Podcast 21: Atahualpa

Podcast Beizeiten 21Endlich gibt es wieder Erdbeerbaiser für die Seele! Im neuen Podcast zur „Schwarzen Sonne 21: Atahualpa“ oszillieren wir zwischen zwei Realitäten und wälzen unterschiedliche Gedanken und Interpretationsansätze zu den Geheimnissen der Hörspielserie.

Falls ihr langsam den Durchblick verliert: Wir starten diesmal mit einem Überblick und machen uns erst nochmal klar, wie die Welt der „Sonne“ überhaupt aufgebaut ist.

In diesem Sinne: To infinity! And beyond!

Direktdownload: Mp3

Wie immer: Alles Theorie und Spektulation. Diesmal sind wir uns in einigen Sachen uneins und stellen verschiedene Ansichten vor – da würde uns interessieren, ob ihr uns weiterhelfen könnt. Was haltet ihr von dem Schaubild und dem „Beyond“, haltet ihr Samus „Münztheorie“ für plausibel? Und die Zwillingsnummer? Liegen wir verkehrt im Orbit? Passiert der Bartholomäus-Flug real, im Traum, in Hypnose, oder einer NTE? Haut in die Tasten, es wird Zeit zum Diskutieren!

Und hier folgt noch noch das Schaubild, von dem im Podcast die Rede ist. Hoffentlich trägt es zu Klarheit und Erkenntnis bei! Selbstverständlich völlig spekulativ, inoffiziell und ungesichert, also anschnallen! Passt das?

Sonne Weltbild 1

Zur Erläuterung (wie im Podcast ausgeführt):

Es gelten folgende Annahmen für das Schaubild, um das Weltbild der „schwarzen Sonne“ zu verstehen:

1. Es gibt (mindestens) zwei gegenüberliegende Realitäten. Durch Einwirken der Kraftwerke (Story um Maartens, Knotenpunkte der Erde) wurde die Realität so verbogen, dass es zu einem Nebeneinanderliegen der beiden Realitäten gekommen ist – und beide beeinflussen sich.

2. Wir benennen beide Realitäten jetzt zur Klarheit.

a) Es gibt die Realität um die Wissenschaftler in der Zukunft, um Jonathan, Jack, Elisabeth, Helmut – und so weiter. Das ist die Realität AWARE, auf dem Schaubild rechts zu sehen.

b) Dem gegenüber liegt die Realität, in der unsere Abenteuerreisen stattfinden, wo Adam und Nathaniel unterwegs sind, wo Jules Verne auf Reisen geht, wo fantastische und okkulte Dinge passieren. Das ist die SALTON-Realität.

3. Beide Realitäten resultieren auseinander, sie beeinflussen sich. Es ist möglich (aber nicht zwingend), dass die Salton-Realität zeitlich vor der Aware-Realität stattfindet. Genauso ist aber die Aware-Realität der Urspung der Salton Realität. Mehrere Realitäten sind denkbar, aber irrelevant für unser Bild.

4. Es gibt etwas dazwischen – ein Ort, Zustand oder eine Ebene jenseits der Realitäten. Dorthin kommt man, wenn man die 12 NTE Stufen bei Aware – oder im Tod – durchläuft. Wir bezeichenen dies als „BEYOND“. Das ist kein Ort, sondern eine kaum zu erfassende Ebene, ein Zustand. Wenn man da drüber nachdenkt, geht es einem wie den Figuren aus den Lovecraft-Geschichten: Es übersteigt unseren Verstand, man wird wahnsinnig oder nimmt anderen Schaden. Dort gibt es auch kreischende, fantastische, lauernde Kreaturen und Phänomene, aber auch Frieden oder ewige Qual. Diesen Ort nennen wir NICHT „Jenseits“, obwohl es als „Jenseits der 12“ in der Sonne benannt wird. Das würde verwirren (weil als „Jenseits“ auch im Hörspiel die „Salton“-Realität bezeichnet wird. Wir nennen diesen Ort BEYOND (auch in Erinnerung an Lovecrafts „Beyond the wall of sleep“). Dieses Beyond ist sowas wie „Himmel“ oder „Hölle“, „Nirvana“, Traumzeit oder – vielleicht in der Sonne -auch Agartha.

5. Zwischen den Realitäten kann die Schauberger hin und her fahren, durch Zeit und Raum. Ebenso bewegen dort unsere Protagonisten hin und her. Sie kommen dort hin durch NTEs, Quantenmechanik (Tesla), Portale, Eingänge ins Erdinnere, Schmerz, Tod, Okkultes, etc.

6. Es kommt zur Überlagerung beider Realitäten – ein schleichender Phasenübergang. Erinnerungen und PErsönlichkeiten vermischen sich.

39 Kommentare zu „Podcast 21: Atahualpa“

  1. Ich höre gerade euren Podcast. Absolut genial, die Grafik als Veranschaulichung und Grundlage zu nehmen. Ich denke auch, dass dies die „Die schwarze Sonne“ Welt in ihrer Komplexität gut darstellt.

    Ich bin sehr gespannt, auf welche weiteren Ideen / Erkenntnisse / Theorien etc. ihr noch stoßen werdet.

    Übrigens: ein „anonymous“ war ich. Ich hatte meinen Namen, wie von euch auch erwähnt, leider nicht eingetragen 😉 Und im Nachhinein kann man das wohl leider nicht mehr ändern.

    Beste Grüße und weiter so!

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    1. Haha, ein weiterer Anonymous aufgedeckt? Ein paarmal war es auch Samu…
      Bin gespannt, ob das Schaubild so angenommen wird – was man ergänzen oder verändern muss. Viele PErspektiven, viele Ideen…

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  2. Hallo zusammen,

    bin mit dem Podcast erst zur Hälfte durch und habe jetzt schon 1000 Ideen zum Posten… Ich fange mal an, mit einem Gedanken, der mir insbesondere beim ersten Track gekommen ist, in dem Salacca offenbar mal wieder einen Salton auf der Pritsche hat, der ihn von einem anderen Leben bzw. einer anderen Realität berichtet.

    Das was jetzt kommt ist noch etwas Unausgegoren und Ungeschliffen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das passen könnte (zumindest Teile davon).

    Mit fiel auf, das wir alle das Abtriften in eine völlig andere Realität kennen. Wir nennen es „träumen“. Manche Träume sind so real, dass sie uns auch noch nach dem Aufwachen beschäftigen. Im Regelfall passiert aber das was Samu im Podcast als „Gnade des Vergessens“ (oder so ähnlich) bezeichnet. Wir drücken den Reset-Knopf und können uns sagen „Es war nur ein Traum“ und „Das hier ist die Realität“.

    Was wäre wenn wir diese Grenzen auflösen und mal unterstellen, dass das nur eine Illusion ist. Tatsächlich gibt es keine „eine Realität“, sondern wenn wir einschlafen und träumen, bewegen wir uns tatsächlich in einer anderen Realität, die wir im Traum erst schaffen. Vielleicht verbringen wir ein ganzes Leben in dieser anderen Realität und wenn wir „aufwachen“ suggeriert uns Normalos ein Schutzmechanismus „Das war nur ein Traum / gab es gar nicht?“, damit wir nicht durchdrehen.

    Bei den 21ern funktioniert vielleicht dieser Schutzmechanismus nicht. Sie verschwimmen von einer Realität in die nächste und sind nie richtig im „Hier und Jetzt“ bzw. wenn sie es mal sind können sie nicht resetten und tragen die anderen Realitäten im Bewusstsein mit sich.

    Es könnte sein, dass die Wissenschaftler eigentlich „Normalos“ sind, die es künstlich schaffen, sich wie 21er zwischen den Realitäten zu bewegen.

    Dies würde die Bett-Szene von Jack mit seiner Frau erklären. Zwischen der einen Szene in der „Aware-Realität“ und der anderen lag ein ganzes Leben als Marquis de Sade, das er komplett erinnert und daher nicht wie einen Traum abstreifen kann, sondern auch in die „Aware-Realität“ trägt.

