Folgenübersicht 17 – Hölle auf Erden

2033, Labor von Professor Jonathan Salacar

CD/Track:  CD 17 / Track  1-5 Jahr/Ort:  2033, Labor
 Inhalt: 

Jack kommt bei Jonathan Salacar (Nathaniel) an, mit schöner blauen Kravatte (auf Befehl vom „Kommandeur“) – oberflächlich herrscht freundliche Atmosphäre. Elizabeth soll von „Parabios“ nachkommen. Jonathan macht gute Miene zum bösen Spiel: Jack ist sehr aufgebracht wegen den Fotos von ihm und Adam aus ihrer Jugend  – die Jonathan selbst dem Geheimdienst hat zukommen lassen. Elizabeth (Arabella) kommt hinzu, Jonathan flirtet und fragt dann, wie es Helmut gehe. Dieser sei „als Stabilisator immer im Einsatz“ – „für die gute Sache“, wie Jonathan dann betont.

Elizabeth bietet Jack an, ihn kurz „anzuschließen“, danach fühle er sich „wie neugeboren“. Jack lehnt ab, obwohl sie in den letzten Jahren „enorme Fortschritte“ gemacht hätten und „keine Mäuse mehr aneinandernähen“.
Nun besprechen die drei die Situation, welche ein Problem für alle drei darstellt: Adams Rückkehr. Jonathan redet dann auf Jack ein, um ihn zu überzeugen, damit ihr „Projekt“ beendet durch einen „ganzen Sprung“ die Probleme gelöst werden könnten. Trotz Ärger scheinen Jack und Elizabeth Jonathan zu vertrauen, der als Lösung vorschlägt, alle Anstrengungen auf ein Ziel zu konzentrieren: „Wir werden einen Sprung wagen und diesmal einen ganzen. Dann werden wir Adam zur Vernunft bringen und unsere kleinen Fehler in der Zeit korrigieren. Die Splitter seiner Vorgänger einsammeln und das ganze Schiff wieder auf Kurs bringen.“

Beobachtungen und Fragen: 

Ist das „grüne Zeug“ als Getränk ein Running Gag? Oder ein Hinweis? Grüner Tee wird oft angeboten…

Was ist „Parabios“, was hat es damit auf sich?

Sind die Bilder von Jack und Adam (Symposien, Fußball) eine Fälschung? Jack kann sie sich nicht erklären – Jonathan hat sie den Agenten geschickt. Warum macht er das?

Helmut ist „Stabilisator für die gute Sache“, ständig im Einsatz. Hängt der seit 2017 da drin? Spielen die Szenen mit Maartens aus Folge 12 in dieser Zeit? Was stabilisiert der?

Parabioseangebot an Jack: macht ihm Angst, lehnt er ab?

Was ist „unser aller Problem“, das Adam verursacht?

Jonathan und Elisabeth manipulieren gemeinsam Jack („Intrigenspiel bei Hofe?).

Jonathan will in einem „ganzen“ Sprung die „Splitter“ von Adams „Vorgängern“ einsammeln; Was sind diese Splitter? Arthur, William, Helmut? Oder die Caswell-Seite der Familie? Oder andere „21er“ ? Oder Brankya, Adam, Mada…? Sind Verwandte und Kinder auch Splitter? Gibt es dann auch Splitter von Jack, Elisabeth und Nathaniel?

 

1893  – Chicago in Holmes‘ Hotel „The Castle“

CD/Track:  CD 17 / Track  6-14 Jahr/Ort:  1893 – Chicago – „The Castle“
 Inhalt:  Adam und Winfield schleppen sich durch den Folterkeller von Holmes‘Hotel. Adams Schilderungen werden von einer Stimme unterbrochen:  „Durch mich geht man hinein zur Stadt der Trauer. Durch mich geht man hinein zum ewigen Schmerze.“

