Podcast 13 – Nedr Gwind

Der erste Zyklus von Günter Merlaus „schwarzer Sonne“ endet mit „Nedr Gwind“, 681325main_gravitational-waves.jpg.1398138ebenfalls wie bei unserem Podcast ist ein Abschluss erreicht: Die Geschichte um Adam endet in diesem wunderbaren Finale mit ein paar Fragezeichen, vielen Antworten und einigen Überraschungen.

Nicht nur Berger stellt sich als Stabilisator heraus, auch unser Podcast versucht ein paar Stützen im Wirrwarr der Rätsel um die Sonne zu bieten. Wir haben ein paar Lösungsvorschläge, kommen auf an den Haaren herbeigezogene Theorien, ziehen uns notfalls (wenn wir nicht weiter wissen) ein paar weiße Würmer aus der Nase, suhlen uns in flüssiger Raumzeit und haben eine ganz besondere Überraschung parat!

Viel Spaß mit der Besprechung zum Finale über das Sein und das Nichtsein, das Nichts und das Alles!

Download: Mp3

Wie immer: Unter dem Namen „Bei Zeiten“ ist der Podcast bei iTunes und anderen Podcatchern zu finden.

Folgenübersicht „Nedr Gwind“

Index zur Folge 13 – Begriffe und Links

Spoilerdiskussion Folge 13

Anhang zum Podcast:

  1.  Dieses Bild hilft bei der Vorstellung, um sich den „gekrümmten Tunnel aus Zeit“ so vorzustellen, wie Samu ihn im POdcast beschreibt. Samu: „So stelle ich mir die verschiedenen Raumzeiten vor, die nebeneinander liegen. Usprünglich war es mal EINE Gerade, eine lineare Zeit. Durch die Experimente wurde diese Gerade zu dieser Spirale gekrümmt, sodass plötzlich alles nebeneinander liegt.Zeit
  2. Wir sprechen über das Ende von Lost – und über einen Song darüber von Olli Schulz. Der Song ist ein Abschiedslied an einen verstorbenen Freund, mit dem Olli gern über das Ende von Lost gestritten hat. Wer den Song mal hören möchte, kann das hier tun:

 

35 Kommentare

  1. Hallo Ihr drei, schönes Ding mal wieder.

    Und zum Abschluss zwei tolle Nachrichten: die Sonne geht weiter / der Podcast geht weiter…

    Toll fand ich auch, dass Ihr nochmal klargestellt habt, dass ein Döner mit Cola was das Preis-/Leistungsverhältnis angeht nicht mit der schwarzen Sonne mithalten kann 😉

    Ich war überrascht, dass Ihr das Ende als „unerwartet friedvoll“ bezeichnet. Das war eines der (wenigen) Dinge, die ich erwartet hatte. Ich weiss noch, dass ich mit Torsten mal im Herbst gerätselt habe, was uns die 11-13 bringen werden und ich sagte, dass ich mir nicht sicher bin, was wir inhaltlich erzählt bekommen, dass ich aber denke, dass sich das Ende vom Grundton so anfühlen wird, wie das Ende von Lost (versöhnlich, tröstend, …). Immerhin hatte ich mit etwas recht, nachdem ich schon nicht die Blutsverwandtschaft von Adam und Nathaniel herbeireden konnte 😉

    Was William angeht, bin ich mir nicht sicher, ob das schon „auserzählt“ ist. Ihr habt natürlich recht, dass die Geschichte um ihn herum rund ist und man sie so stehen lassen könnte. Andererseits sind da doch noch gewaltige Lücken. Wir wissen kaum etwas über sein Leben und Wirken in Australien. Hat er dort nach seiner Herkunft bzw. der Geschichte von Arthur recherchiert? Hat er Nachforschungen über die Ewigen angestellt? Wie lief seine Begegnung mit Nathaniel ab (von der wir wissen, dass es sie gab)? Wie kam er zu dem Wissen, um Adam über die Maschinen zu retten? Man könnte die William-Handlung so wie sie ist stehen lassen. Man könnte aber auch problemlos einen der großen Handlungsstränge der 2. Staffel auf Williams Leben in Australien legen…

    Interessanter Gedanke, dass Jack L.E. Mur der „Ursprungsjack“ sein könnte, aber ich würde das nicht als zwingend betrachten. Ich muss zugeben, dass dies dem Abschluss-Track einen tieferen Sinn geben würde und ich bisher davon ausgegangen bin, dass mit diesem Track lediglich ein WTF-Moment zum Abschluss erzeugt werden soll. Andererseits gibt es da zu vieles, was wiederum nicht passt…

    Was den „dunklen Bruder“ angeht, bin ich eher auf der Linie, dass es etwas ist, was man in sich hat. Also im Sinne von „die dunkle Seite, die jeder in sich trägt“.

    Den Gedanken vom Wurm als Zeittunnel fand ich auch toll, wobei ich aber auch Samuels Einwände gut nachvollziehen kann. Die kann man wirklich nur hinwegreden, indem man sagt, dass wir die Geschehnisse aus der Wahrnehmung eines Menschen im 19. Jhdt. geschildert bekommen und selbst da bleiben noch sehr viele Ungereimtheiten.

    Ein Gedanke noch zum Thema Artefakt / Reliquie. Adam ist definitiv der / ein Artefakt und daneben gibt es wahrscheinlich andere. Was wäre denn, wenn man Reliquie wörtlich nimmt und es tatsächlich ein Gegenstand ist, der mit etwas „heiligem“ in Kontakt gekommen ist? Wir hatten in der Sonne ja auch schon oft Jesus-Analogien. Evtl. war die historische Person Jesus von Nazareth ja ein „21er“. Wenn die Lanze des Longinus tatsächlich die war, die mit ihm am Kreuz in Berührung kam, dann könnte Blut (oder evtl. auch weißes Plasma) auf die Lanze übergegangen sein und diesem Gegenstand eine gewisse Macht gegeben haben.

    Die Szene über Adam mit Mimi und Kindern ist mir im Podcast etwas zu kurz weggekommen. Ich glaube nicht, dass dies die „heile Welt“ ist, in der Adam nach quälender irdischer Existenz aufwacht. Auch in diesem „Universum“ warten Gefahren und Aufgaben auf ihn, wie man im Dialog zwischen Nathaniel und Mimi erfährt.