    Ein Indiz dafür wäre, dass es in der Sonne zahlreiche Anspielungen auf Träume gibt. Sie spielen also definitiv eine Rolle. Es gibt explizit die benannte „Traumzeit“. Es ist die Rede von Träumen von Träumen in Träumen. Adam schafft Realitäten und schwitzt Plasma (Schwitzen wir nicht manchmal, wenn wir besonders intensiv träumen?).

    Vielleicht passt es auch zu dem Zitat in der 21: Nathaniel lebt ewig und wird alt wie Methusalem (weil er zwischen seinen Aware-Tagen ganze Leben in anderen Realitäten aber in anderen Körpern verbringt), Adam lebt einzig (weil er in einem Körper von einer Realität in die andere gleitet).

    Außer dem Schlaf könnte auch der Tod einen solchen Übergang schaffen. Das dockt jetzt so ein bisschen an Samus Theorie mit dem Wechsel zwischen den Realitäten an, wenn eine Person in einer der Realitäten stirbt.

    Würde übrigens auch toll passen, da es auch mythologisch eine enge Beziehung zwischen Tod und Schlaf gibt. Schließlich wird der Tod auch als Schlafes Bruder bezeichnet, was wiederum auf die griechische Mythologie zurückgeht. Hypnos -der Gott des Schlafes- ist der Bruder von Thanatos -dem Gott des Todes.

    Ist der Schlaf am Ende der dunkle Bruder des Todes?

    Werden wir durch den Schlaf bereits zu Lebzeiten mit dem Tod vertaut gemacht?

    Mir brummt der Schädel… Ich lege mich jetzt erstmal aufs Ohr, träume ein Leben von Hernando de Salto durch, drücke morgen früh auf „Reset“ und höre den Sonne-Podcast fertig 😉

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    1. Hallo Rechelino,

      ich muss sagen, dass mir diese Theorie und Erklärung des Träumens am plausibelsten erscheint. Diese Art von Träumen würde diese Theorie von zwei Realitäten gut unterstützen

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  3. Ich tippe meine Gedanken zum Cast und zur Folge heute mal nach und nach runter, werde aber versuchen, das mal thematisch in verschiedene Posts zu unterteilen, damit es vielleicht leichter ist, themenbezogen zu kommentieren und Theorien gezielter zu widerlegen oder zu unterstützen.

    Ich fange mal an mit dem Thema „Zwillingsbrüder Jack und Adam“.

    Das bezieht sich eigentlich nicht auf die Folge 21, aber Ihr sagt im Cast, dass Ihr darauf hingewiesen wurdet, dass inzwischen aufgelöst worden sei, dass Jack und Adam keine Zwillingsbrüder sind, wobei als Beleg ein Dialog zwischen Jack und Jonathan aus der 17 eingespielt wird.

    Da möchte ich allerdings nochmal entschieden widersprechen. Im Prinzip wirft Jack in dem Track nur die Frage auf, wie „die“ an die Bilder gekommen sind und Jonathan gibt zu, dass er es war, der sie „ihnen“ zugespielt hat. Weder sagt Jack explizit, dass Adam nicht sein Bruder ist, noch gibt Jonathan eine Manipulation an den Bildern zu.

    Ich gebe zu, dass man die Szene durchaus als Argument gegen die „Zwillingsbrudertheorie“ verwenden kann, will das aber als Beweis noch nicht gelten lassen.

    Nicht falsch verstehen… Mir wäre es sogar recht, wenn die beiden keine Brüder wären, da ich das gedanklich anders eigentlich auch gar nicht unterbringe.

    Um zu vermeiden, dass wir in falsche Richtungen denken und bestimmte Theorien als Sackgasse festlegen, muss man aber zwischen „gesichertem Wissen“ und „Spekulation“ differenzieren. Man kann z.B. inzwischen als „gesichertes Wissen“ bezeichnen, dass Jonathan Salacca aus der „Aware-Realität“ ein Alter Ego namens Nathaniel de Salis in der „Salton-Realität“ hat. Die Frage ob Jack und Adam Zwillingsbrüder sind, hätte ich aber gerne noch in der Schublade „ungeklärt“.

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    1. Okay.
      Da herrscht noch viel Unklarheit beim Thema Zwillingsbruder. Es gab mehrere Sichtweisen dazu per Messenger/Mail) – aber diskutieren wir das lieber hier gemeinsam! Damit es allen klar ist: Was wir im Podcast sagen oder hier zeigen sind alles Spekulationen, vom Schaubild bis zu irgendwelchen Behauptungen im Cast – wir wissen nichts gesichert. Ich drehe mir ja auch die Sonne-Welt wie sie mir gefällt…

      @Rechelino:
      Aus der Szene aus der 17 und Jacks Aussagen aus der 14 können wir aber auch festhalten:

      Die Bilder sind eine komplette Fälschung, Salacca hat sie nicht nur den Agenten zugespielt, sondern auch manipuliert. Beleg: Jack wundert sich, warum er fußballspielend drauf ist, obwohl er nie gespielt hat.
      Es gibt keine Aussage von Jack selbst über Adam als Zwillingsbruder, es wird nur von den Agenten (mit den gefälschten Bildern) behauptet, es sei sein Bruder – an den sich Jack aber nicht erinnern kann.
      Die Bezeichnung „dunkler Bruder“ ist nicht dasselbe wie „Zwillingsbruder“. Dass Jack in Nedr Gwint als „dunkler Bruder“ bezeichnet wird, hat eventuell nichts mit dem Anfang der 17 zu tun.

      Verwirrend: In Folge 20 redet Bartholomäus von einem „Stiefbruder“ Adams… das kommt noch oben drauf.

      Was denkt ihr – sind Jack und Adam Zwillingsbrüder? Viele Perspektiven, viele Erkenntnisse.

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  4. Zum Thema „Zusammenhänge beachten / Stammbaum Nathaniel“:

    Erstmal danke für die Ehre, im Podcast zitiert zu werden 😉

    Samu und Jonas werfen gegen die Idee ein, dass es nicht zum altruistischen Charakter von Nathaniel passen würde, die Realität zu beeinflussen, um (egoistisch) seine eigene Existenz zu sichern.

    Da wurde ich, glaube ich, falsch verstanden, bzw. muss etwas zu meinem Gendanken klarstellen.

    Meine Grundannahme ist ja, dass Jonathan Salacca der Sohn von Rahel und Johann ist (was zeitlich passen würde und was man auch dramatisch wunderbar unterbringen könnte – siehe mein Post zu Folge 20).

    In der „narrativen Chronologie“ von Jonathan würde er nach meiner Theorie, seine Herkunft kennen, bevor er die Fähigkeit hat zu „springen“ und als Nathaniel de Salis in der „Salton-Realität“ zu wirken. Er müsste seine Existenz nicht retten, da es Fakt ist, dass er bereits existiert. Er müsste sich allerdings gleichzeitig eingestehen, dass seine Existenz nicht nur auf „guten“ Faktoren wie z.B. der Liebe seine Eltern basiert, sondern auch „böse“ Ereignisse wie die Machtergreifung der Nazis, der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, etc. „conditio sine qua non“ für seine Existenz sind. Er hätte daher bereits akzeptiert, dass das Gute nicht ohne das Böse sein kann bzw. das Gut und Böse oszillieren.

    Wenn er dann in der „Salton-Realität“ wirkt, kann er zwar Einfluss nehmen und Dinge korrigieren, aber nicht grundlegend ändern, da dann nicht nur seine Existenz, sondern die gesamte Existenz vernichtet werden würde. Etwas plastischer gesprochen kann er Korrekturen am Gemälde vornehmen, aber kein neues Bild malen. Das wäre evtl. dann auch die „Tragödie unserer Existenz“ oder auch die „endlosen Qualen“ von denen in der Sonne die Rede ist. Damit alles im Einklang ist, müssen notwendigerweise auch schlimme Ereignisse geschehen.

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  5. Zur Szene „Barthalomäus / Adam“:

    Hier noch eine Beobachtung, die im Cast so nicht benannt wurde, von der ich aber auch nicht weiß, ob sie uns irgendwohin führt.

