Autor: Torsten Weis

Harald Halgardt ist verstorben

Am 19.01.2019 ist der großartige Harald Haldgadt, die Stimme von Nathaniel de Salis, im hohen Alter von 92 Jahren verstorben. Unser Beileid gilt allen Trauernden.

Wer könnte zu diesem Moment bessere Worte finden als Nathaniel de Salis?

„Mein lieber Adam,

wenn du diese Zeilen liest, wird es sehr schwierig für dich werden. Du wirst meinen, der Kummer beraube dich all deiner Kräfte, deine Seele stürze in die dunkelsten Keller deines Geistes, die Schwere presse dir jeglichen Mut aus deinem Körper. All das tut mir leid, sehr leid, mein Junge. Du kannst nicht erahnen, wie sehr mich deine Trauer schmerzt. Ich kann dich davor nicht bewahren und wusste all die Jahre, dass ich dir diese harte Prüfung eines Tages auferlegen würde müssen. Und es ist nicht die letzte Prüfung deiner Seele, und ich weiß, dass du sie trotz aller Verzweiflung und Niedergeschlagenheit meistern wirst. Sei geduldig, vertraue auf dasWarten, das alles vorüberziehen lässt. Vertraue auf die Geduld, die anziehend auf die Schätze des höheren Bewusstseins wirkt […], bis sich all dein Gram verflüchtigt hat und dem reinen Geist der Liebe gewichen ist, der alles umschlossen, alles durchdrungen, alles geheilt und gesundet hat. Halte deinen Blick immer fest auf diese Liebe gerichtet, die auch uns so lange verband, mein lieber Adam, und weiterhin verbinden wird. Dann wirst du sicher durch die dunkle Zeit […] dorthin gelangen, wo wir alle irgendwann enden werden: In dem allumfassenden Lichtermeer der Liebe des Lebens zu seinen Kindern.50516666_10156838548364890_7131860600224743424_n

Bis dahin tue unsere, deine Arbeit […], und miss deine Arbeit nicht an dem Erfolg, der ihr beschieden, sondern an der Liebe, mit der sie getan ist. In der höheren Welt ist all dieses Begehren und Trachten wertlos, dort entscheidet allein die Liebe zu den Handlungen. Dieser Herausforderung musste auch ich mich mein ganzes sehr langes Leben lang immer wieder stellen, liebster Sohn. Du wirst nun mein Erbe antreten, Adam, und ich wünschte, es wäre ein aus Glück und Liebe errichteter Palast, der dir und deinen Kindern ein langes erfülltes Leben zur Heimat macht. Aber es ist, was es immer für uns war: Eine Verpflichtung dem einen, dem größten Abbild uns selbst gegenüber. Nur wenigen Menschen ist solche Last auferlegt, und nur wenigen solche Freude. Meine Liebe, die größer ist als alle Schrecken und Leiden dieser oder anderer Welten, wird dich immer begleiten, mein Sohn. Mein Freund. Mein Kamerad.

Ich kann dir nicht sagen, wie dankbar ich bin, deine Zuneigung mein eigen genannt haben zu dürfen und gehe stolz und voller Seelenfreude dorthin, wohin ich jetzt gehen muss. Sei dir meiner Liebe und Bewunderung immer versichert und denke daran: Die Zeit ist nicht nur ein Gefäß, die Zeit ist auch der Inhalt. Die Zeit ist ein Durchgang, ein Tunnel, durch den du gehen wirst, eine Höhle aus Zeit. In ewiger Liebe und Verbundenheit.

Dein Nathaniel“

(aus: Die schwarze Sonne, Folge 10 – „Aiwass“, Track 7)

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Interview mit der ersten Ursache

Wenige Tage vor „Mysterien und Mandelsplitter“ hat Günter Merlau sich die Zeit genommen, um in einem entspannten Telefoninterview über Einflüsse, Richtungen und Vorhaben zur „schwarzen Sonne“ zu plaudern.