    Was im Podcast nicht aufgegriffen wurde, ist, dass wir mindestens einen weiteren „Adam“ (1950er Jahre) kennen. Unterstellen wir mal, dass uns in verschiedenen Universen erzählt wird, in denen jeweils nur eine Version von Adam vorhanden ist und dessen irdische Existent jeweils mit einem irdischen Tod endet. Dann kennen wir bisher drei evtl. sogar vier oder fünf Universen. Wir kennen den Adam (1), der in Nedr Gwind gezeugt wird, der mit Nathaniel auf Odysee geht und sich in Nedr Gwind opfert. Wir kennen den Adam (2), dessen Vorleben wir nicht kennen und der in den 1930er Jahren in der Wewelsburg erscheint und dort stirbt. Wir kennen einen weiteren Adam (3) dessen Vorleben unbekannt ist und der in den 50er Jahren bei den MKULTRA-Experimenten der CIA erscheint. Außerdem kennen wir den Adam (4) der mit Mimi Kinder hat und wir kennen noch einen Adam (5), der erzählt, dass sein Lebensabend friedlich verlaufen ist und er zufrieden sterben kann.

    Wie das Ganze sein kann, könnte auf zwei Arten funktionieren. Es könnte sein, dass Adams Existenz immer wieder in Nedr Gwind beginnt, er in seinem Leben unterschiedliche Entscheidungen trifft und somit „ständig“ neue Paralleluniversen entstehen. Dann hätten wir eine Erzählung auf unterschiedlichen Ebenen, was narrativ unglaublich kompliziert wäre und evtl. auch dramaturgische Probleme mit sich brächte. Jonas hat das im Podcast angedeutet… Es ist irgendwie egal ob Adam stirbt oder nicht, denn in anderen Universen lebt er schliesslich weiter.

    Meine aktuelle Idee / These ist daher Folgende: Wir haben in jeder Epoche nur ein Erzähluniversum, dass sich aber im Laufe der Erzählung ändert / wechselt. An einem Beispiel ausgedrückt: Es gibt in unserer Sonne-Erzählung kein Jahr 1890 in dem Mimi lebt. Es gibt aber ein Jahr in der Erzählung (Anfang des 20. Jahrhunderts), in dem die Erzählung in ein Universum wechselt, in dem Mimi lebt.

    Ein Indiz dafür ist, dass wir den Tod in Nedr Gwind und den Auftritt von Mimi direkt hintereinander erzählt bekommen. Ausserdem nimmt Adam seine Gedanken und Erinnerungen aus der Haupthandlung vor Nedr Gwind mit. Wir sind in der Mimi-Handlung nicht in einem Universum, dass Adam seit seiner Geburt erlebt hat, sondern in einem, in das auch er mitten in seinem Leben „hineingeworfen“ wurde.

    Die Universen, die wir kennen und in denen Adam erscheint, überschneiden sich (was Jahreszahlen angeht) bisher nicht.

    Ich vermute daher, dass es so funktioniert, dass es nur einen Adam gibt und der ab und zu die Ebene wechselt. 1864 bis ca. 1902/1905 spielt in einem Universum (= Adam 1). 1902/1905 opfert er sich in Nedr Gwind und wechselt in ein Universum, in dem er lebt und mit Mimi Kinder hat (= Adam 4). Dort stirbt er 1937 in der Wewelsburg (Adam 2) und wechselt wieder das Universum. Dort lebt er weiter und taucht in den 50er Jahren bei MKULTRA auf (= Adam 3) und irgendwann stirbt er friedlich und natürlich, weil er alle seine Prüfungen bestanden hat (= Adam 5). Macht das Sinn?

    Ich denke, es würde die Erzählung einfacher machen, da man sich sicher sein könnte, dass es nicht unzählige Versionen nebeneinander gibt, die sich gegenseitig ausschließen.

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    1. Wie kommst du drauf, dass Adams „Nirvana“-Welt mit Mimi und den Kindern Gefahren birgt? Nathaniel sagt doch, dass er jetzt alle glücklich machen werde und dass „alles gut“ sei.

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      1. „Gefahren“ war evtl. falsch ausgedrückt, aber Nathaniel spricht Mimi Mut zu und sagt, dass die Zeit es richten wird, „es sich finden“ wird, etc. Das hört sich für mich nicht nach einer „heilen Welt“ an, sondern eher nach einer unbefriedigenden Situation, aus der es aber einen Ausweg geben kann…

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        1. Ich denke, das geht eher um Adams noch verwirrten und verstörten Zustand, der sich legen wird, da er nach und nach alles verarbeiten wird. Es braucht eben Zeit, bis er sein Martyrium ganz hinter sich gelassen hat.

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    2. Lieber Rechelino,
      sehr sehr schöne Gedanken! V.a. beim Artefakt glaube ich, dass du recht hast und Artefakte evtl. beim Kontakt mit Plasma entstehen. Kann gut sein und würde m.E. passen!
      Deine Theorie am Ende glaube ich nicht – ich glaube (wie mittlerweile bekannt sein dürfte 😉 ) an Paralleluniversen, immerhin gibt es immer wieder Reisen dazwischen usw. Parallele Raumzeiten würden auch eher der Idee des ewigen „Kreisens“ entsprechen, die ja die Grundidee der Sonne zu sein scheint. (Und ich sehe die Reihenfolge der Tracks nicht als ein Indiz für eine eigentlich lineare Geschichte von Adam, sondern eher als Aufdecken von Zusammenhängen und Parallelen. Wobei du natürlich Recht damit hast, dass die konkrete Paradiesszene tatsächlich direkt nach der Konfrontation in Nedr Gwind stattzufinden scheint…)
      Zu William stimme ich auch nicht so ganz zu – der scheint schon recht auserzählt zu sein und deine offenen Fragen wurden m.E. größtenteils schon geklärt; zum Beispiel, warum William weiß, wie er Adam anschließen soll (eben durch seine Erfahrungen mit diesen Gerätschaften in Episode 11/12!). Aber klar – man kann immer was zu der Geschichte hinzufügen…
      Oh – das klingt jetzt nach einer recht groben Zurückweisung deiner Gedanken. Ist aber gar nicht so gemeint, sondern eher eine Ausformulierung meiner Gedanken. Letztlich kann bei der Sonne ja alles stimmen…man streitet bloß über Plausibilitäten 😉

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      1. Keine Sorge, Samuel, ich fühle mich nicht „grob zurückgewiesen“ 😉

        An die Paralleluniversen glaube ich übrigens auch. Er dürfte sogar schwierig sein, die noch wegzureden. Ich fand / finde es bloss schwer vorstellbar, wie in verschiedenen Universen parallel erzählt werden soll, so dass es verständlich bleibt. Insbesondere beim Medium „Hörspiel“ bei dem man im Gegensatz zu einem Film oder einer TV-Serie nur eingeschränkte Möglichkeiten hat, dem Zuschauer/Hörer zu zeigen, wo man sich denn gerade befindet… Bei dem Gedanken ist mir aufgefallen, dass wir bislang keine unterschiedlichen Universen kennen, in denen zeitgleich (bezogen auf die Jahrszahl) unterschiedliche Versionen von Adam existieren. Ich glaube nicht, dass Universen erst mit dem Erscheinen von Adam entstehen bzw. mit seinem Tod enden, könnte mir aber vorstellen, dass sich seine Seele bzw. der „Geist des Erzähl-Adam“ zu einer Zeit immer nur in einem Universum befindet und zwischen diesen Paralleluniversen wechselt. Durch diese Form wäre (trotz der Existenz von Paralleluniversen) eine „lineare“ Erzählung möglich.