    Die Bibelstelle auf die in dem Track Bezug genommen wird, lautet: „Als Jesus Natanaël kommen sah, sagte er: Das ist ein wahrer Israelit, ein Mann ohne Falschheit.“ Ich war da etwas irritiert wer denn dieser Natanaël ist, bis ich nachgeschlagen habe, dass der vollständige Name des Jüngers Natanaël Barthalomäus lautet und er nur in der Kurzform Barthalomäus genannt wird. Wir haben also, in der Figur unter der Bayran in der Salton-Realität (oder ggfs. auch im Beyond) in Erscheinung tritt einen Nathaniel versteckt…

    Ein Zufall kann man da wohl ausschließen, ob es auf etwas hinweist, kann ich aber auch nicht sagen. Ich hatte überlegt, ob es möglich wäre, dass Dr. Bayran nur eine düstere Version von Jonathan Salacca ist, aber das macht nicht wirklich Sinn…

    Dann muss ich sagen, dass mich die Szene sehr stark an Adam / Jack in Nedr Gwind erinnert hat. Der große Showdown eines Protagonisten mit einem Antagonisten mit einem (tödlichen?) Sturz am Ende. Das Ganze gespiegelt, indem Adam in Nedr Gwind den Ton angibt, während er im Flugzeug in der passiven Rolle ist. Die Spiegelung dann auch in der Landschaft / Umgebung (fast schon als Yin und Yang-Symbol). In Nedr Gwind der Sturz in dunkler Umgebung in den weißen Strudel, jetzt der Sturz über der weißen Eiswüste in den dunklen Schlund. Das sind jetzt alles nur Assoziationen / Beobachtungen ohne eine vernünftige Schlussfolgerung meinerseits. Aber vielleicht hat ja noch jemand die Verwandtschaft dieser Szenen bemerkt und kann sich darauf einen Reim machen.

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    1. Auch hier noch ein Nachtrag zum Podcast: Am Anfang schildere ich meine Idee vom Beyond. Da habe ich mir (um nicht vorzugreifen) verkniffen zu sagen, dass man das „Beyond“ auch Hölle oder Tartarus nennen könnte… Adams Sturz aus dem Flugzeug ist für mich sowas wie der „Höllensturz“ von Luzifer, der ja in unserer Interpretation Jack ist, der zurück in die Zeit stürzt (den wir sogar in einem höllenartigen Gefängnis in dieser Folge treffen).
      Beide „stürzen“aus ihrem Leben ins Beyond (oder „Tartarus“).

      Da ich beschreibe, dass Adam sich dabei wahrscheinlich in einer Art „Rückführungshypnose“ befindet (und vielleicht an einer Maschine bei Aware hängt), liegt das Thema NTE auf der Hand. Vielleicht sind diese „Reisen in Adams Ich“ ja schon erste NTE-Stufen mit dem Reiseführer Bayam – und er schubst ihn eben aus Ungeduld jenseits der 12, und wir haben den Schlamassel.

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  6. Zur Szene „Sara / Jonathan“:

    Wow… Das ist mal wieder ein ordentlicher Hirnausrenker-Track, vergleichbar mit den Saltons im Orbit.

    Ihr sagt im Podcast (und die Idee finde ich super), dass Saras Aussage „Wir haben es beide gesehen.“ eine Anspielung auf Phase 10 der NTE, also dem Blick in die Zukunft ist. Ihr sagt weiter, dass Sara vielleicht hier schon weiter als in Folge 14 ist, ihre Fähigkeiten verbessert hat und noch weiter in die Zukunft schauen kann.

    Das würde ich so unterschreiben, wobei man dann den Gedanken weiterspinnen kann und sich fragen kann, ob diese Szene nicht komplett auf Phase 7 einer NTE von Sara spielt. Phase 7 ist die Station in der ein Grenzie Verwandte trifft. In Folge 14 trifft Sara dort nie auf jemanden. Vielleicht ist sie ja inzwischen in der Lage, dort auf Jonathan zu treffen. Ich glaube zwar auch nicht, dass der „leuchtende Opa“ wörtlich zu verstehen ist und Jonathan Saras Großvater ist, aber bekanntlich bin ich ja ein großer Fan davon, Jonathan zumindest in einem Seitenarm des Salton-Stammbaums unterzubringen und dann könnte das hier ein Treffen in Phase 7 sein…

    Abschließend denke ich, dass man das mit der Taschenuhr noch einen Schritt weiterdenken muss. Ich gehe davon aus, dass dies die identische Uhr ist, die Adam Jack in Nedr Gwind zeigt. Dann muss man sich natürlich fragen, wie die dorthin bzw. in den Besitz von Adam kommt. Da gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder Jonathan trägt die Uhr (narrativ chronologisch) nach der Szene in der 21 in die Salton-Realität und übergibt sie dann an Adam. Oder Adam hält sich zwischenzeitlich (vor Nedr Gwind) ebenfalls im Beyond auf und erhält die Uhr von Sara selbst. In beiden Fällen wäre die Taschenuhr (das Artefakt) ein manifestierter Beweis für eine jenseitige Welt bzw. für Durchgänge zwischen unterschiedlichen Realitäten.

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    1. Auch bemerkenswert: Das Ticken einer Uhr im Hintergrund – wie auch in der Verne-Szene oder anderen.
      Ich habe übrigens vergessen zu erwähnen: Man hört bei dem Gespräch Sarah-Jonathan leichte Möwenschreie im Hintergrund. Das gibt einen Hinweis, dass es tatsächlich „nur“ ein Heraustreten aus dem Dialog mit Adam auf dem Boot ist (aus Folge 03).
      Die Zeiger der Uhr – dieses Bild kennen wir eigentlich auch schon von Nathaniels Schilderung der Pythagoräer (Folge 6) und dem „Hüter des Pfeils“, den wir damals als „Zeit-Pfeil“, also auch ein Symbol interpretiert haben. Ich glaube, es ist immer die gleiche Metapher: Ein Gegenstand, der die Zeit (und die Macht über sie) darstellt.

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      1. „Ich habe übrigens vergessen zu erwähnen: Man hört bei dem Gespräch Sarah-Jonathan leichte Möwenschreie im Hintergrund. Das gibt einen Hinweis, dass es tatsächlich „nur“ ein Heraustreten aus dem Dialog mit Adam auf dem Boot ist (aus Folge 03).“

        Oder die beiden können die Szene mit ihren Sinnen auch von einer externen Position aus wahrnehmen.
        Wenn Sarah uns durch die Phasen einer NTE führt, spricht sie auch davon, dass man Dinge sehen und fühlen kann – vielleicht also auch hören.
        Bei einem Sprung hinter die 12 könnte es also auch möglich sein, dass sie Sinneseindrücke wie Geräusche oder Bilder wahrnimmt (sonst wäre es auch sehr schwer, gezielt in eine Szene zu springen, da sie gar keine Informationen zu den jeweiligen Szenen hätte).

        Beides ist möglich, bei Zeiten wissen wir sicher mehr = )

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  7. I would like to think a bit about what was mentioned in the podcast concerning the possible changes in history. There was a short discussion that maybe Nathaniel travels (and modifies history) in order to safeguard that he is born (and e.g. that for that goal the nazi era is important). I agree with the conclusion that Nathaniel is too altruistic to do that and than he would not let other perish just for his own sake. That is no problem.

    Still, I guess he knows enough about future and could take some drastic actions to change it… For a moment let’s assume that there is no law of nature preventing modifying past (there may be – something like: if past is fixed, then I have no reason to fix it, so it will not be fixed etc. – vicious circle – but let’s ignore it for now).
    The naive idea would be – let’s kill Hitler and a few nazis. And when we are at it – why not to take down some Russian revolutionaries – like Lenin and Stalin. Before they commit any crimes. And everything will be great – no war, no holocaust, no concentration camps, no gulags, no dozens of millions dead, no destroyed Europa). Nice…

    The problem is that the above written expects that bad things can be just deleted without consequences. That everything would be okay if we removed villains. The problem is that the powers and frustrations behind those villains would remain and it would pop-up elsewhere. We cannot say whether this world is among the best possible worlds or among the worst possible worlds. And what would be alternatives… Also the past horrors serve as a warning (there is reason why there was no world war for decades). There is no need for much imagination to imagine worldwide conflict like the second world war 10 or 20 years later. Both sides having nuclear weapons. And far bigger number of deaths. Of course it is a pure speculation – but the same goes for speculating that things could be improved by changing history…

    I would not want to be in place of somebody having these powers – like maybe Nathaniel has. On the hand having knowledge and perhaps even means to intervene, on the other hand knowing that any such intervention could lead to far worse things. As the saying goes: the road to hell is paved with the good intentions.

