Podcast 06 – „Whitechapel“

In der 6. Folge „Whitechapel“ drehen wir erneut am Rad und haben eindeutig eine ordentliche Portion BoVril nötig: Nicht nur Jack the Ripper geht auf eine Gourmettour durch London, auch die okkulte Geheimgesellschaft schrammt dicht an der Ekstase vorbei, während die Nazis ihren großen Ausflug zum antarkischen Shangri-La planen. Draußen tobt Halloween und die Kinder sammeln Süßes oder Saures, wir hingegen schenken uns beim Podcasten nochmal richtig ein und diskutieren die doppelte Verneinung  bis uns fast die Augen zufallen. Fröhliches Zuhören!

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26 Kommentare

  1. Irgendwie hatte mich die Folge bisher am wenigsten mitgerissen auch nach erneutem hören gestern Abend. Klar es gibt auch hier viel zu erfahren aber dennoch. Ich war leider noch nicht in der Lage den Podcast ganz zu hören heute morgen. Vielleicht dann am Abend mehr dazu.

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  2. Ein paar Gedanken zum dem was zur Unterscheidung von Wahrheit und Fiktion gesagt wurde aber auch gerade auf das Beispiel mit Crowley. Es ist doch eigentlich oft etwas einfach zu sagen, das ist richtig, das ist falsch, der ist ein böser Mensch, der ist gut. Damit eckt man ja auch selten an. Aber ist das wirklich so einfach? Der wahrhaftige Mensch ist doch angehalten immer und immer wieder zu prüfen ob das den wirklich wahr ist was er für die Wahrheit hält. Ich zitiere hier kurz aus Wikipedia:

    Wahrhaftigkeit ist eine Denkhaltung, die das Streben nach Wahrheit beinhaltet. Wahrhaftigkeit ist keine Eigenschaft von Aussagen, sondern bringt das Verhältnis eines Menschen zur Wahrheit oder Falschheit von Aussagen zum Ausdruck. [1] Die Wahrhaftigkeit kann falsche Aussagen nur durch einen Irrtum hervorbringen. Zur Wahrhaftigkeit gehört die Bereitschaft für wahr Gehaltenes zu überprüfen.

    Das bringt natürlich gewisse Risiken mit sich. Was wenn am Ende ein böser Mensch vielleicht gar nicht mehr so böse erscheint?
    Es ist aber, und das möchte ich betonen, auch nicht zwangsläufig so, dass das Resultat einer solchen Prüfung ins komplette Gegenteil umschwenkt. Bei weitem nicht. Aber es lässt zu etwas aus verschiedenen Perspektiven zu ergründen und es kann zu einem Versrändnis führen für so eine Person. Das heisst ja nicht gleich diese von all ihren Sünden frei zu sprechen. Aber den „Feind“ oder das „Böse“ zu verstehen ist ein essentieller Bedtandteil der Weisheit. Insofern kann dieses Hörspiel uns durchaus etwas in unsere Wirklichkeit mitgeben. Nämlich die Fähigkeit solche Dinge erneut zu hinterfragen.
    Ähnlich seh ich das auch mit all den verschiedeben Schöpfungsmythen. Das ist nicht einfach nur Fiktion. Da gibt es sehr viele Elemente und Ebenen die einem doch dazu ansporn die als real geltenden Unstände nochmals zu hinterfragen und zu prüfen. Dabei geht es ja nicht darum jetzt an eine Schlange zu glauben die einem Hund nacj jagdte und so die Welt erschuf. Man kommt aber au Zusamnenhänge die einem schon zu denken geben. Die immer wiederkehrenden Motive die sich durch die ganze Menschheit ziehen. Ihr sagtet, Nathaniel und Verne haben den Artefakt gestohlen und das sei wie Prometheus. Ja genau das ist ja das verrückte an Mythologien. Die Themen sind uns nicht einfach fremd. Sie heissen vielleicht anders und müssen in leicht abgewandelte Situationen interpretiert werden aber irgendwie scheint doch auch in der Realität alles schon mal da gewesen zu sein auf gewisse Weise. Mir sträuben sich alle Haare bei dem Gedanken und doch bin ich völlig fasziniert.