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          1. Also eine Parallelhandlung, in der Adam bei Nangsa geblieben ist und „sehr lange“ auf die Naziexpedition gewartet hat? Möglich… aber … warum? Das würde uns nichts erzählen, nur Verwirrung stiften (oder war das die Intention?)…

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            1. Mist… mit dem Brankya habt ihr mich natürlich. Den hatte ich nicht auf dem Schirm und das kann ich mit meiner Theorie auch nicht erklären.

              Da kann ich lediglich in den Ring werfen, dass Wulfhere und Caswell sowie der Priester in der Wulfhere-Zeit und Nathaniel auch die gleichen Stimmen haben, ohne dass wir wissen, dass es einen Bezug zwischen diesen Personen gibt. Auch an anderen Stellen wurden Sprecher mehrfach verwendet. Haben nicht auch der Vize und Mr. Dulles die gleiche Stimme?

              Will sagen: Evtl. hat es manchmal auch keine Bedeutung, dass auftretende Charaktere die idetische Stimme haben und es ist schlicht eine falsche Fährte, dass auch Brankya von Christian Stark eingesprochen wurde…

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              1. Falsche Fährte glaub ich nicht – er spricht ja mit der gleichen Stimme wie der „Adam Kadmon“ bei MKultra und ist bei Nangsa… das ist kein improvisiertes Mehrfachverwenden. Bei Nebenstimmen kann das sicher mal sein, aber nicht bei der Hauptrolle.

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  2. Danke. Danke. Danke.

    Danke an Günter Merlau für ein Hörspielmonster, das mich fordert, zum Immer-wieder-Hören einlädt, emotional bewegt und auch nach dem Hören stets weiterbeschäftigt – sei es, um das dunkle Geheimnis der Zeit zu enträtseln und mir die Zyklen der Serie erklärbar zu machen, oder mich mit Themen der Philosophie und Physik auseinanderzusetzen, mit denen ich mich vorher nie freiwillig beschäftigt hätte.

    Danke an Torsten Weis für diesen Blog, der mit viel Liebe und Hingabe zu dieser Hörspielperle entstanden ist und sie entsprechend zu würdigen weiß. Man muss für eine Sache wirklich brennen, um so etwas in seiner Freizeit zu gestalten.

    Danke für die 14 wundervollen Podcasts, in denen ihr drei – zuweilen auch mit kompetenten Gästen – detailreich, mal kritisch, mal witzig, aber vor allem mit Leidenschaft, die Folgen kommentiert. Da fühlt man sich nicht so allein beim Rätseln. Eine wunderbare Ergänzung.

    Danke an Rechelino und alle anderen, die mit ihren tollen Kommentaren weitere Details zutage fördern und mutig das Große Ganze zu erklären versuchen. Irgendwann ist es wohl mal an der Zeit für ein Fantreffen;-)

    Und vor allem: DANKE für den Teaser!
    Die Sonne brennt weiter!

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    1. Das mit dem Fantreffen wäre wirklich der logisch nächste Schritt. Als Arbeitstitel für das Projekt schlage ich „SonnigCon“ vor 😉

      Als Termin würde sich der 21.08.2017 anbieten. Da ist die nächste Sonnenfinsternis. Leider nur in England partiell und in Amerika total. Aber für uns Hardcore-Sonnisten spricht natürlich auch nichts gegen einen Treffen in Derbyshire oder am Mt. Shasta 😉

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    2. Vielen Dank für die großen Komplimente, Baschtl75! Das geht ja runter wie Vrilsuppe!
      Und bevor ich verlegen werde, lieber schnell zurück zur Folge: Du hast uns ja auch von Anfang an begleitet und immer noch ein paar Ansichten und Erkenntnisse draufgelegt, wir warten ja regelmäßig auf deinen Kommentar. Daher würde mich interessieren (da wir ja auch unschlüssig sind) was du (und natürlich auch alle anderen hier) zu den Themen denkst, bei denen wir rätseln:
      Adams Ende: Biologischer Wurm oder physikalisches Phänomen?
      Jack und Nathaniel: Wissenschaftler aus der Zukunft oder Gestalten aus der Mythologie?
      Adam: tot oder lebendig?
      Berger: Was stabilisiert er?

      Viele Grüße,
      Torsten75

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  3. Meine sehr geschätzten Herren Ulbricht, Schmidt und Weis,

    zum Abschluss Ihrer großen Bemühungen beim Durchdringen und -queren von Zeit und Raum und wirgewarrtem dunklem Vrilbadeschaum einer Sonne, die im Menschen selbst brennt, meine allerherzlichsten Glückwünsche zu einer weiteren gelungenen Folge Ihres Podcastes.
    Weiterhin soll ich allerbeste Grüße vom Direktor und Leiter des Deutschen Elektronen-Synchrotrons ausrichten, der leider derzeit etwas unpässlich mit einer Schussverletzung danieder liegt.
    Auch darf ich auf das herzlichste von den Lauschern Michael Wrobel, Phillip Sydow, Sophia Hönicka und Dana Nitz grüßen, auch als Flieger die Sonne.

    „Friedvoll und elegant“, waren die Herren so freundlich sich positiv zum Abschluss der ersten Staffel zu äußern, auch wenn der Samu und das Jonas den Artefuck noch immer nicht verstehen.
    Ansonsten durfte ich mich freuen über nicht runter-, sondern ausproduzierte Leerstellen, über Geld, das keine Währung ist, über posthume Rechthaberei zu geendetem Verlust und Vertrauensvorschuss zum Errichten einer neuen Umlaufbahn, der Staffel 2.
    Dieser neue Kreislauf einer sich aufwärts bewegenden Spirale beginnt im Juli 2017 mit einer Art Tetralogie und wird als Folge 14 mit dem Titel „Dem Tode nah“ die neue Staffel begründen. Mehr Informationen dazu wird es demnächst von Lausch und Maritim auf den handelsüblichen Kanälen und selbstverständlich auch hier beim „besten Podcast der Welt“ geben.
    Ich wünsche den Betreibern weiterhin viel Erfolg und „Bön Chance“, mögen die beliebten Raumausstatter der Zeit sich weiterhin aufschwingen in hohe und allerhöchste Höhen verschwurbuliertem Fabu- und elfenbeinturmigstem Spekulierens!
    Denn, wie spielte auch schon Charlie Parker so richtig: „It don’t mean a thing, if it ain’t got that swing.“

    Mit den besten Wünschen vom Standort des DESY und das ist keine Duck

    Günter Merlau

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    1. Im Juli 2017 geht es weiter???

