des Golden Dawn ist? Wir haben ja ordentlich gezankt: Ist es eine Verdunkelung der Mentalitäten? Führt es zu den Nazis? Oder haben wir es mit dem dämonischen Fürsten zu tun? Oder passiert gar nichts, weil gescheitert? Da konnten wir uns ja überhaupt nicht einigen…

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    1. Ach, den Schluss fand ich super! Besonders Jonas und Samu in Balettschläppchen und Strechanzug, wie sie die indische Brücke getanzt haben 😀

      Ja, Brankyah gibt viele Rätsel auf… selbst wenn man den Namen googled landet man nur bei der schwarzen Sonne. So kommen wir also nicht hinter sein Geheimnis…

      Wegen Doppelspaltexperiment, Superposition und Interferenz hab ich mich erst mal durch sehr unverständliche Wikipedia-Einträge gearbeitet, um das irgendwie zu verstehen… Denn das Doppelspaltexperiment and sich sagt ja eigentlich nur, dass ein Elektron, das exakt senkrecht auf die zwei Spalten geschossen wird, mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % durch den einen und durch den anderen Spalt fliegt. Wegen der Heisenbergschen Unschärferelation kann nicht exakt angegeben werden, wo sich das Elektron befindet, sondern nur die Wahrscheinlichkeit der verschiedenen Aufenthaltsorte berechnet. Interferenz ist das „Muster“, das dann zu sehen ist, welches durch Überlagerung entsteht – Maxima und Minima verstärken sich oder löschen sich gegenseitig aus. Erst mit Schrödingers Katze wurde das ein bisschen klarer, als im Grunde die Zustände „Maxima“ und „Minima“ durch „tot“ und „lebendig“ ersetzt wurden. Hab ich das richtig verstanden? Ich merke doch immer wieder, dass ein Jahr Physik in der Schule doch nicht ganz ausreicht, um das hier komplett zu verstehen xD

      Wie können wir uns das jetzt aber vorstellen? Im Podcast hast du von zwei „Universen“ gesprochen, Universum A = Schauberger geflogen, das ist dann das Universum mit Hiller. Und Universum B = Schauberger nicht geflogen, Arthur Salton wird in Derbyshire alt (oder auch nicht. Ich gehe davon aus, dass Berger Anfang bis Mitte 20 ist, als er ins Jahr 1838 springt – 1864 ist er also maximal 51 Jahre alt. Genetisches Herzleiden?). Diese zwei Universen müssen dann aber doch irgendwie miteinander interagieren. Ich versuche mir das immer irgendwie graphisch vorzustellen, auch wenn das natürlich fast unmöglich ist. Aber gehen wir mal von einem Zeitstrahl aus – ein einziger Strahl bis 1851. Dort teilt er sich auf in Universum A und B. Dann gibt es ja auch ein Jahr 2010 mit Hiller und ohne Hiller. Für die Szenen im Jahr 1864 mit Arthurs Tod und Arabellas Entblätterung vor William bewegen wir uns dann in Universum B, das Gespräch zwischen Hiller und Vize ist in Universum A. Eigentlich sind das ja zwei komplett unterschiedliche Handlungs- und Zeitstränge. Wir müssen davon ausgehen, dass sich nur diese einzige Variable verändert hat, Arthur und die Schauberger, ALLES ANDERE ist vollkommen identisch (denn was spricht dagegen, dass es unendlich viele solche Zeitstrahle gibt, für jede einzige Entscheidung, die jeder Mensch jeden Tag trifft?). Ist alles komplett identisch könnten sich die zwei Universen überlagern wie zwei bedruckte Folien, auf denen alles gleich ist, nur befindet sich das Flugzeug auf beiden an einer anderen Stelle. Die Frage ist jetzt, warum? Warum liegen diese Universen so dicht aufeinander, dass die veränderte Variable in beiden auftaucht? Gibt es da eine überzeugende Erklärung oder einfach nur „Das ist ein Nazi-Ufo mit Vril-Kraft, das kann das“?
      Was genau braucht es, um eine Dopplung hervorzurufen? Ist das wirklich nur eine Ja/Nein-Entscheidung, oder braucht es mehr dafür? Für die Theorie, dass die Schauberger ein Nazi-Ufo ist, würde wieder sprechen, dass sie irgendwelche Kräfte besitzen muss, um überhaupt ins Jahr 2010 zu gelangen (wo hat Arthur überhaupt den Treibstoff her? Gibt es vielleicht eine Vril-Quelle in Derbyshire?).