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    1. Erstmal Hallo und vielen Dank fürs Zuhören und dein eifriges Mitdiskutieren! Deine letzten Worte kann ich nur unterschreiben: Bei mir ist auch eine Faszination da, auch wenn sich bei den ganzen historischen Wahrheiten oft die Haare sträuben und die Zehennägel kräuseln.

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  3. So, habt die Folge jetzt auch gehört und wie immer sehr unterhaltsam.
    Kurz zu meinen Kommentaren, ich Meinung bezieht sich auf die Person in Hörspiel, nicht auf die reale, auch wenn ich das gerne mal vergesse.

    Zun den „Geheimbünden“

    Ein Zirkel hat seine Kreise, der innere Kreis sind die Gründer bzw. Meister, der äussere Kreis sind die Lehrling oder Anwärter, dazwischen kann es alles mögliche geben. Meist schließen sich Personen aus einen anderen Zirkel zusammen und Gründen ihren eigenen um sich auf ein Teil zu spezialisieren der von den anderen Zirkel nicht die gewünschte Aufmerksammkeit bekommt. Als Beispiel : Ich war bzw. bin Mitglied in Magischen Zirkel von Deutschland (MzvD) ein Verein/Club in den Zauberkünstler und illusionisten Kontakte zueinander flegen und Fachsimpeln. Aus diesen Verein sind in laufe der Zeit viele Untergruppen entstanden, von den Zauberfreunden, die einfach nur Spaß an guten Zaubertricks haben bis hin zur pandämonischen Gesellschaft, die sich mit der Frage ausseinandersetzt, ob und ab wann ein Mensch anderen überlegen ist, der Techniken wie Mentalmagie, Manipulation, Hypnose oder ähnliches beherrscht. Jeder in der Ortgruppe weiss, früher oder später das es diese Gruppen gibt, um dort aufgenommen zuwerden bedarf es einen Paten, der die Person vorschlägt. Vor einiger Zeit gab es eine Gruppe die sich mit Entfesselungskunst auseinander gesetzt hat und sich auch oder fast überwiegen das Knacken von Schlössern beschäftigte. Und natürlich missbrauchten einige dieses Wissen. Das hat den ein schlechtes Licht auf alle Künstler geworfen.
    Ich denke ähnlich wird es auch bei den Orden in der Serie sein. Denn überall gibt es sowas wie ein Dachverband.

    Stichwort komische Fundsachen zur Schwarzen Sonne

    Ich kann gut nachvollziehn das einiges Material, was ihr findet nicht grade als zuverlässig oder glaubwürdig bezeichnet werden kann. Ihr könnt aber gern diese Sach in der Facebook-Gruppe teilen oder verlinken, ich glaube nicht, so bleibt ihr seriös und ich erfülle den Bullshit-Standard von Facebook.

    Zu den Schöpfungsmythen

    Wo gehn wir hin, wo kommen wir her, was ist der Sinn, ist da noch mehr ?
    So, oder so ähnlich muß es damals schon bei den ersten Stämmen rund um die hohle Welt geklungen haben. Tut es ja heute immernoch, also warum sollen sich die Mensch damals nicht die gleichen Fragen gestellt haben wie wir heute und klar beibt da was hängen und in laufe der Zeit kommt immermehr hinzu. Ich persönlich glaube nicht das es ein Ereignis gab, von denn all diese Mythen berichten, aber was weiss ich schon.

    Mein Fazit zu Folge 6

    Für mich beginnt hier ein neues Kapitel der Geschichte, Tibet liegt hinter ihn und es geht jetzt nach England. 3 Folgen Tibet, 3 Folgen England. Das Tempo verändert sich wie auch die Umwelt, neue Protagonisten tauchen auf und alte verschwinden. Oder anders gesagt, die Fahrt auf den Abgrund zu beginnt langsam, aber sie beginnt.

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    1. Meinst du, die Story rollt wirklich auf einen finsteren „Abgrund“, also eine Katastrophe zu, oder wird der Schluss doch eher erhellend? Ich glaube, der Ton der Serie (auch wenn Adam von einer „Tragödie“ spricht) ist eher suchend-tröstend… bald können wir uns begründetere Gedanken machen, wie das ganze wohl ausgeht.

