Atahualpa: „I walk the line“

Ein Review nach dem Erstkontakt mit „Die schwarze Sonne 21: Atahualpa“

(Hinweis: Die Rezension ist weitgehend spoilerfrei und auf Handlung bezogen immer unkonkret, inhaltlich geht es nicht über die Aussagen des Klappentextes hinaus.)

„Du hast alles und nichts gesagt, und das zugleich und unendlich über alle Zeiten verteilt. Was hast du gesagt?“

Den Satz sagt zwar eine der Figuren der neuen Folge von „Die schwarze Sonne“, er spricht mir selbst aber  nach dem Hören dieser Folge aus der Seele – als sei der Satz ein Metakommentar über die Serie selbst. Alles ist zwar voller Aussagen –  jedoch sind Unklarheiten und Aussparungen (wie immer) Stilmittel Nr. 1 dieser Serie. Und das ist gut so. Es wird viel gesagt und doch nichts, aber das reicht längst, um die Fantasie anzuregen und das Gehirn zum Kochen zu bringen. Wie immer frage ich mich nach dem Erstgenuss: Was habe ich da gerade gehört?

Erstmal vorweg: Die neue Folge ist großartig, die bisher beste aus dem aktuellen Sechsteiler. In zwei Handlungssträngen kommt es endlich zu einem Payoff der langen Aufbauphase der letzten Folgen, und das, was da passiert, hat es in sich. Ein Handlungsstrang – der in Ägypten – wird dafür jedoch diesmal (leider) völlig ausgesetzt. Wieder einmal wird einiges auf den Kopf gestellt, erneut gibt es großen Raum für Spekulationen und Theorien, und wieder einmal ist die Inszenierung und Darbietung auf höchstem Niveau. Hut ab für ein brillantes Hörerlebnis.

Folge 21 „Atahualpa“ besteht aus vier Handlungsblöcken und einem Epilog, die alle unabhängig voneinander zeitlich und räumlich weit entfernt von einander stattfinden.  Jeder dieser Blöcke könnte für sich auch als merkwürdige Kurzepisode gehört und genossen werden. Sonne-Kenner jedoch stolpern ständig über Anspielungen und Begebenheiten, die einen Sack von Fragen ausschütten (die hebe ich mir aber für den Podcast auf).

Handlungsblock 1 erzählt von den Ereignissen um den titelgebenden Inkahäuptling „Atahualpa“ im Jahr 1532 in Südamerika – für die Sonne ganz neue Gefilde. So weit zurück in der Vergangenheit waren wir seit Wulfhere nicht mehr. Dieser Abschnitt ragt durch das Comeback einer altbekannten Stimme sowie einer beeindruckende Soundkulisse heraus. Von Regen über Trommeln, Flöten und Wind begleitet öffnet sich hier eine gewaltige Soundszenerie, bei der man sich wie ein Begleiter im Heer der Conquistadoren bei einem Sturm fühlt. Was für ein Auftakt! Und wieder haben wir spotlightartig den Ausschnitt eines Anfang einer neuen Handlungsebene, von der wir hoffentlich noch mehr zu hören bekommen werden.

Handlungsblock 2 hat mich dann erstmal verwirrt (und tut es noch). Anstatt mit Adam weiter (wie in den drei Vorfolgen) auf Expedition durch Ägypten zu reisen, versetzt uns die Folge zurück – und zwar vor die Ereignisse aus Folge 10. Dieser längste Block der Folge beschwört wieder Adams und Nathaniels Reisen und damit die Stimmung aus Staffel 1 herauf. Anstatt der Pyramiden bekommen wir eine Taufe München im Jahr 1900 zu hören, bei der allerlei einflussreiche Menschen des letzten Jahrhunderts beim Smalltalk versammelt sind. Ein wunderschöner Retro-Track, der aber (scheinbar) die aktuellen Handlungen überhaupt nicht tangiert und ein wenig an die Abendgesellschaft in der Londoner Literatenszene mit Zeit-Promis aus Folge 06 erinnert. Auch wenn diese Episode sehr gut gemacht ist und es einfach guttut, Nathaniel und Adam auf Reisen und unter Prominenten der Weltgeschichte zu erleben: So recht weiß ich noch nicht, wohin mit dieser langen Episode – besonders an dieser Position, in der Mitte des Sechsteilers, nach dem langen Aufbau der anderen Handlungen zuvor. Dieser eher gemütliche Abschnitt nimmt einen sehr großen Raum in „Atahualpa“ ein, während andere Handlungsstränge drumerhum zu brennen scheinen. Andererseits: Das macht auch sehr viel der Stimmung aus, und der Teufel liegt auch hier sicher wieder im Detail begraben.

Der dritte Handlungsblock dreht dann auf und führt Nathaniel und Jules Verne auf ihrer Reise im Jahr 1863 auf der „Île du Diable“ vor der Küste Südamerikas einem vorläufigen Höhepunkt zu – hier wird endlich klar, worauf die lange Verweildauer des „Zwischenstopps“ dieser Reise angelegt war. Bei aller Tragik der Figuren: Es hat gutgetan und Spaß gemacht, das Zusammentreffen zu hören, die Sprecher (besonders einer) waren wieder einmal in Bestform und aus irgendeinem Grund habe ich jetzt einen Ohrwurm von Johnny Cash.  I keep my eyes wide open all the time!

Handlungsblock 4 schießt dann endgültig den Vogel ab. Bartholomäus‘ und Adams langes Gespräch erreicht seinen überraschenden Höhepunkt.  Ein besonderer und typischer Sonne-Effekt: Nach diesem Track hatte ich das Bedürfnis, die vorherigen Sequenzen des „Bartholomäus-Gesprächs“ noch einmal zu hören, um meine Gedanken dazu zu sortieren oder zu verwerfen. So etwas macht diese Serie einfach herausragend. Was passiert hier? Erleben wir hier tatsächliches Geschehen, sind wir in einem Traum, in einer hypnotischen Rückführung eines Therapeuten? Ist das „echt“? Was ist Ereignis, was Metapher? Welche Folgen hat es, und wie kann das überhaupt sein? Spätestens nach diesem Track versucht man, das Geschehene mit dem Rest der Handlung zu verbinden, und Fragen über Fragen tauchen auf.