      „It don’t mean a thing, if it ain’t got that swing.“ – Da scheint mir aber wirklich sehr viel Schwung auf der Sonnenscheibe zu sein. Mit einer so zeitnahen Fortsetzung hätte ich nicht gerechnet.

      Dann freue ich mich auf den ersten TetraPak der zweiten Staffel und hoffe, dass noch viele folgen…

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  4. So hier jetzt auch mein Senf dazu, möge es den weissen Wurm bekommen,

    Erstmal wieder danke für euer Gequatsche, Inspiration, Recherche, Unterhaltung, auch für Alles was ihr so macht.
    Aber ein Punkt hab ich der mir nicht gefällt.
    Wir haben jetzt soviel über Dimesionsreisen, Zeitreisen, Jenseitssprunge und das ganzen Zeug gelernt, hätte man sich nicht da ein Universum aussuchen können, wo die Schwarze Sonne mehr Folgen hat als hier? So bleibt der Podcast auf 13 Folgen begrenzt. Geht ja gar nicht.
    Ja mit dem Erfolg kommt auch der Anspruch, wir Hörer wollen versorgt werde, was machen wir jetzt ohne euren Podcast, zucken und wimmert auf den Boden liegt den kalten Entzug durchleben ist alles was uns übrig bleibt.

    Aber nun mal zur Folge, Ihr habt eigentlich alles schon gesagt, nicht das Ende ist entscheident, sondern der Weg dahin, auch wenn er voller Rätsel, wiedersprüche, Irrwege und Wendungen ist.

    Die Schwarze Sonne

    So nun mal dazu, erst wurde erwähnt, das die schwarze Sonne ein Nazi-Symbol sei, leider ist sie das heute auch, entweiht, missbraucht und deformiert, doch das war nicht immer so.

    Was ist die schwarze Sonne

    „Die Augen schließen und beginnen zu sehn“ mystisch, mystisch aber genau darum geht es bei dieser Idee der „dunklen Erhellung“, am Tag scheint die Sonne, in einen festgelegten Rhythums, wir richten unser Leben danach, die Pflanzen blühen unter ihren Einfluß, die Tiere kopulieren danach usw. Kurz um da geht richtig was ab in unsere Welt.

    Jetzt gibt aber noch diese andere Welt in uns drin, dort wo das Sonnenlicht nicht hinkommt, wir aber trozdem sehen wenn die Augen schleißen und träumen. Was ist die Quelle diese Licht, das unsere Täume erhellt und das im dunkeln wesentlich stärker scheint als am Tag, was macht es noch?
    Es läßt nicht die Pflanzen wachsen oder treibt Solarzellen an aber es ist auch nicht folgenlos, es bescheint ein Teil von uns, in uns, an den kein Sonnlicht herankommt. Und es läßt etwas in uns wachsen.
    Das haben vor langer Zeit auch schon andere mitbekommen und aus dieser lichtlosen Illumination wurde die „dunkle Fackel“, das „schwarzes Wissen“ und auch die „schwarze Sonne“.
    Die jetzt auch eure innere Welt erhellt
    “ Wie eine schwarze Sonne, die den Boden meiner Seele erhellt und durch ihre Energie dort Leben entstehn läßt“ sowie die Sonne in der physichen Welt.

    Teaser 2. Staffel

    Hören wir da etwa wir Adam vom Weissen verschlungen wird und auf der andern Seite in eine andere Welt rutscht, oder hängt er immernoch auf Opium in der Opiumhohle rum und die letzten 3 Folgen waren nur ein Trip?
    Man ich bin so neugierig wie es weiter geht

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  5. Hallo zusammen,

    ich möchte mich Herzlich bei euch dreien Bedanken für diesen wunderbaren Podcast! Ich habe ihn erst dieses Jahr entdeckt und konnte somit nicht immer mit Rätseln. Aber zur letzten Folge habe ich einige Anmerkungen/Ideen/Fragen:
    Warum gibt es nach der Adoption Verstimmungen zwischen Fiona und William? Ganz am Anfang erwähnt William Fiona direkt ggü., dass Adam der Erste einer neuen Art ist Daraufhin wählt Fiona den Namen Adam.
    Später ist auf nur die Rede, dass William ihr eine Geschichte von einer ungewollten Schwangerschaft auf tischt und Emily abgehauen ist. Hier wird der nicht-menschliche Part ausgespart. So müsst Fiona davon ausgehen, dass Emily eine Affäre mit einem Alien oder Dämon hatte???

    Im Booklet finden sich als Sprechrollen ein Jules Gabriel Salton und eine Emily Fiona Salton. Wo war die Tochter? Nathaniel Salton der zweite Sohn findet keine Erwähnung,

    Ich unterstütze die Wurmloch-Wurmtheorie von Torsten, da mir der Gedanke beim Hören auch sofort ins Hirn geschossen ist (auch auf Grundlage eines älteren Posts) und da der weiße Wurm, meiner Meinung nach, nur in Nedr Gwind in Erscheinung tritt. Die anderen weißen Wesen, um die Burg im Umland und auf dem Weg nach Tibet werden immer als Würmer mit Tentakeln (/Fangarmen) beschrieben. Also handelt es sich um zwei Phänomene: Einem Zeittunnel und einem Ungeheuer.

    Warum verbindet Adam mehrmals Ereignisse von Caswell mit Jack?

    Beim Attentat auf Jack ruft Nathaniel nach einem Arzt und ruftim Hintergrund auch William nach Hilfe oder verhöre ich mich da?

    Viele Grüße
    Peter

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  6. Hallo Peter, schönn dass du jetzt auch loslegst! Ist ja nicht zu spät um mitzurätseln, die Sonne geht ja zum Glück weiter.
    Ich denke auch (in meinem Gedankengebilde), dass der weiße Wurm eben der „Tunnel aus Zeit“ ist. Zu direkt spricht Adam genau dies aus, in einem Atemzug mit dessen Erscheinen. Sonst würde das irgendwie keinen Sinn machen – die Lösung ist ja in der Erzählung versteckt angelegt. Du hast auch Recht: Wenn man Booklet der Folge 1 nachschaut, sieht man Tentakel aus dem Sumpf ragen, das ist nicht der weiße Wurm. Und der „Weiße“ scheint ja auch etwas zu sein, dass man durch okkulte Rituale rufen kann, und sehr oft haben wir ja okkulte Riten in der Serie, mit denen „ein Tor“ geöffnet werden soll… das passt finde ich schon zusammen.