Was die beiden Traumatisierten sehen, brennt sich auf ewig in ihr Gedächtnis ein und schwärzt für immer jede Erfahrung und jedes Gefühl. Sie können es nie vergessen. Die Realität von Adam und Winfried wird verschoben. Winfried wird wahnsinnig, „wie ein dunkler Stern stürzte er in sich zusammen“. Adam nimmt vorweg, dass er ihn Jahre später kurz vor seinem Tod noch einmal sehen wird, abgemagert und sein Gesicht vom Schrecken verzerrt.
Holmes taucht auf. Adam spürt seine Anwesenheit, das „Gravitationsfeld des Bösen“ in seiner Voraussicht (mal wieder), er entgeht einem tödlichen Hieb durch einen Sprung zur Seite. Holmes versucht, Adam mit Axt zu töten. Adam kann zunächst ausweichen, wird dann aber mit der Axt in den Arm getroffen. Sein Knochen bricht.

Plötzlich erstarrt er. Elektrisches Zischen ist zu hören. Winfield durchbohrt Holmes mit einem Speer.
Jetzt scheinen Holmes und Winfield auf abscheuliche Weise verbunden. Sie beide sprechen wie aus einem Mund – es ist ein Text der Versuchung. Die Szene endet mit Adams Ohnmacht.

Beobachtungen und Fragen: 

„Durch mich geht man hinein zur Stadt der Trauer zum ewigen Schmerze“. „Durch mich geht man zu dem verlorenen Volke“ Das sind Zitate aus Der Göttliche Komödie von Dante Aligheri, die Holmes rezitiert. Diese Worte stehen auf der Pforte zur Hölle.

Durch mich geht man hinein zur Stadt der Trauer,
Durch mich geht man hinein zum ewigen Schmerze,
Durch mich geht man zu dem verlornen Volke.
Gerechtigkeit trieb meinen hohen Schöpfer,
Geschaffen haben mich die Allmacht Gottes,
Die höchste Weisheit und die erste Liebe
Vor mir ist kein geschaffen Ding gewesen,
Nur ewiges, und ich muss ewig dauern.
Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!

Inschrift auf dem Tor zur Hölle, dritter Gesang, Vers 1-9

„Da ist kein Gott, da wo wir waren“ – der Satz ist bekannt, „da ist kein Gott, da wo ich bin“. Dieser Text kommt aus „Aiwass“ bzw. aus der Crowley Vision.

Auch Adams spricht mit Dante: Er ist am tiefsten Punkt des letzten Kreises der Hölle angekommen.

Offene Fragen:  Was ist das „Traumzimmer?“ Wieso ist Adam genau da gelandet? Was ist passiert? Warum macht Holmes das?  Was ist mit Holmes passiert? Wie entkommt Adam, der schwer verwundet ist und Winfield, völlig zerrüttet?

Winfield ersticht Holmes in letzter Sekunde mit einer Spitze. Es ist ein Speer. Das elektrische Geräusch verrät es vielleicht: Ist es die Lanze des Longinus, der Speer des Schicksals?

Dann spricht Holmes mit verzerrter Stimme, verbunden mit Winfield im Chor „Adam: Alle Macht und Herrlichkeit der irdischen Reiche will ich dir geben. Denn sie sind mir überlassen, und ich gebe sie wem ich will“. Von anderer „Wesenheit“ ergirffen. „Wenn du dich vor mir niederkniest und mich anbetest, wird dir alles gehören“. Das ist biblischer Text aus dem Lukas-Evangelium, die Versuchung Jesu – die Begegnung mit dem Teufel in der Wüste.

 

2033  – Schlafzimmer von Jack L.E. Moore

CD/Track:  CD 17 / Track  15-20 Jahr/Ort:  2033, Jacks Schlafzimmer
 Inhalt:     Die Szene beginnt zunächst mit einer entrückten Traumsequenz von Jacks Partnerin Johanna, in der sie davon spricht, jemanden zu küssen. Sie erwacht aus diesem Traum und bemerkt, dass Jack nebenan tippend am Laptop sitzt. Er formuliert formelle Regeln zur „Aufgeilung“ und zum Verhalten bei sexuellem Umgang mit Untergebenen, er schreibt über Wollust und „geile Wut“, in die man „mit Absicht“ geraten solle, um einen lustvollen Zustand zu erreichen. Es klingt nach einer Hausordnung oder einem Ablaufplan, bei dem er detailliert schildert, mit welcher Ordnung er und seine Freunde von vielen Mädchen und Knaben nackt ein Frühstück serviert bekommen und in jeder Weise „Schamlosigkeiten“ begehen, bei der sie „bei schwerer Strafe“ Unterwürfigkeit zeigen müssen. Untergebene Mädchen, die Gattinnen und die Alten müssen regelmäßig niederknien und gefügig sein, er und die „Freunde“ sollen stets mit „Monseigneur“ angesprochen werden.

