Podcast 16 – Anura

So, ihr Lurche, Kröten und Unken! Zeit für den Übergang in den nächsten Phasencast!

Und so höret: Nach der siebten Posaune tönet nun auch der 16. BeiZeiten-Podcast, und es falle das Feuer der Erleuchtung vom Himmel, der von einer schwarzen Sonne verdunkelt ward.Grosse-Babylon-500

Wir quaken diesmal wirrer als die Lurche zur Laichzeit, zanken über physikalische Möglichkeiten des Weltuntergangs, untersuchen Gegensatzpaare, werden mythologisch abgehoben und verlieren uns mit den Saltons und Lovecrafts in kruden Spinnereien.

Falls ihr genug Nerven dafür habt: Viel Spaß mit dem Podcast zur 16. Folge „Anura“ von Günter Merlaus Hörspielserie „Die schwarze Sonne“!

Direktdownload: Mp3

Zur Vertiefung:

Das Buch des Dzyan („Book of Dzyan“)

Die Hure Bablyon

Die Offenbarung des Johannes

Erzengel Michael

Psalm 91,15: Unter dem Schutz des Höchsten

Phasenübergang – Dr. Jens Krog / University of South Denmark

Anura

 

Hure Babylon

… und hier noch das Cover der Folge 17, über das wir am Ende reden.

Cover 17

21 Kommentare

  1. Wieder mal ein toller Podcast! Danke für eure Hitnergrundinfos und die echt unterhaltsamen 2 Stunden!

    Noch ein paar kleine Dinge, die ich als Halb-Theologe so nicht stehen lassen kann: 😉
    – Johannes der Täufer ist nicht der Johannes, der die „Offenbarung“ geschrieben hat. Der Täufer starb noch als Jesus grade mit seiner Wanderprediger-Zeit anfing, der Offenbarungs-Johannes war ein früher Christ, der die Offenbarung auf Patmos (Griechenland) aufgeschrieben hat.
    – Was die ganzen Symbole wie Frau, Drache usw. in der Offenbarung angeht, so schaut mal in nen guten NT-Kommentar (z.b. Stuttgarter Kommentar) dann wird einiges klarer und dann ist das auch kein „Wierde Geschichte“ mehr 🙂

    Klar ist: Michael (Nathaniel?) kämpft gegen Luzifer (Jack?) – beide mit dem jeweiligen Gefolge. Bei der Endschlacht in Armageddon ist es aber Jesus, der die Schlacht entscheidet und eingreift um die Bösen zu vernichten und einen vorläufigen Sieg zu erringen. (Adam = Alpha und Omega = Jesus) und damit wäre dann schon was erklärt…. denn im Theater kann Nur Adam Jack töten. Dann folgt laut Offenbarung ein 1000 jähriges Reich (=lange Zeit) des Himmels, an dessem Ende noch einmal der Teufel von den Ketten gelassen wird und und Jesus endgültig vernichtet (die Szene als Adam ihn als alter Mann mit in den Strudel reißt) – hat der Hr. Merlau ganz gut angelegt… 😉

    Meine These nach bisherigem Wissen bzgl der Kulturen, Religionen usw.
    Es geht dabei nicht um ein Ur-Ereignis sondern um einen sich ständig vollziehenden Kampf der 3 um Einfluss und Prägung der Entwicklung der Menschheit. In allen möglichen Kulturen und Zeiten versuchen sie Könige zu beeinflussen oder Denker zu lenken. Man weiß noch nicht wohin Arabella und Jack wollen, aber vielleicht wollen die ja nur den Zusammenbruch des Universums damit sie endlich sterben können? In frühen Zeiten geben sie sich als Götter aus und in der Moderne als Mentoren von Diktatoren oder Wissenschaftlern. Und Adam? Der Inkarniert immer wieder (vielleicht föllig unkontrolliert) und spielt dann immer eine maßgebliche Rolle (Buddha, Jesus usw – dann irgendwann als Prankia) – mal böse mal gut, je nachdem wer ihn unter seine Fuchtel bekommt von den 3en.

    PS: Laut meiner Theorie bräuchte es keine 2 Paralellwelten sondern nur eine sehr biegsame Zeitlinie

    PPS: Adam reißt als Zeitreisender immer wieder Löcher ins Kontinuum und darum kann auch ein Gegenstand, der ihn selbst berührte (Speer des Schicksals – mit der Ritual-Szene in der Burg) in einer anderen Zeit wieder einen Widerspruch erzeugen, der ihn wieder in den „Fluss“ reißt.