Ursprünglich sollten das Interview in den Podcast integriert werden – aufgrund der Länge könnt ihr es hier es aber ausgekoppelt in epischer Breite hören.

Die Audioqualität ist diesmal leider „nur“ der Skypeübertragung entsprechend – ich hoffe, das schränkt das Hören nicht zu sehr ein.

Viel Spaß damit und  vielen Dank an Günter für die geopferte Zeit und deren Inhalt! Schöne Festtage und einen erholsamen Jahresausklang 2018 wünscht euch das „Bei Zeiten“ Team!

Download: Mp3

Wir sprechen u.A. im Podcast über Günter Merlaus Reise nach Derbyshire zu inspirierenden tatsächlichen Orten, die so (oder so ähnlich) in der schwarzen Sonne aufgetaucht sind. Hier sind die entsprechenden Fotos, die Günter Merlau uns zur Verfügung gestellt hat: (mehr …)

Mysterien und Mandelsplitter

Steckt die Kopfhörer in die Ohrmuschel und macht mit uns eine akustische Weihnachs-Podcast-Parabiose! Mit diesem Rückblick auf die vergangenen Folgen der schwarzen Sonne versuchen wir die Splitter schwarzromantischer Rätsel ein wenig einzufangen und zusammenzukehren und spinnen und fabulieren wild drauf los. Zum Jahresabschluss servieren wir Mysterien und Mandelsplitter (und ein bisschen Beef) und freuen uns, wenn ihr in den Kommentaren hier noch eifrig an den Geheimnissen und unseren hitzigen Diskussionen mitspinnt.

Wir wünschen euch viel Spaß damit und einen erholsamen Jahresausklang 2018!

P.S.: Ein kleines Bonuspaket kommt noch am nächsten Wochenende dazu…

Download: MP3

Podcast 17 – Hölle auf Erden

Freunde der Sonne, haltet den Kindern die Ohren zu und hört nur dann im Auto mit offenem Fenster, wenn ihr mal klarstellen wollt, was euch so umtreibt: Unser erster expliziter Podcast zur  „Hölle auf Erden“ ist da! Tor zur HölleIn diesem Sinne: Ihr, die ihr zuhöret, lasst alle Hoffnung fahren.

Wir klären investigativ und hemmungslos auf, was Jack zwischen seinen Zähnen hat, was tatsächlich in Holmes‘ Folterkeller in Chicago passiert ist, wir reden über süße Träume, das Fegefeuer und die Tentakel des Herrn, bevor auch wir endgültig zersplittern und uns wieder bei Zeiten sammeln müssen. Guten Appetit, äh, viel Spaß damit!

Download: Mp3

Zur Episodenübersicht: Hölle auf Erden

Themenindex: Hier

Marquis de SadeWeiterführende Texte:

Dante: Göttliche Komödie

Marquis de Sade: 120 Tage von Sodom

Die Versuchung Jesu in der Wüste

Oscar Wilde: Salome

 

 

 

Übrigens: Aus Zeitgründen (diesmal haben wir ja fast 2,5 Stunden gequatscht) sind am Ende ein paar Sachen unter den Tisch gefallen. Was noch eine interessante Sache ist: Das Cover.

Luzifer frisst die Verräter

Die Abbildung aus dem Cover zeigt eine Zeichnung aus Dantes „Göttliche Komödie“, und zwar eine Abbildung Luzifers, der am tiefsten Punkt des Infernos („am tiefsten Punkt der Hölle“, der Satz kommt von Adam) sitzt und dort die biblischen Verräter verspeist.
Nachdem dieser Satan überwunden wurde, geht es übrigens bergauf den Läuterungsberg hinauf (Purgatory), immer weiter auf den Garten Eden zu.

Damit ist das Cover eine gelungene Untermalung des Titels „Hölle auf Erden“.