    So I think he goes just by the way of fixing and changing things which were broken by the Aware scientists which I think is the proper way (though I guess sometimes it may seem cruel and uncaring and I wonder whether if I was in his place, I would be able to withstand the temptation to really „improve“ the world). But the attempt to fix some horrible things in history could create even worse things.

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  8. Lustig, gerade kommt es mir so vor als würde das Verhältnis „Salton-Realität – Beyond – Aware Realität“ etwa gleich sein wie „Unsere Realität – kommunikative metaebene (beyond) – Merlau Relaität“ 🙂

    Der Sturz on Adam in das Loch in Agartha erinnert mich nun zudem an dem Fall Luzifers vgl. mit Paradise Lost von Milton (Das Thema hatten wir ja schon in der ersten Staffel) und Dante’s Inferno (wo übrigens der Mittelpunkt der Hölle nicht heiss sondern gefroren ist) Und Merlau sagte ja mal das er die Figur des Luzifers eigentlich sehr faszinierend (wenn ich sympathisch) findet. Da war doch mal irgendwas bei so einem Interview? Der Lichtbringer –> Adam?

    Zum Thema Milton-Goethe-Mephisto kommt hier mal noch eine etwas kontroverse Überlegung zum Thema Nazis. „ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Es ist schwer vorzustellen aber wenn auf einer Metaebene alles zwischen Gut und Böse oszilliert und Böses gutes schafft und umgekehrt müsste man aus dieser objektiven Anschauung heraus auch mal mit dem Gedanken spielen „Waren die Nazis nur böse?“ oder „erschuf das Übel der Nazis am Ende auch etwas gutes (wäre unsere heutige Zeit überhaupt so möglich ohne dass es mal Nazis gegeben hatte die viel Böses über die Welt gebracht haben)“ oder „hätte man Himmler, Hess und Hitler vor der Machtübernahme getötet, wäre es dann verhindert worden? Es ist einfach zu glauben dass einzelne Personen an einer solchen Epoche Schuld sind, die unbequemere Wahrheit könnte aber auch sein, dass die Zeit da selbst diese Epoche hervorgebracht hatte egal mit welchen Akteueren“ Aus diesen Gedankenspielen heraus könnte man dann verstehen, warum Nathanial eben nicht einfach die Nazis verhindern konnte oder wollte und auch nicht nur zu einem Selbstzweck. Vielmehr ist das vielleicht gar nicht möglich. vielleicht können nur Dinge gefixt werden die irgendwie selbst verschuldet waren. Kennt Ihr das Kerbholz? Das sind 2 Stäbe die genau die gleichen Kerben drin haben die z.B. einen Geldbetrag symbolisieren. Der Schuldner und der Gläubiger haben je einen dieser gleichen Hölzer. Der Sinn davon ist, dass die immer gleich sind und für einen Betrag der geschulded wird stehen. Somit kann keiner der beiden Parteien etwas fälschen. Stellt Euch jetzt diese Hölzer als die beiden Realitäten vor. Haben die einseitig eine Kerbe geschlagen? Vielleicht ist genau das das Problem und dies führt nun unweigerlich zu einem Fehler. Jetzt wird versucht dies wieder auszugleichen.

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      1. Hi Cautes_Mithra,

        ja, das ist mir damals auch aufgefallen. Da spricht definitiv auch der Arthur / Helmut-Sprecher (Stefan Brentle).

        Dafür gibt es eigentlich nur zwei Erklärungen:

        Stefan Brentle war bei den Aufnahmen gerade für seine längeren Parts als Arthur und Helmut im Lausch-Studio und um Kosten zu sparen, hat Günter gesagt: „Mensch, Stefan, könntest Du für die Freimaurer-Szene mal schnell die beiden Sätze einsprechen“. Das wäre eine rationale denkbare Variante aber ohne Erkenntnisgewinn für die Sonne.
        Das ist bewusst platziert und hier spricht der Freimaurer Arthur Salton (der zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte nicht mehr lebt) bzw. der Freimaurer Helmut Berger (der zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte noch nicht lebt).

        Wenn 2. stimmt (was ich für wahrscheinlicher halte), dann wäre der Freimaurer-Track in Folge 2 daher nicht Bestandteil der „Salton-Realität“, sondern dem „Beyond“ zuzuordnen. Würde aber auch Sinn ergeben. Es wäre dann keine Initiation in die irdische Bruderschaft der Freimaurer,
        sondern die Initiation in den Salton-Orbit…

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  9. Herzlichen Dank für Euren intensiven Podcast. Es gab nach einer neuen inhaltlich überraschenden „Sonne“-Folge von Euch auch überraschende neue Denkansätze, die sich erst einmal setzen müssen. Und das ist bei mir bis jetzt noch nicht abgeschlossen.

    Trotzdem möchte ich ein paar Gedanken aufschreiben und in die Kommentare setzen.

    Torstens Zeichnung der Struktur zwischen den uns bekannten, zumindest zwei Realitäten (?) mit einem nicht klar definierten Zwischenraum, der nun die Vokabel „Beyond“ (Traumzeit, Nirvana, Jenseits etc.) erhalten hat, ist tatsächlich ein guter Ansatz, mit dem die wuseligen Handlungselemente der verschiedenen Handlungsebenen in eine theoretische Struktur gebracht werden können.

    In wie weit jedoch dieses „Beyond“ in Günter Merlaus Drehbuch tatsächlich eine so große Bühne ist, auf der verschiedene Handlungen stattfinden, steht auf einem anderen Blatt (und das liegt irgendwo in Hamburg in einer Scrivener-Datei).

    Der Reiz der „Sonne“ neben der spannenden Handlung und den vielschichtigen Handlungsebenen ist eben auch Günter Merlaus Präsentationskultur des bewussten Weglassens bzw. haarscharf an wichtigen Dingen vorbeifokussieren während des Aufbaus der Handlungs-„Komposition“.

    Direkte Konsequenz dessen sind die Fragen, die sich uns Hörern stellen und über die wir fabulieren, spekulieren und diskutieren. Das ist die Währung und Resonanz, mit der Günter Merlau nun (endlich) mit Eurem Podcast und Forum „bezahlt“ wird.

    Ein neues und beliebtes Wort in Eurem Podcast ist ja seit einiger Zeit der Begriff „Pay-off“, das oft in dem Zusammenhang vorkommt, dass wir Hörer DIE Zutaten der „Sonne“ geliefert bekommen, die wir lieben, oder dass eben diese Art der „Belohnung“ ausbleibt.

    Ich habe die Befürchtung, dass die Spekulationen, die aufgrund der Vielschichtigkeit der Serie in alle möglichen und unmöglichen Richtungen stattfindet und sich oftmals auch deswegen widersprechen, unseren Blick auf das Wesentliche und die tatsächlichen Fakten der einzelnen Folgen verdeckt wie herabrieselnde Sedimente auf die Mosaiksteine eines im Meer versunkenen Tanzsaals.

    Oftmals scheint mir in Eurem Podcast-Gesprächen das Festhalten an einer geliebten Idee oder Vorstellung Diskussionen wie einen Bach in einem wenig festen Boden in alle Richtungen wegmäandern zu lassen.

    Das soll auf keinen Fall eine Kritik sein, weil Günter Merlau uns seit 21 Folgen aufs Glatteis schickt und gleichzeitig noch so viel Wasser hinterher gießt, damit wir noch besser rutschen!

