Autor: Torsten Weis

Podcast 19: Adam Qadmon

Einatmen. Ausatmen. Sich ein bisschen im Koan treiben lassen.Yin und Yang
NADA. MADA. ADAM.
Einatmen. Ausatmen.
YIN UND YANG.
Was hörst du, wenn du auslöschst Sinn und Ton?
Was hörst du dann?
Vorschlag: BeiZeiten, Folge 19: Adam Qadmon.

Viel Spaß mit der aktuellen Folge und cremt euch gut ein: Es geht an die sonnigsten und heißesten Fleckchen der Erde! Und die Nüsschen nicht vergessen.

 

Direkter Download: MP3

Weiter geht es mit den Abbildungen zum „Adam Qadmon“:

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Höreindruck: Adam Qadmon

Treiben wir nicht alle ein bisschen wie Adam im Koan?
Trotz großem Hörgenuss fällt es mir diesmal schwer, meinen Ersthöreindruck zu schildern. Ich verweile derzeit in meiner Hängematte am Meer irgendwo zwischen Kairo, dem Uluru und dem Kailash und habe die neue Folge „Adam Qadmon“ erst spät in der Nacht hören können. Sprecher, Klangteppich und Musik waren wie von Lausch gewohnt wieder erste Sahne. Das Hörerlebnis unterm Sternenhimmel war traumhaft, nur bin ich leider dabei immer wieder eingenickt und habe die Szenen weitergeträumt, so dass ich danach nicht mehr unterscheiden konnte, was Traum war und was Hörspiel-Wirklichkeit. Traumzeit, irgendwie gut.Folge 19 - Adam Kadmon

Daher also diesmal mein Zweithöreindruck, nach dem ich auch nur unwesentlich schlauer bin. Was passiert da gerade in der zweiten Staffel? Wider Erwarten knüpft die Episode nicht an den Aufbau der Vorfolge an: Crowley, Rose, Arabella oder Richard werden zunächst nicht weiter inszeniert, dafür gibt es viele Gespräche um und mit Adam. Mich freut, dass seine Geburt und sein Geheimnis wieder stark ins Zentrum gerückt wird – da kommt noch was, scheint mir. Überhaupt kommt es mir so vor, als würde etwas vorbereitet, das Unausgesprochene ist sehr präsent, die Erzählung kreist um große Leerstellen herum. Günter Merlau holt weit aus, nimmt Kurs und weiß, wohin die Reise geht – ich habe jedoch beim Hören noch keine Ahnung, was da vorbereitet wird. Es fühlt sich sehr nach einem Rätsel an, dessen Elemente uns nach und nach serviert werden, dessen Inhalte wir aber selbst erst verknüpfen müssen. In jedem Fall ist es unerwartet.

Es passiert diesmal sehr wenig auf der Handlungsebene, dafür lauschen wir aber mehreren höchst ungewöhnlichen Gesprächen, deren größtes Fragezeichen jeweils durch die unerwartete Begegnung der Gesprächspartner entsteht. Wie und wieso kommen diese Figuren in diesen Zeiten und Orten zusammen? Erst William und „der alte Reisende“, dann William und dieses „Kindermädchen“ (ganz tolle Szene!), dann Adam und dieser „Bartholomäus“ in Australien und schließlich „unser Adam“ und sein Therapeut Salacar in der Zukunft… das ist alles irgendwie verwirrend und zugleich faszinierend. Vor allem aber ist es ein Rätsel für uns – wie kann das alles zusammenhängen?Was erzählen uns diese Bruchstücke?
Eine tolle Folge, die mich grübelnd zurück lässt.
Apropos grübeln: Es passt sehr gut, dass die Folge mit Adams Koan (wir erinnern uns an Folge 10) anfängt. Zur Erinnerung: Ein Koan ist im Zenbuddhismus ein „für die Vernunft unzugängliches Rätsel“, das man eine lange Zeit mit sich trägt und es umwälzt, bis eines Tages die Erkenntnis kommt. Wie Adam treibt auch der Hörer rätselnd in diesem Geheimnis dahin, „vom Koan Wasser umflossen“. Toller Text übrigens, die Koan-Stelle hatte mich schon damals in Folge 10 fasziniert.
Und was hat der titelgebende und doch nie erwähnte Adam Qadmon mit allem zu tun?

