Folge 12: Spoiler-Diskussion

Habt ihr die 12 gehört? Was haltet ihr davon, was geht euch durch den Kopf?

SPOILER WARUNG und Bitte um freie Äußerung in den Kommentaren!

15 Kommentare

  1. Also, ich spuck einfach mal zu jeder Szene meine Gedanken aus:

    Ich finde den Einstiegsdialog einfach Hammer. Einmal, weil es eine wunderschöne Szene zwischen Adam und Nathaniel ist. Und auch vom Inhalt her finde ich sie irgendwie beruhigend. Es geht ja um elementare Fragen des Lebens, ob und wie das Leben einen Sinn hat, wie man mit Verlust und Trauer umgeht. Und das finde ich einfach super, dass man in der Sonne einfach so eine Szene reinhauen kann, ohne dass klar sein muss, wo, wann und wie sie stattfindet, einfach mit einem schönen philosophischen Thema.

    Szene 2! Hier wird der Hörer wieder abgeholt und an die Ereignisse aus Sonne 2 erinnert. Ich habe alle Folgen ja in einem Schwung durchgehört, die Gedankenstütze war also nicht unbedingt notwendig, aber auch nicht übermäßig repetitiv. Gerade die Australien-Szenen mit der ganzen Mythologie haben mir sehr gut gefallen. Ich finde hier die Mischung der spannend – erzählt wird eine Schöpfungsgeschichte der Aborigines, während gleichzeitig William Adam an Maschinen anschließt, um ihn wieder zum Leben zu erwecken. Und dann erwacht William… und steckt selbst in einer Maschine.

    Szene 3 ist ja wieder ein ziemlich krasser Zeitsprung – auch hinsichtlich Folge 10. Da Jules Verne im Jahre 1905 stirbt, ist ja anzunehmen, dass diese Zeitschiene auch 1905 oder später stattfindet. Was ist jetzt also in den Jahren 1901 bis 1905 passiert? Da Adam immer noch um Nathaniel trauert, ist ja davon auszugehen, dass er ihn noch nicht gefunden hat… Hat er denn überhaupt nach ihm gesucht? Das würde mich jetzt mal interessieren, was in diesen übersprungenen Jahren so passiert ist. Nett finde ich ja wieder die Anspielungen auf Sonne 2 hinsichtlich der Handlungsorte/Dialoge mit Statisten. Und endlich geht es wieder um das Manuskript, das in Sonne 2 erstmals (und zum einzigen Mal) erwähnt wurde… das ist wieder so ein superfieser Cliffhanger. Wir wissen, dass da genau drinsteht, was Nathaniel und Jules erlebt haben… aber vorgelesen wird es natürlich nicht. Wäre ja zu schön 😛

    So. Szene 4. Das ist, wie ich finde, die krasseste Szene aus der gesamten Serie. Einmal hinsichtlich der Brutalität… während Arabellas Strip-Tease in der 11 ja hauptsächlich eklig war, ist hier einfach so viel zwischenmensch-lemurische Brutälität drin… war mir persönlich zu viel.
    Aber der eigentliche Hammer ist ja eh der Plottwist. Und was für ein schöner Plottwist das ist! Elf Folgen lang wird über Verwandtschaftsverhältnisse rumgerätselt und dann BAM! Sieht plötzlich alles ganz anders aus. Das ist ja die Stelle, auf die ich mich am meisten im Podcast freue (seit mehr als einem Monat :P). Ich musste natürlich sofort an alle Stellen denken, an denen von einem Mischling die Rede ist, allerdings scheinen die sich wirklich alle auf Nathaniel zu beziehen. Und zwar relativ eindeutig. Es war also wirklich vollkommen unvorhersehbar…