      Oh ja, das Golden Dawn Ritual. Das war ja auch eine echt krasse Szene zum zuhören. Da zeigte sich mal wieder, wie genial Günter Merlau darin ist, Stimmungen mit nur einfachen Mitteln zu erzeugen – das Gruselige an der Szene waren ja wirklich die Stimmen im Hintergrund, die die abartigsten Sachen gesagt haben. Am Besten fand ich ja den Mann, der allen seine Augen angeboten hat…
      Ja, wozu diente das Ritual. Was wir „wissen“ – Helena Blavatsky zitiert aus der Chymischen Hochzeit, einer der Schriften, auf denen der Geheimorden der Rosenkreuzer basiert. Als Bram Stoker nach dem Ritual erwacht, sagt er: „Etwas schälte sich aus den Ecken des Zimmers, etwas…ein König…der KÖNIG…er hat uns gefreit…“
      Warum wird die Chymische Hochzeit zitiert? Weil es eine der wichtigen Geheimbundschriften ist? Um die Rosenkreuzer mit ins Spiel zu bringen? Weil dort ebenfalls ein König vorkommt?
      Stoker scheint ja tatsächlich etwas gesehen zu haben, etwas, dass sich aus den Ecken des Zimmers schält. Kann natürlich nur eine Halluzination gewesen sein. Was mich allerdings ein bisschen stutzig macht, ist, dass Weisthor ebenfalls von einem König spricht – Folge 4, Track 9: „Er ist ein besonderes Bürschchen, mit einer Gabe, die unserem König schmecken wird…“ (Hier soll der alte Adam geopfert werden). Ein einfacher Mensch, noch verwirrt von dem Ritual, könnte sich einbilden, einen König gesehen zu haben, vielleicht das Gefühl der Ekstase mit dem Erscheinen einer mächtigen Persönlichkeit in Verbindung bringen – aber Weisthor, der zu den Oberlemuren gehört, und weiß, was da alles so vor sich geht, spricht ebenfalls von einem König, wie von einer tatsächlichen Person.

      Möglichkeit A: Durch die brutalen Morde des Ripper und das Ritual wird ein Tor geöffnet, durch das der König der Lemuren aus der immateriellen Lemurenwelt in die materielle Menschenwelt kommt. Theoretisch müsste er sich ja auch nicht als Körper manifestieren – die anderen Lemuren scheinen ihre Körper ja unfreiwillig zu haben. Der König scheint sehr viel mächtiger zu sein als sie – was spricht dagegen, dass er auch ohne physischen Körper existieren kann und seine „Aura“ in den Menschen, die ihm begegnen Schrecken und Wahnsinn auslöst?

      Die Frage ist – warum? Die Lemuren scheinen ja nicht freiwillig da zu sein, wo sie sind, warum holen sie sich dann auch noch ihren König dazu?

      Möglichkeit B: Durch das Ritual wird eine Mentalität herbeigerufen/geweckt, das Düstere im Menschen bestärkt, was nach einigen Jahrzehnten zum Nationalsozialismus führt. Ob Hitler geplant war oder nicht, spielt in dem Sinne ja keine Rolle – Hitler ist nur dahin gekommen, wo er am Ende war, weil die Grundstimmung in der Bevölkerung es zugelassen hat.

