Podcast 12 – Die gekrümmte Zeit

soulmaschineSteckt euch Kabel in die Ohren und schließt euch mit uns an die Maschine an:

Wir besprechen im neuen Podcast ausführlich die perspektivwechselnden Überraschungen und das Schlüsselereignis der neuen Folge „Die gekrümmte Zeit“, suhlen uns im Saltonquantenschaum, bekommen eine Menge Erleuchtungen und ziehen viele Querverbindungen durch die ganze Serie.

Wer es noch nicht gemerkt hat: Vor Spoilern sei gewarnt!

Wie üblich findet ihr den Podcast auch auf bei allen Anbietern und Podcatchern unter „Bei Zeiten“.

Direktdownload: Mp3

26 Kommentare

  1. Und ich muss noch bis zum 17.02. warten… aargh!

    Höre übrigens gerade mal wieder Folge 1. Und zum ersten Mal fiel mir in Track 4 auf, dass sich Richard Salton bei Caswell quasi dafür bedankt, dass Adam nun bei ihm ist.
    Da die Sonne zyklisch erzählt wird und in den Folgen 12 und 13 ja auch wieder auf die Folgen 1 und 2 eingegangen werden soll, bin ich mal gespannt, ob Caswell mit Adams Rückkehr nach England zu tun hatte. Aber vielleicht hör ich schon Gespenster und vermute hinter jedem Satz eine Doppeldeutigkeit.

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  2. Guten Abend ihr Lieben,

    ich bin sehr froh darüber, dass es euren Podcast gibt, das Rätseln alleine ist nicht halb so spannend! Für die zwölf Podcasts kann ich mich nur bedanken. Durch euch habe ich erst viele Sachen verstanden.

    Ich würde gerne einmal meine Theorie zum besten geben, die seit dem Ende von Folge 12 in mir entwachsen ist und für mich einiges bis alles erklärt.

    Ich glaube, dass mit der Reise in die „hohle Welt“, nach „Agartha“, in eine „andere Welt“ usw. von Nathaniel das beschrieben wird, was für uns in der heutigen Moderne wohl ein Quantensprung in einen anderen Raum = eine andere Zeit bedeuten würde.

    In der damaligen Vorstellung von 1800 ff. gab es natürlich keine Überlegungen hinsichtlich der Möglichkeit in Raum und Zeit reisen zu können, da die Physik diesbezüglich noch in den Kinderschuhen steckte. Entsprechende Phänomene mussten aber dennoch betitelt und irgendwie erklärt werden. Hierfür benutzte man das damals zur Verfügung stehende Vokabular und verband es mit bestehenden Mythologien.

    Sprich: als Nathaniel mit Verne auf die andere Seite in eine andere Welt mit anderer Vegetation reiste, dann reiste er meiner Meinung nach über einen der sieben Knotenpunkte (die in der heutigen Zeit gefunden in in Gang gesetzt wurden) in Raum und Zeit sehr weit in die Vergangenheit der Erde zurück, nämlich quasi in die Zeit vor Menschengedenken…in die Urzeit, als die Welt noch von Dinosauriern bevölkert und von großen Pilzen etc. bewuchert war. Für Nathaniel stellte sich das aber als andere Welt dar, die er sich mangels Wissen über das Bestehen von Knotenounkten nur so beschreiben konnte, dass sie „unter unseren Füßen“ liegt.

    Wenn die Nazis dann später vom Jenseits berichten, meinen sie im Prinzip das selbe wie Nathaniel, sprechen aber nicht so bildlich wie Nathaniel von einer hohlen Welt, einer Welt im Erdinneren, sondern von etwas der damaligen Zeit geläufigeren, dem „Jenseits“. Der Sprung in Raum und Zeit wird dabei als Sprung ins Jenseits bezeichnet, da dort ein Aufeinandertreffen von längst Verstorbenen möglich ist.

    Heute wiederum wird das Ganze von der modernen Wissenschaft ganz physikalisch als Quantensprung bezeichnet.