    Szene 5! Wieder eine schöne Referenz zu einer früheren Folge, diesmal Sonne 5. Fand ich sehr gut gemacht. Spannend sind ja die Visionen am Anfang: Derbyshire 1838, Arthur Salton mit seinen Kindern – Uluru 1873, William und Adam – ein junger Mann in Tibet, ich gehe mal stark davon aus, dass es sich um Chime handelt? – Warschau 1939, Johann und Rachel – und zuletzt das Attentat auf Jules Verne 1886. Das wirkt für mich fast so, als ob Berger hier einmal durch seinen Stammbaum durchgeht. Hilft uns leider nicht wirklich weiter – wenn da noch jemand zwischen Chime und Johann ist, dann wurde er vermutlich aus dramaturgischen Gründen übersprungen. Interessant finde ich die Vision aus Tibet – denn das ist die einzige Szene, die wir nicht direkt miterlebt haben. Ein Ausblick auf Staffel 2?
    Dem Gespräch der zwei Herren vom Wachpersonal ist ja einiges zu entnehmen, sowohl Ort als auch Zeit – es ist das Jahr 2018 in der Area 51. Und es gab ein kleines Detail – einer der Männer spricht von einem 58er, bei dem 2010 die Tür aufgesprungen ist. Es gibt neben 21ern also auch noch andere „Kategorien“? Auf deren Fähigkeiten bin ich sehr gespannt, vor allem, da ja auch noch nicht endgültig geklärt ist, was die 21er denn eigentlich genau können. Scheint aber beides etwas mit Plasma zu tun zu haben.
    Tja, und dann das Ende… Der Chefarzt soll der „Báthory“ bescheid sagen? Und die Frau, die zum Schluss „Helmut“ haucht – WAS ZUR HÖLLE HAT DIE DA VERLOREN???

    In Szene 6 gibt es wieder ein paar Lemuren-Hintergrundinfo-Happen. Lemuren können also auf „natürlichem Weg“ keine Kinder mehr zeugen – damit ist wohl die schöne Theorie im Eimer, dass aus der Arthur-Arabella-Badeszene ein Kind hervorging. Das fand ich zwar noch die logischste Erklärung, kann aber anscheinend doch nicht funktionieren. Schade, eigentlich.

    Und zum Schluss Szene Nummer 7! In der endlich wieder unser Wissenschaftler Roy Maartens auftaucht, der sich hier zu einem meiner Lieblingscharakteren entwickelt durch seine unglaublich unterhaltsamen und schlagfertigen Kommentare. Genauso sollten alle Wissenschaftler sein, dann würde die ganze Theorie gleich viel mehr Spaß machen. Diese Szene erweitert den ganzen Berger/Salton/Hiller-Komplex nochmal um eine weitere Dimension. Was aber genau da vorgeht, hab ich bis heute noch nicht ganz verstanden. Bei Schleifenquantengravitation bin ich dann ausgestiegen :/

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  2. Jetzt schreibe ich auch mal meine Eindrücke zur Folge 12. Ich fand sie anfänglich schwer verdaulich, da viele Szenen an vielen Plätzen auftauchen. Beim zweiten Hören war sie dann „bekömmlicher“, was aber nicht für jede Szene gilt würg

    Mal im Ernst: Die William-bekommt-aufs-Maul und anschließende Zeugungsszene war so ziemlich das krasseste, was ich je auf die Ohren bekommen habe. Für mich verstörender als jeder Film, da es in meinem Kopf stattfindet…was vielleicht einiges über meinen Kopf aussagt, aber hey, die Bilder wollt ihr nicht wirklich sehen! Das spricht natürlich für die Macher, eine dermaßen beklemmende Szene hinzubekommen, wirklich großen Ohrenkino!

    Die Australienszene und die Kombination mit Nedrig Wind fand ich unglaublich gut, vor allem löst sich dadurch ja die Frage, woher William in Australien wusste, wie man die blood-milk-o-matic an Adam anschließen muss. Außerdem mag ich diese Kombination aus Handlung und dem Aborigine im Hintergrund, da man sich auf zwei Sprecher im Wechsel konzentrieren muss.

    Die Auflösung über hier Herkunft von Adam…da geht’s mir wie Torsten. Es löst einige Dinge aber es stellt auch einige Fragen. Größte Frage ist natürlich, warum Arabella, Jack und Caswell Adam ans Leder wollen, wenn sie ihn doch erschaffen haben. Für mich ist eine mögliche Lösung, dass Adam im Nachhinein ein (aus Sicht der Ewigen) schiefgegangenes Experiment war, v.a. da Nathaniel ja den guten Teil in ihm herauslöst bzw. stärkt. In der nächsten Stufe versuchen sie dann normale Menschen (Crowley) sich gefügig zu machen?
    Und ja, das mit dem Mischling habe ich auch noch nicht verstanden…eine Lösung wäre, das Nathaniel auch etwas wie Adam ist, vielleicht ein früherer Versuch und wurde in einer ähnlichen Prozedur gezeugt? Oder eben doch aus dem Arthur-Bad (so ganz will ich meine Theorie noch nicht aufgeben…)
    Klar wird für mich jetzt aber, warum die Saltons/Bergers so gut als Energiequellen funktionieren und weißes Plasma schwitzen und auch, warum Adam Zukunfts- und Vergangenheitsvisionen hat.