    Hoffe es ist einigermaßen verständlich ;)))

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    1. Hey Reliportal, schön dass du in den Austausch einsteigst!

      Einen halb-theologischen Fachmann können wir hier gut gebrauchen, da wir bei einigen biblischen Sachen doch „nur“ auf Wikipedia zurückgreifen.

      Was den alten Johannes und seine Offenbarung angeht: Wikipedia erzählt uns einerseits: „In der frühen Kirche war man seit dem zweiten Jahrhundert überzeugt, dass es sich bei dem Ich-Erzähler Johannes um den Apostel Johannes (Joh 21,2) bzw. den Autor des Johannesevangeliums, also den Evangelisten Johannes handele.“ Später steht dann, dass das heute umstritten ist und man von dem ausgeht, was du geschildert hast, es war ein Johannes 2.0 von Patmos mit der Offenbarungssache.
      Wie auch immer: Welcher davon ist denn jetzt der Johannes mit dem Kopf auf dem Silbertablett am Ende?

      Und: Kannst du uns noch mehr über die Offenbarung verraten? Was mir da unklar ist: Beschreibt Johannes da tatsächlich eine Endzeit in der Zukunft, oder ist das doch was Zurückliegendes? Er spricht zwar prophetisch, formuliert aber in der Vergangenheit.

      Deine Idee, dass es nur eine Zeitlinie sei, würde mir gefallen… nur haben wir ja am Ende der 13 eine neue Mimi Watford/Salton, das muss doch dann irgendeine Parallelwelt (Jenseits, Diesseits, was auch immer) sein, oder?

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      1. Hallo Torsten!

        Danke für deine Antwort! Bin kathlischer Religionslehrer und habet so auch 6 Semester Theologie genossen, und bin froh jetzt Teil der „Nachdenker“ zu sein hier auf eurer Seite! Werde versuchen meine Perspektive mal kurz zusammenzufassen.

        Ad Johannes: Der geköpfte Johannes ist der erste, also der Vetter von Jesus. Der Offenbarungs-Johannes auf Patmos hat viel später gelebt und Jesus nicht live gesehen, war aber ein Mitglied der frühen Christen, die damals ziemlich hart verfolgt wurden. (War unter Kaiser Domitian, der damals als wiedergeborener Nero bezeichnet wurde – daher auch die Zahl 666 die für beide Kaiser steht und über das jüdische Alphabeth „Neron Qesar“ bedeutet.

        Ad Offenbarung als ganzes: Also hier muss ich passen 🙂 Das ist einfach zu umfangreich um es irgendwie sinnvoll zu erklären. Habe mal die Finale-Bücher von Tim Lahey und Jerry B Jenkins gelesen und die brauchten ganze 12 Bände um zum Endkampf zwischen Gut und Böse zu kommen… das soll verdeutlichen wie umfangreich die Symbolik ist. Mit der „christlichen“ Auslegung der Symbole fangen wir ja hier auch nur bedingt was an – auch wenn diese im historischen Kontekt den meisten Sinn ergeben. Aber ich denke in der Schwarzen Sonne wird die Offenbarung eher okkult gelesen und damit bleiben wir am Text selbst.

        Ad „Zeit“ in der Offenbarung: Biblische Zahlen sind grundsetzlich eher symbolisch. Große Zahlen wie 1000 stehen für einer lange Zeit, und bestimmte andere für bestimmte Inhalte – 7 als Zahl des göttlichen, 6 als diese des unvollkommenen usw. 12 für die Stämme Israels, also eher Vollkommenheit / Vollständigkeit im Sinne von Mengen. Daher auch die Schöpfung in 7 (göttlichen) Tagen usw. –

        Ad „sprachliche Zeit“: Was die Sprache angeht, Johannes wird lt. eigenen Angaben in den Himmel entrückt um dort zu Zukunft zu schauen. Daher schreibt er alles in der Vergangenheit, auch wenn es noch passieren wird. Dabei beschreibt er aber in seiner Offenbarung vieles was damals schon passiert war (also die Christenverfolgung und die Unterdrückung im römischen Reich, dein Kaiserkult etc. ) und ab Kapitel 14,14 gehts eher in die zukünftigen Ereignisse. Obwohl man unbedingt im Auge behalten muss: damals waren die Christen davon überzeugt, dass die Endzeit schon ist und der Untergang unmittelbar bevor steht. Darum auch die Offenbarung als „Trostschrift“ um noch „kurz“ durchzuhalten. Erst später haben sich die Christen darauf einstellen müssen dass das Ende wohl doch nicht so schnell kommt… 🙂

        Damit ist jetzt vieles gesagt, aber fast nix zur schwarzen Sonne. Bin grade dabei die Offenbarung noch mal genauer zu lesen und werde mal ab jetzt nur noch im Sonne-Univerum sein:

        Offb 13

        Hier gehts um ein „Wesen“ das viele Köpfe hat (Leben?) und einer der Köpfe ist tödlich verwundet (Szene im Theater) – dennoch frevelt es weiter und wird erst am Ende besiegt. – also das könnte Jack sein. Interessant: dieses Wesen steigt aus dem Meer auf und kann mit dem Leviathan gleicht gesetzt werden.