    (Entschuldigung, aber diese Bilder waren so schön, dass ich sie hier aufschreiben musste!)

    Da ich noch gar nicht alle Gedanken geordnet habe, möchte ich nur ein paar kleine Ideen hier anschließen.

    Alle Hauptcharaktere (auch in ihren unterschiedlichen Inkarnationen) haben jeweils einen selben, sich nicht ändernden Sprecher – sowohl bei den Saltons als auch auf der Seite der AWARE-Wissenschaftler. Sprecherwechsel fanden nur bei Nebencharakteren (z. B. Nikola Tesla) oder durch den Tod eines Sprechers (wie bei Jules Verne) statt.

    Daraus folgt, dass Direktor Rüdiger Bayan (nicht Bayam!) von AWARE, gesprochen von Jürgen Uter, erst mit Folge 15 „Phasenraum“ auftaucht und vorher nicht als ein anderer Charakter/Splitter in der ersten Staffel vorgekommen ist.

    Björn Ahrens spricht erstmals in Folge 21 mit „Hernando de Salto“ ein Mitglied der (nun erweiterten) Salton-Familie. Dieser Charakter/Seele/Splitter ist bisher in der Geschichte noch nicht anderweitig aufgetaucht.

    Jack bezeichnet in Folge 21, Track 3, auf der Ile du Diable Jonathan/Nathaniel als „Apostel“. Jonathan ist als einziger Vertreter der Wissenschaftler von AWARE auf der Seite der Saltons und damit Gegenspieler seiner früheren Mitarbeiter bzw. Vorgesetzten (AWARE-Wissenschaftler). Ist er vom Saulus zu Paulus geworden? Auch wieder ein Bild aus einer Religion!

    Direktor Bayan (nicht Bayam!) zweifelt während eines Telefonats mit (wahrscheinlich) Jonathan Salacca in Folge 18, Tracks 33 und 34, an einem jungen Patienten Salaccas. Er unterstellt, dass dieser Patient Jonathan einseift und er inzwischen in einer Co-Abhängigkeit mit diesem Patienten steht.

    Ab Folge 19 steht eben Direktor Bayan (nicht Bayam!) als selbst ernannter Bartholomäus zunächst im Outback von Australien vor Adam Salton, spricht mit ihm über Gott und die Welt, um dann an diesem und eine von irgendwoher herbeigeredete göttliche Herkunft Adams anzuzweifeln und einen Beweis dieser göttlichen Herkunft einzufordern. Das ist doch die Fortführung der grundsätzlichen Annahme Bayans, dass Adam Salton ein Betrüger ist!

    Das führt dazu, dass Bayan/Bartholomäus ihn aus dem Flugzeug über die Antarktis hinausbefördert, um endlich diesen Beweis zu bekommen.

    Aber jetzt müssen wir uns entscheiden: Ist der Adam+Bartholomäus-Dialog Traum oder Wirklichkeit? Es ist schwer und ich habe hier keine Lösung, leider! Aber ich verweigere mich anzunehmen, dass ein Teil dieser Szenerie das eine und ein anderer das andere ist.

    Während Nathaniel in Folge 21, Track 2, bei der Taufe in München (1900) schon sehr angeschlagen ist und selbst sein nahes Ende kommen sieht, liegt Jonathan Salacca während des Schlussdialogs mit Sarah in Track 4 NICHT im Sterben!

    Er ist nur völlig ausgelaugt und fertig mit den Nerven, da er das bestehende Problem (was es auch immer ist) wieder nicht hat lösen können und vor einem neuen, nervenaufreibenden Durchgang steht. Er ist unendlich müde und verzweifelt, so dass er nicht mehr in der Verantwortung stehen will.

    Es kommt mir so vor wie ein Computerspiel, in dem man einen bestimmten Quest oder Endgegner schaffen will und nach seinem Scheitern den abgespeicherten Spielstand neu laden und den ganzen Kram ab diesem Punkt wieder durchgehen muss.

    Sarah Hill/Berger/Salton ist in den vier Folgen Nr. 14 – 17 eine (kleine und unbedeutende?) Versuchsperson, die bei AWARE sich in Nah-Tod-Erfahrungen bringen lässt, um die Forschungen zu unterstützen. Hierbei dringt sie in Bereiche vor, in die nie zuvor ein Mensch gewesen ist. Dafür muss sie sich in einem unangenehmen Interview vor mehreren AWARE-Verantwortlichen rechtfertigen und wird anschließend mit ihrem angeglich verstorbenen Vater Adam Salton konfroniert … Punkt, vorerst Schluss!

    In Folge Nr. 21 (die achte der zweiten Staffel), Track 4 (c – ab 8:37 min) steht sie nun in einer sehr vertraulichen Szene mit Jonathan Salacca. Sie scheint inzwischen mindestens auf der gleichen Hierarchiestufe wie Salacca zu stehen, wenn nicht sogar eine Stufe darüber, weil sie ihn ja eine neue Runde von „was auch immer“ komplimentieren kann. Somit findet diese Szene weit später statt als Sarahs Ausführungen über die 12 Stufen der NTE in Folge 14.

    Das wäre es erst einmal von mir …

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    1. Wow, was für ein Riesenpost!
      Und was für ein schönes Bild: Ich komme mir beim Aufsammeln der Sonnebaussteine auch tatsächlich vor, als würde ich „herabrieselnde Sedimente“ einsammeln, die „auf die Mosaiksteine eines im Meer versunkenen Tanzsaals“ sinken, wie du es beschreibst. Ein Tanz in einem versunkenen Tanzsaal! Und das auch noch ohne Musik! … Wenn du auslöschst Sinn und Ton, wozu tanzt du dann? 😉

      Ich denke allerdings nicht, dass unsere Erwartung auf „Pay-off“ an die Bestätigung von unseren Podcast-Theorien geknüpft ist, und ich hoffe, das ist bei den Hörern auch so. Der Payoff diesmal war ja genau das Unerwartete: Adam wird aus dem Flugzeug geschmissen, Jack ist in der Zelle… Wir meinen mit „Payoff“ damit, dass sich aus viel Aufbau eine tatsächliche Handlung ergibt, dass sich der Aufbau auszahlt – und das ist genau in dieser Folge hervorragend passiert.

      Mir geht es bei der Sarah-Jonathan Szene genau wie dir – du sagst: „Es kommt mir so vor wie ein Computerspiel, in dem man einen bestimmten Quest oder Endgegner schaffen will und nach seinem Scheitern den abgespeicherten Spielstand neu laden und den ganzen Kram ab diesem Punkt wieder durchgehen muss.“
      Genau das Gefühl hab ich auch – nur dann müsste der Dialog ja stattfinden, wenn er neu starten muss (Uhr neu aufziehen), also gescheitert ist – oder?
      Ich denke auch, dass die letzte Szene „nur“ im Moment auf dem Schiff zur Zeit von Folge 3 spielt, Jonathan tritt aus Nathaniel heraus, es ist keine Sterbeszene – sie kommen ja dann in Bombay an. Habe nochmal gehört und auch bemerkt, dass die ganze Zeit Möwengeschrei im Hintergrund ist, das ist ein Hinweis, dass es zur Zeit der Schiffahrt sein soll.
      Dennoch ist da starke Sterbesymbolik drin: Die stehengebliebene Uhr, der Erbeerkuchen… alles mit Bedeutung belegt…
      Wie passt das zusammen?

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    2. Wow… wirklich tolle Bilder…Dann lasst uns mal die Sedimente aus dem alten Karren schaufeln, damit der Tanzsaal wieder nutzbar wird 😉

      Zu der Geschichte Bayan / Adam schreibe ich unten noch was. Passt dort thematisch besser rein.

      Eine Ergänzung noch zu Sarah. Du schreibst „…wird anschließend mit ihrem angeblich verstorbenen Vater Adam Salton konfroniert … Punkt, vorerst Schluss!“.