    Und am Schluss taucht endlich Roy, die gute alte Socke, wieder auf! Da hab ich mich richtig gefreut und jedes Wort genossen. Die Zahlen (21er und 58er) sind für mich (Manifestations-)Jahreszahlen und ich glaube immer mehr, dass die Bergers/Hillers einzelne stabile Manifestationen eines höherdimensionalen Salton-Wahrscheinlichkeitsschaumes sind, die durch die Maartens-Maschinen in eine konkrete Form gezwängt werden. Sozusagen verschieden Schrödinger-Katzen zum anfassen. Aber da muss ich noch mal ein paar Tage drüber nachdenken…

    Aber in Summe ein großer Genuss, eine großartige Folge!

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    1. Mich hat am Anfang auch gestört, dass das Verhalten von Caswell & Co. gegenüber Adam während der gesamten Serie eigentlich nicht dazu passt, dass er „ihre Brut“ sein soll. Mir kam direkt Folge 01 in den Sinn, als Edgar Caswell Adam nicht gerade „väterlich“ empfängt, sondern ihn offenkundig hasst und verhöhnt. Andererseits ist Caswell auch nach der „Zeugung“ in Nedr Gwind dem Säugling nicht gerade zugetan. Anscheinend entwickeln die Ewigen für das was sie da erschaffen keine Gefühle. Es ist für sie nur „Nutzvieh“ und Mittel zum Zweck, um die körperliche Welt verlassen zu können.

      Am Anfang hat es mir nicht gefallen, dass Adam kein reiner Salton sein soll, sondern auch ein Geschöpf aus Arabella und Caswell. Bei näherer Betrachtung macht das aber den Konflikt zwischen Gut und Böse, den er in sich trägt, noch schlüssiger.

      Das große Fragezeichen bleibt natürlich, weshalb Nathaniel in der gesamten Serie als „Mischling“ bezeichnet wird, während wir jetzt wissen, dass die Bezeichnung auf Adam wesentlich besser passt. Die logische Erklärung wäre natürlich, dass Nathaniel aus einem ähnlichen Ritual hervorgegangen ist.

      Wenn wir unterstellen, dass Nathaniel und Adam beide Mischlinge sind, welche die Ewigen benötigen, um die körperliche Welt zu verlassen, könnte man noch weitere Verbindungen / Rückschlüsse ziehen. In der Serie kommt ja ein Ritual vor, dass die Ewigen an Adam vollziehen, nämlich das Aufspiessen mit der Lanze des Longinus in der Wewelsburg. War das der finale Akt mit dem die Ewigen hoffen zur Erlösung zu kommen? Erklärt uns das vielleicht, was die Ewigen mit dem halbtoten Nathaniel vorhatten? Wollten sie ihn nach Ägypten verschleppen, damit Alister Crowley die Lanze in Nathaniel rammen kann?

      Was die Arthur-Wanne-Szene angeht, denke ich schon, dass sie auch noch eine andere Bedeutung haben kann / wird. Es werden diverse Rituale durchgeführt. Es gibt schliesslich auch noch das London-Ritual bei dem etwas erweckt / in die Welt geholt wurde.

      Mit dem Maartens-Auftritt am Ende hat Merlau uns ganz schön Hausaufgaben aufgetischt… Im Prinzip muss man jetzt eigentlich jede Arthur Salton / Helmut Berger / Heinrich Hiller-Szene darauf hinterfragen, ob sie in unserem „Haupterzähluniversum“ spielt oder zur Versuchsreihe gehört, die zwischen 2010 und 2018 durchgeführt wird. Oder verstehe ich das falsch?

      Sehr beruhigend fand ich übrigens, dass Rachel, Chime, … erwähnt werden. Während andere Rückblicke der Erzählung in Folge 12 dienlich sind, hätte es diese Szenen nicht zwangsläufig gebraucht. Für mich sind das Fingerzeige von Merlau, dass diese Handlungsstränge zwar nicht ins Finale der Staffel 1 einfliessen können, weil der Fokus woanders liegt, dass diese Geschichten allerdings nicht aufgegeben wurden und uns in Staffel 2 erzählt werden.