        Das zweite Wesen kommt aus der Erde – laut Bibel auch Behemot genannt und kommt vom festen Land. Es kann (mit Technologie?) tötliche Wunden heilen. Es verwirrt die Bewohner der Erde durch Wunderzeichen (Perlen-Ohrring z.b.). Außerdem kommt hier ein Zeichen vor, das es einfordert von den Menschen an Hand oder Strin? Also Handeln wie sie es befiehlt und denken wie sie es will?

        Wenn durch das Experiment 2 Parallelwelten entstanden sind, dann ist noch das Kapitel 21 interessant – dort entsteht nämlich quasi aus These und Antithese die Synthese: „Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen…“ – damit könnten am „Ende“ beide Welten wieder zusamenfallen. Dann passt auch wieder alles und „Gott lebt bei den Menschen“.

        Und noch mal zu Adam/Jesus/… – in Kapitel 19 wird der vorläufige „Endsieg“ von Jesus beschrieben. Dessen Kleidung ist da „blutgetränkt“ und aus seinem Mund kommt ein „scharfes Schwert“ – klingt also nicht nach dem „Hab-Euch-Alle-lieb“ Adam/Jesus sodnern eher nach Prankia – der vielleicht auch in seiner „bösen“ Inkarnation oder Antithese durch sein wüten und schaffen trotzdem das „Gute Ende“ herbeiführt.

        Beim Endgültigen Sieg über da Böse (Kapt 20) wird das Ende für den Drachen so beschrieben – „Tag und Nacht wird er gequält, bis in alle Ewigkeit“ – Vers 10 – das klingt ja ganz nach dem was Jack eh schon die ganze Zeit hat.

        Darum: ich glaube man muss mit der Zeitlinie hier sehr großzügig sein – und besonders mit den okkulten Texten, die zitiert werden. Diese beschreiben nicht zwingend etwas was war oder sein wird sondern vielleicht auch was, was „immer“ schon war – und darum auch die ähnlichen Beschreibungen in den Kulturen

        Uff 😉

        LG, Martin

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  2. Klasse! Das schafft viel Klarheit, vielen Dank für die ausführlichen Informationen!

    Gerade auch die Zahlenbedeutungen sind erhellend… Und da sind einige Sachen drin die mir klarmachen, was für ein Potential für Erzählungen wie die „schwarze Sonne“ sich in solchen Texten schlummert.
    Ich glaube, das ist eine der großen Stärken von Günter Merlau – er hat einen Riecher für mythologische Texte und der Möglichkeit, da was zu verknüpfen und für seine Geschichte zu adaptieren.

    Besonders die Symbolik mit den vielen Köpfen („Leben“?) und dem Behemot („Technologie“?) gefällt mir sehr gut.
    Und auch hier wieder den Phasenübergang biblisch zu beschreiben mit „Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen…“ – das ist brillant!
    Aber eine theologische Frage hätte ich noch an den Fachmann: Wieso heißt jemand „Wer ist wie Gott?“, warum wird die Figur des Michael so benannt?

    Schon mal vielen Dank für deinen Beitrag, ich freue mich immer über weitere neuen Blickwinkel! So kommen wir der Sache näher! Ich hoffe, du bleibst weiter dran!

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    1. Hi! Also wegen der Namen noch mein Wissen zu dem Thema:

      Hebräische Namen sind meistens irgendwelche Zusammengesetzten Worte. Wenn man da die wichtigsten Worte kennt, kann man schon viel verstehen. So heißt zb. Bet „Haus“ und Lechem „Haus“ – die damals getreidereiche Stadt Betlehem „Haus des Brotes“. Und bei den Namen ist es ähnlich. „El“ ist dabei ein alter noch vor-jüdischer Begriff für „Herr“ oder „Gott“. Dieser Gott wurde schon vor dem Judentum in Israel verehrt. Und das Wort hat sich erhalten. Also immer wenn „el“ vorkommt, ist „Gott“ gemeint. Die „Engel“ als Boten Gottes (und Wesen die ihm nahe sind) tragen allesamt einen Hinweis auf Gott im Namen – z.B.