    Ich finde auch, dass wir noch nciht wissen, was genau jetzt Adams nichtmenschliche Seite ausmacht, sie wird angesprochen udn William hat Angst davor, aber da ist noch eine große Erzähllücke. Mich würde ja auch interessieren, wie Adam davon erfährt, was er ist, und wie er reagiert… eine Szene, die viel Potential birgt. Ich freu mich auf die weiteren Folgen, da gibts genug Lücken…

    Was meinst du mit „Warum verbindet Adam mehrmals Ereignisse von Caswell mit Jack?“?

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    1. Hi Torsten,

      ich habe gerade nochmal nachgehört und die Erinnerung ging doch auf Jack selber zurück. Da habe ich was verwechselt.
      Aber es ist augenscheinlich, dass Jack und Caswell nie aufeinander treffen und doch beide die Umschreibung „Junge“ für Adam nutzen.

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      1. „Im Booklet finden sich als Sprechrollen ein Jules Gabriel Salton und eine Emily Fiona Salton. Wo war die Tochter? Nathaniel Salton der zweite Sohn findet keine Erwähnung.“

        Du hast recht… da stimmt irgendetwas nicht. Mimi spricht definitiv von „zwei Söhnen“, „dem Ältesten“ (=Nathaniel) und „dem Zweitgeborenen“ (= Jules Gabriel).

        Möglichkeit 1: Mimi und Adam haben sogar drei Kinder. Die Kinderstimmen, die man beim Spiel mit der Eisenbahn hört, könnten männlich oder weiblich sein. Ich finde sie auch sehr ähnlich und kann gar nicht mit Gewissheit sagen, ob es zwei oder drei verschiedene sind. Denkbar also, dass man zusätzlich zu den beiden Söhnen auch noch eine Tochter hört. Merkwürdig wäre allerdings, dass Mimi sie nicht erwähnt.

        Möglichkeit 2: Das Konzept hat sich zwischenzeitlich geändert und das Booklet beruht noch auf dem alten Konzept. Evtl. war ursprünglich ein Sohn und eine Tochter angedacht und später gefiel Günter Merlau die Idee mit zwei Söhnen besser.

        Möglichkeit 3: Das Booklet stimmt mit der finalen Fassung des Hörspiels nicht überein. Es kam in der Vergangenheit bereits öfter vor, dass Sprecher im Booklet aufgeführt waren, obwohl sie in der jeweiligen Folge keinen Text hatten. Ich glaube „Jack“ wird im Booklet zur 11 oder 12 auch aufgeführt und auch bei den älteren Folgen ist das schonpassiert. Könnte also sein, dass Emily Fiona Salton uns als Figur erst in Staffel 2 begegnen wird…

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        1. Ich kann die Stimmen auch nicht auseinanderhalten, aber deine Möglichkeiten sind alle vorhanden. Mit der Möglichkeit 2 tu ich mich schwer. Wenn man den Plan ändert, kann man auch das Booklet anpassen. Und dass man dies auch „kurzfristig“ machen kann, zeigt ja die Erwähnung von Torsten, Jonas und Samuel in Teil 11.

          Möglichkeit 4: Emily Fiona ist wie Brankyah und Iphikles.Das „heimliche“ Kind.

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          1. Eine sehr charmante Idee. 😀
            Demnächst werde ich meiner Geschäftsführung kurzfristige Änderungen und das nicht erreichen des Planergebnisses genau so erklären.

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  7. Wie bereits zu den Folgen 11 und 12 hier übrigens noch die „Kapitelnamen“ die bei einigen CD-Playern im Display angezeigt werden:

    1 – Die unsichtbare erste Ursache
    2 – Adama
    3-5 – Ankunft in Derbyshire
    6 – Wer hat am Ende gewonnen?
    7 – Alles Glücke der Welt
    8-10 – Alles klar… soweit!
    11-12 – Kolonie South Australia
    13-19 – Nedr Gwind
    20 – Am Fuße des Abgrunds
    21-22 – Wird er es je sein?
    23-24 – Die flüssige Raumzeit
    25 – Die schwarze Sonne

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  8. Keine Ahnung warum, aber irgendwie kann im im Blog nicht kommentieren…oder der Kommentar muss erst noch freigeschaltet werden.
    Seis drum, ich kopiere den Text hier noch mal rein, damit er nicht im Nirvana verschwinden tut….bzw versuche ihn gerade noch ein mal in den Blog zu parken, aber nicht unter meinem normalen Nick „blackmail82“. Vielleicht geht das ja: 😀

    Finally….durch mit allen Folgen und auch allen Podcast-Teilen.

    Der größte Dank geht an Günter Merlau und meinen tiefen Respekt davor, nach so langer Pause und dem Scheitern einen zweiten Anlauf zu wagen und die Arbeit abzuschließen. Ein weiteres dickes Lob für die Verknüpfungen von so vielen verschiedenen Elementen, der Recherche dazu und die Kunst dabei die Gradwanderung zu meistern, zwischen zu mystisch-wabernd und zu erklärend zu werden. Schlichtweg genial, ich liebe es, die schwarze Sonne ist eine Werk für sich, es fällt mir schwer Referenzobjekte zu finden.

    Ein fast genauso großer Dank geht an diesen Podcast für die tolle, unterhaltsame und gehaltvolle Unterfütterung, die entscheidend zum Verständnis der Hörspielfolgen beiträgt. Oder auch nicht? Herrlich! Die Diskussion um die Inhalte wird zum eigentlichen Inhalt, wie er ja auch schon in der eigentlichen Hörspielserie mit zum Inhalt wird. Ich freue mich auch hier, dass es weiter gehen wird!

    Leider fehlt mir die Zeit für tiefere Recherchen, habe aber gestern nach „meinem“ Finale Wikipedia angeschmissen und vor allem nach der Traumzeit gesucht, da die Regenbogenschlange überdurchschnittlich oft erwähnt wird in den letzten Folgen und da ich gerätselt habe, was das Artefakt sein könnte. Speerspitze? Uhr? Ich mag die oben gennante Theorie, dass es verschiedene Gegenstände sind, die etwas „magisches“ an sich haben. Ob es wirklich so greifbar sein muss, wie weißes Plasma eines sterben „21ers“….hm, möglich, eine schöne Idee! 🙂

    Kurzes Zitat aus Wikipedia aus dem Traumzeit-Artikel:
    „Bei den traditionellen Aborigines herrscht zumeist die Vorstellung von drei Seelenstadien im Laufe des Lebens: die Geist-Kind-Seele, die Lebens- und die Totenseele; wobei die Bezeichnungen sehr unterschiedlich sind. Kinder kommen in den Besitz ihrer Seele, indem der Vater im Traum oder in Trance eine Kindoffenbarung empfängt und diese dann durch eine magische Tat (etwa durch das Berühren mit einer Lanzenspitze) auf die Mutter überträgt.“