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      1. Die Katastrophe gilt es ja zu verhindern,
        was heißt sie steht unmittelbar bevor und das ist der Weg.
        Es muß noch sowas wie ein Rückschlag kommen, schon allein die Regeln des Geschichten erzählens schreiben das vor, was soll sonst in den 3 Folgen noch passieren ?
        Nur Aufklärung wär doch langweilig.
        Von einer Tragödie wissen wir ja schon, doch die schlimmste aller Katastrophe bleibt uns hoffentlicht erspart, das das Ganze so endet wie LOST oder schlimmer.
        Ich glaub nicht an ein endgültiges Ende wie z.B. die vernichtung der „Ewigen“ oder der Welt. Vielmehr an ein offenes Ende, das zwar den Zyklos der Saltons und Bergers abschließt doch noch genug Fragen offen läßt.
        Persönlich hoffe ich ja das der letzte Track von Folge 13, der erste Track von Folge 1 ist. So wurde sich der Kries schießen und ich könnte die schwarze Sonne in einer Endlosschleife Hören und wär für immer gefangen.
        Kein Anfang, kein Ende, egal wo du anfängst, du kommst zum Schluß immer wieder an den Punkt wo du angefangen hast.
        Was für den Suchenden einer Katastrophe gleich kommt.
        Alle Erfahrungen, Verluste, Schmerzen, Trauer und Bemühungen umsonst, wie wurdest du das nennen ?

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  4. Georg, Du meinst so ähnlich wie beim Schwarzen Turm? Dort fängt es ja dann auch wieder mit dem ersten Satz des ersten Buches an. Allerdings hat sich etwas kleines verändert. Das find ich noch spannend.

    Zu dem was die „Ewigen“ nun mit den Toren genau wollen. Es könnte doch sein, dass Jack & Co. dafür verantwortlich gemacht wurden, dass das Artefakt abhanden gekommen ist und desshalb an die Oberfläche ins exil geschickt wurden solange bis sie den Pfeil zurück gebracht haben. Zum einen wollen sie natürlich, dass die Tore für Menschen verschlossen bleiben, zum anderen müssen sie ja das Tor auch öffnen um das Artefakt zurück zu bringen und sich selbst. Da sie das Artefakt aber nicht selbst berühren oder aktivieren können zeigt, dass sie selber ja auch an Gesetzmässigkeiten gebunden sind. Es gelten einfach andere als für uns. Ausserdem scheint ja daqs berühren oder eben das aktivieren dieses Pfeils den Menschen ja auch nicht unbedingt immer so gut zu tun.

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    1. Guter Gedanke.
      Aber: Die Entwendung des Artefakts war Anfang der 1860er Jahre (Verne veröffentlichte „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ 1864). Wie passt es dann dazu, dass

      – sich bereits die Hochkulturen ihre Existenz durch Darbringen von Menschenopfern erkauft haben (Folge 2)?
      – Wulfhere (7. Jahrhundert) und Elisabeth Báthory (17. Jahrhundert) dieselben Stimmen haben wie Caswell und Arabella?
      – John Cleves Symmes bereits 1829 vom Schwarzen Orden getötet wurde (Folge 2)?

      Die Lemuren existierten also bereits zeitlich früher. Wenn es sich aber um eine Zeitschleife handelt, wie macht man das dann passend? Die Lemuren müssten dann mit einem riesigen Vorlauf arbeiten (Zeit spielt für sie ja keine Rolle). Die Menschenopfer waren dann reiner „Zeit“vertreib?

      Und: Der Lemur Göring (Arabellas Fürst) berührt den Artefakt in Folge 4, Track 8.

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      1. Das Artefakt wurde schon mal gestohlen. Es ist alles wiederkehrend.
        Die Lemuren können das Artefakt anfassen aber nicht aktivieren oder nur nicht im aktivierten Zustand anfassen.
        Menschopfer waren immer nötig, die Energie ins innere der Erde zu liefern und hat gar nichts mit den Toren ansich zu tun?