      Michael – wer ist wie Gott
      Gabriel – meine Kraft ist Gott
      Raphael – Gott heilt

      Usw.
      Dass Luzifer hier schon kein „el“ mehr im Namen hat zeigt schon rein ethymologisch die Distanz zu Gott an. Auch Jesus (Jeshua) heißt ja mit jüdischem Namen Immanuel – also auch hier ein Hinweis auf Gott – in diesem Fall „Gott ist mit uns“.
      Die Engelsnamen sind erst im Christentum zu Vornamen geworden. Soweit ich weiß hat in biblischer Zeit niemand sein Kind so genannt sondern eher nach körperlichen Eigenschaften oder als Hinweis auf seine Vorfahren oder Wohnort…
      Der Hinweis auf „Michael“ bei „Nathaniel“ (übrigens auch ein „el“ im wort – heißt ja auch „Gott hat gegeben“) bezieht sich glaub ich eher auf seine Rolle in der Geschichte als die Bedeutung selbst. Aber der Engel Michael als oberster Feldherr Gottes und somit Erzfeind Luzifers weist ja darauf hin dass „niemand wie Gott ist“ auch wenn Luzifer gerade das bezweifelt und selbst herrschen will.

      Noch ein Nachtrag zum ersten Kampf von Michael gegen Luzifer… der wurde nämlich nicht aus dem Himmel verstoßen weil er gegen Gott war, sondern weil er gegen den Menschen war. Lt. Apokryphen hat Gott den Menschen als sein Ebenbild erschaffen und dann die Engel aufgefordert auch die Menschen anzubeten und ihnen zu dienen. Damit haben die Menschen die Engel von ihrer Position als „engste Vertraute Gottes“ vertrieben. Das wollt Luzifer nicht einsehen („Warum soll ich jemanden anbeten, der erst nach mir geschaffen wurde?“) und damit begann der Konflikt. Diese Geringschätzung für den Menschen tropft ja auch Jack aus jeder Pore 😊Michael hat seine Rolle als Diener und somit Beschützer der Menschen jedoch angenommen und genau diese Haltung sieht man ja bei Nathaniel sehr deutlich… nicht nur in seiner Beziheung zu Adam sondern überhaupt.

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  3. Schönen guten Morgen!

    Kleine Anmerkung zur Cover der 17, irgendwie kam mir dieser Teufel bekannt vor…

    https://en.wikipedia.org/wiki/Dante%27s_Satan

    Die Google-Bildersuche brachte mich dann hier her:

    https://www.luciferianapotheca.com/products/lucifer-devouring-souls-in-hell-dantes-inferno-24-x-24-altar-cloth-banner

    In diesem Bild ist Lucifer noch mit „Iuda Scarioto“ überschrieben, womit nach einer schnellen Recherche wohl Judas (Iskariot) gemeint ist… Vll kann das jemand mit besseren italienisch Kenntnissen nochmal bestätigen 🙂

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    1. Hi Dennis!

      Das Bild vom Cover ist eine Illustration der „Göttlichen Komödie“ von 1512 – am Originalbild ist mehr drauf als am Cover…

      http://www.alamy.com/stock-photo-lucifer-eating-judas-iscariot-opere-of-dante-printed-by-bernardino-173728573.html

      Die Szene zeigt, wie der Teufel (Luzifero) den Judas frisst. – und rechts sieht man die Szene als Judas Jesus durch einen Kuss verrät. Der Verräter wird also gefressen – also vernichtet.
      Die beiden anderen in seinem Maul sind auch große Verräter: Cassius und Brutus.

      https://books.google.at/books?id=6bnZmLdz4MYC&lpg=PP1&dq=dantes%20g%C3%B6ttliche%20kom%C3%B6die&hl=de&pg=PT41#v=onepage&q&f=false

      Interessant: diese Fress-Szene spielt sich genau im Erdmittelpunkt ab. Dort dreht sich oben und unten. Als die Hauptfiguren im Text am Satan herunter klettern sind ihre Füße plötzlich oben. Aaaaalso wäre das da auch ein leicht hinweis auf die Spiegelung von der im letzten Podcast die Rede war 🙂

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  4. Moin, moin ihr niederen Froschlurche,

    das schönste an einer neuen Folge unserer liebsten Hörspielserie ist die anschließende Analyse durch euch.
    DANKE DAFÜR!!!

    Herrlich ist auch dieser Blog!
    Da steht ja noch mehr, mich verwirrender Inhalt.

