Podcast 14 – Dem Tode nah

Ascent_of_the_BlessedMit einem Big Bang beginnt die zweite Staffel der „schwarzen Sonne“ und hält uns gleich mal einen Big Rip unter die Nase. Wir schnuppern genüsslich dran, gehen mit Sarah durch die Phasen des Todes bis zur letzten Grenze, verzerren uns mit Adam im Phasenraum und fragen uns, warum ein gewisser H.P. Töne aus einer Region außerhalb des Lebens hört.

Bei Zeiten geht uns auch ein Licht auf, und wir hoffen, dass es nicht das am Ende des Tunnels ist.

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Folgenübersicht: hier

Index zu Begriffen und Personen: hier

 

P.S.: Hier noch eine Aufstellung der 12 Phasen und deren Zitate auf Sonne 1-12


13 Kommentare

  1. Bin mit dem Podcast noch nicht ganz durch, hier aber schon mal ein paar weitere Beobachtungen bzw. Aspekte, die mir im Podcast zur ersten Szene etwas zu kurz gekommen sind.

    Was genau ist denn da mit Jack los? Er reagiert sehr merkwürdig, als ihm das Essen gereicht wird („Hühnchen, ah ja… Das ist… Hühnchen“) und er weiß offenbar nicht wer John Lennon und die Beatles sind. Die Dialoge sind ja bewußt platziert, so dass ich mal unterstelle, dass dies eine Bedeutung hat und uns auf etwas hinweisen soll. Auch wenn wir nicht genau wissen, wann in der Zukunft dieser Track spielt (2030 / 2040) gehe ich doch mal davon aus, dass ein gebildeter Mann dieser Zeit weiß, wer die Beatles waren. Eine Erklärung für diesen Zustand wäre ein Gedächtnisverlust aufgrund des Attentats. Das würde zwar auch erklären, warum er sich nicht an seinen Bruder erinnert, aber ein Gedächtnisverlust würde von der Schwester oder den beiden Männern, die ihn anschließend befragen, erwähnt werden. Außerdem erinnert er sich sehr detailliert an sein Leben und Wirken als Physiker. Gedächtnisverlust kann es also nicht sein. Insofern bleibt die Frage: Was soll uns dieser merkwürdige Zustand von Mister Moore sagen?

    Bei der Befragung hatte ich mal wieder diverse Deja-Vu-Effekte. Ist Euch das auch so gegangen? Für mich fühlte sich diese Befragung wie ein Remix alter Szenen an. Teilweise hatte das etwas von dem Gespräch der BND-Männer mit Martens (Geheimdienstleute nehmen sich einen Physiker vor), dann von dem Interview Cameron / Heß (Jack reagiert an einer Stelle auf eine Physik-Frage recht ungehalten, in der Art „Das muss man doch wissen“) und das Ende ist dann eine Situation wie beim Vize und Hiller mit der Schauberger (die eine Partei hat überlegenes Wissen, konfrontiert die andere mit Fotobeweisen, was bei der Hörerschaft zu einem WTF-Moment führt).

    Ein Gedanke übrigens noch zum „dunklen Bruder“-Thema, der aber kompletter Nonsens sein kann. In Folge 14 haben wir einen sympathischen Jack, der Opfer des Attentäters Adam Salton wurde. In 1-13 haben wir unseren Helden Adam, der mit dem Menschenfeind und Sadisten Jack ringt. Wäre es denkbar, dass wir eine Handlungsebene haben, in der Jack der „dunkle Bruder“ von Adam ist und eine andere, in der Adam der „dunkle Bruder“ von Jack?

    Mit der Neubesetzung von Tesla hat Merlau einige Hörer natürlich vor eine Herkules-Aufgabe gesetellt. Wer die Ehre hat den neuen Sprecher in natura zu kennen, hat immense Probleme sich Tesla als großen, schlacksigen Mann vorzustellen, wie er im Hörspiel eigentlich beschrieben wird… 😉

    Sorry, Torsten… Aber die Wahrheit wird man hier ja wohl auch noch schreiben dürfen 😉

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      1. Nein, Du hast recht. Eine gewisse körperliche Größe (geistige ja sowieso) gestehe ich Dir ja ein.