Nach diesem Paukenschlag folgt ein kurzer Epilog, der noch eins draufsetzt. War man gerade bei Adams Geschehen noch am Rätseln, wie das alles einzuordnen ist, kommt man jetzt endgültig ins Schleudern. Das, was die beiden Figuren hier im Epilog sagen – und allein, dass sie sich treffen (und das wohl häufiger) gibt erneut Rätsel auf. Ich liebe diese Sequenz!

Das bisher mühsam zusammengepuzzelte Mysterium hat mit den letzten beiden Sequenzen ein paar neue Puzzlesteile bekommen, die schwer anzubauen sind, obwohl sie scheinbar Schlüsselstellen darstellen. Und da ich merke, dass ich mittlerweile auch (um nicht zu spoilern) nur noch in Rätseln schreibe, hebe ich mir das lieber für den Podcast auf.

Mein Fazit: Die schwarze Sonne ist in Höchstform, merkwürdig, unvorhersehbar und faszinierend. Keine der neuen Folgen war für mich bisher so nah an dem Feeling der „alten“ Folgen dran.  Spätestens in der zweiten Hälfte dieser Folge hat auch die Handlung wieder richtig Schwung aufgenommen. Der lange Aufbau zahlt sich aus, so kann es gern weitergehen.  

Günter Merlau kann mittlerweile auf einen Schatz aus 20 Folgen zurückgreifen: Die Verwebung des Neuen mit herumbaumelnden Handlungsfäden aus den alten Folgen gelingt und schafft etwas, das ich derzeit bei vielen anderen Produktionen vermisse: Es versetzt den Hörer in Verwunderung und Staunen.

Darauf erstmal ein Stück Erdbeerbaiser.

(Torsten Weis, 29.5.2020)

Schon gehört?

AtahualpaHallo ihr 21er, habt ihr die neue Folge schon gehört?

Ich tippe heute Abend mal meinen (spoilerfreien) Ersteindruck runter.

Wie fandet IHR denn die Folge? Wie war eure Reaktion nach dem Hören? Ein paar Stimmen von euch würden mich sehr interessieren (ohne Spoiler)! 

 

Eine Theorie von allem

Ein Gedankengang nach erneutem Durchhören von Samuel Ulbricht.

Liebe Sonne-Fans,

dank der vielen Zeit daheim, die ich aktuell unfreiwillig verbringen darf, bin ich (endlich!) mal dazu gekommen, alle Sonne-Folgen nochmal relativ dicht hintereinander durchzuhören. Und ich habe mich zum zweiten Mal verliebt! Hiermit sei nochmal wärmstens die Empfehlung ausgesprochen, die Sonne-Folgen am Stück zu hören. Sie gewinnen – vor allem, wenn es das zweite oder dritte Hören ist – nochmal immens an Dichte und Qualität. Was aber noch viel wichtiger ist: Ein Durchlauf am Stück erlaubt, verschiedene Handlungsfäden und Mysterien stringent zu verfolgen, erlaubt groben Theorien, sich zu verfestigen, und ganz generell: sich einen Überblick zu verschaffen. Ich konnte extrem viel lernen und nebenbei eine Theorie entwickeln, die zwar (lange) nicht alle Geheimnisse der Sonne, möglicherweise aber ein großes Mysterium aufzudecken vermag.

Es beginnt damit, dass ich den Salton-Zyklus mal graphisch dargestellt habe – und zwar so, wie wir ihm in Staffel 1 begegnen. Tatsächlich handelt es sich um einen geschlossenen Zirkel, der keine weiteren ‚Einträge‘ erlaubt – was nicht heißt, dass es hier nicht noch einige Unklarheiten gibt. Zu jeder Generation habe ich Kleinigkeiten notiert (vor allem solche, die nicht bereits in der Hörspielserie oder im BeiZeiten-Cast besprochen wurden – generell versuche ich hier, Redundanzen zu vermeiden).

Salton Zyklus

i) Helmut Berger hat nach eigener Angabe keine Frau/Familie. Deshalb kann er nicht identisch mit Hiller sein (auch nicht mit dem Hiller, den wir in Folge 20 kennenlernen und der mit Elizabeth verheiratet ist). Als Helmuts „Ururgroßvater“ wird Adam explizit erwähnt. Das heißt: Es müssen genau drei Generationen zwischen den beiden liegen.

ii) Obwohl wir meist über William sprechen, geht der ‚Salton-Zyklus‘ doch eigentlich über Emily, da sie die leibliche Mutter Adams ist (wenn man das so nennen kann).

iii) Über Adam schreibe ich hier mal nichts – das würde den Rahmen sprengen.

