Index zu Folge 17

Begriff Kenntnisse und Referenzen
Dante Alighieri

Dante schaut zum LÄuterungsberg

Dante Alighieri (1265-1321) war ein Dichter und Philosoph italienischer Sprache. Er überwand mit der Göttlichen Komödie das bis dahin dominierende Latein und führte das Italienische zu einer Literatursprache. Dante ist einer der bekanntesten Dichter der italienischen Literatur sowie des europäischen Mittelalters.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dante_Alighieri

 

HöllenpforteTor zur Hölle

 

 

 

 

Bekannt sind die Worte, die in Dantes Werk sowie in verschiedenen Gemälden auf der Pforte zur Hölle stehen:

Durch mich geht man hinein zur Stadt der Trauer,
Durch mich geht man hinein zum ewigen Schmerze,
Durch mich geht man zu dem verlornen Volke.
Gerechtigkeit trieb meinen hohen Schöpfer,
Geschaffen haben mich die Allmacht Gottes,
Die höchste Weisheit und die erste Liebe
Vor mir ist kein geschaffen Ding gewesen,
Nur ewiges, und ich muss ewig dauern.
Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!

Inschrift auf dem Tor zur Hölle, dritter Gesang, Vers 1-9 (Dante: Göttliche Komödie, Inferno)

Die Göttliche Komödie

Dantes Inferno BoticelliLuzifer frisst die Verräterdante-im3

 

 

 

 

Dantes bekanntestes Werk ist die um 1307 bis 1320 verfasste Göttliche Komödie. Das Werk schildert seine Reise durch die Hölle (Inferno), zum Läuterungsberg (Purgatorio), bis hin ins Paradies (Paradiso). Die Hölle und das Paradies sind jeweils in Schichten (in jeweils neun konzentrischen Kreisen) unterteilt. Je näher man den engeren Kreisen kommt, umso sündiger bzw. heiliger sind die gestorbenen Seelen.

Laut dem danteschen Weltbild liegt die Hölle im Inneren der nördlichen Halbkugel. Sie ist der Sitz von Luzifer und besteht aus sich zum Erdmittelpunkt hin verjüngenden Kreisen. Der Trichter entstand durch den Sturz Luzifers und seiner Engel, und die solcherart zurückgedrängte Erde bildet den Läuterungsberg, der als einzige Landmasse aus der sonst von Wasser bedeckten Südhalbkugel herausragt.

Die Jenseitsreise führt zunächst durch die Hölle (Inferno), die als ein gewaltiger unterirdischer Trichter bis zum Mittelpunkt der kugelförmig vorgestellten, nur auf der nördlichen Halbkugel bewohnten Erde reicht und in neun Höllenkreise unterteilt ist, die Strafbezirke derer, die für ihre Sünden zur ewigen Verdammnis verurteilt sind.  Als Nächstes geht es durch den Läuterungsbereich (Purgatorio, im Deutschen ‚Fegefeuer‘), vorgestellt als auf der südlichen Halbkugel am Südpol aus dem Ozean aufragender Berg, auf dem die Seelen derer, die für ihre Sünden noch Vergebung erlangen konnten, auf einem spiralförmigen Weg durch sieben Bußbezirke zum irdischen Paradies, dem Garten Eden auf dem Gipfel des Berges, pilgern.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Göttliche_Komödie

Die Versuchung Jesu

Versuchung

 

 

 

 

 

 

In der Taufe kam der Geist Gottes auf Jesus herab; dieser Geist führt ihn nun zuerst in die Wüste. An die Versuchungsepisode schließt sich dann der erste öffentliche Auftritt Jesu in Galiläa an; die Versuchung selbst ist also der Vorbereitung auf sein Wirken zuzurechnen. Bei Matthäus und Lukas findet sich eine gleichursprüngliche Darstellung, die drei Versuchungen umfasst:

Versuchung des Teufels nach dem Evangelium nach Lukas, Kap. 4:

5 Da führte ihn der Teufel (auf einen Berg) hinauf und zeigte ihm in einem einzigen Augenblick alle Reiche der Erde.

6 Und er sagte zu ihm: All die Macht und Herrlichkeit dieser Reiche will ich dir geben; denn sie sind mir überlassen und ich gebe sie, wem ich will.

7 Wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest, wird dir alles gehören.

http://www.wikiwand.com/de/Versuchung_Jesu

Oscar Wilde – Salome

Den Mund küssen

Kuss der Salome

 

Der Einakter Salome (französisch Salomé) von Oscar Wilde schildert das Ende der Bibelgeschichte von Johannes dem Täufer, welcher Salome, der Tochter von Herodes, einen Kuss verwehrt. Sie bekommt daraufhin dessen Kopf auf einem Silbertablett serviert.

Dieses Bild wurde Motiv zahlreicher Kunstdarstellungen.

Johannes der Täufer, im Original auch „Jochannan“, wird im von Urchristen in griechischer Sprache verfassten Neuen Testament als Prophet der Endzeit und Wegbereiter Jesu Christi mit eigener Anhängerschaft dargestellt.