        Aber mit den Worten „Bohnenstange“ oder „langer Schlacks“ wirst Du eher selten gehänselt, oder 😉

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    1. „Fred nennt uns die gefallenen Engel, die Brüder und Schwestern Lucifers, die den “Sündenfall” immer und immer wieder erleben. Und vielleicht sind wir das: Aus dem Paradies in die Welt gestürzte Engel, deren Flügel in der Höllenhitze der physischen Existenz geschmolzen sind, Verdammt auf die ewigen Qualen des Menschseins. Bisschen theatralisch. Aber Fred ist ja auch erst 5.“

      Klingt eher so, als wäre Fred eben noch kindlich, und daher übertreibt er eben theatralisch mit Engeln und Paradies und so… (andererseits: auch kein Thema für einen Fünfjährigen). Ich hab es auch erst überhört, aber Samu hats ja herausgestellt. Ein superbegabtes Mutantenkind vielleicht… (Fred, nicht Samu)?

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  2. Das Thema „Forschung über den Tod“ fasziniert mich sehr aber Sarah nervt mich total mit ihrem „voll krass, ey“-Scheiss, kann ich mir kein zweites Mal anhören. Gut ja, sie scheint ja völlig „high“ zu sein aber irgendwie dennoch ein „Dummchen“ 🙂 Find das Thema einfach zu „majestätisch“ für so jemanden der sich so „leer“ ausdrückt. Gut ich sympathisiere ja auch eher mit der Welt vor 1900 als das ich mich mit der Berliner Partyszene identifizieren möchte. An dieser Stelle möge mir auch die etwas harsche Kritik verziehen sein, ansonsten bin ja wirklich vollumfänglich begeistert von diesem Gesamtwerk.

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    1. Als „Dummchen“ kommt sie mir eigentlich nicht vor. Da ist das, was sie sagt zu gehaltvoll.

      Ich glaube aber, ich weiß, was Du meinst. Ich denke, Begriffe wir „Grenzies“ oder „das ist so über über“ sollen einfach die Sprache der Zukunft darstellen. Ich habe aber auch meine Problemchen damit und empfinde es eher als gekünstelt. Hört sich ein bisschen so an, wie aktuelle Straßensprache zusammengetragen und imitiert. Mit hätte es besser gefallen, wenn man als Jugendsprache der Zukunft etwas Neues / Frisches eingeführt hätte, wie beispielsweise bei Anthony Burgess „A Clockwork Orange“ in dem der Slang ein Mix deutscher (bzw. englischer) und russischer Vokabeln ist.

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      1. Ja, Du hast schon recht mit der Strassensprache aber sind ja auch heute nicht unbedingt die grössten Leuchten im Teich wer sich so lang mässig ausdrückt. Jedenfalls wenn man das empirisch beobachtet. Sicher nicht in jedem Fall so aber ja. Nun gut das ist ja eigentlich auch nebensächlich 🙂

        Beim Thema „Grenze“und was beim überschreiten passiert kommt mir sofort in den Sinn was ich mal gelesen habe als ich mich mit den Büchern von Julius Evola auseinander gesetzt habe. Ja ich weiss, ist sehr kontrovers aber man muss ja nicht gleich alles annehmen um gewisse Aspekte interessant zu finden. Jedenfalls gehts bei dessen Standardwerk um traditionale Kulturen, also Ur-Kulturen und deren metaphysischen Weltbilder. Mir kommt sofort der Part vor Augen wo es dann eben darum geht, dass die meisten nach dem Sterbeprozess sich in der Ur-Suppe, dem Uroboros etc. auflösen während es manchen durch spezielle Initiationsriten geling, ihren Charakter und Person in Grundelementen zu behalten und quasi dann ewig so zu leben. Ähnliches übrigens auch in den okkulten Romanen von Gustav Meyrink (dessen Werke ich allen Schwarze Sonne-Hörern wirklich wärmstens empfehlen kann!) Dieses „beibehalten“ der Grundelemente der Persönlichkeit passt haargenau auf die Lemuren. Wenn man sich dann noch vorstellt, dass die Lemuren eine Art Ur-Kultur begründeten, also dass Jack vielleicht wirklich mitverantwortlich für so eine Ur-Kultur war –> Gänsehaut 🙂

        Noch was kleines nebenbei, da wir schon so oft von „Ur“ Sprechen. Habt Ihr mal Ur auf Wikipedia gesucht? https://de.wikipedia.org/wiki/UR

        Ur-Kontinent und Ur-Dämon? Na?