iv) Schon im Podcast haben wir darüber gerätselt, ob Adams Pilgerreise zum Kailash und sein Eintrag ins ‚Buch des Lebens‘ Akasha letztlich keine andere Funktion hat als: Chime zu zeugen und damit den Salton-Zyklus voranzutreiben. Über Chimes Leben erfahren wir so gut wie nichts. Hier ist noch eine große Leerstelle in der Sonne. Allerdings nicht ganz so groß wie…

v) …hier. An dieser Stelle muss sich meines Erachtens ein weiterer Salton befinden. Und der beste Kandidat, den ich gefunden habe (auch wenn ich mir noch keinen richtigen Reim darauf machen kann) ist: Brankyah. Der ‚böse‘ Adam. Wie ich darauf komme? Erstens scheint es zu passen, dass Brankyah der Vater Johanns ist, denn er sagt im ‚Salton-Orbit‘ in Folge 9 zu ihm: „Habe wirklich ich dir einen solchen Namen gegeben?“ Außerdem berichtet er bei derselben Gelegenheit davon, seine Frau in Deutschland kennengelernt zu haben (‚wo alles begann‘). Dies spricht dafür, dass es sich bei Brankyah um den ominösen ‚Berger‘ handelt, der die Naziexpedition durch Tibet begleitet hat. – Aber: Das ist alles andere als in Stein gemeißelt. Immerhin kennen wir Brankyah auch aus vielen anderen Zeiten – unter anderem auch aus der Zukunft. (Ist gar Brankyah der Adam aus der Zukunft?)
Alternativ gibt es hier gar keinen Salton im Zyklus. Immerhin erzählt Johann in Folge 11 ständig von seinem Großvater und nicht von seinem Urgroßvater (wie in Folge 9), der sich den Prüfsteinen der Seele gestellt und ein dunkles Ich habe. Das klingt schon sehr nach Adam – könnte aber auch eine falsche Fährte sein und das Leben von Chime beschreiben, der vielleicht eine ähnliche Reise wie Adam hinter sich gebracht hat (wir wissen ja kaum etwas über Chime).

vi) Johann Salton (‚Berger‘) muss sich meines Erachtens an dieser Position befinden, da er Adam an anderer Stelle explizit als seinen „Urgroßvater“ bezeichnet (ich glaube irgendwie nicht, dass es zwei Johanns gibt – das wäre einfach zu verwirrend, ließe sich aber notfalls auch noch korrigieren). Das war im „Salton-Orbit“ in Folge 9. Es spricht auch viel dafür, dass es sich bei Johann um den ominösen ‚Berger‘ der Nazis handelt (und nicht bei Brankyah). Erstens passt die zeitliche Verortung. Zweitens spricht er in Folge 10 explizit davon, dass er in Tibet aufgewachsen sei (und eine Vergangenheit mit den Nazis habe).

Was bei diesem ‚Salton-Zyklus‘ auffällt, ist nicht nur, dass mindestens eine Position noch völlig unklar ist (aktuell mit „Brankyah“ besetzt). Sondern: Dass einige Saltons, denen wir ab Folge 11 begegnen, darin fehlen. Allen voran Sarah Salton. Aber auch der ‚Zwillingsbruder‘ Adams – Jack? – fehlt (der übrigens in Folge 20 an einer Stelle als „Stiefbruder“ bezeichnet wird). Und auch Hiller, der eine Verbindung/Identität mit Helmut Berger teilt, bleibt ausgeschlossen.

Wie lässt sich dies alles unter einen Hut bringen? Es ist davon auszugehen, dass wir es mit (mindestens) zwei Wirklichkeiten im Sonne-Universum zu tun haben. Und der Salton-Zyklus oben bildet vermutlich eine dieser Wirklichkeiten ab. Zu dieser Welt gehören auch Nathaniel (der Sohn von John Cleves Symmes? (siehe Folge 2)), Jack, Edgar Caswell, Arabella March, Bartholomäus, usw. Die andere Wirklichkeit wird uns erst in Staffel 2 so richtig vor Augen geführt. Hier finden wir Hiller, Jonathan Salacar, Elizabeth Bartory, Jack (wobei es seltsam ist, dass Jack hier denselben Namen trägt, bezeichnet er „Jack“ vor Adam in Folge 8 doch als seinen ‚Künstlernamen‘), Direktor Bayam, Sarah Salton und eine (böse?) Version von Adam (Brankyah?) sowie eine (weitere?) Version von Adam als Patient in der Zukunft, der sich an all seine Inkarnationen erinnert und davon berichtet (danke, Torsten, für den Hinweis!).
Auffallend ist, dass aus dem obigen Salton-Zyklus nur Adam und Arthur/Helmut eine Entsprechung in dieser Wirklichkeit haben (und zwar als ‚Brankyah‘ und als Hiller)!  William, Emily, Chime, Johann, usw. fehlen hier vollkommen. Adam und Helmut müssen – aus welchen Gründen auch immer – in die andere Wirklichkeit geschlüpft sein. Wir kennen mutmaßlich sogar die Momente: Adam bereits bei seiner ‚Geburt‘ im Pandämonium, Berger bei seinem Absturz und seiner Inkarnation in Arthur.

So viel zu den Rätseln. Kommen wir zu meiner möglichen Theorie, die einige dieser Rätsel aufzuklären vermag. Ich bin sehr gespannt, was ihr davon haltet! Erstmal eine Grafik:

Diesseits und Jenseits

Auch schon im Podcast habe ich mich des Öfteren der Metapher „zwei Seiten derselben Medaille“ bedient. Die Grafik soll dies abbilden. Und die beiden Seiten der Medaille sind Diesseits und Jenseits, das Leben und der Tod. Dies sind die beiden Wirklichkeiten, die beiden Welten, mit denen wir es im Sonne-Universum zu tun haben: Nicht mehr und nicht weniger. Nicht sonderlich überraschend, sagt ihr? Ja, stimmt, immerhin wird das Jenseits nicht selten explizit erwähnt und auch im Cast hatten wir diese Option schon besprochen. Doch was wir nicht besprochen hatten, ist, wie dieses ‚Jenseits‘ eigentlich konkret aussieht. Und nun kommt meine Idee: Es ist dem ‚Diesseits‘ eigentlich ziemlich ähnlich. Es gleicht diesem sogar in fast allen Belangen; es ist ein Spiegelbild. Eben die andere Seite derselben Medaille.
Mit anderen Worten: Was wäre, wenn der ‚Tod‘ im Sonne-Universum schlicht nichts Anderes ist, als das Reisen von einer Wirklichkeit in die andere? Und zwar in jede Richtung: Sterbe ich im Diesseits, komme ich ins Jenseits. Sterbe ich im Jenseits, komme ich im Diesseits.