      Zur Erinnerung: Wir haben vor der 21 (in Folge 19) noch eine Begegnung mit Sarah in Derbyshire. Auch hier offenbart sie bereits Sonderwissen, das ein einfaches Kindermädchen nicht haben kann (kennt den anstehenden Aufbruch von William nach Australien). Sie erwähnt in diesem Track auch Salacca. Die Geschichte mit dem Kindermädchen in der Schweiz ist gelogen, aber durch das Name-Dropping ist klar, dass sie Salacca bereits kennt (entweder von AWARE oder durch die Begegnungen im „Beyond“).

      Ansonsten unterschreibe ich Deine Aussage zu 100 %. In 14-17 haben wir Sarah als Grenzie in der Ausbildung. In Folge 19 haben wir eine Sarah, die ihre Fähigkeiten schon weiter ausgebaut hat und sich bereits munter im Salton-Zyklus bewegt. In Folge 21 hat sie ihre Fähigkeiten zur Perfektion gebracht, kann maximal weit in die Zukunft sehen (in 14-17 ist sie auf drei Jahre begrenzt) und steht von ihrem Wissen mindestens auf der gleichen Stufe wie Salacca…

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      1. ENTSCHULDIGUNG!

        Die Szene zwischen William Salton und Sarah Hill/Berger/Salton aus Folge 19, Tracks 9 – 12, hatte ich tatsächlich NICHT vergessen oder übersehen. Leider schien mir mein Kommentar schon recht umfangreich und ich habe das deswegen nicht mehr explizit eingewoben.

        Sarahs recht unbeholfenes Herausreden auf Fragen zu ihrer Herkunft und ihr vielfältiges Wissen bezüglich der damals aktuellen Salton-Interna ist genauso bemerkenswert wie ihr Hinweis, dass sie vorher in der Schweiz (Sitz von AWARE) bei der Familie Salacca (Jonathan Salacca –> Alter ego: Nathaniel de Salis) „Kindermädchen“ gewesen sei. (Die Frage ist für wen … Mit-Probanten? AWARE-Wissenschaftler? AWARE-Führungskräfte? … wer weiß? …)

        Die Ereignisse zwischen Sarah Hill/Berger/Salton und William Salton in der „Salton-Realität“ vor dessen Abreise mit Fiona und Adam Salton ist sicher eine noch recht frühe Erfahrungsstufe Sarahs zwischen ihrer Konfrontationssituation bei AWARE und ihrem späteren Hierarchie-Rang in Folge 21, Track 4, Teil 3.

        WOBEI … wer kann ausschließen, dass der Dialog zwischen William Salton und Sarah nicht während einer ihrer „Jenseits-der-Zwölf“-Aufenthalte stattgefunden haben könnte?

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    1. Ah, da sind wir im Podcast drüber weggestolpert… Granmalheur!
      Danke für die Erinnerung!

      Hier ein Nachtrag:
      Die Szenen mit Bartholomäus entsprechen einer bekannten Bibelstelle. Es ist „Die Versuchung Jesu“ durch den Teufel (Mathäusevangelium 4,1).
      Da wird Jesus von der dunklen Seite der Macht – äh – vom Teufel himself in Versuchung geführt, und zwar in die Versuchung, Wunder für sich selbst zu wirken.
      Das läuft dann so ab: Jesus fastet seit 40 Tagen in der Wüste. Der Teufel kommt, und sagt: „Mach doch einfach aus diesen Steinen Brot!“. Jesus antwortet mit den Worten, die wir von Adam kennen: „Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“. Da nimmt der Teufel Jesus mit sich in große Höhe, auf die Spitze des Tempels, wo sie herunterblicken auf einen Stadt. Der Teufel fordert ihn auf zu springen, da er – als Gottessohn – von Engeln gerettet würde, die ihn „auf ihren Händen […] tragen, / damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt“ (auch Bayams Worte). Jeses tut nichts von alle dem, er sagt eigentlich nur zu Teufel: Hau ab.

      Wenn man die Originaltextstelle liest, bemerkt man, dass die Dialogzeilen der Bibel entsprechen. Nur: Warum ist der Teufel = Bartholomäus? Das ist ein Mix aus zwei biblischen Figuren, die so gar nicht zusammenpassen wollen…

      Originaltext: „Dann wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel in Versuchung geführt werden. Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, bekam er Hunger. Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird. Er aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er, / dich auf ihren Händen zu tragen, / damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt. Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest. Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen.
      Darauf ließ der Teufel von ihm ab und es kamen Engel und dienten ihm.“ (Matthäus 4,1)

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      1. Was mir noch zu der Szene aufgefallen ist, ist dass Bartholomäus / Bayan sagt: „Ein guter Freund sagte einmal zu mir, ich sei ein Mann ohne Falschheit.“ Natürlich ist es denkbar, dass er sich hier nur die Biografie seiner Rolle zu eigen macht. Wenn man aber unterstellt, dass ihm diese Worte tatsächlich gesagt wurden, würde das bedeuten, dass Bayan in einer anderen Inkarnation Jesus getroffen und mit ihm gesprochen hat.

        Die Idee, dass Jesus gut geeignet wäre, in der Sonne-Geschichte als einer der Splitter Adams aufzutauchen oder zumindest auch ein Salton zu sein, wurde ja bereits mehrfach in Staffel 1 geäußert. Bin gespannt, ob es „biblische Geschichten“ in der Sonne auch einmal auf Erzählebene gibt (Staffel 3?) oder ob das stets auf der Andeutungsebene bleibt.

        Bartholomäus / Bayans Verhalten ist in 19, 20 und 21 (Wüste und Flugzeug) unverändert. Er zweifelt alles an und fordert Beweise, er wird lediglich zunehmend aggressiver. Wie realnimra schön herausgedeutet hat, macht Bayan das Gleiche auch bei AWARE im Telefonat mit Salacca. Er bezeichnet Adam als Betrüger. Irgendwie muss ich da sehr an Faust denken:

        „Ich bin ein Teil von jener Kraft,
        Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. …
        Ich bin der Geist, der stets verneint!
        Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
        Ist wert, daß es zugrunde geht;
        Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
        So ist denn alles, was ihr Sünde,
        Zerstörung, kurz das Böse nennt,
        Mein eigentliches Element.“

        Bayan und Jack sind „klassische Geister die stets verneinen“. Sie bleiben in ihrer Rolle als Wissenschaftler, akzeptieren nur, was durch Fakten belegbar ist und lassen alles andere nicht gelten.

        Salacca hat sich hingegen vom Wissenschaftler zum Gläubigen entwickelt. Er erkennt die höhere Macht an, akzeptiert das Neben- und Miteinander von Gut und Böse und findet Harmonie.

        Wenn eine Mission von Salacca / Nathaniel in der „Salton-Realität“ zu erkennen ist, dann die, seine Weltanschauung auf Adam zu übertragen. Weshalb das so ist und weshalb gerade Adam ist aber mal wieder Spekulatius…

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      2. Kaum hatte ich meiner Frau in einem Gespräch dieses Zitat präsentiert, hat sie mir gleich die gesamte Geschichte zu der Versuchung Jesu durch den Teufel erzählt. So ist das mit einer Frau aus einem streng katholischen Elternhaus mit einem Onkel als katholischem Pfarrer …

        Man muss halt nur wissen, wem man die richtigen Fragen stellt … dann bekommt man die richtigen Antworten …

        Jetzt muss ich nur noch meine Frau für die „Sonne“ begeistern … Ok, ich bin dann weg! Ich habe was zu tun … die löst das Geheimnis um die „Sonne“ im „Handumdrehen“!

        Nein! … Aber was sagt uns der Verweis auf die Versuchung Jesu durch den Teufel während seiner 40 Tage Fastenzeit in der Wüste?

        Bayan/Bartholomäus übernimmt die Rolle des Teufels im Gespräch mit dem „erleuchteten/gesalbten“ Adam Salton? Er versucht, Adam Salton zu einer falschen Handlung zu verleiten … ja! Aber Adam widersteht mehrfach! Und am Ende stürzt Adam in den scheinbaren Abgrund in der Antarktis. Ich habe immer noch keine Ahnung, was das be-deuten soll!

        Ich ahne aber, dass die Frage nach „Realität“ oder „Traumzeit“ zu den drei Szenen aus den Folgen 19 bis 21 nicht den inhaltlichen Kern der Handlung trifft!

