1938, Nazideutschland

1938, Nazideutschland

Jahr/Ort Handlung Folge/Track
1938, Deutschland Helmut Bergers Großvater (Johann) wandert mit der Naziexpedition Schäfer aus Tibet nach Deutschland. Weil er aus den Bergen stammt, nennen die Nazis ihn „Berger“. 4-5c

 

 

1938, Nazideutschland, Wewelsburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Treffen von Nazigrößen (mit Schäfer, Seeger, Weißthor, Himmler) der Organisation Ahnenerbe wird vorbereitet. Himmler empfängt einen Soldaten (SS Pionier Schäfer) sowie Seeger, die aus Tibet zurückgekehrt sind. In ihrem Bericht schildern sie von Höhlentempeln und Gängen im Osten Chinas und stufen die Tibeter als mit Ariern verwandt ein.

Nordisch geformte Schädel wurden gefunden. Die Tibeter werden als geistig adlig und mit „nordischem Rassengeist verwandt“ eingestuft. Sie sollen als Bündnispartner nach dem Endsieg herangezogen werden.  Im runden Saal der Burg schildert Seeger Weisthor, dass sie die Höhlen erforscht und Kontakt mit dem Wächter aufgenommen hätten. Seeger schildet, das „Orakel“ habe drei weitere Lieferungen genehmigt und der „Abbau“ gehe gut voran. Außerdem hätten sie einen „Euro-Tibeter“ mitgebracht, der die Stollen kannte. Sie haben ihn auf den Namen „Berger“ umgetauft, weil er sich so gut in den Bergen auskannte. Seit der Ankunft in Deutschland ist Berger spurlos verschwunden. Weißthor reagiert verärgert, man hätte die Einreise dieses „Euro-Tibeters“ verhindern müssen.

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1938, Wewelsburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reichsführer Himmler, Dr. Joseph Reinhardt, Expeditionsleiter Schäfer und andere Nazis sprechen über ein „geometrisches Grundprinzip“. Sie wollen „Einfluss“ auf dieses Prinzip nehmen. Der Führer selbst hat eine riesige Geldmenge eingesetzt, um diese „Grundfesten des Universums“ zu erforschen. Erste Veränderungen an Menschen wurden vorgenommen, erste Ergebnisse liegen vor:

Morphologisch bearbeitete Wirklichkeitszustände, „konturveränderte Realitäten“ sollen als Geheimwaffe eingesetzt werden.

Ein alter Adam ist ebenfalls getarnt dort und sieht einen wuchernden Teppich aus Gewebe (der auch schreit). Durch Folter und andere extreme Zustände wurde die Zirbeldrüse angeregt, woraufhin ein Effekt eingetreten ist.

Weißthor (Caswell) kommt hinzu. Adam erkennt seine Stimme.

Himmler präsentiert erste Ergebnisse: Prof. Reinhardt jagt Stromstöße in die Fleischmasse, ein Tor nimmt Form an. Himmler nennt es eine „Schöpfung“, den nächsten Schritt der Evolution.  Das „Plasma des Lebens“ formt sich zu grotekten Figuren, aus Fleisch und Knorpel entsteht eine deformierte unmenschliche (aber nur 20 cm große) Kreatur, die seltsam kreischt.

Himmler fragt Weisthor nach dem Speer, dieser bestätigt, die Lanze sei auf dem Weg hierher. „Bereiche des Seins“, die noch verschlossen sind, sollen geöffnet werden. Himmler rechnet mit der Erschaffung einer neuen Lebensform, deren Imperator er sein will.

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 1938, Wewelsburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der alte Adam kommt unter falschem Namen als Nazisoldat verkleidet in den Raum, in dem die Experimente stattfinden. Er sieht dort das „Schandmal“, die kreischende Kreatur. Überreste weiterer Kreaturen liegen herum, die „in die Welt gezwungen“ wurden. Sie verwesen sehr schnell und hinterlassen weißes Plasma.

Adam bedauert den Verlust von Nathaniel, da tritt Weißthor („Caswell“) hinzu und konfrontiert Adam.

Weißthor erkennt Adam als den, der ihn damals in den Rachen des Weißen gestürzt hat.

Weißthor verhöhnt Adam. Er ist zurückgekehrt.

Caswell sagt, Adam wolle „seine Brut retten“, da er schon seinen Vater, seine Mutter, Mimi und den alten Nathaniel nicht retten konnte.

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1938, Wewelsburg

 

 

 

 

 

 

 

Adam droht Caswell mit Rache, doch dieser befiehlt ihm mit seiner Stimme in einen Tank zu steigen.