      Mir gefällt diese Idee sehr gut, weil die Vorstellung, dass in jedem Menschen die dunkle Seite „geweckt“ wurde, irgendwie beängstigender ist, als einfach das Heraufbeschwören des Endbosses. Allerdings stellt sich wieder die Frage – warum? Was haben die Lemuren davon, eine antisemitische Stimmung hervorzurufen, welche dann zum System der Nazis führt?
      Zumindest Jack hat die Fähigkeit, „etwas weiter vor zu blättern“, die Lemuren wissen also, wohin das führt. Glauben sie vielleicht, dass sie mit den Nazis Menschen haben, die skupellos genug sind, in alle Richtungen zu forschen, ohne moralische Grenzen? Wollen sie, dass Jenseitsflugmaschinen und seltsame, kreischende Baby-Nazgûls erschaffen werden? Das ist das, was ich mir am ehesten vorstellen kann. Dass die Lemuren sich „Werkzeuge“ im großen Stil erschaffen.

      Denn dass die Lemuren „Bösheit“ nur um der Bösheit willen hervorrufen… Das würde dann allerdings zu der „gefallenen Engel“ Analogie passen. Wobei wir hier dann aber mit relativ plumpen Gut/Böse-Schemata zu tun haben, die ich mir nicht ganz vorstellen kann. Die Lemuren sind gefallene Engel, Schergen des Teufels (des Dämonenkönigs?), und sind auf der Erde um Bosheit, Gewalt und Leid zu verbreiten. Die Guten, die gegen sie kämpfen, sind Nathaniel und seine Gefährten, Adam, Jules Verne, Tesla, die Freimaurer… Das erinnert mich ein bisschen an „Ein gutes Omen“ von Neil Gaiman und Terry Pratchett, wo Engel und Dämonen versuchen, auf der Erde so viel Gutes beziehungsweise Schlechtes zu erschaffen, um den Einfluss des Himmels oder der Hölle zu stärken. Kann sein, dass ich da jetzt in diesem Denkmuster gefangen bin, aber übertragen auf die Sonne frage ich mich dann eben, was bringt es den Lemuren, böses zu tun? Stärken sie damit ihren König? Andererseits sind sie ja die Ausgestoßenen, die in eine lächerliche, physische Welt gezwungen sind, eigentlich dürfte dem Rest der Lemuren ziemlich egal sein, was sie da tun?
      Außer die Antwort ist ganz banal – auf gewisse Art und Weise ernähren sich die Lemuren ja von Schmerzen und Leid – sonst könnten sie ja einfach Vampir-mäßig die Leute aussaugen oder anderweitig das Blut abzapfen, als sie in ihre sehr elaborierten Foltermaschinen zu stecken. Und je mehr Gewalt und Leid um sie herum ist, desto besser geht es ihnen?

      Also, eine Antwort habe ich auch nicht wirklich… Wobei ja eigentlich unbestreitbar ist, dass die Nazis tatsächlich zumindest ein bisschen vom Okkultismus des 19. Jahrhunderts beeinflusst waren. Nicht ausschließlich, aber vor allem was da alles an Rassen- und Ursprungstheorien fabriziert wurden, da finden sich doch einige Parallelen.

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  3. Eines wegen Akasha/Schauberger/Flugzeug/Nazi-Ufo: Sagt nicht Jenkins zu William etwas von wegen „es sieht wie ein Zug aus?“ Das würde dann ja doch eher auf die Umrisse eines herkömmlichen Flugzeuges als auf ein rundes Haunebu III schliessen lassen. Und Hiller sagt ja ganz klar „Sie zeigen mir ein Flugzeug“. Wie verwirrt müsste einer sein um eine Flugscheibe als Flugzeug zu bezeichnen?

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    1. Stimmt schon, das beißt sich mit Flugscheibe und Flugzeug – aber das würde ich nicht zu eng sehen. Vielleicht waren die Schauberger-Flugscheiben ja nur Prototypen, es könnte ja sein, dass in der „Jensseitsmaschine“ einfach nur die Technik drinsteckt, die mit den Flugscheiben erprobt wurde. Ist vielleicht einfach ein wenig holprig in der Erzählung. Als Hiller die beiden Bilder sieht, geht es ja auch nicht um das Erkennen von „Ufo oder Flugzeug“, sondern um das Realisiseren von „dieses Ding ist Hiller wohlbekannt und mit seinem Schicksal verwoben“, Aussehen und Technik ist glaube ich (vielleicht ungenau erzählte) Nebensache.