Jack schreckt aus seinen Formulierungen auf, als Sandra ihn zur Rede stellt. Er behauptet, zu schreiben, um das Attentat zu verarbeiten. Bei Frage, was bei der Konferenz mit Jonathan und der Blutgräfin vorgefallen sei, weicht er beschwichtigend aus. Dennoch ist er offensichtlich erregt, was zu einer Sexszene der beiden führt. Bei der Erfüllung seiner „ehelichen Pflichten“ verliert Jack die Kontrolle über sich – er wird immer grober und beißt schließlich ein Stück aus Sandras Schambereich. Sie reagiert empört und weißt ihn von sich. Jack schreibt daraufhin weiter an seinem Werk.

Beobachtungen und Fragen: 

 

 

1898  – Butler Hospital

CD/Track:  CD 17 / Track  21-30 Jahr/Ort:  1898, Butlers Hospital
 Inhalt:     Nathaniel und Adam sind zu Besuch Butler; Adam monologisiert kurz über ihren Schock über dessen schlimmen psychischen Zustand und über die historische Entwicklung des Irrenhauses im Zusammenhang mit dem Schicksal von Luisa Low. Nathaniel ‚weckt‘ Adam und stellt sich Dr. Jonathan Arthur Hedley vor als „der Ältere, wenn nicht der Älteste“. Im Gespräch mit dem Doktor zeigt Nathaniel seine Fachkenntnis, schmeichelt sich ein und gibt sich als Familienmitglied von Winfield aus; erwähnt eine Kindheit in Devan. Adam fragt sich, ob diese Informationen der Wirklichkeit entspricht oder nur zur Täuschung dient. Dr. Hedley erzählt über die Geschichte des Irrenasyls (als „Geschichte der Zwangsjacke“) und erwähnt „das schwarze Loch“ als Methode der Psychatrischen Heilung, woraufhin Adam sinniert, er habe „allen Verstand, allen Glauben, alle Kraft einst an ein solches Schwarzes Loch verloren“. Adam misstraut der augenscheinlichen positiven Entwicklung und den fortschrittlichen Methoden der Anstalt (der psychischen, statt der physischen Gewalt), „irgendetwas war nicht, wie es sein sollte“.

Die drei treffen auf einen jungen Mann, der offenbar der Überzeugung ist, wahnsinnig zu sein, ansonsten aber völlig normal scheint (also das behaupten alle, aber eigentlich klingt er überhaupt nicht vernünftig). Diese kurze Begegnung beunruhigt Adam. Sie schreiten weiter durch einen Gang mit geschlossenen Stahltüren, durch welche die Schreie der Verrückten dringen. Nathaniel und der Doktor palavern über die Zusammenhänge psychischer Krankheiten: Die Verstandeskraft sei noch aktiv, nur „das organisierende Band der Harmonie zwischen den verschiedenen Impulsen, durch welche sie zu einem Bewusstsein im Diesseits verknüpft sind“, sei gestört. Adam fragt sich, ob demnach die Verrückten ein Abbild dessen sind, was es heißt, ein Bewusstsein im Jenseits zu haben.