    Das solche Reisen in Raum und Zeit überhaupt möglich sind, entspricht der Merlauschen-Vorstellung, dass alles: hier und jetzt, die Gegenwart, die Zukunft und die Vergangenheit in EINEM erscheinen (je nach dem, wie man gerade man das Objektiv zoomt, ändert sich die Sicht und das Dasein). Gedanke ist dabei auch, dass Menschen nicht einfach sterben und dann weg sind, sondern dass auf „das Leben der Tod folgt, worauf dann das Leben folgt.“

    Helmut Berger war das erste geglückte Experiment, das den Quantensprung dann tatsächlich schaffte und wachte als sein Vorfahre Arthur Salton auf. Vorfahren, die in einer Linie stehen, sind sich aufgrund der Gänze von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sehr viel näher und ähnlicher, als das für uns heute auf den ersten Blick zu sein scheint. Ganze Wesenseigenschaften treten in verschiedenen Generationen immer wieder auf, ohne dass sie anerzogen werden.

    Für die Lemuren stelle ich mir dann vor, dass es sich dabei eigentlich um Bewohner „unserer Zeit“ oder der Zukunft handelt, die von wem auch immer ausgesendet wurden. Dabei ist ihr Ziel, wieder den Weg ins Licht, sprich in die jetzige Gegenwart zu finden. Hierfür wollen Sie den Eingang finden und hoffen auf die Unterstützung von Adam, der aber von Nathaniel anders instruiert wurde und die Eingänge im Ergebnis geschlossen halten soll.

    Ich könnte hier immer weiter schreiben…tue das aber ganz bewusst nicht, da ich nicht den Rahmen mit meiner Theorie sprengen will, würde mich aber um entsprechende Auseinandersetzung mit meiner Theorie freuen 🙂

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    1. Hallo lincolnlawyer,
      danke für den Kommentar, der super erhellend ist!
      Deine Theorie macht in vielen Punkten absolut Sinn und ich glaube, du könntest mit der Verknüpfung von Quantenportalen, Toren, Jenseits usw. wirklich Recht haben!
      Allerdings glaube ich nicht an deinen letzten Punkt, der Wesen und Intentionen der Lemuren betrifft: Die Lemuren sind nicht einfach Menschen aus einer anderen Raumzeit, sondern es sind eine ganz andere Art von Wesen. Man denke an den Weißen. Man denke an ihre übersinnlichen Kräfte (Jacks Gedankenkontrolle). Und man denke, nicht zuletzt, an Arabellas grauenhafte Verwandlung in Folge 11. Das sind keine Menschen oder Wesen aus unserer Welt, sondern sie kommen von „woanders“ her.
      Wenn ich es richtig verstanden habe, kann man durch einen Quantensprung an jeden Ort zu jeder Zeit des ganzen Universums reisen (mancher wird sich hier an Dimensionslöcher aus Zamonien erinnert fühlen). Diese Raumzeit-Reisen beschränken sich eben nicht nur auf unseren Planeten (das wäre unlogisch), sondern auf den ganzen Kosmos. Womöglich liegt hier der Knackpunkt: Lemuren, das sind Außerirdische! (Jetzt wirds mir allerdings fast zu abgespace(time)t!
      Liebe Grüße,
      Samuel

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      1. Hallo lincolnlawyer,

        cooler Kommentar und interessante Ideen.

        Ich bin hier ja eher Stammgast. Umso mehr freut es mich, dass immer auch wieder neue User im Blog erscheinen und diesen mit abgefahrenen Beiträgen bereichern.

        Die „Schwarze Sonne“ ist einfach ein genial konzipiertes, komplexes Hörspielmonster. Uns werden so viele Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, dass eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten denkbar sind.

        Was mir an Deiner Theorie sehr gut gefällt, ist die Idee, dass bereits Verne / Nathaniel im 19. Jhdt. an dem/den gleichen Phänomen(en) forschen, wie die Nazis im 20. Jhdt. und sich das nur aufgrund des Standes der Wissenschaft, den technischen Mitteln bzw. dem verwendeten zeitgenössischen Vokabular etwas anders präsentiert. Dafür spricht, dass diese Handlungen immer einen geographischen Bezug zu den Knotenpunkten (zB Snaeffelsjökull, Antarktis, etc.) haben.

        Ob Nathaniel und Verne bei ihrer Reise zum Mittelpunkt der Erde aber tatsächlich das unternehmen was die Nazis mit der Jenseitsmaschine anstellen bezweifle ich. Als Gegenargument werfe ich mal in den Raum, dass Verne (nach allem was wir wissen) ein „normaler“ Mensch ist, also weder ein Lemur noch einer „aus der Linie“. Aus dem Nazi-Handlungsstrang wissen wir, dass „normale“ Menschen die Ausflüge ins „Jenseits“ nicht überleben. Verne hat seinen Ausflug mit Nathaniel unbeschadet überstanden (zumindest körperlich, seelisch sei mal dahingestellt ;-)).