    Eure Analyse zu Adam, Nathaniel zu den biblischen Quellen halte ich für brilliant, Muss dies aber ehrlich selbst noch mehrmals hören um es vollends zu verstehen.

    Ich wollte mich an dieser Stelle nur zu meinen Vermutungen bzgl. „Anura“ einbringen:

    Mich irritierte mehrere Fragen:

    Was zum Geier soll die Kröte da auch dem Cover?
    Was genau sollen die erbrochenen Frösche aus der grossen Schlange bedeuten?
    Warum ekelt sich das durchtriebene Luder, Arabella March so sehr vor diesen pussierlichen Tierchen?

    Ich hatte bisher nicht viel Zeit, daher ein paar Ergebnisse meiner Überlegungen:

    Anura = Froschlurch – Was mich aber störte, war die Abbildung eines für mich eher als Unke/ Kröte bekannter Frosch. Mytologische Bedeutungen zu Anura habe ich jetzt keine gefunden allerdings zu Unke ist bzgl. der deutschen Wortherkunft bei Wikipedia zu lesen:

    „Die Etymologie des Namens Unke ist schwierig – das Wort hat verschiedene Wurzeln und mehrmals in der Geschichte hat sich seine Bedeutung verändert. Eine Wurzel ist sicher das nordgermanische unkvi, das wahrscheinlich mit dem lateinischen anguis (= die Schlange) urverwandt ist. “

    und weiter…

    „Interessant ist die Zusammenführung zweier Bedeutungen in einen Wortstamm. In der frühen Mythologie wurde die Kröte oft mit Tod und Reinkarnation in Verbindung gebracht, die Schlange hingegen galt als Sinnbild der Unendlichkeit, aber auch als Symbol des Phallus, also des auf- und absteigenden Heros. In der christlichen Mythologie war die Schlange dann das Sinnbild des Sündenfalls. Seltener wurde die Bezeichnung Unke auch für den Basilisken oder Eidechsen gebraucht. “

    In der Mytologie wird die Unke auch mit Schlange und Drache 83) als Synonym für das Böse im Menschen gebraucht.
    Jedenfalls stand die noch im weiteren Verlauf des Wiki Artikels zu den Unken.

    Nach der schwarzen Sonne, wäre demnach das Bild der Kröte/ Unke im Zusammenhang mit Arabella March reaktion, eher sinnbildlich für das Böse im Bösen? Ist Nathaniel dann das ausgeschiedene Böse, was das die Finsternis nicht gebrauchen kann???

    Rätsel über Rätsel….
    …ich hoffe ihr könnt mit meinen Überlegungen etwas anfangen.

    Nach dem was ich hier im Blog gelesen habe, könnt ihr eh wieder eine neue Folge aufnehmen.

    VIele Grüße
    DIrk
    Stadtkus

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  5. Zwei Einwürfe meinerseits, wobei ich aber eigentlich nur Dinge (an passender Stelle) wiederhole, die wir bereits „herausgerätselt“ haben, die im Podcast zur 16 aber nicht explizit aufgegriffen wurden.

    Die Anuras treten natürlich in der 16 in geballter Form auf, allerdings handelt es sich hierbei um ein bereits oft verwendetes Symbol in der Sonne. Aleister Crowley nagelt in der Sonne (sowie auch in einem historisch belegten Ritual) eine Kröte kopfüber ans Kreuz und auch Richard Salton spielt in seiner Kindheit mit Fröschen. Interessant dabei ist natürlich auch, dass Richard und Aleister ebenfalls Zöglinge von Arabella bzw. Jack sind, während Arabella den Frosch („etwas besseres fangen als Fische“) ebenfalls benutzt um den jungen Tesla zu ködern. Die Anuras haben also bei allen Schülern der „Bösen“ im Rahmen ihrer Initiierung scheinbar Bedeutung.
    Torsten weist wiederholt auf die vielen Spiegelungen hin, die in Folge 16 besonders stark herausgearbeitet werden. In diesem Zusammenhang wollte ich nochmal darauf hinweisen, dass die Spiegelung von „Anura“ selbst, also „Aruna“ ebenfalls eine Bedeutung hat. Aruna ist in der indischen Mythologie der Gott der Morgenröte. Und die Morgenröte hat in der Sonne ja auch bereits Ihren Platz (Hermetic Order of the Golden Dawn oder auch als Titel der Folge 07).
    (Das mit Anura kommt nicht von mir, sondern wurde -wenn ich mich richtig erinnere- von Jonas im Podcast zur 15 in der Vorausschau zur 16 aufgeworfen).