Ich verbleibe noch ein wenig schaukelnd in meinem Koan, der momentan eine Hängematte ist, und freue mich auf das erneute Hören. Ich bin gespannt auf eure Gedanken und den Austausch in den Kommentaren!
Frohes Grübeln allerseits!

P.S.: Diesmal kommt der Podcast leicht verspätet (wegen Ferien), daher volle Spoilerdiskussion direkt hier! So können wir vielleicht diesmal auf ein paar Beiträge direkt eingehen.

 

Folge 19 am 5. Juli!

Am 5.7. geht es offenbar weiter mit Folge 19:  „Adam Kadmon“!

Danke an Marc für den Hinweis!

Inhalt:
Adam Salton wird in Australien am Sterbebett seiner Mutter immer wieder in die Vergangenheit des Lebens im Outback gezogen. Auf dem Weg durch die Wüste trifft er im Niemandsland auf einen Fremden, der sich Bartholomäus nennt. Hat dieser Mann etwas zu verbergen? Auch Nathaniel und Jules Verne haben sich etwa 20 Jahre früher auf den Weg gemacht. Ihr nächster Halt ist die berühmte Gefängnisinsel in Französisch-Guayana. Wen oder was sie an diesem teuflischen und gefährlichen Ort finden werden, weiß nur Nathaniel. Und was hat der geheimnisvolle Patient von Jonathan Salacca mit den Geschehnissen zu tun?“

Folge 19 - Adam Kadmon

Podcast 18 – „Reise zum Mittelpunkt der Sonne“

Weiter geht’s mit dem Podcast zu Folge 18 der „SchwaStele des Anchefenchonsrzen Sonne“-Hörspielserie. Alle Flieger der Sonne und Rosenzüchter sind dazu eingeladen, mit uns zum „Mittelpunkt der Sonne“ zu reisen und sich dabei mit uns zu wundern, wohin die Reise geht.

Viel Spaß und dunkle Erleuchtung wünscht das  BeiZeiten-Team!

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Spoilerfreier Ersteindruck zu Folge 18: Back to the roots

Hinweis: Es werden hier keine Inhalte oder Handlungsdetails preisgegeben, versprochen!

Nach einem langen Winter steht am 5.April endlich die Sonne wieder am Hörfirmament. Und sie strahlt mit der Kraft manch alter Episode: Die „Reise zum Mittelpunkt der Sonne“ beginnt, bereits der Titel ist verheißungsvoll. Es geht dabei back to the roots, wir reisen mit den Ohren weit zurück zu den Anfängen der Geschichte(n). Und bekanntlich unternimmt man ja die weitesten Reisen ohnehin im Kopf.Folge 18

Ich habe die neuen Szenarien der letzten vier Folgen auch sehr geschätzt, gerade die Handlung um Aware war ein sehr anregender neuer Rahmen zu den alten Folge-Themen, eine neue, ungewohnte (und auch eher technische) Herangehensweise an den bekannten Stoff (und hat dabei eine Menge Erklärungen geliefert). Dieser Rahmen wurde nun aufgebaut, er steht – und spielt überraschenderweise in der neuen Folge erstmal keine große Rolle mehr.

Manche Hörer mussten sich mit der neuen Zukunfts-Handlungsebene des vergangenen Vierteilers erst gewöhnen, da vieles unerwartet futuristisch war. So viel sei verraten: Das ist diesmal anders, die neue Folge geht tatsächlich zurück zum emotionalen und inhaltlichen „Mittelpunkt“ der Geschichte. Es fühlt sich alles sehr vertraut an – jeder Handlungsstrang nimmt den Hörer direkt mit, sofern man die Folgen 1-10 kennt.

Mit Folge 18 beginnt also ein neuer Sechsteiler, der mit Folge 23 sein Finale erreichen wird. Diese sechs Folgen umspannen mehrere Handlungsbögen, die hier alle ihren Anfang nehmen (aber auch wieder unerwartete Routen einschlagen). Entsprechend ist es wieder „nur“ ein Anfang, der aber bereits eng verwoben ist mit den uns bekannten Episoden und liebgewonnenen (oder verhassten) Figuren.