        Evtl. sind es aber dennoch die gleichen Phänomene, aber Verne ist mit Nathaniel nicht ganz so weit („ins Jenseits“) gegangen. Vielleicht stand Verne bei seiner Reise zum Mittelpunkt der Erde nur an der Schwelle zum „Jenseits“ und hat hineingesehen. Das könnte dann auch das sein, was Prof. Maartens bei seinem ersten Besuch am Mount Shasta sieht…

        Was die Lemuren angeht, bin ich mir nicht sicher. Wir haben einiges an Fakten und dazwischen ist viel Luft für Spekulationen. Die Fakten sind, dass die Lemuren übermenschliche (evtl. gottähnliche) Wesen sind, die über besondere Fähigkeiten verfügen. Sie nutzen menschliche Hüllen. Während ihre Hüllen zerstört werden können, sind ihre Seelen unsterblich. Ihre Existenz auf der Erde scheint nicht freiwillig zu sein. Sie befinden sich in einer Art Verbannung aus der sie sich befreien wollen. Trotz ihrer großen Macht sind sie nicht allmächtig, sondern unterliegen auch einer „Hackordnung“. Über ihnen steht der Fürst und eigentlich müsste (aber da gehen die Spekulationen schon los) über ihnen auch noch ein Wesen stehen, das für ihre Verbannung gesorgt hat. Ihr großes Ziel ist „der Weg zurück“, wie wir inzwischen seit Folge 12 wissen wohl in eine „nichtkörperliche Welt“. Bei diesem Weg zurück sind Adam und Nathaniel die Gegenspieler. Wohin sie genau wollen und warum ist mir aber nach wie vor nicht klar und ich glaube da gibt es derzeit auch kein „richtig“ oder „falsch“ sondern einfach nur viel Raum für Interpretation und Spekulation.

        Auch die Idee von Samu, es könnten „Außerirdische“ sein, halte ich nicht für abwegig. Wobei ich dann natürlich keinen Klischee-Alien a la „Mars Attacks“ vor Augen habe. Wenn man vom Wortlaut rangeht dürfte es sogar sehr wahrscheinlich sein, denn die Lemuren scheinen tatsächlich „nicht irdisch“ zu sein…

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      2. Danke für dein Feedback…es ist so vieles denkbar, einfach unglaublich, was in der Serie drinsteckt! Hinsichtlich der Lemuren sind deine Bedenken auf jeden Fall richtig. Hatte auch nicht gedacht, dass es sich bei den Lemuren um Menschen handelt. Was mich nur an diese Denke brachte, dass die Lemuren in die Zukunft, aus der sie kommen, zurück wollen, waren folgende Umstände: Jack redet wirklich nur wie jemand, der diesem Jahrhundert bzw. Jahrtausend entsprungen ist und nicht wie jemand, dem diese Spreche einfach nur am besten gefällt. Zudem wollen Sie zu etwas zurück…dort passt die Raum-Zeit-Zukunft zu meiner übrigen Theorie. Dann ist da noch Arabella, die 2018 auftaucht und den erwachenden Berger mit „Helmut“ anspricht. Die Bartory hängt auf jeden Fall ganz nah mit dem Quantensprung zusammen.

        Insgesamt kommt es wohl darauf an, ob man den Lemuren mehr etwas Fantastisches abgewinnen will, oder ob sie nicht vielmehr ein Produkt der ganzen Raum-Zeit-Experimente sind, die sich letztlich aber selbst (zu unrecht) als „Götter“ sehen.

        Ich kann mir ferner vorstellen, dass die Saltons grundlegend „normal“ waren und erst der Quantensprung von Berger die Saltons schließlich zu etwas „besonderem“ machten. Insofern könnte es purer Zufall gewesen sein, dass es ausgerechnet Helmut Berger war, der diesen Quantensprung schaffte und von da an, die „Geschichte“ quasi neu schrieb. Davon haben natürlich die Lemuren Wind bekommen bzw. haben es durch Arabella March selbst eingeleitet. Dass ein Produkt aus Zukunftsmensch-Nachfahre und Lemur zu erzeugen sei, war mithin von Anfang an durch die Lemuren geplant um letztlich was zu erreichen? den Weg ins Zurück?