    Schon seltsam, auch hier spricht man von einer Lanzenspitze (warum auch immer?) und ich finde diese Idee der Seelenstadien in Bezug auf die Sonne sehr schön…könnte man noch mal drauf rum spinnen. Sehr lange…. 🙂

    Weiße Schlange = Tunnel?
    Ich glaube ja. Bereits beim ersten Hören der ersten Folge kam mir das Erscheinen des unterirdischen Wurms, der ganze Bergketten aufrollt, zu gigantisch vor, um real zu sein. Komisch, müsste doch die komplette Bevölkerung eines Landes in Panik verfallen, wenn so etwas gigantisches tatsächlich auftauchen würde. Hier reicht es für eine Randnotiz in einer Szene, die man auch schnell mal überhöhren kann.
    Mal ins Blaue gedacht…man opfert der weißen Schlange….man opfert dem Zeittunnel. Vielleicht opfert sich Adam selbst am Schluss in den Zeittunnel? Sagt er nicht selbst, dass er am Ende dahin zurückkehren muss, wo alles begonnen hat? In den Tunnel der Zeit?
    Braucht man deshalb vielleicht auch Berger, der sich diesem Tunnel stellen muss? Damit sich Kreisläufe schließen und die (persönliche Traum-)Zeit ihren Bogen schließt?

    Äh…so oder so ähnlich schwirrt das gerade durch meinen Kopf. 😀

    Ich hätte jetzt gerne einen Glüh-Merlot.

    Paralleluniversen: ich mag die Idee nicht. Zu einfach wäre die Erklärung und würden für alle Situationen als Ausrede verwendet werden können, die wir uns auf den ersten Blick nicht erklären können. Ich glaube an ein größeres Ganzes dahinter, das so manche nicht-nachvollziehbare Situation erklärt. Die Stimm-Übereinstimmungen zB…ich hoffe und glaube, dass da entscheidend sein könnte, wie „Adam“ als halber Lemur „funktioniert“. Was passiert wenn er stirbt? Springt er ähnlich durch die Zeiten wie Jack? Was passiert beim Durchgang? Warum verfällt Jack? Warum altert Adam? Ist das vielleicht mit den Seelenversionen aus der Traumzeit zu erklären? Ich weiß es nicht und kann mir derzeit keinen Reim darauf machen. 🙂

    Egal….genug text für jetzt. Ich freue mich, das es sobald schon weitergeht! Vielleicht kann man schon auf der Hörmich Nachschub bekommen? Der Teaser zur zweiten Staffel hat mich übrigens spontan an den Fall von Gandalf und dem Balrog erinnert, die einmal quer durch die Erde harken. 😀

    Cheers, Danke und beste Grüße!

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    1. Hey „Blacky“,
      vielen Dank für den langen, ausführlichen und vollgestopften Kommentar! Es freut mich sehr, dass du den Podcast (und natürlich die Hörspielserie) so genießt – auch, wenn du meine Paralleluniversen-Theorie so zunichte machst … (bzw. es versucht 😉 )
      In der Konzeption der Traumzeit scheint tatsächlich noch Vieles drin zu stecken, das es sich zu recherchieren lohnt – z.B. auch der Aspekt mit Vater und Sohn, der im Wikipedia-Zitat erwähnt wird: Haben nicht William und Adam genau dieselbe „Traumzeit“ im Sinne der Geschichte, die ihnen über die Regenbogenschlange erzählt wird? Sogar ihre Fragen sind gleich! Hierzu passt allerdings nicht, dass William eigentlich gar nicht der Vater von Adam ist… Fragen über Fragen! Aber vielen Dank für diesen neuen Anstoß, von denen man nie genug haben kann…
      Man hört sich – bei Zeiten!

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  9. Die Aktion, die den DESY-Vortrag von Jack L. Moore abrupt beendet (Folge 13 – Track 24), ist aus meiner Sicht nicht unbedingt ein Anschlag / Attentat auf Jack. Wie immer bei der Schwarzen Sonne, habe ich beim ersten Mal Hören die Handlung einfach mich wirken lassen. Erst beim wiederholten Mal versuchte ich Details heraus zu filtern. Mein erster Eindruck war ein wie auch immer geartetes Ereignis, das möglicherweise mit dem Thema des Vortrags in Zusammenhang stand. Vielleicht war es eine physikalische Unregelmäßigkeit, die etwa aus den geschilderten Zeit-Manipulationen resultieren könnte. Bevor die beiden „Detonationen“ zu hören sind, schwoll ein Pfeifton langsam an, der mit einem Attentat nicht in Beziehung stehen konnte. Er unterstreicht eine Zuspitzung der Situation. Der folgende Tumult, die Rufe nach Polizei und einem Arzt sowie die Stimme von Nathaniel sind deckungsgleich mit den Begleitumständen des Anschlages auf Jules Vernes (Folge 02 – Track 01).
    Wie wir in Track 10 erfahren, besteht lt. der Präsidentin des Impulskraftwerks mangels ausreichender Stabilisatoren eine ernste Gefahr: „…, dass ohne die Stabilisatoren uns schon längst die Kontrolle entglitten wäre..alles wo möglich aus den Fugen geraten wäre … und jeder Stabilisator, der ausfällt oder der nicht mehr leistungsstark arbeitet, gefährdet das gesamte…“ Dazu die knappe „fachliche“ Einschätzung von Roy Maartens „Kawumm piff paff puff“. Nach den Beobachtungen von Berger muss während seiner Aktivität als Stabilisator etwas gravierendes passiert sein – auch hier ist im Hintergrund ein Pfeifton auszumachen. Berger: „es war nichts – gar nichts mehr in Ordnung – alles war auseinander gesprengt und in Milliarden Splitter zersprungen – kein Stein der Welt lag mehr auf dem anderen – alles war aufgelöst, vernichtet und zerstört – und trotzdem und vielleicht sogar deswegen sagte ich (zu Roy Maartens) ALLES KLAR SOWEIT. Damit endet die Geschichte von Bergers Stabilisatoren-Aktion.
    Für mich die die Fortsetzung in Track 24 zu finden, einer erneuten Katastrophe ähnlicher Art, diesmal bei Jacks DESY-Vortrag. Ob diese Vorgänge (Stabilisator und Vortrag) auf verschiedenen Zeitebenen stattfinden, lasse ich hier einmal ausdrücklich offen. Inhaltlich sehe ich jedoch einen deutlichen sachlichen und dramaturgischen Zusammenhang.
    Es bleibt abzuwarten, wie Jack aus diesem „Unfall“ hervorgeht. Vielleicht tritt eine Läuterung ein, ähnlich wie das Attentat auf Jules Vernes bei Adam zu einer (zeitweisen) Abkehr von dessen Melancholie führte. Die identischen Begleitumstände (Nathaniel, Arzt! Polizei! usw) könnten darauf verweisen.
    Werden wir künftig einen „neuen“ Jack erleben? Auch hier zeichnen sich Entwicklungen für den zweiten Zyklus ab – es wird immer spannender!