Wer schon von dem „Aware und Chicago-Vierteiler“ begeistert war, wird ohnehin von der neuen Folge voll abgeholt.  Wer bei den Folgen 14-17 noch dem Feeling der „alten Sonne“ nachgetrauert hat, wird sich hier mit Sicherheit wohlfühlen – man wird hier direkt mit einer nostalgischen Umarmung empfangen und darf erneut beliebten (noch nicht auserzählten) Figuren LAUSCHen. Während große Hoffnungen auf kommende Ereignisse geweckt werden (wie so oft) und man dabei eine große okkulte Karotte vor die Spürnase gehängt bekommt (von der man aber wieder mal nicht den kleinsten Bissen abbeißen darf), vergeht die Stunde des Hörspiels wie im Flug.  Ich freue mich sehr, dass es diesmal wieder mehr auf Reisen geht und auch exotische Gefilde wieder angesteuert werden.

Mit etwas Wehmut hört man in diesem Sechsteiler noch einmal dem großen Harald Halgardt zu, der zum letzten Mal vor seinem Tod vergangenen Januar hier in der Rolle des Nathaniel de Salis zu hören ist. Da die kommenden fünf Folgen ebenfalls bereits aufgenommen sind, wird uns seine Stimme doch noch eine ganze Weile nach seinem Tod begleiten.

Außerdem  spricht eine neue Stimme den guten alten Jules Verne. Der ebenfalls vor einigen Jahren verstorbene Konrad Halver wird von Thorsten – Kai Botenbender beerbt, der mit gutem Gefühl für die Sprache seines Vorgängers in die großen Fußstapfen tritt. Eine sehr gute Wahl und eine Freude, Jules Verne wieder zu hören!

Die Folge ist insgesamt sehr vielfältig – da kommt einiges auf uns zu. Es wird schon seinen Grund haben, dass der ganze Stoff auf sechs Folgen verteilt ist. Demensprechend handelt es sich hier konzeptionell um eine Startfolge, die zunächst viel aufbaut und die Figuren in Startposition bringt. Das ist in keinem Moment langweilig und rundum gelungen.

Mir hat die neue Folge rundum gefallen! Im Gegensatz zu manch anderen Folgen, die sich erst bei erneutem Hören und bei Recherche ganz eröffnet und ihre tieferen Schichten freigelegt haben, war diese Folge sehr zugänglich und hat sofort gezündet. Ich kann daher diese Folge, die ein „Vorglühen“ der Handlung ist, wieder nur absolut empfehlen und hoffe, dass die Folge 19 nicht zu lange auf sich warten lässt. Aber bekanntlich kommt im Sommer die Sonne ja auch öfter raus als im Winter…

Damit beginnt also „Die Reise zum Mittelpunkt der Sonne“, und es wird sicher eine wahrhaft ungeheure Reise! Ich wünsche allen einen guten Aufbruch und viele Fragen und häufiges Wundern beim Sonnenbad! Wir hören uns „Bei Zeiten“ (kommende Woche).

Torsten Weis, 04.04.2019

Ich bin gespannt auf eure Meinungen nach dem ersten Hören – schreibt gern direkt hier spoilerfrei hier in die Kommentare.

Spoilerdiskussionen bitte dorthin verlagern: Link

Die neuen Cover!

Maritim hat die Titel und Cover der nächsten Sonne-Folgen angekündigt. Günter Merlau hat übrigens in einem Gespräch betont, dass das Ziel sei, jetzt wieder Kurs auf vier Folgen pro Jahr zu nehmen – die Episoden bis einschließlich Folge 23 sind bereits aufgenommen. Hier die Cover – was denkt ihr?

Folge 18Folge 19Folge 20

Auf irgendwas mit „Adam Kadmon“ warte ich ja schon seit dem Anfang der Folge 11… und hinter der Bezeichnung „Gefangener Nr.7“ verbirgt sich Rudolf Heß (Link) . Das wird spannend!