        Eigentlich nicht, denn Arabella March ist schon in 2018 anwesend…ich weiß es nicht….und das ist doch verdammt nochmal das Gute an der Serie, ohne dass es bei der Schwarzen Sonne nur auf die Geheimnisse ankäme. Vielmehr sind die philosophischen Passagen, wie Monologe etc,, gerade so gewinnbringend, da in diesen viel viel mehr steckt, als nur die Handlung voran zu bringen oder Geheimnisse zu lüften

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  3. Meine lieben Herren Ulbricht, Schmidt und Weis,

    auch Ihr neustes, unter gekrümmten Nervenbahnen zustande gekommenes Machwerk ist weder Gabriel Burns, noch ein Kindergeburtstag.
    Kann man es mittlerweile noch wagen sich Kabel in die Ohren zu stöpseln?
    Meine Empfehlung: Nicht ohne Schuhwerk aus „Gor“-tex!

    Schockierend, Treffend, unbequem bestaunt, der neue Untertitel der Serie, die tönt und Samus Mutter in den Schatten verbirgt.
    Ganz schön helle, der boy, so viel mehr, als er Weis.
    „Steckt“ die Wahrheit in Immanuel Cunt?
    Wohl eher im Anthropoposophen!

    Künstlich erschaffen, der Adam von Nazireth?
    Der Gott aus der Theatermaschine?
    Der Artefuked und das lemurische FuckTor?
    In jedem Fall handelt es sich um „Freche Früchtchen aus der Hölle“.
    Es bleibt dennoch die Frage:
    Was hat Jack eigentlich gegen den ersten Menschen – den Mann, der aus Erde gemacht wurde?

    Und was is(s)t der Weiße zum Frühstück? Ei-triges und einen Leid Brot?
    Zumindest genießt Caswall den Merlot, oder war es umgekehrt?
    Oder wie der Bajuvare weiß: Ozapft‘ is!
    Ganz ehrlich? Ganz schön G-schmacklos!

    Werden die Wächter am Schluss gebunden bis zum Ende der Welt und ihre Nachkommen in der Sintflut vernichtet?

    Wir sind das Geheimnis!

    Mit allerbesten Grüßen aus Arabellas“ Hauptsatdt von Satan und seinen Kollegen“

    Günter Merlau

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    1. Sehr geehrter Herr Merlau,
      vielen Dank für diese ziemlich abgef##kten Kommentar! Ergänzend zur Hörspielserie entsteht dadurch ein ganz schönes Hirngefi##e, dem höchstens Cunt etwas entgegenzusetzen hätte.
      Durch solche Kommentare entsteht „Lust“ auf mehr, auf tiefere Einblicke in den Oz(ean) der Serie.
      Unsere Sinne bleiben geschärft, „gespannt“ darauf, das Geheimnis in der Serie (= in uns) zu entdecken und das Gesetz zu verbreiten.
      Liebe Grüße,
      Samuel

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      1. Herrlich! Endlich mal wieder ein Kommentar von Günter Merlau selbst, den (ich meine den Kommentar, nicht Günter Merlau) man darauf sezieren kann, was ein versteckter Hinweis und was eine falsche Fährte ist…

        Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte, dass sich hinter dem Wortspiel zu Immanuel(s) Cunt nicht die große philosophische Antwort auf alle Sonne-Fragen verstecken wird.,, 😉

        Mit fällt aber auf, dass Günter Merlau immer wieder auf unseren alten Freund und Kupferstecher Jack zu sprechen kommt. In vorangegangenen Posts hat er ihn (wenn ich mich recht erinnere) sogar als „missverstanden“ in Schutz genommen.

        Da unser Lieblingslemur in den Folgen 11 und 12 allerdings mit Abwesenheit glänzte, sollte ihm in Folge 13 eine zentrale Rolle zukommen…

        Da bin ich sehr gespannt, was uns erwartet… Wie sind die Anspielungen auf den „armen“ Jack zu verstehen? Ist er wirklich eher selbst Opfer als Täter? Führt uns Günter Merlau aufs Glatteis oder ist das ein Hinweis mit Substanz?