    Jetzt noch ein Versuch aus den beiden Beobachtungen „einen Schuh“ zu machen:

    Die okkulte Gruppe, die versucht, den „Fürst“ in die Welt zu holen (siehe Beschwörungsritual am Ende von Folge 06 / Anfang Folge 07), nennt sich „Hermetic Order of the Golden Dawn“. Für mich wäre damit sehr naheliegend, dass diese Gruppe Anura als Gott der Morgenröte verehrt oder (noch einen Schritt weiter), dass der Fürst, den sie in die Welt holen wollen ihr Gott, also Anura oder eine Verkörperung von ihm ist.

    Von der guten Arabella wissen wir, dass sie zum einen ebenfalls ihrem Fürsten (Ist das der Gleiche, wie der, den der Hermetische Orden heraufbeschwört?) gefallen will und zum anderen, dass sie mit Schlangen sprechen kann und dabei rückwärts (Engelssprache? Henochisch?) spricht. In Arabellas Schlangensprache ist Aruna damit Anura. Wenn sie ihre Zöglinge mit einem Frosch (also einer Anura) ködert, könnte dies schlicht der Hinweis darauf sein, dass sie versucht, sie zu einem der ihren, nämlich einem Anhänger von Aruna zu machen.

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    1. ad Aruna: Das „witzige“ ist ja, dass der Aruna ja in der Mythologie tlw. mit dem Sonnengott selbst – mit Surya gleichgesetzt wird. Somit verehren sie die Sonne – „die schwarze Sonne“? – Was für mich dann nicht ganz passt ist der Inhalt – denn der Sonnengott ist eher positiv konotiert – als Lebensschaffendes Prinzip. Warum dann gerade der hier so viel böses schaffen will check ich noch nicht so ganz. (und mit „böse“ meine ich lebensfeindlches bzw. zerstörendes) Vielleicht hat das ja mit den verschiedenen Zeit-Abfolgen zu tun, wo Shiva dann ja auch mal wieder die erstandene Welt wieder zerstören muss damit der Zyklus von neuem beginnen kann. Keine Ahnung 🙂

      ad Schlangen: Da wird in der Bibel ganz klar schon in der Genesis eine Feindschaft zwischen Schlange und Mensch gesetzt. (Wahrscheinlich aufgrund der doch sehr tötlichen Erlebnisse der Menschen damals mit Schlangen) – daher wäre es wider-göttlich hier eine Freundschaft zu Schlange zu tun, wie Arabella es tut…. rein aus biblischer Sicht.

      ad Frösche: Vielleicht sollte man ja da auch die biologische Seite sehen. Denn Frösche sind Wesen, die gefrieren können und trotzdem wieder leben. Also für frühe Menschen unsterblichkeit in sich haben. Das würde wohl auch für unsere 3 Lemuren passen. Dass sterbliche Menschen das verehren und gleichzeitig fürchten ist klar. Außer dem sind Frösche ja in ihrer körperlichen Entwicklung sehr starker Veränderung unterworfen – etwas was zu der Körperwandlung passen würde. Damit bleibt der „Frosch“ der selbe, die Hülle aber (zb. bei der Kaulquappe) gänzlich anders. Vielleicht haben die Forscher in der Zukunft ja mit der DNA rum gespielt und bei Arabella gabs eine dicke Portion Frosch zusätzlich zum Zeitsprung 🙂

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  6. Um es auf die Spitze zu treiben… Aleister und Nikola foltern / schlagen ihre Anuras.

    Könnte das Misshandeln einer Anura die Verehrung ihrer Umkehrung, also des Gottes Aruna, sein?

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  7. Was Arabella’s Gestalt angeht und die Tatsache das Nathaniel sie in Frankreich nicht erkannt hat, in dieser Folge sagt sie das sie (die „Ewigen“) ihre Gestalt wechseln, aber die Stimme gleich bleibt. An ihrer Stimme erkennt Nathaniel sie dann ja auch letztendlich. Ich denke diese Fähigkeit, zumindest bei Arabella eine weiterentwickelte Form des Seelenwandelns ist, wie wir sie bei Berger erlebt haben. Nathaniel scheint ja immer den selben Körper zu haben und Jack verlor ja irgendwie die Fähigkeit sich „zu erneuern“, ich meine an einer Stelle wurde gesagt das der „Fürst“ dafür verantwortlich ist.