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    2. Adam Zeugung wirft sehr viele Fragen auf. Zuallererst – warum brauchen die Lemuren Nachwuchs? Zum Arterhalt ja wohl nicht, da sie ja nicht zu altern scheinen und selbst nach den scheußlichsten Toden wieder auferstehen. Arabella spricht davon, dass ihnen schon unzählige Frischlinge eingegangen sind, Adam war also nicht der erste Versuch. Das finde ich ganz spannend, dass die Lemuren die Salton-Linie, und damit anscheinend auch ihre ganzen Probleme, ja im Grunde selbst erschaffen haben. Diese fängt zwar schon mit Arthur Salton an, aber den gibt es ja eigentlich nur in der Form, weil Berger ein Nachfahre Adams ist…

      Aber ich schweife ab.

      Caswall findet sowohl William, als auch Adam (als auch die gesamte Menschheit) ziemlich abstoßend und minderwertig. Es scheint also Arabellas Masterplan zu sein. Sie steht aber auch mit „Dunkler Fürst“ Göring in Kontakt. Adams Erschaffung könnte theoretisch also wirklich dem Zweck dienen, dass er im Keller der Wewelsburg aufgespießt mit der Longinus-Lanze endet.
      Dann ist aber wieder interessant, dass die Lemuren William mit dem Kind einfach so laufen lassen. Dafür, dass Adam, zumindest zu dem Zeitpunkt, das einzige Experiment ist, dass geklappt hat, gehen sie ja ganz schön leichtfertig mit ihm um. Schließlich enden William und Adam in Australien, wo sie, zumindest nach unserem bisherigen Wissen, außerhalb des Einflussbereichs der Lemuren sind. Theoretisch hätte ihnen Adam locker wegsterben können. Ist er ja auch fast, als er von dem Taipan gebissen wurde. Dies könnte eigentlich nur mit dem zeitlichen „Weitblick“ der Lemuren erklärt werden – sie können so weit in die Zukunft sehen, um zu wissen, dass Adam zurückkehren wird.

      Und den psychologischen Aspekt fand ich auch interessant – William ist bei der Tötung seiner Schwester zugegen (und irgendwie auch beteiligt), deren Sinn und Zweck die Erschaffung eines Babys ist. Dieses Baby wird ihm dann anvertraut. Wir wissen, dass sich William darum kümmert, weil es das Kind seiner Schwester ist, das letzte, was er von ihr hat. Ich finde es interessant, dass die Lemuren William so viel Empathie zutrauen, dieses Kind wie seinen eigenen Sohn zu behandeln, obwohl es ja auch halb Monster ist, und er es auch theoretisch einfach in den nächsten Brunnen werfen könnte. Und das von den Lemuren, die die Menschen als minderwertiges Zuchtvieh bezeichnen, ein Begriff, der eigentlich nicht mit (emotionaler) Intelligenz verbunden wird.

      Ich fand die Theorie, dass aus dem Blutigen Bad ein Kind entsteht, eigentlich auch ganz schön…

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      1. Wozu brauchen die Lemuren Nachwuchs? Interessante Frage… Ich glaube, da kann man wieder viel finden (zumindest um sich etwas zusammen zu spinnen), wenn man auf andere uns bekannte Mythen schaut.

        Die Sonne ist ja so angelegt, dass wir in ihr die „absolute, reine Wahrheit“ erfahren und dass das, was wir aus verschiedenen Religionen, Mythologien, etc. kennen, Varianten dieser Wahrheit sind bzw. Erklärungsmodelle, welche die Menschen für diese Wahrheit geschaffen haben. Nicht falsch verstehen… Mir ist bewusst, dass die „Schwarze Sonne“ ein fiktives Werk ist… Ich meine nur, dass diesem Werk die obengenannte Konstruktion zu Grunde liegt…

        Den „Ewigen“ hatten wir bereits den bekannten Mythos um die „Gefallenen Engel“ zugeordnet, der sich ebenfalls in diversen Religionen, Mythologien und literarischen Werken findet. Der Zusammenhang wird durch die „Schwarze Sonne“ selbst hergestellt (Folge 8: „Das verlorene Paradies“).

