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Atahualpa: „I walk the line“

Ein Review nach dem Erstkontakt mit „Die schwarze Sonne 21: Atahualpa“

(Hinweis: Die Rezension ist weitgehend spoilerfrei und auf Handlung bezogen immer unkonkret, inhaltlich geht es nicht über die Aussagen des Klappentextes hinaus.)

„Du hast alles und nichts gesagt, und das zugleich und unendlich über alle Zeiten verteilt. Was hast du gesagt?“

Den Satz sagt zwar eine der Figuren der neuen Folge von „Die schwarze Sonne“, er spricht mir selbst aber  nach dem Hören dieser Folge aus der Seele – als sei der Satz ein Metakommentar über die Serie selbst. Alles ist zwar voller Aussagen –  jedoch sind Unklarheiten und Aussparungen (wie immer) Stilmittel Nr. 1 dieser Serie. Und das ist gut so. Es wird viel gesagt und doch nichts, aber das reicht längst, um die Fantasie anzuregen und das Gehirn zum Kochen zu bringen. Wie immer frage ich mich nach dem Erstgenuss: Was habe ich da gerade gehört?

Erstmal vorweg: Die neue Folge ist großartig, die bisher beste aus dem aktuellen Sechsteiler. In zwei Handlungssträngen kommt es endlich zu einem Payoff der langen Aufbauphase der letzten Folgen, und das, was da passiert, hat es in sich. Ein Handlungsstrang – der in Ägypten – wird dafür jedoch diesmal (leider) völlig ausgesetzt. Wieder einmal wird einiges auf den Kopf gestellt, erneut gibt es großen Raum für Spekulationen und Theorien, und wieder einmal ist die Inszenierung und Darbietung auf höchstem Niveau. Hut ab für ein brillantes Hörerlebnis.
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