Index zu Folge 18

Index zu Folge 18 – „Reise zum Mittelpunkt der Sonne “

Begriff Kenntnisse und Referenzen
Meister Zacharius

Verne-Zacharius

 

 

 

 

 

 

 

Lange unveröffentlichte Kurzgeschichte von Jules Verne:

Zu einer nicht näher definierten Zeit, vermutlich im 17. oder 18. Jahrhundert, wohnt am Rande des Genfer Sees in der damals noch kleinen Stadt Genf der Uhrmachermeister Zacharius.  Seine Uhren zeichnen sich durch eine hohe Genauigkeit und Präzision aus, die mit künstlerischem Anspruch gepaart ist.  Die Metalle, die Zacharius bearbeitet hat, beginnen durch dessen Genialität zu „pulsieren wie lebendiges Fleisch“. Er behauptet, dass er hinter das Geheimnis des Lebens gekommen sei. Er versteht darunter die geheimnisvolle Verbindung zwischen Seele und Körper. Er vergleicht sich zunehmend mit Gott, dem er sich durch seine Arbeit und seine Schöpfungen zumindest gleichgestellt sieht. Er bildet sich ein, dass seine eigene Existenz an eine bestimmte Uhr gebunden sei, und will sie wiederfinden. Die gesuchte Uhr ist so konstruiert, dass sie in regelmäßigen Abständen über eine sinnreiche Mechanik fromme Sprüche anzeigt. Jetzt zeigt sie aber stattdessen blasphemische Aussprüche an, wie zum Beispiel: „Der Mensch kann Gott gleich werden“. Schließlich zerplatzt die Uhr. Das Männchen Pittonaccio versinkt mit einer Gotteslästerung auf den Lippen im Boden und Meister Zacharius stirbt.

Mehr dazu und Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Meister_Zacharius

Stele der Offenbarung, Stele des Anchefenchons

Stele des Anchefenchons

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Die Stele des Anchefenchons wurde 1858 im Totentempel der Königin Hatschepsut gefunden. Die Stele besteht aus Holz und wurde mit einer Art Gips überzogen. Sie ist 51,5 Zentimeter hoch und 31 Zentimeter breit. Auf der Vorderseite ist Anchefenchons als Künder von Month zu sehen. Ihm gegenüber sitzt auf einem Thron der falkenköpfige Re-Harachte, eine Form des Gottes Horus.

Als Richter lässt er die Toten passieren, die in das westliche Reich der Toten gelangen wollen. Darüber ist Behedeti, als Sonne mit Falkenflügeln und Nut, die Himmelsgöttin, die mit ihren Füßen und Händen den Boden berührt, abgebildet.[1]

Die Stele ist unter der Bezeichnung „Stele der Offenbarung“ ein zentrales Element der von Aleister Crowley gegründeten neureligiösen Bewegung Thelema.

Übersetzung der Stele und mehr dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stele_des_Anchefenchons

 

Crowley in Ägypten

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Crowley bezeichnete sich als der Antichrist und das Große Tier 666 und führte ein ausschweifendes Leben. Von 1898 bis 1900 war er Mitglied im Hermetic Order of the Golden Dawn, im Anschluss gründete er eigene Gesellschaften, die sich inhaltlich und formell an diesem orientierten. 1904 verfasste er das Buch Liber AL vel Legis (‚Buch des Gesetzes‘), das zur Leitschrift seiner neureligiösen Bewegung Thelema wurde.

Im Jahre 1904 war Crowley mit seiner Frau Rose Kelly (Soror Quarda) in Kairo, die dort hellseherische Fähigkeiten zu entwickeln glaubte. Bei Anrufungen der Sylphen fiel sie in Trance und rief immer wieder „sie erwarten dich“ aus und sagte dass Horus „der Wartende“ verärgert über Crowley sei, weil er seine Anrufung verweigerte. Auf Crowleys Verlangen, dass sie ihm Horus zeigen sollte, führte sie ihn daraufhin ins ägyptische Museum.

Zitat aus Crowleys Autobiografie: „An irgendeinem Tag vor dem 23. März identifizierte Quarda (seine Frau) jenen Gott, mit dem sie in Kontakt stand, mit einer Stéle im Boulak-Museum, das wir nie besucht hatten. Es handelt sich nicht um die übliche Form von Horus, sondern um Ra-Hoor-Khuit. Ich war ohne Zweifel sehr betroffen durch die Übereinstimmung, dass das Ausstellungsstück, eine ziemlich obskure und unbedeutende Stéle, die Katalognummer 666 trug. Aber ich hielt das für einen offensichtlichen Zufall.“

Crowley führte ein Ritual für die Invokation von Horus durch. In seinem Hotelzimmer, welches er zu einem Tempel umfunktionierte, einfinden. Dort schrieb Crowley das Liber Al vel Legis nieder, welches er nach eigenen Angaben von Aiwaz diktiert bekam.

Quelle und mehr dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Aleister_Crowley

Thelema

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die „Offenbarungen“ des Buchs Liber Legis bilden die Grundlage der „thelemischen Ethik“. Sie sind antidemokratisch, antichristlich und zeugen von einer Verachtung des Durchschnittsmenschen. Die Demokratie wird als „ekelerregender Kult der Schwäche“ bewertet und ist in der von Thelema angestrebten Herrschaftsform nicht vorgesehen. Das Buch verdammt das Mitleid, hält Krieg für bewundernswert und enthält in 220 Versen die Leitlinien für die Menschheitsevolution in den kommenden 2000 Jahren. Crowley versuchte stets den Eindruck zu erwecken, nicht der Urheber des Buchs zu sein, und behauptete, dass die Botschaften des Liber Legis nicht notwendig seinen persönlichen Überzeugungen entsprächen. Darin brachte er seine Verachtung der christlichen Auffassung der Sexualität, insbesondere der Ehe, zum Ausdruck. Crowley plädierte dafür, dass die „Schwachen“ von den „Starken“ zertreten werden müssten, was weniger eine ethische als eine biologische Frage sei, weshalb der Kampf gegen das Christentum ohne Kompromisse radikal und erbarmungslos durchzuführen sei. Mitleid und die humanitäre Gesinnung, die Crowley als „die Syphilis des Geistes“ bezeichnete, seien radikal auszuschalten, wobei er ausdrücklich Friedrich Nietzsche zitiert.