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  5. @ Cautes_Mithra: Leider kann ich da nicht folgen.
    Wie wäre es denn, wenn du mal eine grobe Abfolge der Ereignisse im Bereich THEORIEN postest. Dann hätten wir eine Grundlage, um über die Zusammenhänge des Wiederkehrenden zu sprechen.

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    1. Du meinst jetzt wegen dem gestohlenen Artefakt? Ich denke mir das so. Was machen Mythen aus? Das sind Themen und Motive die nicht einer genauen Zeit zugeschrieben werden weil sie eben immer wiederkehrende archetypische Ereignisse beschreiben die in jede Zeitepoche interpretiert werden können. Die Geschichte also von Pythagoras der seinem Meister den Pfeil gestohlen hat kann man ja damit vergleichen, dass Nathaniel und Verne den Pfeil genommen haben. Das heisst aber nicht, dass es in der Vergangenheit nicht noch andere Menschen gegeben hat die den „Pfeil“ oder die „Lanze“ auf die eine oder andere Art auch gestohlen oder ansich genommen haben. Irgendwie kam ja die Lanze auch in die Hände von Longinus der damit dann Jesus verwundet hat. Aber das sind immer nur Beispiele von vielleicht unzähligen solcher Geschichten. Der Mythos umschreibt alle diese Vorgänge in allen Epochen und gibt ihnen einen mythischen Namen.

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      1. Vielelicht noch ein Beispiel. Weltuntergangsmythen wie Armageddon, Ragnarök usw. Die beschreiben ja eigentlich nicht den Untergang der Welt sondern den Untergang einer Welt damit ist eine Epoche oder ein Werteverständnis gemeint. Die Offenbarung des Johannes z.B. kann z.B. sehr fixiert auf den damaligen römischer Kaiser sein der für die damalige christliche „Welt“ den Untergang einzuleiten drohte. Heuzutage denken wir aber vielleicht eher an einen atomaren Unfall wenn wir von Weltuntergang sprechen. Die „Welt“ der Nazis ging mit dem Ende des Krieges unter, das römische Reich das im übertrgenen Sinne eine Welt war ging sogar 2 mal unter (oder besteht im geheimen immernoch?) usw.

        Der Graalsmythos wiederum ist so ein Versuch, diesen Untergang der „Welt“ zu verhindern und die „Welt“ wieder auf ihren Grundfesten zu erneuern bevor sie eben durch die Katastrophe untergeht. Der Graal könnte auch ähnlich interpretiert werden wie dieser Pfeil um den es in der Schwarzen Sonne geht.

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  6. Eine Überlegung hätte ich noch zur „Crowley-Zugszene“.

    Nathaniel ist äußerst freundlich zu Aleister, bietet ihm Süßigkeiten an, will mit ihm spielen, etc.

    Natürlich kann das einfach nur darauf zurückzuführen sein, dass Nathaniel äußerst empathisch ist, was in diesem Track auch nochmals mehrfach betont wird.

    Andererseits weiß Nathaniel mehr als andere und ich habe mich gefragt, ob Nathaniel in dieser Szene bereits weiß / erkennt, was aus Aleister wird und er versucht, auf ihn Einfluss zu nehmen.

    An dieser Stelle sei daran erinnert, dass Nathaniel offenbar auch mit Richard freundschaftlich verbunden ist. Wir erfahren zwar nichts Näheres über diese Freundschaft, aber Richard und Nathaniel empfangen Adam in Folge 1 gemeinsam und anscheinend ist Nathaniel schon seit einiger Zeit Gast bei Richard bzw. kennt ihn schon länger. Zwischen beiden scheint sogar eine ähnliche Vertrautheit zu bestehen wie zwischen Nathaniel und Jules Verne.

    Könnte es sein, dass Nathaniel bewusst die Nähe von Menschen sucht, die von den Ewigen beeinflusst werden, um sie zu mäßigen oder sogar auf die „gute Seite“ zu ziehen?

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    1. Das hab ich mir auch schon überlegt. Nathaniel ist ja irgendwie an Gutmütigkeit und Wahrhaftigkeit kaum zu überbieten was schon beinahme an „übermenschlich“ grenzt. Er sieht in jedem Mensch etwas gutes und versucht diesen Funken zu entzünden auch wenn dieser fast schon ausgelöscht ist.