        Aber was ist die richtige Frage, die wir uns stellen müssen?

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  10. Liebe Leute!

    Als Schmalspur-Theologe muss ich noch was loswerden zu den eher unverständlichen Passagen mit Adam in Therapie und Prof. Bayan:

    Die Parallelen zu den Versuchungen Jesu in der Wüste sind ja offentlichtlich. Viele haben den Text auch schon gelesen und zwei der Versuchungen sind jetzt auch schon in der Sonne vorgekommen

    1) Versuchung ein Wunder des Leibes zu machen (materiellese Wunder – Sattmachen in der Wüscht)
    2) Versuchung ein Wunder der Rettung zu machen (Göttlichkeit durch Unverwundbarkeit beweisen – Engel Retten den Sohn Gottes, der vom Tempel springt)
    3) Versuchung die Weltherrschaft zu erlangen (weltliche Macht)

    Jesus lehnt ja alle drei ab mit der Begründung, dass er nicht SEINEN Weg gehen will sondern den WEG DES VATERS. Also nicht für sich selbst Ruhm oder Befriedigung erreichen will sondern sein BESTIMMUNG erfüllen will, die er erahnt.

    So, modern und psychologisierend ausgelegt ist das natürlich eine Sache die jeden Menschen mit großer Macht an Versuchungen entgegenkommt. Die Macht (auch zum eigenen Vorteil) materiell, politisch oder sonstwie auszunutzen. Satan in in dem Falle die Personifikation der Versuchung aber nicht zwingend eine reale Person (vielleicht auch nur eine innere Stimme). Bayan muss also nicht der Teufel sein, er spricht nur aus was möglich wäre – will wissen ob Adam wirklich den Weg gehen will oder ein gemütliche Abkürzung / Ausweg wählt.

    Die Versuchungen Jesus haben auch viel mit der damaligen politischen Situation zu tun – römische Besatzung / Messiashoffnung / Befreiungskampf. Hier wäre die Lösung der politischen Probleme mit „Superpower“ wohl auch die einfachste Lösung gewesen.

    Auch Adam lehnt bisher diese „Zaubershow“ ab – er will den Weg so gehen wie er „sein soll“ oder „immer schon war“. Obwohl wir ja wissen, dass er mit dem weißen Plasma sehr wohl die Macht hätte zb. die Realität zu formen (Stein->Brot).

    Denke das soll Adam als aufrechten Charakter einfach noch mal stärken in seiner Entscheidung für den Zyklus und eben abgrenzen im Vergleicht zum Weg der Lemuren, die ja ihr Wissen/Fähigkeiten sehr wohl egoistisch anwenden.

    Wie Neo in Matrix läuft es aber auf eine Selbstaufopferung raus – wie auch bei Jesus. Adam opfert sich (immer wieder?) für den Weg der ihm als „der Gerechte“ scheint. Ob er damit das alles vielleicht erst auslöst – also die Erlösung selbst notwendig macht, die er dann wiederum herbeiführt wird sich noch zeigen. Ob irgendwann durch ein finales Opfer (komplette Selbstauslöschung) die beiden Seiten der Münze wieder in eine zusammenkrachen wird sich auch zeigen. Spannend das alles.

    Liebe Grüße

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    1. Bei allen Jesus-Parallelen und Bibel-Analogien kommt mir dann immer mal wieder das bisher noch ungeklärte Cover der Folge 10 in den Sinn …
      Da ist eine Kreuzigung und mehrere Kreuze im Hintergrund zu sehen (Assoziation: Golgota), weder Titel („Aiwass“) noch Covermotiv hatten allerdings irgendwas mit dem tatsächlichen Inhalt zu tun.
      Die Handlung hatte sich damals dann völlig von dem bereits veröffentlichten Klappentext wegbewegt… eines der noch ungeklärten Geheimnisse der Sonne!

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      1. Ich höre gerade nochmal die ersten vier Folgen des aktuellen Sechsteilers (also 18 – 21). Gleich zu Beginn eine witzige Beobachtung:

        Im ersten Track der 18 schildert Jules Verne seine erste Begegnung mit Nathaniel und vergleicht diese mit der Begegnung des Heilands und dem Satan in der Wüste. Im Gegensatz zu Jesus, der standhaft blieb, sei es ihm aber nicht gelungen den Verlockungen zu widerstehen.

        Ich glaube nicht, dass man daraus tiefere Rückschlüsse ziehen kann. Wobei wir ja aber auch schon festgestellt haben, dass das Alter Ego von Bayan, also Bartholomäus, historisch Nathanael Bar-Tolmai hiess, was wiederum Spekulationen zum Verhältnis Bayan / Salacca zulässt. Wer also in die Richtung Theorien entwickeln möchte, dass Bayan ggfs. eine düstere Variante / ein dunkler Bruder von Salacca ist, findet bereits eingangs der 18 ein bisschen Wasser auf die Mühlen, denn dort wird Nathaniel unmittelbar mit dem „biblischen Wüstenverführer“, den später in der Sonne Bayan verkörpert, verglichen.

        Ich will daraus jetzt gar keine Theorie entwickeln. Ich fand es einfach nur mal wieder faszinierend und ein gutes Beispiel, welche kleinen Rosinen man beim Mehrfachhören entdeckt. Beim Ersthören war diese Anspielung von Verne ohne Bedeutung. Auf heutigem Stand sieht man, dass damit bereits Szenen angeteasert werden, die in 19, 20 und 21 zentral sind.

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        1. Nach nochmaligem Hören der 18 – 21 bin ich mir überhaupt nicht mehr sicher, ob Salacca und Bayan nicht doch Dr. Jekyll & Mr. Hyde bzw. eine Person mit zwei Persönlichkeiten sein könnten.

          Ich mag die Theorie selbst nicht, aber es gibt sehr viele Indizien hierfür:

          Beide wirken auf Adam ein (über das alter ego Nathaniel de Salis bzw. Bartholomäus). Sie wollen Adam offensichtlich beeinflussen und unterscheiden sich nur bzgl. der Methoden.
          Bayans Alter Ego Bartholomäus heisst eigentlich vollständig Nathanael Bar-Tolmai, beinhaltet selbst also auch einen „Nathaniel“ im Namen.
          Beide sind in der „Gegenwartshandlung“ bei einem Institut bei dem Adam Patient ist. Ggfs. entsteht hieraus das Institut AWARE, dessen Direktor Bayan ist.
          Jules Verne kommt sich bei der ersten Begegnung mit Nathaniel vor wie Jesus, der vom Satan in der Wüste verführt wird. Später bekommen wir eine Nachstellung der Wüstenszene mit Adam und Bartholomäus als Inkarnation von Bayan.
          Bayan hält in den Folgen 18 – 21 diverse Monologe (Bedeutung der Rose in der Antike, Aborigines in Australien, Abhandlung über griechische Mythologie). Inhaltlich sind das typische belehrende „Nathaniel-Vorlesungen“, was allerdings nicht direkt auffällt, da die Betonung bei Bayan vollkommen anders ist.
          Adam verwendet sowohl bei Begegnungen mit Nathaniel (München) als auch Bartholomäus (Wüste) die identische Formulierung, nämlich, dass er die Bedeutung der Worte zwar nicht versteht, diese aber eine Saite in ihm zum Klingen bringen.

          Die beiden Hauptgegenargumente waren für mich bislang, dass es unterschiedliche Sprecher sind und es in der 18 ein Telefonat / Gespräch zwischen Salacca und Bayan gibt.