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  8. Bin in meinen aktuellen Studienunterlagen grade auf ein Zitat von Kant gestoßen, das dem besprochenen von Goethe ähnelt und den Konflikt zwischen Nathaniel und den anderen beiden Lemuren gut beschreibt… just enjoy 🙂

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  9. Wow! Wieder ein sensationeller Podcast von euch dreien! An dieser Stelle ein dickes Dankeschön für die Arbeit und Mühe, die ihr euch macht. Wenn ich dem Podcast lausche, habe ich manchmal das Gefühl, mitten drin in dieser illustren Runde zu sitzen. Die Begeisterung, die ihr beim Diskutieren entwickelt, überträgt sich mühelos auf den Zuhörer. Weiter so!!
    Was die Schwarze Sonne und vor allem diese Folge betrifft, so bin ich hin und her gerissen. Ich habe wirklich großen Respekt vor Günter Merlau und dem, was er mit dieser Hörspielreihe auf die Beine stellt. Aber – zumindest für mich – sollte ein Hörspiel am Ende auch immer unterhalten und Spaß machen. Vielleicht gehöre ich zu einer Minderheit, aber leider empfinde ich Die schwarze Sonne als immer zäher, und sie verheddert sich immer mehr in zu komplexen Erzählsträngen. Das hat z.B. Lost recht gut gelöst, da es neben einer komplexen übergeordneten Handlung eher gradlinige Storylines innerhalb der Episoden gibt. Auch in den ersten Folgen der Sonne hat das m.E. noch ganz gut funktioniert. Ohne eurem Podcast wäre ich ehrlicherweise schon längst nicht mehr dabei. Aber: da es (zum Glück!!) auch zukünftig mit der Sonne weitergeht, scheint die Serie kommerziell zu funktionieren. Das freut mich persönlich sehr, aber auch für Günter Merlau, der sicherlich unendlich viel Herzblut in die Serie fließen lässt. Trotzdem bleibe ich dabei: ein bisschen mehr „Flow“, ein bisschen mehr Geradlinigkeit an der ein oder anderen Stelle, ein bisschen mehr „Entertainment“ würden sicherlich nicht schaden. Aber ok, eigentlich geht es ja in diesem Thread hier um etwas anderes 🙂

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    1. Hi Oliver, danke für das Lob!
      Was du schilderst, verstehe ich gut, das mit den etwas zerfaserten Erzählstängen – besonders bei der 16 – ist mir auch aufgefallen. Da gibt es zu jedem Handlungsstrang ja nur eine (oft abgefahrene) Einzelszene ohne Bogen in der Folge selbst. Schwierig!
      Ich gehe allerdings davon aus, dass man die 14-17 als eine Einheit begreifen muss, dann wirkt es vielleicht nicht mehr so extrem zerissen. Wenn die 17 dann endlich da ist, werde ich mir diese vier Folgen mal in einem Rutsch anhören, ich wette, das ergibt dann ein recht rundes Ding.
      Wenn ich mich recht erinnere, hat Günter Merlau auch damals, als wir bei ihm in Hamburg waren, gesagt, dass er die vier Folgen sogar gerne zusammenhängend auf einmal veröffentlicht hätte.
      Aber so wie es jetzt ist – in Häppchen als Serienform – ist es mir dann doch lieber, auch für den Podcast ist es besser. Sonst könnten wir ja weniger spekulieren und würden uns an einem so großen Brocken vielleicht ganz schön verschlucken…

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  10. Jungs, ihr seid der Wahnsinn! Ohne euch hätte ich bis heute so viele Dinge nicht erklären können. Ist die 16. Folge jetzt tatsächlich auch die letzte? Übrigens, die Zeichnungen des sog. Voynich-Manuskript zeigen meiner Meinung nach die Geräte und wie sie angeschlossen werden (beispielsweise in Nedr Gwind). Grüße gehen raus an euch 3!

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    1. Bist du sicher, dass du nicht meinst: „Jungs, ihr seid wahnsinn[ig]“?… Danke 😉
      Gute Idee mit dem Voynich-Manuskript, eine Verbindungsanleitung auf henochisch… da man von diesem Dokumenten nix mehr gehört hat, ist es ein weiterer Puzzlestein, mit dem man schön spekulieren kann.

      Und keine Sorge: die kommende Folge ist nicht die letzte, nur ein Abschluss des Vierteiler-Handlungsbogens. Die zweite Staffel ist bis Folge 26 geplant und bis 23 schon aufgenommen, da kommt noch einiges auf uns zu. Wir warten gespannt auf die 17… ok, gut Ding will Weile haben… aber mir fehlt der Podcast gerade, das ist die längste Wartezeit seit den sieben Jahren Unterbrechtung damals. Go, Günter, uns geht das Vril aus!

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  11. An das Voynich-Manusskript musst ist auch ab und zu denken, ebenso an Codex Seraphinianus, grade bei Folge 16. Wir wollen doch nicht hoffen das die 16 das Ende ist.
    Zu der 17 gibt es immerhin schon ein Cover.