Die Wirklichkeiten sind streng voneinander getrennt und jeder Übertritt geht mit einem vollständigen Vergessen der früheren Identität einher: Mit dem Tod beginnt man ein neues Leben auf der anderen Seite, aber als dieselbe ‚Person‘ – nur in einem neuen Kontext und vermutlich mit einem neuen Körper (erfahren wir nicht von Salacar, wie sehr die soziokulturelle Prägung in der Kindheit einen Charakter verändern kann?).

Lasst mich diesen Grundgedanken ein bisschen belegen (so dürftig, wie das mit der Sonne möglich ist…). Mal ein Zitat von Adam aus Folge 10 (Track 22, am Ende): „Wie der Tod auf das Leben folgt, auf den das Leben folgt, um wieder im Tod zu münden“. Oder ein Zitat vom Vizepräsidenten zu Hiller: „Sie sind zurückgekehrt – nicht aus der Vergangenheit, sondern aus dem Jenseits!“. Und zwar nach Aussagen des Vizes mit der Schauberger. Die Schauberger scheint somit ein Gerät zu sein, welches das Bewusstsein auf die andere Seite der Medaille zu katapultieren vermag (– und da später Arthur Salton ja auch sterben wird, gelangt er sozusagen ‚doppelt‘ auf die andere Seite. Verursacht das womöglich das ‚Flimmern‘ und die unsichere, fragmentarische Existenz von Hiller/Berger? Man bedenke: bei Hiller handelt es sich um eine Figur, die die Erlebnisse von Helmut Berger und Arthur Salton schon hinter sich hat! Und sowohl Arthur Salton als auch Hiller ‚erwachen‘ aus dem Tod, wie wir in Folge 3 und 12 hören). Oder Nathaniel, der in Folge 12 gegenüber Adam verlauten lässt, man könne „dem Rätsel des Lebens nur beikommen, wenn man den Tod betrachtet“ und es könne kein Leben ohne den Tod geben. Nachdem Adam seine Trauer über den Verlust äußert, antwortet Nathaniel: „Nichts ist verschwunden, alles ist geblieben […] die Welt bleibt immer, wie sie ist“, was wiederum wunderbar zu dem Bild einer Medaille mit zwei Seiten passt, bei der kein Element verschwindet, sondern nur die Seite wechselt – Tod und Leben schließen sich zwar einerseits aus, sind aber andererseits miteinander verschränkt: „Nichts und alles auf der Welt [ist] von Dauer und doch ewig“. Dazu passt auch, dass Adam in Folge 19 die Absicht bekundet, Nathaniel aus „den Klauen des Lebens“ zu befreien sowie Nathaniels (bzw. Salacars?) Versicherung am Ende derselben Folge, dass er stets „bei Adam“ sei. Zu diesen Indizien kommen Sarahs Berichte von den Nahtoderfahrungen – und von Personen, die als „ganz Andere“ zurückgekehrt sind (man bedenke: NahTODerfahrungen – es ist eigentlich ziemlich offensichtlich). Darüber hinaus fällt auf, dass bei jedem Versuch der Lemuren (ich nenne sie mal so), einen ‚Durchgang‘ oder ein Tor zu schaffen, das ‚Odem der Lebenden‘ eine elementare Rolle spielt – deshalb, weil eben der ‚Tod‘ der Übergang von der einen Welt in die andere Welt ist? Das könnte auch der Grund sein, weshalb immer wieder betont wird: „Wir sind das Geheimnis, wir alle“ – weil nämlich der eigene Tod auf die andere Seite führt. Denken wir das weiter, so würden die Lemuren versuchen, den Vorgang des Sterbens gewissermaßen ‚apersonal‘ zu machen. Mit anderen Worten: Das Ziel der Lemuren ist es im Grunde, ‚Tore des Todes‘ zu schaffen, durch die man auf die andere Seite der Medaille gelangen kann, ohne selbst zu sterben. Sie versuchen gewissermaßen, das Sterben zu materialisieren. Dadurch wird der Tod ‚apersonal‘: Man muss nicht mehr selbst sterben, um ins Jenseits zu gelangen, sondern kann durch Tore dorthin gelangen, die aus dem Tod bzw. den Todesqualen Anderer entstehen (und nur an bestimmten Knotenpunkten in die Wirklichkeit gerissen werden können?). Dass der Tod an Orten der ‚Tore‘ stets präsent ist, erfahren wir zur Genüge – sei es der persönliche Tod bzw. die persönliche Auferstehung (Helmut, Arthur, Adam, Sarah, William), seien es Orte schrecklicher Qualen und Rituale, an denen sich ein ‚Tor‘ oder ‚Eingang‘ öffnet (Pandämonium, Ritual der goldenen Morgenröte, Folterhotel von Holmes in Chicago).