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  3. Hi Jungs,
    vielen Dank für den Podcast, zum 15ten mal sehr geniale Arbeit.
    Und einer hat es doch tatsächlich erwähnt, ob es einen guten und böses Adam (auch Jack) gibt.
    Erst fand ich diese Idee ja etwas merkwürdig, aber ganz kurz darauf kam mir in den Sinn „und eine Ewigkeit die zwischen Gut und Böse oszilliert“, ebenso ergeht es auch Adam und Jack, die wohl von Zyklus zu Zyklus die Plätze tauschen und jeder „darf“ einmal der dunkle Bruder sein.

    Der neue Die neuen Handlungsebenen und auch die hinzugekommenen Facetten der bekannten Handlung lassen auf einen genialen zweiten Zyklus hoffen.
    Ist nicht ganz richtig, ich bin sicher der Weg ist geebnet.

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  4. Was für ein Jahr für mich als Liebhaber ausgedehnter Gehirnknoten: Da werden nach Jahren doch glatt meine liebste Fernsehserie (Twin Peaks) und meine favorisierte Hörspielserie (die Sonne) fortgesetzt, obwohl ich an beides nicht geglaubt habe. Beide zeichnet aus, dass Sie mir keine Ruhe lassen, eher große als kleine Kunstwerke sind, die sich diametral gegen heutige Seh- und Hörgewohnheiten stellen und ich mich von beiden gerne und immer wieder fordern lasse.

    Ich werde noch etwas brauchen um auf „Euren“ Stand zu kommen, weil ich mir zunächst nur die „neuen“ vier Folgen akustisch gegönnt habe und auf einen neuen Durchlauf von 1-10 unkluger Weise verzichtet habe. Das wird aber nachgeholt. Ich gehe davon aus, dass ich noch zahlreiche Inputs zu den alten Folgen durch euren Podcast erhalten werde. Die gehörten vier Folgen sind auf jeden Fall ebenso unterhaltsam wie erhellend. Bin schon gespannt, inwieweit sich eure Hirngespinnste von meinen unterscheiden.

    Mein Eindruck zu Folge 14 nebst Podcast:

    Ich habe mich sofort heimisch gefühlt und habe den AWARE-teil keinesfalls als Fremdkörper empfunden, sondern als Referenz an den ersten Zyklus, als Interpretationshilfe und gegebenenfalls sogar als Erklärung wie die Lemuren ursprünglich in die „menschliche Welt der ersten Staffel“ gelangt sind. Kann es sich bei einem begnadeten Konstrukteur wie Herren Lemura…äh Merlau um einen Zufall handeln, dass ausgerechnet Sarah im AWARE-Institut auf Station 21 (vermutlich beherbergt diese Station auch die Stabilisatoren/21er) liegt. Oder ist nicht eher wahrscheinlich, dass durch diese Experimente bei AWARE Grenzen überschritten werden, die dafür sorgen, dass Geschöpfe wie Arabella Einzug in „unsere Realität“ erhalten haben. Das würde ganz und gar in eine Folge passen, in welcher HP Lovecraft (Hyper Hyper, How much is the Fish etc.) seinen ersten Auftritt hat. In dessen Werken geht es ja zuhauf um Forscher/Entdecker die hilflos mit dem kosmischen Grauen hinter dem Schleier der Realität konfrontiert werden („From Beyond“ sei als Beispiel genannt).

    Natürlich könnte der Schein auch hier TRÜGEN (witziger Weise ein Anagramm von GÜNTER), aber irgendwie hatte ich schon immer bei den „Ewigen“ Caswell und Arabella die Lovecraft/“großen Alten“- Assoziation. Bei diesen beiden Exemplaren Ihrer Gattung oszilliert nichts; außer eventuell die Schlangen bzw. die Monstrositätengestalt unter der menschliche Hülle 😉

    Jack ist da anders. Dem traue ich ein Adam-artiges Oszillieren sofort zu….guter Gedanke von Galandon.