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  10. Die Frage nach dem Weißen, seiner Art, seiner Natur, seinem Erscheinungsbild und seiner Funktion für die Lemuren und die übrigen Akteure der Schwarzen Sonne hat zu zahlreichen Spekulationen Anlass gegeben. Ich möchte dieser teils recht erfrischend emotional geführten Diskussion (höre dazu Podcast zu Folge 13) einige Gedanken hinzufügen.

    Der Weiße ist keinesfalls ein Horror-Beiwerk einer Gruselstory oder der Abklatsch einer mystischen Schreckensbestie. Dies würde dem Duktus der Schwarzen Sonne nicht gerecht. Auch hat Günter Merlau im jüngsten Interview mit Torsten Weis spontan geantwortet, dass der Weiße kein Lindwurm sei.

    Fragen wir nach der Funktion des Weißen, dann kommen wir der Sache vielleicht etwas näher. Der Weiße ist nicht Selbstzweck. Die Opfer dienen nicht seiner Ernährung und auch nicht seiner Besänftigung. Der Weiße verkehrt vielmehr zwischen der Welt der Lemuren und der Oberwelt. Der Weiße beschafft „Etwas“ für die in der Unterwelt angesiedelten Lemuren und leitet dieses „Etwas“ an die Lemuren weiter. Der Weiße dient somit den in der Unterwelt verbliebenen Lemuren. Dieses „Etwas“ ist die den Opfern entzogene Substanz, die möglicherweise vom Weißen in verwertbare Lemuren-Nahrung umgewandelt wird. Dieses Extrakt („Lemuren-Bovril“) ist ähnlich oder gleich der Substanz, die den an den Wänden um den Schlund fixierten Menschen mit den Apparaturen entzogen wird. Nicht ohne Grund entwickelt Caswell ein recht auffälliges und nahezu gourmethaftes Verlangen nach dieser Substanz (siehe CD 12 Track 14).

    Beachtenswert ist, dass die Lemuren – insbesondere Caswell – mit dem Weißen kommunizieren. Caswell ruft den Weißen (CD 1 Track 12) und Arabella in ihrer Erscheinung als Arabella-Kreatur turtelt in der Wanne liegend mit dem Weißen (CD 11 Track 27) und gibt ihm aus der Wanne den von den Gefangenen abgezapften Sud in den Schlund. Diese Kommunikation mit dem Weißen lässt an eine Steuerung des Weißen und an eine Art von Symbiose denken. Sogar in der Adam-Jack-Szene in Nedr Gwind (CD 13 Track 13 ff.) könnte man meinen, dass Adam den Weißen (mit der Gedankenkraft eines Halblemuren) herbeiruft.

    Die Opfer werden somit nur bei vordergründiger Betrachtung dem Weißen dargebracht. Es sind vielmehr Opfer oder Vorteile, die den Lemuren zugute kommen, auf die die Lemuren offensichtlich sogar angewiesen sind. Deutlich wird dies im Disput zwischen Nathaniel und Arabella über die Menschenopfer (CD 2 Track 18) im Haus des Schwarzen Ordens. Hier bezeichnet Arabella die Menschen als Nutzvieh der Lemuren, also nicht als Opfer des Weißen. Sie stellt heraus, dass schon vor „Jahrtausenden die sogenannten Hochkulturen mit Menschenopfern ihre Existenz von uns (den Lemuren) ihre Existenz erkauft haben“ – somit bestand ein dauerhafter Austausch (Opfer gegen Existenz oder vielleicht auch Unterstützung).

    Es bleibt jetzt noch die Frage, ob der Weiße ein „natürliches“ Wesen oder eine künstliche Apparatur ist. Als natürliches Wesen wäre der Weiße ein mit den Lemuren symbiotisch verbundenes Untier (oder „Haustier“). Es nimmt Opfer als Nahrung auf, verarbeitet diese und gibt sie an den Fürst und sein Gefolge weiter. Wenn Bedarf nach Nahrung besteht, wird das dressierte Biest auf die Menschen losgelassen, damit diese sich gezwungen fühlen, es zu besänftigen und Opfer zu bringen. Es entsteht somit ein Kreislauf „wütende Schlange – bedrohte Menschen – Opfergabe zum Besänftigen – Nahrung für die Lemuren“. Wenn die Vorräte in der Unterwelt aufgebraucht sind, dann beginnt die Beschaffung wieder mit der Aktion „wütende Schlange“. Diese „Untier-Variante“ hat jedoch den Nachteil, dass immer eine Schlange in Form des Weißen die Opfer einsammeln muss. Wie wir jedoch wissen, werden von den Hochkulturen seit Jahrtausenden solche Opfer eingefordert und erbracht. Diesen Kulturen entspricht nicht immer die Erscheinung einer wütenden Schlange als opfer-auslösende Bedrohung.

    Deshalb neige ich zu der Annahme, dass es sich beim Weißen um eine Maschine mit einem schlangenähnlichen Erscheinungsbild handelt. Die Lemuren sind sicher in der Lage, solche Apparate zu bauen, zumal sie ja auch über recht komplizierte Maschinen zum Extrahieren der “Säfte“ („Lemuren-Bovril“) verfügen. Mit dem Erscheinungsbild einer Schlange ist die Apparatur der durch Mythen und Sagen beeinflussten Vorstellungswelt der angelsächsischen Dorfbewohner angepasst. Zu anderen Zeiten und in anderen Kulturen kann die Apparatur ein den jeweiligen Verhältnissen angepasstes Erscheinungsbild erhalten (z.B. Riesen-Vogel oder Mörder-Fisch).