Adam erinnert sich, dass seit den Geschehnissen von Nedrig Wind 50 Jahre zurückliegen, und wie sein Leben an ihm vorbeirauschte. Seine Seele legt die „alten Kleider ab, streift alle Eitelkeiten im Diesseits beiseite und möchte in den großen Fluss steigen, der alles durchdringt“.

Plötzlich kommt Dr. Reinhardt hinzu und kündigt Göring an, der mit der Lanze bald ankommen wird.Alle sollen in den schwarzen Saal kommen, um das Artefakt zu benutzen.

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1938, Wewelsburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reichsmarschall Herrmann Göring kommt zur Wewelsburg und bringt den „Speer des Schicksals“, das gesuchte Artefakt, mit. Weißthor hat veranlasst, dass diese Reliquie, die eigentlich in Wien ausgestellt ist, durch ein Duplikat ersetzt wurde. Nun wird das Artefakt auch benannt: Es ist die Lanze des Longinus, mit deren Hilfe sie „in den Olymp aufsteigen“ wollen. Göring erklärt, dass diese Reliquie erst den gekreuzigten Jesus zum Sohn Gottes gemacht hat.

Jetzt müsse auch mit diesem Gegenstand „ein Opfer“ gebracht werden, sonst nütze es nichts. Weißthor benennt Adam Salton als sein Opfer, da er durch eine benötigte Gabe bestens geeignet sei. Professor Reinhardt generiert (elektrisch) ein morphogenetisches Feld. Weißthor bittet Himmler, das Ritual durchzuführen, da er selbst „die Schranke“ nicht übertreten könne.

Göring proklamiert, dass „wer ein Schöpfer sein“ wolle, erst auch „ein Vernichter“ sein müsse. Weißthor bestätigt mit den Worten, dass das höchste Böse zur höchsten Güte zähle. Himmler redet sich jetzt in Euphorie, hier sei der Beginn einer neuen Zeit und einer neuen Religion, einer neuen Schöpfung. Professor Reinhard bestätigt, dass das „Feld“ besonders stabil sei, da der „Träger“ hier der beste wäre, den sie je benutzt hätten. Die Gralsmaschinen wären mit Hunderten von Körpern „gerfüttert“ worden, der Effekt dieses „einen alten Mannes“ sei erheblich stärker.

Weißthor kündigt den Moment der „Auferstehung der alten Rasse“ an, deren „König und Caesar“ jetzt Himmler werden würde, „über den Tod, über dem Leben, im Zentrum allen Seins“. Himmler wisse, was er jetzt tun muss.

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1938, Wewelsburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Himmler ist jetzt scheinbar bereit, das Ritual durchzuführen. Vor dem morphogenetischen Feld sind alle versammelt, zusammen mit Adam und dem Artefakt, umgeben von Plasma und Elektrizität.

Himmler faselt von „Neuregelung der Welt“ und „Angesicht der Ewigkeit“, während Adam aus seiner Ohnmacht erwacht.

Weißthor fordert Himmler auf, den Speer im Plasma zu versenken, doch Himmler zögert verängstigt und schafft es nicht. Weißthor schlägt ihn und nennt ihn „erbärmliche Brut“, als sein Geschöpf.

Göring spricht mit Weißthor auf Augenhöhe darüber, dass Himmler nur noch als „Futter für die Weißen“ diene.

Adam erkennt, dass er in einem Geflecht von organischem Material (Sehnen, Muskeln, Knorpel) verwoben liegt, er kann die Grenzen seines Körpers nicht mehr spüren, er ist „wie in einem wahnsinnigen Meer aus Blut und Gedärmen“.

Göring möchte Arabella March instruieren, die Wahrscheinlichkeiten zu ihren Gunsten zu modifizieren. Arabellas „Arbeit am Befreier“ könnte über die kurze Irritation hinweghelfen.

Weißthor kann den Speer nicht berühren, Professor Reinhardt soll Himmlers Platz einnehmen und die Aufgabe für ihn erledigen. Dieser nimmt den Speer wieder auf und tritt zaghaft an Adam heran. Professor Reinhardt rammt den Speer in Adam, die Haut und das Fleisch des Professors schmilzt dabei davon, er vergeht schreiend und schmilzt zu einem Haufen Plasma zusammen.

Dann fühlt Adam nur noch eine Stille, die sich über alles stülpt, das Nichts.

Göring spricht über ein Funkgerät aus 1938 mit Arabella March in Jahr 1886 in Paris. Nun plant er einen neuen Versuch, wobei er „ihn“ einsetzen will. Weißthor warnt davor, „er“ sei „unberechenbar“.

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Ein Fan-Blog zur schwarzromantischen Mysteryserie "Die schwarze Sonne" von Günter Merlau

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