          Zum ersteren muss man sagen, dass es zum einen die Aussage aus frühen Folgen der ersten Staffel gibt, dass Lemuren ihren Körper wechseln aber die Stimme erhalten, was bei Jack, Arabella und Edgar wohl auch stets zutrifft. Zum anderen haben wir bei der Persönlichkeitsaufspaltung (?) Adam / Brankyah auch einen Sprecher, der lediglich in unterschiedlichen Persönlichkeiten anders wirkt. Wenn wir das gleiche bei Salacca / Bayan hätten, hätte Merlau zumindest mit diesem System gebrochen. Dies könnte jedoch rein technische Gründe haben. Bereits mit dem Re-Launch der Serie hat Merlau thematisiert, dass er nicht weiß, wie lange Harald Halgardt noch in der Lage sein wird, Nathaniel de Salis zu spielen / zu sprechen. Durch den Tod Halgardts im vergangenen Jahr hat sich diese Befürchtung leider bewahrheitet. Da die Sonne weitergehen soll und man die zentrale Figur Nathaniel de Salis nicht einfach so wird streichen können, benötigt man ohnehin einen neuen Sprecher für weitere Folgen. Vielleicht fand diese Transformation bereits statt und Bayans Sprecher (mir ist leider der Name gerade nicht präsent) wird aber der 24 auch Nathaniel -nur eben mit sanfterer Stimmfarbe- sprechen. Das wäre dann so wie bei Christian Stark als Adam bzw. Brankyah.

          Was das Telefonat / Gespräch in der 18 angeht, kann man dies auch anders deuten. Bayan nennt seinen vermeintlichen Gesprächspartner zwar Jonathan, dieser antwortet aber nicht. Es spricht ausschliesslich Bayan in dieser Szene. Evtl. ist das ein Selbstgespräch bzw. ein Streit zwischen den beiden Persönlichkeiten (wie z.B. de Niro in Taxi Driver vor dem Spiegel).

          Wie schon geschrieben: Mir gefällt die Theorie gar nicht und ich suche vielmehr Argumente, um sie zu widerlegen, aber Anhaltspunkte sind sehr viele da. Entweder hat Merlau da mal wieder Brotkrumen bewusst in die falsche Richtung gestreut oder wir müssen das Verhältnis Salacca / Bayan weiter kritisch im Auge behalten…

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  11. Huhu! Ich finden den Podcast wieder mal super, vorallem weil ich auch gerade am Abdriften war. Wobei diese Folge mal wieder ein echtes Schmankerl ist! Allerdings sind mir beim Hören ein paar Fragen gekommen:

    Wer ist immer noch der Fürst? Im Beyond
    Warum kann sich Arabella anders materialisieren? Wenn sie das kann, gibt es vermutlich
    noch weitere.
    Blut ist scheinbar wichtig um die Tore zu öffnenund will Arabella ins Beyond zurück? also WAS
    ist sie? Doch ein Dämon? Ich denke nicht, dass sie nur Wissenschaftlerin war. Denkt an die
    Schlangen.
    Warum ist dann gerade Adam so wichtig für sie?
    Hat nicht auch Jacks Frau sich zur Salomé verwandelt? bzw. besteht ein Bezug
    Wohin hat Adam das schwarze Blut in einem fremden Haus entsorgt? Die Szene fand ich zu
    oberflächlich. Wobei ich die byzantinischen Gespräche interessant fand und wahrscheinlich nur
    der hingeworfene Brocken war um danach zu forschen.

    Und jetzt kommts und ich bin mir nicht sicher, ob wir das schon mal durchgekaut haben:
    – Ist Adam der Antichrist?
    – Der Sohn aus dem Beyond
    – Nathaniel, Johannes, Bartholomäus, usw…. alles Apostel. sollen sie den Antichristen läutern?
    Auf Grund durchlebter Erfahrungen und dass das geschehen muss um die Welt zu retten
    und deswegen wiederholen sich ewig die Kreisläufe, weil es immer wieder fehl schlägt?
    -> Nathaniels/Johnathans Enttäuschung
    – Ist Sara die Abbildung der göttlichen Essenz?
    – Stehen Adams abgerissene Arme für die abgerissenen Flügel – der gefallenen Engel?
    – Wir hatten ja schon oft die Parallele zu Jesus, ist Adam die Spiegelsymmetrie?

    Mit Eurem Schema und der mehrere Welten Theorie bin ich voll bei Euch. Aber ich finde es ist alles zu trocken, zu real. Ich bin da bei Samu, dass auch endlich mal geklärt werden soll, was es mit den „Alten“ und Gottesanbeterinnen auf sich hat, weil da dieses mystische Thema einfach noch offen stehe und nicht alles mit logischen Argumenten erklärt werden kann.

    Mal so was mir dazu gerade durch den Kopf ging 😀

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  12. Ich habe mir gerade nochmal die Anura angehört. Track 32 im Gespräch mit Teslas Mutter.
    „Ich und die meinen werden über ihn wachen“ Wer wacht über die Kinder? Engel. Ist Nathaniel doch ein Engel? Ein gefallener Engel, der geläutert wurde und daher als Mensch Güte und Liebe verteilen und lehren soll, und seine Strafe ist bis ans Ende der Zeit auf die Erde zurück zu kehren?Der Wanderer zwischen den Welten? Und davon ist er müde?

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    1. Hallo Bea,

      direkt in dieser Szene gibt es bereits eine sehr deutliche Anspielung. Teslas Mutter fragt (ich zitiere aus meiner Erinnerung, kann sein, dass der genaue Wortlaut etwas abweicht): „Wer bist Du? Bist Du ein Gott?“ und Nathaniel antwortet darauf „Wer ist wie Gott?“.

      „Wer ist wie Gott?“ ist wiederum die hebräische Bedeutung des Namen Michael. Die Szene kann also (verkürzt und entschlüsselt) so gehört werden, dass Teslas Mutter fragt: „Wer bist Du?“ und Nathaniel antwortet: „Ich bin Erzengel Michael“…

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        1. Hallo Bea,

          entschuldige die späte Antwort. In Zeiten ohne neue Folge / neuen Podcast, schaue ich nicht so regelmäßig auf die Seite 😉

          Um für Deine Antichrist-These noch einen Hinweis beizusteuern: In der Ägypten-Handlung nimmt Dourgnon Crowley und Arabella in Kairo in Empfang. Später erfahren wir, dass Adam wusste, dass die beiden nach Ägypten kommen werden und zuvor Anweisungen an Dourgnon gegeben hat. Was Dourgnon Crowley und Arabella zeigt, war also zuvor mit Adam abgestimmt. Und wie es der Zufall so will, führt Dourgnon die beiden zur „Stele der Offenbarung“, welche die Ausstellungsnummer „666“ also die Zahl des Tieres bzw. die Zahl des Antichristen trägt…

          Ansonsten muss ich aber die Waffen strecken. In meinem Verständnis ist der Antichrist eine „treibende Kraft“, die bewusst (aus christlicher Sicht) falsche Lehren verbreitet und ein bestimmtes Ziel verfolgt. Das passt so überhaupt nicht zur Persönlichkeit unseres Adam, der -als er von Nathaniel unter die Fittiche genommen wird- eher orientierungslos wirkt. Die „Läuterung“ durch einen Engel passt für mich nicht so richtig, da ich nicht erkennen kann von was Adam geläutert werden soll.

          Es kann aber auch sein, dass mir hier das nötige Hintergrundwissen zur Figur des Antichristen fehlt. Vielleicht beschreibst Du nochmal genauer, weshalb das für Dich passen würde.

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  13. Mein Ansatz war eher, da Adam im Pandemonium gezeugt und geboren wurde. Mit dem Blut der Lemuren aus dem Böse/negative Jenseits. Und Adam somit eine genetische Veranlagung zum Bösen hat…? Eine seiner Variationen ist ja der ….. mir fällt der Name grad nicht ein. Und nur das ultimative Gute kann soviel Einfluss darauf haben, dass er seine dunkle Seite unter Kontrolle bekommt.

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  14. Apropos Variationen!!!
    Schaut mal auf dieser Seite: https://cropfm.at/archive/show/maier
    Die Sendung vom 17.07.2020 „Die Wirklichkeit ist nicht real“ mit Johann N.Maier.
    Ab ca. 40 Minute. Über REALITÄTSEBENEN. Über die Arbeit von Tom Campell und Jürgen Ziewe. Ich glaub, dass ist genau unser Ding.
    Hat mich auch ganz schwer an AWARE erinnert.

    PS: Vielen Dank, Rechelino!!

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