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  4. Super Podcast zum Jahresausklang! Und wieder alles direkt auf den Punkt… am Ende musste ich herzhaft lachen;-)
    Ich freue mich auf euer weiteres Sezieren ab Februar und versuche ebenfalls, ab und zu etwas beizutragen.

    Aber wem – verdammt noch mal – gehört denn nun dieser abgeschnittene Finger in Folge 2?

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  5. Mein letzter Gedanke zu diesem Hörspiel dieses Jahr: Was hat das alles eigentlich noch mit der schwarzen Sonne zu tun? Sie wurde ja als eigentliches Symbol oder Kraft des Gegenprizips aufgebaut. Mittlerweilen geht es aber irgendwie nicht mehr blos um ein aufgedeckter Dualismus sondern um Multiversen, Zeitschlaufen usw.

    Wünsche schonmal allen einen guten Rutsch! Freu mich schon auf dem nächsten Podcast.

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  6. Bin etwas spät dran und höre den Podcast erst jetzt.

    Ich glaube, dass die Schauberger aussieht wie ein normales Flugzeug — das ist für mich die einzig schlüssige Erklärung. Hiller sagt ganz klar: „Das ist nur ein Flugzeug“. Und selbst wenn er zu diesem Zeitpunkt nicht ganz Herr seiner Sinne ist — der Vize widerspricht ihm ja nicht (was er wohl würde, wenn es kein Flugzeug wäre).

    Für mich ist es kein Widerspruch, dass die Schauberger aussieht wie ein normales Flugzeug. Speziell wird sie eben erst durch die Technik, die darin eingebaut ist. So wie der DeLorean in Zurück in die Zukunft.

    Übrigens: Der „Jenseits-Antrieb“ ist nur eine der „übermenschlichen“ Technologien, die in die Schauberger eingebaut sind. Denn in der Unterhaltung zwischen Vize und Hiller wird ganz klar gesagt: Die Schauberger ist die Quelle für die gesamte technologische Entwicklung, die wir in den letzten 180 Jahren erlebt haben. Mit anderen Worten: Auch Elektrizität, Düsentriebwerke, Computer und was weiß ich sonst noch sind „fremde“ Technologien, die zu unterschiedlichen Zeiten aus der Schauberger „ausgeschlachtet“ worden sind. (Ob Tesla auch einer derjenigen war, die dort zugeschlagen haben?)

    Das einzige, was dann nicht passt, ist dass Berger so erstaunt ist, als er aus seinem Flugzeug heraus etwas sieht, das „keine Wolke“ ist. Wenn es tatsächlich die Schauberger war und wenn sie so aussieht wie ein normales Flugzeug, dann hätte er sich doch nicht gewundert sondern einfach festgestellt: Da fliegt ein anderes Flugzeug.

    Ist es also doch nicht die Schauberger, die er an dieser Stelle sieht? Was wirklich schade wäre, denn es würde schon allein sprachlich so schön passen: „Schau, Berger!“

    Noch kurz zum Doppelspaltexperiment: Im Podcast geht Ihr davon aus, dass ein Elektron losfliegt, aber zwei ankommen. Das ist nicht so. Vielleicht habt Ihr an https://de.wikipedia.org/wiki/Paarbildung_(Physik) oder https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenverschr%C3%A4nkung gedacht? Beim Doppelspaltexperiment kommt jedenfalls immer nur ein Elektron an. Die Position, an der es ankommt, kann man aber nur erklären, wenn man annimmt, dass Elektron nicht ein Teilchen, sondern eine räumlich ausgedehnte Welle ist, die durch beide Spalte gegangen ist.

    Frei assoziierende Grüße,

    Franzbrötchen

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