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  7. Noch ein wenig Trivia zur Ripper-Storyline.

    Die Doppelverneinung im Goulston-Street-Graffiti wird wohl (nach überwiegender Meinung) darauf zurückgeführt, dass der Urheber den Londoner Cockney-Dialekt gesprochen hat. Bei diesem Dialekt ist diese grammatikalische Besonderheit anscheinend charakteristisch.

    Torsten wirft im Podcast die Frage auf, weshalb die Freimaurer denn bewusst den Hinweis auf sich lenken sollten bzw. sagt, dass das unlogisch wäre. Dazu habe ich gefunden, dass Vertreter der „Hiram-Abif-Theorie“ behaupten, dass es kein Hinweis, sondern vielmehr eine Warnung sein sollte. Das Freimaurertum war zu dieser Zeit stark verbreitet. Auch die Ermittler und höheren Polizeibeamten hatten Zugang zu diesen Kreisen. Das Graffiti soll somit ein Hinweis an diese Ermittler gewesen sein, nicht zu tief in der Angelegenheit zu bohren, da die ganze Sache im Zusammenhang mit den Freimaurern steht und somit eine weitreichendere Dimension hat als „einfache“ Morde eines sadistischen Serienkillers.

    Für Hörspielfans die Interesse am Ripper-Mythos haben und es noch nicht kennen, noch eine Empfehlung: „Offenbarung 23 – Folge 21 – Jack the Ripper (Live in Berlin)“. Ich denke, man darf diese Serie hier nennen. Inzwischen steht ist ja gemeinsam mit der „Schwarzen Sonne“ unter dem Dach von Maritim 😉 Eigentlich ist die Folge kein richtiges Hörspiel, sondern eine Live-Inszenierung in der gezeigt werden soll, wie man eine handfeste Verschwörungstheorie bastelt. Dabei werden die bekannten Ripper-Fakten, die auch in der „Schwarzen Sonne“ verwendet werden, in einen Mixer geworfen und so zusammengesetzt, dass zum Schluss kaum noch Zweifel bestehen, dass der einzig mögliche Täter eine sehr bekannte historische Figur ist, die auch in der „Sonne“ vorkommt 😉

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  8. Ja, diese Folge war doch sehr faktenlastig und machte eher den Eindruck eines Prologs, konnte sich im letzten Track dann jedoch „steigern“…

    Ich habe mal das vom Orden intonierte Credo recherchiert:

    Das Rosenkreuzertum trat im 17. Jahrhundert als Reformbewegung innerhalb des deutschen Protestantismus mit zwei Manifesten sowie der romanhaften Allegorie „Chymische Hochzeit des Christian Rosencreutz. Anno 1459“, eines teilweise obskuren alchemistischen Märchens, an die Öffentlichkeit.
    Das Buch schildert sieben Tage im Leben des fiktiven Christian Rosencreutz. Am ersten Tag erhält der am Fuße eines Berges als Eremit lebende, demütig und fromm dargestellte Greis die Einladung zu einer königlichen Hochzeit:

    Heut, Heut, Heut,
    Ist des Königs Hochzeit,
    Bistu hierzu gebohren,
    Von Gott zu Frewd erkohren,
    Magst auff den Berge gehen,
    Darauff drey Tempel stehen,
    Daselbst die Geschicht besehen.

    Halt Wacht,
    Dich selbst betracht,
    Wirst dich nit fleissig baden,
    Die Hochzeit kan dir schaden.
    Schad hat, wer hie verzeücht,
    Hüet sich, wer ist zu Leicht.

    Zu den bedeutenderen rosenkreuzerischen Gemeinschaften zählt der „Hermetic Order of the Golden Dawn“. Man übernahm die ursprünglichen Grade der deutschen Gold- und Rosenkreuzer des 18. Jahrhunderts und fügte einen 10. Grad (Ipsissimus) hinzu. Laut Gründungslegende sei man durch ein altes aufgefundenes „Cipher Manuscript“, dessen Echtheit umstritten ist, seitens eines hochrangigen Mitglieds eines deutschen Rosenkreuzerordens, ermächtigt und legitimiert gewesen, den englischen Zweig zu begründen.