Mit dieser Reduzierung der zig ‚Welten‘ über die wir diskutiert haben auf Diesseits und Jenseits als zwei Seiten derselben Medaille ließe sich sagen: Die schwarze Sonne dreht sich elementar (auch) um das Verhältnis von Leben und Tod. Es gibt im Sonne-Universum mit meiner Theorie gewissermaßen gar keinen Tod. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass das Leben dann vorbei wäre. Sondern wer stirbt, kommt schlicht in die andere Welt, auf die andere Seite, in einen neuen Körper – und vergisst seine vorangegangene Existenz. Aus diesem Grund ist jede Existenz natürlicherweise ein ewiger Kreislauf. Und eine Existenz, die abrupt endet oder beginnt das sind die Anomalien! So, wie Adams ‚Download‘ im Pandämonium oder Helmuts Inkarnation in Arthur. Solche Anomalien bedrohen den ewigen Kreislauf, sie schaffen Doppelgänger (Adam – Brankyah, Berger – Hiller) – und könnten sich katastrophal auf beide Wirklichkeiten auswirken, weswegen entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden müssen – Roy Martens, bitte kommen! Und wenn wir schon bei der Physik sind: Könnte es nicht sein, dass die ‚dunkle Materie‘ (die auch schon oft in der Sonne thematisiert wurde) nichts Anderes ist, als die Materie der je anderen Welt? Es gibt somit grob genau zwei Sorten von Materien: die Materie des Diesseits und die des Jenseits. Und die Anti-Materie im Diesseits ist die Materie des Jenseits und die Anti-Materie des Jenseits ist die des Diesseits. Ist es vielleicht auch gerade das, was in der Sonne auch als ‚Äther‘ bezeichnet wird? Die Wirklichkeit der jeweils anderen Welt, gleichzeitig präsent und nicht-präsent? Und ist die große Katastrophe, die droht (der ‚Big Rip‘ – oder der Monsterphasenübergang?), möglicherweise verursacht durch die ganzen Durchgänge, die zwischen Diesseits und Jenseits durch die Lemuren und ihre Experimente geschlagen wurden? Könnte das vielleicht dazu führen, dass Materie des Diesseits und Anti-Materie des Jenseits aufeinandertreffen und damit gewissermaßen einen zweiten ‚Urknall‘ verursachen? (Ist diese Bedrohung vielleicht personalisiert durch das drohende Aufeinanderstoßen von Adam und Brankyah, als eine Seite und andere Seite der Medaille, als Materie und Anti-Materie? – Okay, das ist hirnrissige Spekulation.)

Aus diesen Gedankengängen folgt außerdem, was ‚Unsterblichkeit‘ in der Sonne bedeutet. Es handelt sich bei Unsterblichkeit letztlich um nichts weiter als Wissen: Das Wissen um die vorangegangene Existenz, die Erinnerung an das frühere Ich. ‚Unsterblich‘ im klassischen Sinne sind ja hier gewissermaßen alle, weil es den Tod (in seiner traditionellen Form) nicht gibt. Aber in einem starken Sinne unsterblich (also die ewige Existenz einer identischen Person) sind nur diejenigen, die sich an ihre früheren Existenzen erinnern. Und haben wir es nicht bei den Lemuren mit genau solchen Wesen zu tun? Wesen, gequält durch ihr immenses Wissen, geformt durch zahlreiche Zeitalter? Verdammt dazu, ihren ewigen Kreislauf live zu erleben und nicht den Segen des erlösenden Vergessens zu erhalten, der einen Neuanfang erlaubt?

Jetzt mal durchatmen – ist ziemlich viel, etwas wirr, etwas crazy. Weiß ich, tut mir leid. Und völlig unnütz, wenn das Ganze nicht stimmt! Aber sei’s drum, es folgen noch einige ungeordnete Notizen zu Figuren, Phänomenen und Orten der Sonne, die sich ergeben haben, wenn man meine Theorie durchzieht:

  • Die weißen Monster: Ich meine damit die gigantische Schlange bei Nedr Gwind oder die Monstrosität, die Nathaniel beim Kailash ‚in sich aufnehmen‘ musste. Könnte es sich hierbei schlicht um die Torwächter der Übergänge zwischen Diesseits und Jenseits handeln, so ähnlich wie Cerberus den Eingang zur Hölle bewacht? Wie im Cast bereits mehrfach betont, halte ich diese Wesen nicht für physikalische Phänomene wie Zeittunnel, sondern für wahre Monstrositäten – jedes Wiederhören der Begegnungen bestätigt mir das. Mit meiner Theorie braucht es erfreulicherweise ja auch nicht zwingend ‚Zeittunnel‘ für den Übergang – nur einen ‚apersonalen‘ Tod (und erstaunlicherweise stirbt bei jedem Übergang jemand, oder?). (Ich möchte in eigener Sache auch bemerken, dass in der gesamten ersten Staffel diverse phantastische Phänomene und Monstrositäten, übernatürliche Fähigkeiten und okkulute Rituale (und Götter?) beschrieben werden. Und nichts davon scheint sich – auch mit Staffel 2 im Hinterkopf – so einfach ‚wegrationalisieren‘ zu können. Ich bin mehr denn je überzeugt davon, dass die ‚Lemuren‘ nicht einfach verstoßene Wissenschaftler, sondern mindestens zu einer göttlichen Macht gelangt sind, die Ihnen diverse ‚Wundertaten‘ erlaubt bzw. sie in Monster verwandelt hat (telekinetische Kontrolle, Sprechen mit und Kontrollieren von Schlangen, Blut in Unmassen trinken, Gottesanbeterin, usw.).
  • Vril: Handelt es sich bei Vril – oder dem „weißen Gold“ – vielleicht um ein Anzeichen dafür, dass sich jemand ‚auf der falschen Seite der Medaille‘ befindet? Also nicht durch den Tod, sondern auf eine anomale Weise vom Diesseits ins Jenseits (oder umgekehrt) gewechselt ist? Und ist gerade deshalb Vril so wichtig, um ein Tor in die andere Welt zu reißen? Weil es sich gewissermaßen um Materie aus der anderen Welt handelt?
  • Artefakt: Immer noch ein Rätsel. Was hat es damit auf sich? Warum ist es so wichtig? Reist es ein Tor zur anderen Wirklichkeit oder hat es eine andere Funktion? Aus welcher ‚Welt‘ kommt das Artefakt? Wieso war es im Phasenraum versteckt? Was geschieht, wenn Winfried Lovecraft den grausamen Hotelier Howard Holmes mit dem Artefakt ersticht?
  • Das Rad: Wie viel Kopfzerbrechen hat uns schon das Rad, das gedreht werden muss, bereitet. Was klar ist, ist Folgendes: Es steht für eine Opferung. Und voilà: Passen Opferungen nicht außerordentlich gut damit zusammen, ‚Tore‘ in die andere Welt reißen zu wollen, die ja nichts Anderes als die ‚Totenwelt‘ ist? Es geht sogar noch weiter: Auf den Moment, in dem Arthur Salton (Berger) damit konfrontiert wird, dass das Rad wieder gedreht werden muss, folgt direkt der Absturz der Schauberger (danke für diesen Hinweis, Torsten!). Hat hier eine Opferung einen Durchgang geschaffen, was in einen Flugzeugabsturz durch Raum und Zeit ins Jenseits mündet? Abgesehen davon ist das Rätsel um „das Rad“ vielleicht auch gar nicht so groß, wie wir immer dachten. Immerhin erklärt Adam am Ende von Folge 19 ganz explizit, dass es sich beim Rad um ein „Räderwerk“, eine „Maschinerie“ handelt – insofern könnte es sich beim sogenannten Rad einfach um das Pandämonium handeln, in dem Adam geboren und in dem Frauen (und andere Menschen) geopfert werden. Immerhin erinnert der runde Raum mit dem Loch in der Mitte durchaus an ein „Rad“ und als Ort der Opferung und des Rituals passt es auch sehr gut mit den bisherigen Ausführungen zusammen.
  • Telefonate zwischen den Welten: Wir wissen nun, was so besonders an den Telefonaten mit dem Fürsten ist – es sind Telefonate zwischen Diesseits und Jenseits. Was zum Beispiel bedeuten würde, dass sich Caswell in einer anderen Wirklichkeit befindet als Weisthor. Das scheint ja auch irgendwie Sinn zu machen. Die Nazi-Handlung (und damit auch die des gealterten Adam in Folge 03) wäre damit nicht auf einer Ebene mit der typischen Adam-Handlung anzusiedeln. Und wer weiß – mit der ganzen Theorie ist auch eine Wiederbegegnung mit Mimi nicht ausgeschlossen – sie ist ja nur auf die andere Seite geschlüpft… 🙂
  • Sarah: Wer ist Sarah? Die Tochter von Adam? Wie passt das mit Chime zusammen? Sarah berichtet selbst davon, dass sie als Einzige in den NTEs nicht ihre Familie bzw. Eltern trifft. Liegt das womöglich daran, dass sie – ähnlich wie Adam – gar nicht natürlich geboren, sondern ‚in die Welt geworfen‘ wurde? Könnte es sich bei Sarahs ‚Eltern‘, die wir hören, gar nicht um ihre natürlichen Eltern handeln, sondern nur um ihre Zieheltern (so, wie William und Fiona bei Adam)? So oder so haben die wichtigsten Figuren der Sonne gemeinsam, dass die Beziehung zu ihren Eltern mindestens mysteriös ist (man denke an Adam, Nathaniel, Helmut Berger, Sarah…).
  • Sarahs NTEs: Vor diesem Hintergrund ist auch gar nicht mehr merkwürdig, warum in Folge 14 so viel Zeit für NTEs verwendet wird – im gewissen Sinne wird uns hier der ganze Zusammenhang vor die Füße gelegt. Man kommt in den NTEs dem Tod immer näher, bis man irgendwann den ‚Point of no Return‘ in Phase 11 überschreitet und ins Jenseits – die andere Seite der Medaille – kommt. Ist man in Phase 12 angelangt, gibt es drei Möglichkeiten: Entweder man kehrt nicht zurück und bleibt in der anderen Welt – man stirbt (= Seitenwechsel). Oder man kehrt zurück, aber mit einer anderen Persönlichkeit. Oder, drittens, man kehrt als dieselbe Persönlichkeit zurück, allerdings mit diversen Veränderungen im Charakter. Sarah beschreibt das so: „als andere Person, aber mit der gleichen Identität“. In diesem Fall prägen die Erfahrungen im Jenseits den Charakter im Diesseits – das ist vermutlich auch der Grund, weshalb die NTE-Forschung nach Direktor Bayam maßgebliche Fortschritte im Umgang mit Verbrechern hat (siehe Folge 15) – diese werden womöglich zu Phase 12 geschickt, um dann mit einer anderen (nicht verbrecherischen) Persönlichkeit zurückzukehren.

Ganz ähnliche Erkenntnisse hatten wir schon im Podcast zusammengetragen. Was wir aber übersehen haben, ist die einfache Erklärung, dass der Tod / das Jenseits letztlich nichts anderes ist als die andere, gespiegelte Welt.