Originaltext (Wilde):  https://turmsegler.net/20070108/salome-oscar-wilde/

Marquis de Sade

Marquis de Sade

 

 

Donatien-Alphonse-François, Marquis de Sade (1740-1814) war ein französischer Adeliger aus dem Haus Sade. Er wurde bekannt dank einer Reihe pornographischer, kirchenfeindlicher und philosophischer Romane, die er während verschiedener Gefängnisaufenthalte schrieb. Sades Werke beeinflussten eine Reihe von wichtigen Bewegungen in Literatur und bildender Kunst. Von Sades Namen ist der Begriff Sadismus abgeleitet.

Der Begriff Libertin  bedeutet, „zu den Freigelassenen gehörig“ zu sein. Der Libertin der Sitten bezeichnet eine in der Regel männliche Person, die sich nicht an traditionelle moralische und insbesondere sexuelle Normen gebunden fühlt und einen ausschweifenden Lebenswandel führt. Beispiele hierfür sind Marquis de Sade, Aleister Crowley und Giacomo Casanova.

Die 120 Tage von Sodom

120 Tage Sodom

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Episodenroman (geschrieben in Haft in der Bastille) 1785. Die Schrift in Form einer 12 Meter langen Rolle von 11 cm Breite, mit teilweise nur mittels einer Lupe lesbaren winzigen Buchstaben, wurde nach dem Sturm auf die Bastille von Armoux de Saint Maximin gefunden und aufbewahrt. De Sade hielt den Text für verloren.

De Sade schildert ausführlich die später nach dem Autor benannten sadistischen Sexualpraktiken von vier während der Regentschaft Ludwigs XIV.

Die Handlung folgt einem ausgefeilten Konzept, das strikt durchgehalten wird. In ihr ist bis ins Detail festgelegt, wer mit wem zu welchem Zeitpunkt welche Art von Sexualpraktik durchexerziert. Daneben bestehen eine bizarre Hausordnung und eine strenge Hierarchie. Jeden Monat hat ein anderer Libertin das oberste Kommando und die Aufsicht über den regulären Ablauf der Orgien. Die jugendlichen Sexsklaven werden in besonderen Gemächern gefangen gehalten. Die Kapelle dient als Toilette.

 

 

Louisa Lowe und die Irrenasyle im 19. Jh.
Crazy

 

 

 

 

 

 

 

Ein berühmter Skandal war in England der Fall der Louisa Lowe, einer wohlhabenden Frau, die 1842 einen Geistlichen heiratete und diesen 1870 verließ. George Lowe ließ daraufhin seine Frau entführen und in das Irrenasyl Brislington House in Bristol bringen. Gegen den Besitzer des Asyls strengte Frau Lowe ein Verfahren wegen Freiheitsberaubung an. Die obersten Lordrichter befanden aber, es sei rechtens sie einzusperren, da ihr Mann keine bösen Absichten habe. Im Februar 1871 wurde sie gegen ihren Willen nach Lawn House in Hanwell gebracht. Dies war ein Privatasyl des bekannten Psychiaters Henry Maudsley, der bei ihr „Wahnvorstellungen“ feststellte. Sie hatte zwischenzeitlich ein weiteres Verfahren angestrengt, sodass eine Parlamentskommission mit dem Fall befasst war. Diese beschied, eine Freilassung von Mrs. Lowe würde „gegen die Etikette verstoßen“, denn zur gleichen Zeit hatte ihr Mann ein Verfahren angestrengt, um an ihr beträchtliches Privatvermögen zu gelangen. Nach 18 Monaten wurde sie freigelassen. Sie gründete die Lunacy Law Reform Association und beschrieb in einem Buch ihre Erlebnisse.[4]

https://de.wikipedia.org/wiki/Irrenasyl_im_19._Jahrhundert

Robert E. Howard

Conan

Robert E. Howard ist einbekannter amerikanischer Pulp-Autor, der u.a. für seine Geschichten um Conan den Cimmerier bekannt ist. Als Heranwachsender arbeitete er auf den örtlichen Ölfeldern, wo er, diesem Brief nach, erlebte, dass „das Leben eine ziemlich üble Sache sein kann“. In seiner Kindheit soll er ein schüchterner und schmächtiger Junge gewesen sein, der es aber schaffte, mittels Training seinen Körper und sein Selbstwertgefühl zu entwickeln.  Howard beendete sein Leben im Alter von 30 Jahren durch Selbstmord. Als seine kranke Mutter ins Koma fiel und wenig Hoffnung auf Genesung bestand, stieg er in seinen Wagen und erschoss sich in der Einfahrt zu seinem Haus. Howard war ein Brieffreund H. P. Lovecrafts, der auch Einfluss auf Howards Geschichten ausübte. Umgekehrt geht das fiktive Buch Unaussprechliche Kulte, dessen Erfindung häufig Lovecraft zugeschrieben wird, auf Howard zurück.
 
 

 

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