    Die Anrufung des Weißen (z.B. „Baaaahhhl“ usw. – durch Caswell) enthalten Steuerungscodes für die Maschine und sind zugleich Elemente einer Show, die den Aberglauben der Zuschauer festigen soll. Vom Fürsten kann die Schlangenapparatur in den Modus „wütende Schlage“, „Moor-Ungeheuer“, „Derbyshire-Pflug“ oder „Tibet-Schlange“ geschaltet werden. Wenn Caswell in CD 1 vom Weißen verspeist wird, dann hat das Eingreifen von Nathaniel und Adam den Ablauf gestört und Caswell fiel dem von ihm ausgelösten Ablauf zum Opfer – ein Unfall. Jedenfalls erfahren wir (CD 4 Track 4) von Weisthor ex Caswell, wie es ihm im Schlund des Weißen ergangen ist: „„in den tiefen Schlund bin ich geworfen, zermalmt, in den Gedärmen des Weißen zersetzt worden, aber – ich bin zurück gekehrt…“

    Noch eine Bemerkung zur Theorie „der Weiße als Zeittunnel“. Da es sich bei einem Zeittunnel um ein nicht-stoffliches Phänomen handelt, könnte es durch eine Manifestation als Schlange in der zuvor beschriebenen Art und Weise durchaus sicht- und erfahrbar gemacht worden sein.

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    1. Lieber De Kandis,
      vielen Dank für diesen langen und ausführlichen Beitrag! Tatsächlich ist das eine völlig neue Theorie zum Weißen, die keinem von uns je in den Sinn gekommen ist – Hut ab!
      Spätestens nach dem Interview mit Günther Merlau muss ich mich wohl endgültig geschlagen geben: Der Weiße ist nicht einfach eine Schlange (und Arabella keine Gottesanbeterin?). Aber was ist er dann?
      Deine Idee gefällt mir ganz gut, weil ich mich mit dem „reinen“ Zeittunnel nie ganz anfreunden konnte – wieso sprechen sie dann immer von etwas Materiellen? Damit ein „Zeittunnel“ wie eine große weiße Schlange aussieht, bräuchte man schon ziemlich viel Fantasie. Der Weiße als Maschine/Apparatur? Könnte sein – nur scheint mir der Weiße dafür – rein von den Geräuschen und dem Umgang mit ihm – dafür zu organisch zu sein. Vielleicht ist der Weiße tatsächlich eine Art Zeittunnel/Portal und von den Lemuren geschaffen, aber etwas Organisches? Wir haben aus den Nazi-Experimenten erfahren, dass die Lemuren durchaus organisches Leben schaffen wollen und können – vielleicht ist der Weiße ein Produkt daraus, der durch die Zeit „reisen“ und als manifestierter „Zeittunnel“ überall und jederzeit gerufen werden kann…?
      Beste Grüße,
      Samuel

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  11. Am Vorabend zur Veröffentlichung der Folge 14 hier noch ein Gedanke zur mysteriösen Mimi Salton, geborene Watford.
    Die „Familien-Szene“ mit Adam, Mimi und deren Kinder Nathaniel und Jules in CD 13 Track 21 haben mich angeregt, die Mimi-Geschichte nochmals zu durchleuchten. Dabei sind einige auffällige Besonderheiten auszumachen:
    1. Mimi wurde in Folge 1 in Nedr Gwind vom Weißen verschlungen und ist nun wieder unter den Lebenden. Nur Caswell, also ein Lemur, war in der Lage, einen solchen „Gang durch die Unterwelt“ erfolgreich durchzustehen. Gleiches gilt wohl auch für Jack.
    2. Caswell hat Mimi bereits vor der Auswahl als Opfer für den Weißen in auffälliger Weise fixiert („wie ein Raubvogel seine Beute“). Das auffällige Verhalten Caswells begründet sich nicht (nur) in der Schönheit von Mimi, sondern in deren Zuneigung zu Adam. Eine solche Zuneigung konnte den Plänen der Lemuren mit Adam zuwider laufen (er wurde ja von ihnen „gezeugt“, er sollte ausgebrütet werden, es sind schon viele solcher Versuche fehlgeschlagen usw.), Wenn Adam sich mit Mimi schon frühzeitig verbunden hätte, wäre sein Werdegang möglicherweise im Sinne der Lemuren gestört worden. Daraus folgte die Notwendigkeit, dass Mimi beseitigt werden musste. Caswell erreichte dies über das Rad und das Opferritual. Unabhängig davon verhinderte Nathaniel die Entwicklung von Adam im Sinne der Lemuren.
    3. Mimi kennt offensichtlich das Geheimnis von Adam, also seine Entstehung, seine „Lemurenzeugung“. Sowohl ihre Anspielung gegenüber Adam über ein „dunkles Geheimnis“ als auch ihr Gespräch mit Nathaniel machen dies deutlich. Woher kennt Mimi dieses Geheimnis?
    4. Die Kommunikation mit Nathaniel schließlich ist ein außergewöhnliches Phänomen. Auf welcher Ebene findet diese Kommunikation statt?
    Aus diesen nur skizzierten Besonderheiten entsteht der Eindruck, dass Mimi nicht nur das hübsche Mädchen vom Land, sondern eine interessante Persönlichkeit mit einem lemurischen Kern ist. Sie könnte gewissermaßen eine abtrünnige Lemurin sein, die mit Nathaniel kooperiert, zu seiner Fraktion gehört und deshalb auch mit ihm nach seiner irdischer Existenz in Kontakt steht.

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    1. Ich stelle mir das mit Mimi und Adam so ähnlich vor wie in Star Trek 7 – Treffen der Generationen, dort strandet ein Charakter in einer Raum-Zeit-Anomalie genannt Nexus. Hier ist man aus Zeit und Raum herausgerissen und erlebt eine Traumwelt, es befinden sich allerdings auch andere Figuren hier, die über die Jahrhunderte Opfer des Nexus wurden.

      Bei uns würde nun der Weiße als Nexus fungieren, im Gegensatz zu den Lemuren, die hier und dort mal in der Zeit auftauchen und Unheil stiften, scheinen die Weißen eine Konstante in der Welt zu sein, möglicherweise in allen Welten, verbunden mit den Knotenpunkten. Zu welchem Zweck die Opfer dienen? Das kann ich nicht genau sagen.
      Ich stelle es mir jetzt aber (ohne Informationen aus dem Interview mit GM, hab ich leider noch nicht gehört) so vor, dass die Weißen – wie der Nexus – ausserhalb von Zeit und Raum existieren und ihre Opfer ebenso in sich aufnehmen. Sterben die Opfer? Ich weiß es nicht. Aber Adam trifft Mimi, oder zumindest ihren Geist, ihre Essenz, „im“ Weißen wieder, das steht für mich fest. Er wird vermutlich fliehen können aufgrund seiner speziellen Beschaffenheit. Ob das auch für Mimi gilt wird sich zeigen.

      Ich frage mich bloß wie Nathaniel da hinein passt, er wusste ja bereits so gegen Mitte des ersten Zyklus – wenn ich mich recht erinnere – von Adams Kindern. Und was macht er zum Schluß im Weißen? Bestand das Ritual von Aleister und Arabella darin, Nathaniels Dasein irgendwie den Weißen darzubringen? Die Antwort findet sich bestimmt bei Zeiten.

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