  • Nathaniel: Wird oft als Wanderer zwischen den Welten bzw. als ‚Mischling‘ bezeichnet – aber wie ist Nathaniel einzuordnen? Auf alle Fälle kann er wohl erst sterben, wenn er ‚ins Leben gerissen‘ wurde – heißt das vielleicht nichts anderes, als das er auf einer Seite ‚fest ankommen‘ muss, um auf die andere Seite zu kommen und (endlich) in den ewigen Kreislauf (den „ewigen Fluss“) von Geburt und Wiedergeburt einzutreten? Aber wie passt das mit Nathaniels ‚Vater‘ John Cleves Symmes zusammen (Folge 2, Konversation mit Jack)? Und wie genau ist seine Relation zu Adam bestimmt? Vielversprechende Ideen und Hinweise sind ja in den Kommentaren unter dem Cast zu Folge 20 im Forum zu finden…
  • Bartholomäus: Eine Beobachtung am Rande – ich meine, die Stimme von Bayam/Bartholomäus ist dieselbe wie die des Leiters des MKultra-Projekts, der Cameron mit seinen Forschungen beauftragt (Folge 10, Teil 30) – könnte es sich um dieselbe Figur handeln?
  • Pandämonium: Eine weitere kleine Beobachtung, die gar nichts mit meiner Theorie zu tun hat: Im Pandämonium wird eine Wanne heruntergelassen, um den Weißen zu füttern. Diese Wanne ist mit hunderten Schläuchen an die leidenden Menschen an der Wand verbunden. Ich glaube, es handelt sich um genau dieselbe Wanne, in die auch Arthur Salton mit Arabella gestiegen ist. Immerhin kann man die Wanne offensichtlich ‚herunterlassen‘, also wohl auch ‚hochfahren‘ – ins Badezimmer von Arabella. Und war sie nicht mit Blut gefüllt? Eben mit dem Odem der Leidenden?
  • Monsterphasenübergang: Noch eine zusammenhanglose Beobachtung. In Folge 16 erfahren wir etwas über den Monsterphasenübergang, das Ende des Universums, dass durch einen Prozess des ‚Überschreibens‘ in Gang gesetzt wird. Statt eines Kollaps oder Verschwindens des Universums werde hierdurch bloß das bestehende ‚überschrieben‘, wodurch sich alle Eigenschaften der Wirklichkeit fundamental ändern (bricht hier das Jenseits über das Diesseits herein?). Jedenfalls erfahren wir am Ende der Folge, dass dieser Phasenübergang bereits stattgefunden hat! Denn dort befindet sich Sarah im Gespräch mit der Leitung von AWARE und trifft am Ende ihren Vater Adam. Und sie betont immer wieder, dass sie diese Situation und alles Weitere nicht in ihren ‚Forwards‘ gesehen hat, die sie während ihrer NTEs erlebt. Sie betont sogar explizit, es habe sich ein völlig neues Möglichkeitsspektrum gebildet, wodurch sich fundamental die Eigenschaften der Zukunft verändert hätten – klingt ganz nach der Konsequenz eines Monsterphasenübergangs, nach dem nichts mehr so ist wie früher. Zum Beispiel: Adam ist am Leben und böse, Jack wird zum Marquis – und der Fürst Salacar zu Nathaniel? Immerhin betont Salacar bei seinem Gespräch mit Jack und Elisabeth kurz vor dem Sprung (Anfang Folge 17), nach dem Sprung könnten sie all ihre Probleme aus einer ganz anderen Perspektive lösen – weil die Eigenschaften der Wirklichkeit neu gewürfelt, neue Möglichkeitsspektren geschaffen, das Diesseits zum Jenseits gekehrt werden?
  • Zukunft und Vergangenheit: Die ganze Theorie schließt nicht aus, dass zusätzlich zu den beiden Welten Diesseits und Jenseits auch noch die Raumzeit innerhalb einer Welt derart gebogen wurde (wie Roy Martens erklärt), dass sich ihre Vergangenheit und Zukunft ‚gegenüberliegen‘. Dass wir also nicht nur die Ebenen Leben und Tod haben, sondern auch noch unterschiedliche Raumzeiten innerhalb dieser Ebenen – aber nun wird es wirklich überkomplex. Das scheint die Sonne an einigen Stellen aber zu implizieren.

So, liebe Freunde der okkulten Sonnen, der gierenden Ohren, der wahnwitzigen Theorien – ich bin am Ende. Am Ende von Folge 20, am Ende meiner Ausführungen, am Ende mit den Nerven. (Na gut, Letzteres soll bloß ein wenig dramatisieren.) Erstmal Gratulation, dass ihr es bis hier hin durchgehalten habt!

Und nun seid ihr gefragt: Was haltet ihr von den Ideen?

Ich weiß, es ist sehr viel… teilt mir aber trotzdem gern eure Gedanken mit; sei es zu einzelnen Punkten oder zum Großen und Ganzen! Nur gemeinsam können wir uns kreisend dem großen Geheimnis nähern, zwischen Spekulation und Wahnwitz oszillieren und uns die Zeit bis zur nächsten Folge vertreiben. Denn in diesem Fall stimmt es tatsächlich: Die Zeit (des Wartens auf die nächste Folge) ist auch der Inhalt!

Bleibt gesund,

Samu

Chronologie: Helmut Berger

BergerWeiter geht es mit chronologischem Überblick: Diesmal geht es um Helmut Berger, also Arthur Salton – oder doch Hiller?  Es ist gar nicht so leicht, die Geschehnisse um die vielen Existenzen des Helmut Berger zu sortieren.

Wer sie in einer Zusammenfassung hören möchte, findetet das als kleine Hör-Featurette unter folgendem Link und im Podcastfeed – oder wie immer unter dem Podcast „Bei Zeiten“.

Direktdownload: MP3

 

Wer ausführlich in die Geschichte eintauchen möchte, kann hier bequem die chronologisch sortierten Tracks bei Spotify als Playlist unter „Die schwarze Sonne Chronologie – Berger“ finden. Die Dauer der ganzen Berger-Tracks ist etwa zweieinahlb Stunden.

Achtung: Wer Spotify free nutzt, kann keine Reihenfolge abspielen, nur Shuffle – dann hiflt nur die Playlist manuell nachstellen! Die Trackliste findet sich unten im Anschluss.

Folge und Track Inhalt
FOLGE 3 / Track 4 2008, München: Bergers Auftrag
FOLGE 3 /Track: 9 2008, Mumbai: Berger findet einen alten Brief von Nathaniel im Hotel
FOLGE 3 / Track: 10 Flug zum Kailash: Absturz
FOLGE 4 /Track: 2b