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  9. Meine lieben Herren Ulbricht, Schmidt und Weis,

    meine doppelte Bejahung zu Ihrem 6. Werksgespräch, das (obwohl nur zu hören) sich wieder mal sehen lassen kann.

    Jetzt ist es also erstmal nicht mehr so Ahnenstrengend?
    Weil in (möglicherweise Wohn-)Blöcken erzählt wird.
    Gepriesen sei die Mehrdeut(li)chkeit!

    Und wieder: Die Sonne entfaltet sich geometrisch aus der großen Lehre im Zen-trum.

    Aber was sind schon Rosenkreuzer, wenn Johann Abaris singt: „Wo gehn‘ all die Briefe hin?“
    Oder wie schon die Alten sungen: „Vom Nordpol zum Südpol ist nur ein Kat-zen-sprung!“
    Und dann war da noch dieser Evergreen: „Why do Byrds sudenly appear?“

    Was Weis ich?
    Der Ul bricht ab!
    Und muss der Sch midt?

    Mit besten Grüßen auch an den (wohin eigentlich?) verzogene Bengel

    vom vernachlässigten Kind

    Günter Merlau

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    1. „Ich glaube die größte Barmherzigkeit der Welt ist die Unfähigkeit des menschlichen Verstandes alles sinnvoll in Beziehung zu setzen…
      Wir leben auf einer friedlichen Insel der Ahnungslosigkeit, inmitten schwarzer Meere der Unendlichkeit und es war nicht vorgesehen das wir diese Gewässer weit befahren sollen.
      Die Wissenschaften steuern alle in völlig verschiedene Richtungen. Und sie haben uns bislang nur wenig Schaden zugefügt.
      Doch eines Tages wird uns das Aneinanderfügen einzelner Erkenntnisse so erscheckende Perspektiven der Wirklichkeit und unserer furchtbaren Aufgabe darin eröffnen, dass diese Offenbarung uns entweder in den Wahnsinn treibt, oder uns aus der tödlichen Erkenntnis in den Frieden und den Schutz eines neues, dunklen Zeitalters flüchten lässt.“

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  10. Schönen guten Tag, die Herren!

    Ich arbeite mich gerade im Auftrag von Günter Merlau durch die Serie „Die Schwarze Sonne“ und durch euren fabelhaften Podcast. Es ist wirklich eine Freude, euch beim Spekulieren zu zu hören 🙂

    Bei der Recherche zu Folge Sechs bin ich auf einen weiteren „Fun Fact“ zur Jack-the-Ripper-Story gestoßen (wobei ich nicht sicher bin, ob Spaß hier das richtige Wort ist…), was die Niere der armen Catharine Eddowes betrifft. Dass Jack diese braten und verspeisen möchte hat tatsächlich einen realen Hintergrund… Nach dem „Dear Boss“ Brief, der auch in der Folge vorkommt, wurden noch weitere Nachrichten an die Polizei gesandt, die meisten selbstverständlich Fälschungen. Doch einer, der sogenannte „From Hell“ Brief erlangte einige Beachtung, da er sich handschriftlich und stilistisch von allen anderen Einsendungen unterschied, zudem wurde er mit einer halben menschlichen Niere geliefert. Der Verfasser behauptet, die anderen Hälfe gegessen zu haben. Hier der Originaltext:

    From hell

    Mr Lusk (dies ist der Polizeibeamte, an den der Brief adressiert ist)
    Sor
    I send you half the
    Kidne I took from one women
    prasarved it for you tother pirce
    I fried and ate it was very nise I
    may send you the bloody knif that
    took it out if you only wate a whil
    longer.

    signed
    Catch me when
    you Can
    Mishter Lusk.

    Das finde ich fast schon beängstigend, dass die gruseligen Details teilweise der Realität entstammen.

    Grüße!

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    1. Cooler Fund! Aber tatsächlich sind die realen, historischen Bestandteile die wirklich gruseligen Zutaten – von Jack the Ripper über die Nazis bis zu Cameron stößt man auf tiefe Abgründe der Menschheit, sobald man etwas recherchiert. Darauf erstmal einen Nierentee oder ne Tasse Vril! Cheers.

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