    Würde mich übrigens nicht wundern, wenn Jack L.E.M. bzw. seine Experimente an der flüssigen Raumzeit im DESY die erste Ursache waren, die zur Destabilisierung der Knotenpunkte und zum Überschneiden bzw. Erschaffung einzelner Realitäten, Paralleluniversen oder ganzer Welten (z.B. Heimat der Lemuren, die einige -erst recht Nazis oder der Order of the golden Dawn- sicher mit dem Jenseits oder der Hölle verwechseln würden) führten (wie einst die Regenbogenschlange), wobei solche Experimente dann schnell auch zur Destabilisierung des ganzen Konstrukts führen können. Nicht erst seit Hawking oder Donnie Darko (wollte ich immer mal zusammen nennen) wissen wir, dass dies ein Kollaps durchaus apokalyptische Ausmaße annehmen kann 😉
    Vielleicht waren diese Experimente dann auch die Ursache (der „Toröffner“) dafür, dass Grenzis bei AWARE auf einmal „lemurisch verändert“ zurückkommen, was ohne die Forschungen des Ur-Jack (das sehe ich wie Ihr) nicht möglich gewesen wäre.

    Warten wir ab, wie Günter Merlaus‘ Masterplan aussieht, falls er uns da vertiefte Einblicke gewährt. Ich bin gespannt, wie viele Aspekte von Wissenschaft, Aberglaube, Philosophie und Religion er noch für seinen „Hörspiel-gewordenen Weltenformel-Versuch“ unter einen Hut bekommt. Ich bin auf jeden Fall beeindruckt, dass da schon jetzt mehr zu finden ist, als die legendäre 42. Große Klasse, Günter Merlau! Super Arbeit auch von der Beizeiten-Dreifaltigkeit und den Diskutierenden!

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    1. Mit Euren Anagrammen schafft Ihr mich wirklich: „Nichts ist wie es scheint“, das neue Werk von Trügen Lemura 😉

      Was ist eigentlich mit der CD-Version los? Bereits mehrfach verschoben, letzte Woche noch angekündgt für 04.08. und inzwischen bei Amazon auf dem Stautus „Versandfertig in 1-2 Monaten“…

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      1. Ich habe meine Hardware heute bekommen (Amazon).
        Vom rückseitigen Cover erfahren wir das unsere Protagonistin Sarah bei Aware gerne einen Sprung macht, von dem Sie nicht so gerne zurückkehrt.
        Die Wortwahl erinnert mich sehr an R.Heß, der sich über die Experimente mit der Jenseitsmaschine (Haunebu, Schauberger… wtfai) auch so auszudrücken pflegte.
        Hier sind wohl mehr Verflechtungen vorhanden, als der erste Blick zu generieren vermag.
        Die Sprungrichtung war ja offensichtlich bei beiden Parteien gleich, das Jenseits.
        Die Nazis versuchten diesen Sprung körperlich, wohin Sarah bei Aware diesen geistig bzw. mit Ihrer Seele vollzieht, der zersplitterte Adam Kadmon (Saltons, Bergers und Hillers) haben offenbar die Fähigkeit diesen Sprung mit dem Körper und mit dem Geist zu vollziehen, wobei dies evtl. mit einem Verlust von Wissen aus der letzten Welt miteinhergehen kann.
        Ich freue mich sehr in diesem Zyklus mehr vom „bösen“ Adam zu hören, dieser hat mir bei seinen kurzen Gastauftriten in den alten Folgen sehr gut gefallen und einen wunderbaren Kontrast zu dem Hauptprotagonisten geliefert.

        BTW ist der Rückseite zu entnehmen:
        „Ein Hörspiel von Günther Merlau
        Der phantastische dreizehnte Teil…….“
        Hoffe mal ich aber seltenes Exemplar aus der ersten Pressung bekommen 😉

        Gibt es Daten und Fakten zum Erscheinungstermin von Folge 15 im WWW, oder gar Insiderinformationen?

        Schöne Grüße an Alle

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