        Interessanterweise gibt es auch in den uns bekannten Mythen und Erzählungen die Variante, dass gefallene Engel Nachkommen mit Menschen zeugen. Ich weiß nicht, ob das in allen Ausprägungen der Fall ist, aber im biblischen / alttestamentarischen Kontext entstehen aus der Vereinigung von gefallenen Engeln mit Menschen sogenannte Nephilim oder auch Riesen der Vorzeit (siehe 1. Buch Moses 6, 4: „Die Riesen waren auf Erden in jenen Tagen, und zwar daraufhin, dass die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen kamen und diese ihnen gebaren. Das sind die Helden, die von alters her berühmt gewesen sind.“ oder -in einer noch passenderen Übersetzung- „Zu jener Zeit waren die Gefallenen (aus dem Himmel) auf Erden, denn da die Söhne Gottes (Engel) die Töchter des Menschen beschliefen, und ihnen Kinder zeugten, wurden daraus Gewaltige.“).

        Motivation für die gefallenen Engel, Nephilim zu zeugen, soll es gewesen sein, die Menschheit zu beschmutzen / die Menschheit böse zu machen.

        Als unmittelbare Reaktion auf die Zeugung der Nephilim erkennt Gott die Bosheit der Menschen, bereut seine Schöpfung und sendet die Sintflut in der alle Menschen, Tiere (und auch alle Nephilim) getötet werden, außer der rechtschaffene Noah und die Tiere, die er auf die Arche nahm.

        Angeblich hat Gott anschließend verhindert, dass es zu weiteren Paarungen der gefallenen Engel mit Menschen kam. Das würde mal wieder verdammt gut zur „Sonne“ passen, da Arabella ja auch sagt, dass sie bedauert, dass auf „normalem Wege“ keine Fortpflanzung mehr möglich ist und man deshalb die Zeugung über die Apparatur durchführt.

        Ich habe mich da noch nicht allzu sehr reingekniet, aber da kann man schon wieder sehr viel finden, um Theorien zu spinnen (siehe zu Nephilim: https://www.gotquestions.org/Deutsch/Nephilim.html). Wäre interessant ein bisschen weiterzuforschen, ob es beim „Gefallener-Engel-Mythos“ in anderen Religionen und Kulturkreisen auch Fundstellen zu Paarungen mit Menschen gibt und was dabei passiert bzw. was damit bezweckt werden soll.

        Aus dem biblischen Kontext, könnte man das Ganze zu folgender „Sonne-Theorie“ verwursten:
        Die Ewigen wollen die Menschheit verderben und paaren sich deshalb mit ihnen (siehe auch Jack „Gutes je zu tun wird niemals unser Auftrag sein…“). Irgendwann schritt „Gott“ ein und unterband diese Möglichkeit (in der Bibel: Sintflut). Die Ewigen finden aber irgendwann andere Möglichkeiten (Rad / Apparatur) diese Paarungen weiterhin durchzuführen. Ziel der Ewigen könnte beispielsweise sein, die Menschen so böse zu machen, dass sie sich selbst bzw. den Planeten zerstören. Damit würde dann auch die körperliche Welt zerstört werden, in der die Ewigen gefangen sind und sie könnten zu ihrem Fürsten in die nichtkörperliche Welt zurück. Dabei unterschätzen die Ewigen den freien Willen der Menschen bzw. der „Mischlinge“. Diese (Adam evtl. auch Nathaniel) tragen mit sich einen inneren Kampf zwischen Gut und Böse aus, in dem letztlich das Gute obsiegt, so dass der Plan der Ewigen nicht aufgeht.

        Ok, ok, das wurde jetzt zum Schluss natürlich sehr wild und spekulativ, aber dazu ist dieses Forum ja da 😉 So oder ähnlich könnte ich mir jedenfalls vorstellen, dass für die“ Sonne“ eine runde Handlung daraus wird.

        Darüber, dass Arabella und Caswell so die Kontrolle abgeben und Adam mit William nach Australien ziehen lassen, habe ich mich auch gewundert. Nach allem was wir wissen, kommt es danach 20 Jahre lang zu keinem Kontakt zwischen Adam und den Ewigen. Wobei da natürlich auch noch einiges an unerzählter Geschichte offenliegt. Aus diesem Lebensabschnitt von Adam kennen wir bislang lediglich seine „Traumzeit-Erlebnisse“ und die Rettung durch William…

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    3. Ich bin gestern zufällig (in einem anderen Hörspiel) über etwas gestolpert, das eine neue Deutung auf die „21er“ zulassen könnte. Dort ging es um einen Strafprozess und es war die Rede davon, dass er „Glück hatte als 21er“ eingestuft zu werden…