        Ich erlaube mir hier mal aus einem alten Beitrag Merlaus zu zitieren, in dem es um Jack geht: „Auch hatte er ein schwieriges „Verhältnis“ mit seiner Mutter, aber dazu „kommen“ wir später.“

        Ist Jack evtl. kein Ur-Lemur, sondern auch eine Kreation Arabellas, die zwischen Gut und Böse (anders als Adam) etwas mehr in Richtung Böse oszilliert? Dann wäre er auch gleichzeitig (dunkler) Bruder von Adam… Eine besondere Beziehung scheint es zwischen beiden zu geben (siehe „Was hat Jack eigentlich gegen den ersten Menschen – den Mann, der aus Erde gemacht wurde?“). Ist das mit der Erde auch wieder ein Hinweis? Bei „aus Erde gemacht“ muss ich sofort an einen Golem denken…

        Ach, wie schön, Fragen über Fragen, aber es wird nur wenige Wochen dauern, bis wir weitere Antworten erhalten.

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  4. Habe den Podcast jetzt fertig gehört. Mal wieder: toll gemacht!!!

    Ja, die 12 stellt so einiges auf den Kopf. Und was wir vorher zu wissen glaubten, ist jetzt ganz anders. Mir hätte es ja -um die Folge abzurunden- gut gefallen, wenn als letzter Track Arabella, Adam und Roy Maartens in einer Karaoke-Bar zusammengekommen wären, um „It´s the end of the world as we know it“ zu singen. Vielleicht bekommen wir das ja als Bonus-Track auf der CD 😉

    Nach dem Ersthören ging es mir auch überhaupt nicht gut. Ich hatte das Gefühl, dass diese Entwicklungen „unseren“ reinen Adam beschmutzen und irgendwie entwerten. Bei genauerer Betrachtung macht es aber eigentlich alles nur interessanter.

    Auch wenn es ein riesiger Gamechanger ist, fliegen uns damit aber eigentlich gar nicht so viele Theorien um die Ohren. Wir hatten ja schon lange überlegt, was es mit dem inneren Konflikt Adams zwischen Gut und Böse auf sich hat und erhalten eigentlich nur die Erklärung. Vieles wird jetzt einfach deutlicher.

    Die 12 zeigt vor allem auch, dass auf uns Hörer weitere Arbeit zukommt. Fans der Serie haben die 1-10 mehrfach gehört und irgendwann natürlich die ersten Folgen mit dem Wissen aus den späteren Folgen neu bzw. anders verstanden. Das wird jetzt weiterhin passieren und im Prinzip muss man auch die alten Folgen jetzt mit dem Wissen aus 11, 12 & 13 und später auch aus der zweiten Staffel wieder und wieder hören und wird immer wieder neue Facetten finden. Ich finde vor dieser Leistung Günter Merlaus kann man nicht genug Hüte ziehen. Ich kenne keine andere Serie (unabhängig vom Medium) bei der die Wiederhör/schau/lesbarkeit so hoch ist.

    An dieser Stelle ein ganz großes Lob an die Arbeit die Ihr Euch durch Einarbeiten der alten Adam-Szenen in den Podcast gemacht habt. Damit wird das, was Adams Herkunft für das Gesamtverständnis der Serie bedeutet, noch wesentlich deutlicher.

    Für mich hat insbesondere der Satz am Kailash, den Adam gegenüber dem dunklen Bruder mantra-artig wiederholt („Du bist ein Teil von mir, aber ich entscheide mich gegen Dich.“) jetzt nochmal eine ganz andere Bedeutung. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das auch noch ein tragendes Thema der Serie bzw. bei der Geschichte um die Ewigen wird. Die Lemuren brauchen, um ihr Ziel zu erreichen (was immer das auch genau ist) menschliche Nachkommen. Diese Personen haben aber nunmal auch menschliche Gene und verfügen damit auch über die großartigste menschliche Eigenschaft, nämlich den freien Willen. Egal was die Lemuren auch anstellen, sie können nichts dagegen unternehmen, dass sich ihre Züchtungen für das Gute entscheiden und sich gegen sie stellen. Evtl. sind die Züchtungen, die sie verloren haben, daher auch keine von Grund auf fehlgeschlagenen Experimente, sondern Nachkommen, die sich aus freien Stücken von ihnen abgewendet haben. Evtl. ist auch Nathaniel einer davon…

    Besonders schön finde ich, dass man das Ganze auch in einen noch größeren Kontext setzen kann. Früher haben sich die Lemuren (wenn ich Arabella richtig verstehe) auch unmittelbar mit den Menschen gepaart, später „vermischen“ sie sich über Zeugungen an den Maschinen. Nach und nach wird dadurch aber letztlich die gesamte Menschheit „infiziert“, da sich die „Halblemuren“ mit „normalen“ Menschen paaren. Man könnte somit sagen, dass das Böse, das jeder Mensch mehr oder weniger stark ausgeprägt in sich trägt, somit einfach nur die genetische Auswirkung seines „lemurischen Faktors“ ist.