Ab Minute 9:50

2008, Kraftwerk am Kailash: Der sterbende Berger wird an eine Maschine angeschlossen: Ein (Quanten-) „Beschleuniger“
FOLGE 4/ Track: 9 2008, Kraftwerk am Kailash: Ein „Tor“ öffnet sich. Berger sondert „Plasma“ ab. Die Wissenschaftler starten das Programm.
FOLGE 4/ Track: 11 2008, Kraftwerk am Kailash: Es werden Quantenbewegungen gemessen, eine „Parallelverschiebung“ scheint wahrscheinlich.
FOLGE 5 / Track: 1 1838, Derbyshire: Helmuts Bewusstsein treibt jenseitig, er erwacht wieder im Körper und Grab des toten Arthur Salton
FOLGE 5 / Track: 4 1838, Derbyshire: Der wiederauferstandene Arthur wird nach Lesser Hill zu seiner Familie gebracht, wo er sein neues Leben annimmt.
FOLGE 5 /Track: 5 1838, Derbyshire: Arthur entfremdet sich von seinem Sohn Richard, dessen Vater er nicht ist.
FOLGE 5 /Track: 8 1838, Derbyshire: Arthur trifft auf Arabella March
FOLGE 5 /Track: 10a 1839, Derbyshire: Arthurs Frau Lucille ist erneut schwanger
FOLGE 5 /Track: 10b 1840, 14.April, Derbyhire: Geburt von William und Emily Salton.
FOLGE 6 /Track: 6 1849, 18. April:  Lesser Hill. Arthurs Glück endet, da das „Rad“ in Derbyshire erneut gedreht werden soll.
FOLGE 8 /Track: 1 Derbyshire, 1851: Arthur träumt vom „Rad“, dann kracht es: Etwas ist in die Greenwood-Farm gestürzt und brennt.
FOLGE 8 /Track: 3 1851, Greenwood Farm: Das Wrack der Schauberger („Akasha“) liegt in der Farm. Helmut erinnert sich an seinen eigenen Absturz.
FOLGE 8 /Track: 7 1851, Lesser Hill. Die Teile des Flugobjekts werden versteckt. Arthur sucht Arabella March auf, die den Brand vorhergesagt habe.
FOLGE 8 /Track: 11 1851, Nedrig Wind: Arthur trifft Arabella und fühlt sich sehr zu ihr hingezogen. Badewannenszene, in der sie von der Geburt des Herakles erzählt. Die Wanne füllt sich mit Blut, Arthur wird ohnmächtig.
FOLGE 9 /Track: 7 ca. 1863, Derbyshire: Arthur stirbt.
FOLGE 11 – Track 7 1863, Derbyshire: Am Sterbebett offenbart Arthur seinem Sohn William sein Geheimnis. Ein Beweis sei auf der Greenwood-Farm versteckt. Er verlangt von William, die Schauberger aufzusuchen und sie fortzuschaffen („ans andere Ende der Welt“). „Rette unsere Familie, William“ sind seine letzten Worte.
FOLGE 11 – Track 8 1863 – Greenwood Farm: Rückblickend wird berichtet, was Arthur mit der Schauberger angestellt hat: Er hat sie wieder zusammengebaut.
FOLGE 11 – Track 9, 10, 11, 12, 13, 14 „Institut“ in Deutschland, 2010: Hiller wird über die „Obertonreihe“ und seine Existenzen als Helmut Berger und Arthur Salton informiert.
FOLGE 12 /Track: 19-21 Hiller wurde am Vortag fast tot aufgefunden, es heißt, er liegt be den 21ern im Koma. Er erwacht, zwei Wachleute holen Dr. Barthory. Hiller erkennt in ihr seine Frau.
FOLGE 12 /Track:  26-27 Kraftwerk, 2018, Mt. Shasta: Helmut Berger erwacht im Glauben, Hiller zu sein. Eine Wissenschaftlerin ist dabei und erklärt, dass „Hiller“ nur ein Pseudonym sei. Er sei schon häufiger erschienen und erwacht.
FOLGE 12 / Track: 28-31 Kraftwerk, 2018. Berger bekommt das Kraftwerk gezeigt und erinnert sich, schon häufig dort gewesen zu sein.
FOLGE 13- Track 8-10 2018 – Impulskraftwerk: Berger wird als Stabilisator eingesetzt.
FOLGE 20 – Track 32-34 Ende der 90er: Helmut Berger ist in einer Beziehung mit Elisabeth Bathory und arbeitet bei Professor Salacar in Zürich.

 

Podcast 20: Gefangener Nr.07

Jetzt gibt’s Impfstoff für die Ohren!Podcast Beizeiten 20

Hört, was uns zur neuen Folge 20 von „Die schwarze Sonne“ im Kopf herum geht und lasst die virulente Welt ein bisschen draußen vor sich hininkubieren.

Erfahrt, was es mit dem Gefangenen Heß, Adams Plänen in Ägypten, der Traumzeit, Appolon und seinem Bruder, dem Speer und der Schlange und den Therapiebefunden von Professor Salacar auf sich hat und bleibt gesund!

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HeadCast 3: Spekulationen

shutterstock_1069895753_skaliertPodcast Nr.3 zu Lauschs „Head Money“ ist da! Wer könnte hinter Janus stecken? Wird Edward Silbersteins Kopf rollen? Woher hat Janus überhaupt so viel Geld? Wohin gehts mit der Nigeria-Handlung – und was will Fournier überhaupt?

Wir stellen uns die entscheidenden Fragen, lassen die Folgen 4-6 noch einmal Revue passieren und niesen dabei leicht angeschlagen aber guter Dinge ordentlich in die Armbeuge. Darauf erstmal einen heißen Kopi Luwak – Cheers und viel Spaß!

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HeadCast 2: „This is Lagos!“

In unserem zweiten Podcast zu „Head Money“ nehmen wir Abebe und ihre Heimat Nigeria in den Fokus, sprechen über Zwillingsmorde, Zusammenhänge zur Janusgeschichte und über die Probleme in Lagos. 88204965_1081510462214182_8936896975182233600_n

Damit das auch richtig fundiert abläuft, haben wir eine Leitung zu einem Afrika-Experten in London aufgebaut, der über die Lage des Landes berichtet und unseren Fragen Rede und Antwort steht.

Viel Spaß mit der neuen Folge „BeiZeiten“ und gutes Lelax beim Hören!

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Außerdem empfehle ich hier diesen Artikel zum tatsächlichen Hintergrund der Ermittlungen zum Thema „Afrikas ungeklärte Zwillingsmorde“