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    1. Da LAUSCH auf der Facebookseite fröhlich Aufnahmen von den Sprechern der Folgen 18-23 bei den Aufnahmen postet und die 17 ja auch schon lange im Kasten ist (wir waren dabei!) würde ich sagen: Es gibt gar keinen Grund zur Sorge!

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  12. Lieber Torsten, lieber Samu, lieber Jonas,
    ich bin quasi ein Sonne-Fan der ersten Stunde, habe die Folgen zig-mal rauf- und runtergehört und will euch auf diesem Weg von Herzen danken für eure sehr unterhaltsamen, begeisterungsversprühenden und erhellenden Podcasts! Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass es auch noch andere Menschen gibt, die sich beim Hören der Serie wirre Zeitstrahlen aufzeichnen, historische Gegebenheiten recherchieren, zitierte Textstellen suchen und oft trotzdem auch nicht weiterkommen. Lasst euch also hiermit für eure großartige Arbeit danken. Ich habe es ungemein genossen, gemeinsam mit euch durch unterirdische Tunnel zu irren, mir weißes Plasma von der Stirn zu wischen, in Hochgebirgs-Gluten einzutauchen, über geblähte Nazis nachzudenken oder mich durch die Harnröhre Satans zu zwängen. Bitte macht auf jeden Fall weiter damit!

    Aber nun zur Folge: So sehr ich die „alte“ Sonne (1-10, ganz besonders 1-6) verehre und sie mir immer wieder anhören könnte, so merke ich einen gewissen Unmut über die letzten Folgen, insbesondere ab der Vierzehn. Wurden zuvor Handlungsstränge aus Fiktion, Wissenschaft und historischen Begebenheiten noch auf genialste Weise miteinander verwoben, so erscheinen mir die einzelnen Stränge der letzten drei Folgen einfach zu fragmentiert und insulär. Da steht eine futuristische AWARE-Handlung neben zu inflationär eingesetzten und kontextlosen Lovecraft-Briefen, einer absolut spannenden und bisher viel zu knapp gehaltenen Jack-/Nathaniel-/Arabella-Vorgeschichte, einer immer abstrakter und „goriger“ werdenden Phasenreise von Adam und Zitate dreschenden Nathaniel-Auftritten.
    Dazu kommt, dass ich mit den AWARE-Episoden und Sarah als neuer Protagonistin bisher nicht viel anfangen kann. Obwohl hier sehr viel Erzählzeit investiert wurde – man denke z.B. an den Monolog über die einzelnen Nahtod-Phasen in der 14 -, fehlen mir hier die Mystik, die narrative Virtuosität und melancholische Tiefe der ersten Sonne-Folgen, für die ich die Sonne so liebe. Dieser Mix aus SciFi-Thriller, trotzig-pubertärer Außreißer-Story und diesem unsäglichen Jugend-Slang lässt mich hoffen, dass diese geniale Hörspielserie nicht zu einem banalen 0815-„Schlagfertiges Cybergirl muss in die Zukunft reisen, um die Welt zu retten“-Aufguss verkommt. Wie ihr es auch im Podcast immer wieder zeigt, gibt es da noch genügend weiße Flecken bei früheren Charakteren, die aufzudecken weit reizvoller erscheint. Was macht Adam zwischen seinem Showdown mit Jack und seinem Auftritt als alter Knacker in der Wewelsburg? Sind die Lemuren in Wirklichkeit von der „Parabiose-Scheiße“ in einen unsterblichen Kreislauf geschleuderte Wissenschaftler? Warum ist Nathaniel dann gleichzeitig der Erzengel Michael? Wie lassen sich die Widersprüche rund um Adams dunklen Bruder auflösen? Wer ist der „Fürst“? Und was zum Teufel ist nun wirklich DER Artefakt: der Speer, Adam, die Zeit?! Dies alles sind Fragen, die mich weit mehr beschäftigen als Sarahs Kindheit oder Lovecrafts Gejammer über hohe Heizkosten.

    Das Reinhören in die 17. Folge stimmt allerdings sehr zuversichtlich, dass wir bald mehr über Jacks Ursprung erfahren und vor allem auch Adam wieder mehr ins erzählerische Zentrum rückt. Daher freue ich mich natürlich schon sehr auf das Erscheinen derselben und vor allem auch auf euren nächsten Podcast dazu 😉

    Bis dahin möge euch der Artefakt den Weg weisen und ihr niemals auf den Befreier geschnallt werden.

    Liebe Grüße
    Micelino

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