    Ein kleines Easter-Egg habe ich übrigens auch noch gefunden. Könnt Ihr Euch noch an die Post-It-Wand erinnern, die Günter Merlau vor Erscheinen der 11 auf Facebook gepostet hatte? Auch im Podcast hattet Ihr die mal thematisiert. Auf einem der wenigen Zettel die tatsächlich lesbar waren, stand „MADA“. Im Prinzip war das retrospektiv betrachtet ein eindeutiger und fairer Hinweis. Lemuren sprechen mitunter rückwärts und „Mada“ als Umkehrung von „Adam“ weist eigentlich direkt auf seine lemurischen Wurzeln hin.

    Bzgl. des Freimaurerrituals, bei dem Ihr Euch nicht so ganz festlegen wolltet, bin ich der Überzeugung, dass dies nicht in der irdischen Welt spielt, sondern im Salton-Orbit. Im Prinzip spiegelt die Szene exakt (teilweise wortlautgetreu) die Szene aus Folge 2, wobei damals Nathaniel und heute Adam der Vorsitzende ist. Ich hatte damals schon im Blog zu Folge 2 geschrieben:
    „Handelt es sich um ein Freimaurertreffen in der realen Welt (London) oder vielleicht um eine Szene aus einer jenseitigen Welt? Im weiteren Verlauf der Serie wird es Szenen aus einer Traumwelt / jenseitigen Welt geben, in der Mitglieder aus verschiedenen Generationen der Familie Salton miteinander kommunizieren. Evtl. handelt es sich beim Beginn der Folge 02 somit nicht um ein Freimaurerritual, sondern die erste Szene in der „jenseitigen Salton-Welt“. “
    Ich bitte um Verzeihung für die Eitelkeit mich selbst zu zitieren. Aber nach der 12 musste ich einräumen, dass ich mit so vielen Dingen falsch lag, dass ich betonen muss, dass ich vielleicht mit dem ein oder anderen Punkt auch recht hatte 😉
    Ich bin überzeugt, dass es sich bei dem Track in der 12 nicht um Freimaurer handelt, wie wir sie historisch kennen, sondern um den dritten Track der Kategorie „Saltons im Orbit“. Mit dem Bekenntnis der unterschiedlichen Salton-Charaktere „Wir sind alle Mauer, wir sind alle Gesellen.“ bekennt sich das gesamte Salton-Geschlecht dazu, gemeinsam einer höheren Sache zu dienen. Und der Wechsel im Vorsitz (Adam statt Nathaniel) zeigt das, was auch sonst Tenor der Folge 12 ist: Adam ist aus dem Schatten von Nathaniel herausgetreten und hat das Ruder übernommen.

    Interessant fand ich, dass Ihr die Area51-Hiller-58er-Bathory-Handlung relativ kurz als Sackgasse abhandelt. Meine Tendenz geht zwar auch in diese Richtung, aber es würde mich nicht wundern, wenn wir in künftigen Folgen neuen Input bekommen und auch über diese Szene nochmal neu nachdenken müssen.

    @Torsten: Zum Abschluss sagst Du „Make Lemuria great again!“. Ist eigentlich außer mir noch jemandem aufgefallen, dass Folge 12 am Tag der Inauguration von Donald Trump erschien? Mag sein, dass ich die ein oder andere O23-Folge zu viel gehört habe, aber es gibt Momente, da macht mir Günter Merlau einfach nur Angst 😉

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  5. Ein ganz kurzer Gedanke zum Thema „Hiller“ auch wenn eigentlich völlig trivial im Bezug auf die Geschichte. Berger heisst ja Berger weil die Nazis ihn so genannt haben. Vielleicht gabs die Nazis in einer anderen Version der Relalität gar nicht und stattdessen haben die Briten oder Amerikaner solche Tibetreisen unternommen und ihn dort Hiller getauft 😀

    Und noch ein Gedanke, der dunkle Bruder von Adam, das ist doch bestimmt eine Version von Adam aus einer anderen Realitätsversion und vielleicht ist Adam auch so eine Art Knotenpunkt wo sich die Realitäten treffen oder überschneiden?