Adam und Nathaniel erreichen die Zelle von Winfield: Auch Sarah und H.P. Lovecraft sind zu Besuch. Sie betreten die Zelle, die bestialisch stinkt. Winfield sieht schlimm, er sieht sterbend aus. Sarah erkennt Nathaniel („Ich hätte nicht gedacht, dich nochmal wieder zu sehen“). Dieser stellt Adam als Freund und Weggefährten – nicht als Neffen, wie dem Doktor – vor. Sarah meint zum Zustand Winfields: „Er wird ihn holen. Endlich wird er ihn holen, der Mannfrosch. […] Die Tentakel des Herrn werden ihn in die Musik der Sphären emporheben.“ Adam versteht nicht. Nathaniel spricht den jungen H.P. als berühmte Persönlichkeit an, der aus den „seinen Träumen die Wahrheiten der Welt schürft wie ein Goldsucher“, und stellt Adam und H.P. einander vor. Winfield richtet sich plötzlich auf und schreit u.a. „C’thullu!“ (und Sarah: „Die Tentakel des Herrn!“). Während der dramatischen Szene hält Adam H.P.‘s zitternde Hand: „Ich glaube, das war der Moment, an dem wir Freunde wurden.“

Beobachtungen und Fragen: 

 

1931-1936  – Lovecraft-Brief

CD/Track:  CD 17 / Track  31-32 Jahr/Ort:  zwischen 1931 und 1936, Brief
Inhalt: 

H.P. Lovecraft schreibt Adam. Er genießt die heißen Temperaturen, er ist trotz Hitze in Hochstimmung. Er entschuldigt sich dafür, dass er John Dee in seinem Werk „im Bezug auf die Übersetzung“ erwähnt habe. Hier bezieht er sich auf die Geschichte „The Call of Ctuhlhu“, in welcher John Dee als Übersetzer des Necronomicons angeführt wird. Er lobt Robert E. Howards Feinfühligkeit, trotz seiner physischen Erscheinung, mit dem er in Briefkontakt steht und von dem er die Idee eines „Buches der unaussprechlichen Kulte“ adaptiert.

Adam wacht darüber, was Lovecraft in seine Geschichten einbaut – so wie Nathaniel bei Jules Verne. Scheinbar baut auch Lovecraft baut verbotene Elemente ein. Lovecraft macht sich darüber lustig, dass Adam glauben könnte, dass er noch einmal literarischen Erfolg haben könne. Lovecraft weiß, dass Adam sich den Gefahren der Existenz stellen muss. Er bewundert dessen Mut und Tapferkeit.
Er bedankt sich dafür, dass Adam ihm einen Weg aus dem Labyrinth des schleichenden Wahnsinns gezeigt hat und hofft (erneut) darauf, ihn bald wiederzusehen.

Beobachtungen und Fragen: 

 

 

1943 – USA

CD/Track:  CD 17 / Track  1-5 Jahr/Ort:  1943, USA
 Inhalt:     Gerichtsverhandlung zum Patentrechtsstreit:

Vom hohen Richter werden Teslas Errungenschaften geschildert, ebenso das Feuer in seinem Labor, durch das seine Veröffentlichung zurückgeworfen wurde. Marconi, ein Konkurrent, ließ sich das Radiogerät als seine Erfindung von einem amerikanischen Patentamt schützen, obwohl er es von Tesla übernommen hat. Marconi erhielt den Nobelpreis. Das Gericht befindet, dass das die Entdeckung eigentlich Tesla zusteht, Marconis Patent gilt als ungültig. Tesla ist zu diesem Zeitpunkt – 1943 – schon verstorben. Teslas Ruf ist jedoch längst ruiniert – Marconi steht längst in Publikationen.

Adam spricht mit dem Anwalt (Mr. Brown), den er angeheuert hat, um Teslas Werk zu würdigen. Zu dieser Anerkennung möchte Adam posthum seinem Freund als letzte Ehre verhelfen. Ebenso kümmert er sich um einen Verlag, der die Texte Lovecrafts weiterhin publizieren soll – der Wert seines Werkes wurde ebenso zu dessen Lebzeiten nicht erkannt. Er möchte einen Wandel im Bewusstsein anregen bei denen, die in geregelten Verhältnissen leben, um die Leistungen von Künstlern und Entdeckern zu würdigen.  Adam bedauert, für seine Freunde zu Lebzeiten nicht genug dagewesen zu sein. Er verabschiedet sich von Mr. Brown mit den Worten, dass auch auf ihn selbst „ein anderer“ aufpasse.

Beobachtungen und Fragen: 

 

 

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