      Jetzt passt auf: nach § 21 StGB ist vermindert schuldfähig, wer aufgrund eines in § 20 StGB genannten Grundes nicht in der Lage ist, das Unrecht der Tat voll einzusehen. Diese in § 20 StGB genannten Gründe sind wiederum eine krankhafte seelische Störung, eine tiefgreifenden Bewußtseinsstörung, Schwachsinn oder eine andere seelische Abartigkeit…

      In der Folge ist auch die Rede von „58ern“. § 58 StGB bezieht sich auf Strafvollzug (Gesamtstrafe und Strafaussetzung). Passt nicht ganz so gut, wie „21er“, könnte aber als Bezeichnung einer bestimmten Kategorie in einer geschlossenen Anstalt ebenfalls denkbar sein.

      These: Mit „21er“ wird in Anlehnung an § 21 StGB lediglich auf eine psychische Störung bei Berger / Hiller angespielt.

      Contra:
      – Bei der ersten Nennung (eine der ersten Folgen, Bergers Einsatz am Kailash), wird der Begriff „21er“ eher voller Bewunderung verwendet, so als wären es eher Menschen mit besonderer Begabung, als Menschen mit psychischen Erkrankungen.

      Pro:
      – Der Begriff „21er“ wird meiner Erinnerung nach nur verwendet, wenn Charaktere agieren, die wir als deutsch einstufen (Helmut Berger / Heinrich Hiller). Insofern wäre eine Bezugnahme auf einen deutschen Gesetzestext denkbar.
      – Der Begriff wird für Insassen einer geschlossenen Anstalt verwendet. Wer nach § 21 StGB bewertet wird, wandert nicht in den normalen Strafvollzug, sondern in eine psychiatrische Einrichtung…

      Was meint Ihr? Heißer Scheiß oder einfach nur Scheiß? 😉

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  3. Ist jemandem aufgefallen, dass das die Szene, in der Berger aufwacht, mit der gespiegelt ist, in der Arthur Salton von den Toten aufersteht? Ist teilweise wortwörtlich übernommen worden

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    1. Ja, absolut! Es sind die gleichen Namen wie damals die Totengräber in Derbyshire (Louis!), die Dialoge sind fast gleich, sogar das Getränk kommt vor. Es ist sozusagen „Grüner Tee“ 2.0…

      Aber ich hebe mir die Deutung für den Podcast auf und halte mich (schweren Herzens) zurück, auch wenn ich riesen Redebedarf habe. Ihr könnt aber natürlich volle Kanne loslegen!
      Ideen, Spekulationen oder Fragen aus dem Geschriebenen hier nehmen wir auch gern in den Podcast mit, also haut rein!

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      1. Diese „Spiegelungen“ kommen mehrfach vor. Das „Freimaurer-Ritual“ aus Folge 2 / Track 1 wird mit wenigen Modifikationen wortgleich nachgesprochen. Den Vorsitz hat nun aber nicht mehr Nathaniel, sondern Adam 😉

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  4. Nochmal ein paar lose Gedanke:
    Wir wissen, das die Jenseits-Maschinen der Nazis Menschen ‚Auf die andere Seite‘ gebracht haben, was aber für die Reisenden eher unbekömmlich war. So was ähnliches passiert ja auch mit Berger, der aber als Nachfahre von Adam nicht so einfach drauf geht. Das Jenseits ist ja die Welt der Toten und…Berger wacht von den Toten als Arthur auf. Aufgrund der Raum/Zeitkrümmung an einem anderen Ort, der aber auch ein Energieknotenpunkt ist und in einer anderen Zeit. Nachdem er dort wieder stirbt, kehrt er wieder ins Diesseits zurück, hat aber auch zumindest einen leichten Dachschaden bekommen, er ist halt auch zum Teil Mensch.

    58er ist für mich Johann Berger aus dem Alan Memorial, oder? Der wird vermutlich auch auf eine Reise geschickt.

    21 und 58…Klingt nebenbei auch noch nach Fibonacci, hehe.

    Ach herrlich, die Sonne macht wieder, was sie so gut kann…Sie regt zum Nachdenken an!

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    1. Hi Jens,

      von Deiner „Jahreszahlen-Theorie“ bin ich noch nicht ganz überzeugt… Das mit den Fibonacci-Zahlen würde mir aber gut gefallen. Wie kriegen wir da aber die 58 rein? Die nächsten Zahlen aus der Fibonacci-Folge nach 21 wären doch 34 und 55, oder?

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