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  6. Auch bei Folge 12 sind übrigens auf der CD-Version wieder Kapitelnamen hinterlegt, die bei manchen CD-Playern im Display angezeigt werden. Hier die Übersicht:

    01 – 04: Der Schlaf und der Tod
    05: Die Schwarze Sonne
    06 – 07: Wir sind das Geheimnis
    08 – 12: Riten und Abschiede
    13 – 17: Caswell, Emily und d…
    18 – 19: Traum(a)
    20 – 21: Helmut, Helmut…
    22 – 25: Richard
    26 – 30: Die gekrümmte Zeit
    31: Raum und Zeit

    Leider wird auch bei mir der vollständige Titel der Tracks 13 – 17 nicht angezeigt. Vielleicht „Caswell, Emily und das Rad“? oder hatte „Bei Zeiten“ recht und es heisst „Caswell, Emily und der freche Satansbraten“?

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    1. Da muss ich ehrlich gesagt einräumen, dass der Titel auch anders lauten kann… Im Display hört es bei mir mit „Der Schlaf und der T“ auf. Ich habe das dann mal selbst ergänzt. Theoretisch könnte es auch „Der Schlaf und der Traum“ heissen…

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  7. Oh lá lá, MADA ist da!

    Tja, da muss sich der gute Edgar nicht wundern, wenn sich der Junior abwendet, wenn ihn der Alte dazu zwingen will, sich selbst zu erschießen (Folge 1, Track 12)…

    Die Lemuren hoffen also auf die Rückkehr in ein körperloses Dasein, wie es ihnen als Göttern zusteht. Nathaniel will Adam auf eine höhere Bewusstseinsstufe außerhalb der körperlichen Welt helfen. Dasselbe Ziel, unterschiedliche Ansätze.

    Was genau Adam nach Erreichen dann tun soll, bleibt uns noch verborgen. Er selbst scheint aber bereits genaue Vorstellungen zu haben: Es geht nach Nedrig Wind.
    Nach Nathaniels „Tod“ hat er sich in seinen Koan begeben, um wie von seinem „Begleiter“ gefordert in sein Innerstes zu horchen (Folge 10, Tracks 1 und 10). Irgendwann ist es ihm sogar gelungen, einen Bewusstseinszustand zu erreichen, in dem er zum ersten Mal dem Seelen-Kollektiv der Salton-Linie – meine Umschreibung von „Saltons im Orbit“ – begegnet (Folge 9, Track 3). Und einem dunklen Bruder, der diesen Ort anscheinend betreten und verlassen kann, wie es ihm beliebt… und auch an entsprechenden Orten mit Salton-Bezug auftaucht (Tibet 1938, Alan Memorial Institute 50er Jahre), um… ja, was?

    Und da dies noch nicht genug ist, kommen auch noch die Quantenphysiker mit ihrem Möglichkeiten-Portfolio um die Ecke, um mit einer gewaltigen Impulsmaschine an der Raumzeit herumzuspielen. Im Gegensatz zu den Nazis verfügen sie jedoch über einen aus der Linie. Was ist ihr Ziel? Denn die Zeit läuft ja anscheinend ab.

    Puh!
    DAS muss man sich erstmal ausdenken!
    Ich bleibe gespannt.

    P.S. An dieser Stelle möchte ich noch eine „Lanze“ für eine Sprecherleistung brechen: Ich kenne keinen Sprecher, der Hass und Bösartigkeit so klingen lassen kann wie Michael Prelle.

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  8. Wahr gesprochen, Baschtl… Und so krude das alles ist, irgendwie kommt es doch gerade zusammen, oder?
    Ich bin überzeugt, dass das Konzept um Adams wahre Natur von Anfang an so angelegt war, zu viele Hinweise werden in den Folgen fallen gelassen. Nur: Wie lässt sich dann die Wewelsburg-Sache erklären, wie das Verhalten von Jack, und ist Adam am Ende (wie im Podcast erpsonnen) eventuell „der Artefakt“???

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  9. Liebe Freunde der (schwarzen) Sonne, nachdem meine Lieblingshörspielserie endlich doch noch fortgesetzt wurde – was ich nicht mehr zu hoffen wagte – stieß ich vor kurzem auf euren tollen Blog hier und habe seitdem die Podcasts und Kommentare verschlungen. An dieser Stelle mal ein großes Lob: Ganz tolle Arbeit!
    Eine Sache die ich gerne anmerken würde bezüglich des vorangegangenen Kommentars des werten Herr Merlau, der Satz „Meine Empfehlung: Nicht ohne Schuhwerk aus „Gor“-tex!“ erinnerte mich an eine alte Roman Serie die ich seiner Zeit einmal gelesen hatte, und zwar die Romane des Gor-Zyklus von John Norman. Müsste aus den 60er oder 70er Jahren stammen. Mein Onkel war im Besitz der meisten Bände die ich dann nach und nach lesen konnte.
    Es handelt sich bei Gor um die sogenannte Gegen-Erde (Counter-Earth), eine 2. Erde die auf der selben Umlaufbahn wie die Unsere kreist, allerdings auf dem genau entgegengesetzten Punkt von uns aus gesehen hinter der Sonne, quasi (wie man ja beim Mond so schön sagt) auf der „dunklen Seite“ der Sonne.
    Dort herrscht eine Art Priester-Kaste von Insekten- oder Echsenwesen wenn ich mich recht erinnere, die über modernste Technologien verfügen, diese aber zum eigenen Schutz Ihrer Herrschaft nicht mit dem gemeinen Volk teilen, darüber hinaus leben diese Herrscher in Bergen, was mich doch an die Maschinen in den diversen Bergen der Sonne erinnert.
    In den letzten Episoden der Sonne ist es ja offensichtlich geworden das Hiller/Berger irgendwie in parallele Welten reist, wer weiß ob wir nicht schon vorher damit konfrontiert wurden? Womöglich ist der Mt. Shasta in einer dieser Welten wirklich in Florida, so dass es sich damals gar nicht um einen Fehler handelte.

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    1. Ja, das mit Shasta und Florida hatte ich mir damals während der Podcastdiskussion zu Folge 8 auch gedacht: Ein paralleles Universum. Dies hat sich mit Folge 12 aber wieder relativiert: In Track 28 befand sich der Shasta laut Maartens doch in Kalifornien;-)

      Zum Stichwort Viele-Welten-Interpretation und Quantenmechanik gibt es hier einen schönen knackig kurzen Artikel: http://www.astropage.eu/2011/05/24/multiversum-viele-welten-interpretation-sagen-zwei-physiker/.

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  10. Lieber Malakayi, wow, das macht ja ein ganz neues Fass auf! Und erstaunlicherweise passt ziemlich viel von der Gor-Theorie in die Sonne – letztlich haben wir es bei den Lemuren ja mit riesigen Insekten zu tun, die in ihre Welt zurück wollen.
    Vielen Dank für den Beitrag und auch das Lob,
    Samuel

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  11. Hallo. Ich weiß nicht ob es hier schon einmal diskutiert wurde, aber die Charaktere von der Sonne stammen ursprünglich aus einer Bram Stoker Geschichte namens „Das Schloß der Schlange“. Bin vor kurzem darüber gestolpert. Also ich liebe die Sonne, aber fand ich schon verrückt dass alle Charaktere „ausgeliehen“ sind. Adam, Nathaniel, Mimi, Arabella, Sir Caswell, Onkel Richard….
    Googelt das mal.

    P.S.: Euer Podcast ist super.

    Gruß

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    1. Hallo Holger,
      ja, das ist uns aufgefallen (ich glaube, das erwähnen wir auch ab und an in den Podcasts) – allerdings bezieht sich das ja lediglich auf die erste Folge der Sonne. Was sich danach entwickelt, hat nur noch wenig, bis gar nichts, mit dem Schloss der Schlange zu tun. Auch die Figuren sind letztlich völlig anders.
      Warum dann also bei der ersten Folge alles ziemlich direkt übernehmen? Naja – für mich hat die folgende unerwartete „Öffnung“ der Geschichte mit Episode 2 hervorragend funktioniert, die ohne eine so konzipierte Episode 1 nicht hätte stattfinden können.
      Man hört Folge 1 und hat „typische“ Erwartungen an eine in sich geschlossene Mysterie-Geschichte in England, angelehnt an Bram Stoker. Diese Erwartungshaltung wird schließlich von den folgenden Episoden vollkommen zerstört, die Geschichte und Figuren öffnen sich – und haben letztlich nichts mehr mit Stoker zu tun; nichts mehr mit dem Mikro-Kosmos einer fiktiven Welt – sondern fast schon mit dem Kosmos generell.
      Liebe Grüße,
      Samuel

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